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Gewehrstütze.
Die Erfindung betrifft eine Gewehrstütze, die unterhalb des Gewehres angebracht und so gestaltet ist, dass sie beim Zielen in liegender Stellung auf dem Boden ruht und das Gewehr beim Zielen stützt. Gewehrstützen sind bereits bekannt seit dem 16. Jahrhundert. Entweder bestanden sie aus einem Stocke, der an seinem oberen Ende mit einer kleinen Gabel zum Hineinlegen des Gewehrschaftes versehen war, oder es waren zweischenkelige Gabeln, Furketts genannt. In
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durch einen Knebel aus Rohleder fest verbunden, in Gebrauch.
Die späteren Erfindungen auf diesem Gebiete beruhen nun alle auf einem dieser beiden Grundgedanken, über deren militärische Unbrauchbarkeit nicht der geringste Zweifel bestehen kann, wenn man bedenkt. dass ein durch einen Stock oder dgl. unterstütztes Gewehr ununter- brocher das Bestreben hat, nach der einen oder anderen Seite umzufallen, wodurch ein ruhiges Zielen zur Unmöglichkeit wird.
Die nach Art eines Statives zweifüssigen oder nach Art eines Maschinengewehres dreifüssigen Gewehrstützen erfordern in erster Linie wegen ihrer grossen Abhängigkeit von den Unebenheiten des die Auflage bildenden Geländes die Zwischenschaltung eines Kugelgelenkes, wodurch natürlich das ganze Stativ beim Laufen des Schützen in der
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zusammenklappen. Diese Mängel sind in der notwendigen Anordnung eines Gelenkes begründet und bei diesen Stützen unmöglich zu beseitigen. Es ist klar. dass eine mit einer solchen Stütze ausgerüstete Truppe, beständig die Stütze zusammenlegend oder aufklappen, einen sehr unbehilflichen Eindruck machen würde.
Ausserdem wäre eine solche Stütze in Schützengräbell unbrauchbar, da das mit der Stütze auf der Brustwehr stehende Gewehr viel zu hoch über diese hervorragen würde, wodurch sich der Schütze viel zu sehr dem feindlichen Feuer aussetzen müsste.
Vorliegende Erfindung gibt nun zum ersten Male einem neuen Erfindungsgedanken Aus- druck. der nicht nur sämtliche Mängel der bisherigen Erfindungen auf diesem Gebiete mit einem Schlage beseitigt. sondern auch seine sämtlichen neuen technischen Vorteile auf einem so einfachen
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geringe Möglichkeit einer Beschädigung. Gewähr für grösste Kriegsbrauchbarkeit bietet.
Die vorgenannten Übelstände werden nach der Erfindung dadurch beseitigt, dass eine
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begrenzt ist, so dass sich die Stütze beim Zielen mit dem kurvenförmigen Teil'auf den Boden stützt. Diese konvexe Kurve gibt die Sicherheit, dass der Schütze sofort beim Hinlegen des Gewehres eine geeignete Auflage für sein Gewehr hat. so dass er sein Gewehr ohne Inanspruchnahme eines Kugelgelenkes mit Leichtigkeit in die geeignete Schusssteilung bringen und die Kimme des Visieres horizotal stellen kann; in solchen seltenen Fällen, in denen der Boden sehr uneben ist, genügt ein leichtes Vor- und Rückscharren mit dem Gewehre, um den Bügel die gewünschte
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Die Konstruktion der Stütze kann eine beliebige sein und ebenso die Art des dazu verwendeten Materials. Die Anbringung der Stütze am Gewehrschaft ist so, dass eine Drehung des
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Die Fig. 1 stellt eine Seitenansicht eines mit der Stütze ausgerüsteten Gewehres dar, die Fig. 2 die Stütze in Vorderansicht, die Fig. 3 eine Einzelheit der Befestigung zwischen Gewehr und Stützstrebe. Die Fig. 4,5 und 6 erläutern bequeme Arten, die Stütze an der Mannschaftsausrüstung mitzuführen. Die Fig. 7 zeigt ein Gewehr mit drehbarer Stütze in Anwendung im Schützengraben. Die Fig. 8 und 9 geben Einzelheiten dieser besonderen Ausführungsform wieder.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist die Stütze 1 aus einem Bügel hergestellt, der mit seinem Ende 2 in eine Öffnung oder Öse im Gewehrschaft gesteckt oder in sonstwie geeigneter Weise an diesem lösbar befestigt ist, so dass er leicht zu entfernen und anzubringen ist. Der Bügel kann auch so gestaltet werden, dass er seine Gebrauchsform erst durch zwei Streben. 3 aus Stahl- draht erhält, deren eine am Gewehrschaft bei 5 angelenkt ist und die bei abgenommenem Bügel beide aneinander liegend in einer schmalen Rinne des Gewehrschaftes Platz finden. Die Fig. 3 zeigt eine Befestigungsart der einen Strebe im Gewehrschaft, wobei der Kopf 8 in die Öffnung 9 eingehakt wird. Der Bügel wird vom Schützen an das vor ihm stehende Gewehr herangezogen und in den Haken 4 an den beiden Streben eingehakt.
Das Ganze ist nun von ausserordentlich geringem Gewicht und grösster Festigkeit.
Der Bügel kann auch erst im Bedarfsfalle gebildet werden. durch den in diesem Falle aus Federstahl herzustellenden Putzstock oder durch ein besonderes Stück Federstahl. das an bc- liebiger Stelle der Ausrüstung des Soldaten getragen werden kann. In diesem Falle werden die Enden in zwei Öffnungen oder Ösen des Schaftes gesteckt und der so gebildete Bügel wie
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oder eine Schlacht mit dem Bügel am Gewehr durchzuführen, ohne ihn auch nur berühren zu müssen, da er auch wenn nicht zur Auflage benutzt.
weder beim Vorgehen, noch beim freihändigen Schiessen im Stehen oder Knien im geringsten stört, selbst beim Bajonettkampf nicht, bei dem die Streben wie auch der Bügel ein Seitwärtshinausschlagen des gegnerischen Gewehres begünstigen würden.
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StützeglattundohnejedeVorsprüngbleibt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gewehrstütze, dadurch gekennzeichnet, dass sie unten derart konvex gekrümmt ist. da13 die Kurve quer zum Gewehrschaft verläuft.
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