AT59308B - Verfahren zum Rösten von Textilgut in fließbendem Wasser. - Google Patents

Verfahren zum Rösten von Textilgut in fließbendem Wasser.

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AT59308B
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Emile Feuillette
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Emile Feuillette
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  Verfahren zum Röaten von Textilgut in   fliessendem   Wasser. 



   Es ist bekannt, dass das Rösten von Textilgut nichts anderes als einen   Gärungsprozess   darstellt und daher ist es auch erforderlich, wie bei jeder Mikrobenkultur, einen geeigneten   Nähr0   boden zu schaffen, um die Ausbreitung und Entwicklung der Röstbazillen zu begünstigen. Dieses kann nur erzielt werden durch eine geeignete Auswahl des Nährbodens und in zweiter Linie der 
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 des Nährbodens, welche in dem Entfernen der schädlichen Produkte, wie z. B. Exkremente, Gase, Parasiten usw. besteht, welche der normalen Entwicklung der Röstfermente hinderlich entgegenstehen können. 



   Von jeher ist als Nährboden zur Ausführung des Röstverfahrens und zum Entwickeln der Röstfermente Wasser benutzt worden, in das das Textilgut eingetaucht wird, so dass die Wahi des Nährbodens feststeht. Es bleiben dann noch die geeigneten Bedingungen auszuwählen, durch welche eine günstigere und stärkere Entwicklung und Vermehrung der Fermente ermöglicht wird, als es der Fall ist, wenn   nur Wasser unter Ausserbetrachtlassung   der übrigen Bedingungen als Nährboden verwendet wird. In erster Linie muss die Konstanz der Zusammensetzung des   Nähr   bodens durch das Entfernen der parasitären Produkte gesichert werden, deren Entwicklung oder Verbleiben an dem Ort, an dem das Rösten ausgeführt wird. der Arbeitsweise der Röstfermente entgegenstände.

   Des weiteren muss der Druck konstant   aufrechtgehalten werden sowie auch die   Temperatur. Es ist auch bekannt, dass beim   Rosten in fliessendem Wasser   nur der obere Teil der Textilbiindel, die in dasselbe getaucht sind, in normaler Weise geröstet wird, während der untere Teil des Faserbündels der Sitz einer schädlichen Gärung ist. Um eine normale Röstarbeit zu erzielen, ist es somit erforderlich, in dem künstlichen Fluss in dem Oberteil des Wassers eine   Strömung mit geringerer Geschwindigkeit   zu erzielen, weil dadurch die   nützlichen   Fermente sich regelmässiger entwickeln können und dieselben langsam und methodisch von ihrem Entstehungsort entfernt werden.

   Dagegen muss in dem Teil des Wassers, in welchem sich die untere Hälfte der 
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 mente mitgenommen werden, sowie auch diejenigen Produkte, welche der regelmässigen Arbeit der
Röstfermente entgegenstehen. 



   Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung besteht nun darin, die angeführten Be- dingungen zu verwirklichen, um eine methodisch und günstige Arbeitsweise zu erzielen. Um dieses zu erreichen, wird in der Wasserströmung, die mit Wasser von konstanter Temperatur und konstantem Gefälle gespeist wird, das Rösten in zwei Perioden ausgeführt, und zwar erfolgt zuerst das Rösten des oberen Teiles des   Textilbündels,   der sich in der oberen Wasserzone des künstlichen Flusses befindet, in der nur eine langsame Strömung vorherrscht, während in dem unteren Teil des Textilbündels die Strömung viel schneller ist. um die   schädlichen   Fermente zu entfernen. Dann wird das Bündel umgedreht und in dem abwärtsliegenden Teil des Flusses wird der untere Teil des Bündels geröstet. 



   Auf den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durch- führung der Erfindung veranschaulicht, und zwar stellt Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt   und Fig. 2   einen senkrechten Längsschnitt durch die Vorrichtung dar. Fig. 3 veranschaulicht einen wagerechten Längsschnitt und Fig. 4 einen   senkrechten Querschnitt   der Wasserverteilung- 
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 unter dessen Kante das Wasser   durchfliessen   muss, wodurch gewissermassen ein Saugheber gebildet wird. 



   Das Wasser wird durch eine Hauptleitung 7 zugeführt, und der Wasserhahn 8 gestattet die Regelung des Zuflusses (Fig. 2,3, 4 und 5). Dieses Wasser tritt zuerst in einen Behälter 9 ein, welcher als Sammelbehälter oberhalb der Einrichtung dient und zwei übereinander liegende Böden besitzt. Der obere Boden 10 ist wagerecht angeordnet und in denselben sind die Verteilungsrohre 3 eingesetzt. Derselbe dient dazu, an der Verteilungsstelle ein konstantes Wasserniveau 
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 ist auf der Zeichnung mit 11 bezeichnet. 



   Am Eintritt des Röstbehälters 1 ist ein Wehr 12 angeordnet, welches die eventuelle Entleerung des Behälters gestattet, in dem durch das Wehr gegebenenfalls der   Röstbehälter   von der übrigen Einrichtung abgeschlossen wird. Zu diesem Zweck sind an dem Wehr zwei gekuppelte   Verschlussschieber 13   vorgesehen, die von dem Laufkran der Einrichtung aus betätigt werden. 



   In den Röstbehälter 1 wird eine gewisse Anzahl Käfige 14 eingeführt, welche den zu behandelnden Flachs oder Hanf enthalten. Diese Käfige sind einer hinter dem anderen angeordnet, und mit Haken versehene Traversen 15 dienen zur mechanischen Handhabung derselben. Ausserdem dienen diese Traversen zur Führung der Käfige in senkrechte Nuten   16,   weiche in den Seitenwandungen des Röstbehälters 1 vorgesehen sind. Durch kleine senkrechte Wandungen 17 werden die verschiedenen Käfige durch einen hydraulischen Verschluss voneinander getrennt. Ausserdem wird die Wasserströmung durch eine gewisse Anzahl von senkrechten Wandungen 18 unterbrochen, welche an dem Bodenteil des Röstbehälters vorgesehen sind. Das Wasser wird dadurch gezwungen, in regelmässiger Weise durch die Käfige 14 zu gehen. 



   An dem unteren Teil des Röstbehälters 1 ist eine   Förderschraube   19 angeordnet, durch welche die schweren Stoffe, die sich in dem   kegelförmigen   Teil des Behälters niedersetzen, angesammelt und befördert werden. Die   Förderschraube   19 wird mittels Kettenantrieb 20 betätigt, der seinerseits von einer Riemscheibe 21 angetrieben wird (Fig. 2 und 3). Die durch die Förderschraube beförderten Fremdkörper kommen in eine Grube 22 zu liegen, in welche ein Rohr 23 taucht, das an eine Saugpumpe angeschlossen ist und zur Weiterbeförderung der schweren ausgeschiedenen Stoffe dient. Eine Öffnung 24 mit Schieber- oder Hahnverschluss gestattet die vollständige Entleerung der Behälter 1 und 2 und ein Deckel 25 dient zum Verschliessen dieser   Behälter   von oben. 



   Die Hauptsaugleitung 26   (Fig.   1 und 3) ist an einen Saugventilator angeschlossen und   durch Zweigleitungen   27 steht dieselbe mit jeder Kammer in Verbindung, in welcher einer der
Käfige angeordnet ist, und diese Zweigleitungen münden zwischen dem oberen Wasserniveau und dem Deckel 25 in den Behälter, so dass die Gase, welche sich bei der Gärung bilden, angesaugt werden können und eventuell dem Schornstein der Fabrik zugeführt werden. 



   Eine gewisse Anzahl von Dampfrohren 28 (Fig. 1 und 2) ist unterhalb der Käfige   14   vorgesehen und dient dazu, die Temperatur des Rottewassers in dem im Betrieb sich befindlichen Behälter konstant zu halten. Der obere mechanische Laufkran 29 dient zur Handhabung der Käfige, z. B. zum Herablassen in das Wasser, zum Herausziehen, Umdrehen und Befördern derselben. Dieser Laufkran ist mit einem drehbaren Rahmen   30 ausgerüstet,   der durch Traversen 31 verstrebt ist, welche auf Drehzapfen 32 sitzen (Fig. 1 und 2). Die   Zahnräder 33   betätigen den Rahmen und werden von einer Schnecke 34 aus angetrieben. Ein Getriebe 35 dient zum Antrieb der Schnecke 34.

   Des weiteren   sind Fuhrungen   36 vorgesehen, welche die   Führung   der   En, fige   in dem Tragrahmen 30   ? sichern. An diesen sind   unten bewegbare Ansätze 37 angebracht, welche zum Tragen der Käfige in dem Rahmen 30 dienen, wenn dieselben nicht mehr durch die Winde 38 getragen werden während des Umkehrens derselben. Diese mechanische Winde 38 dient gleichfalls zur Handhabung der Käfige 14 und der Verschlussschieber 13. 



   Man erhält in dieser Weise einen konstanten und homogenen Nährboden, und zwar wird dieser erzielt
A) durch die Konzentration der   Röstfermente   und das Entfernen der schädlichen Produkte einerseits mittels der Querwandung 6, welche an der   Abnussstelle   des Röstwassers gelegen ist und dmch die das Wasser gezwungen wird, an der Unterkante dieser Scheidewandung vorbeizugehen, wodurch in dem   künstlichem Fluss zwei   Schichten mit verschiedener Strömungsgeschwindigkeit gebildet werden und andererseits durch die senkrechten Wandungen   M,   welche in der unteren   Schicht mit grösserer Strömungsgeschwindigkeit   eine wellenförmige Bewegung 

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 Wasser mitgerissen werden. 



   B) Die gleichmässige und beständig bleibende Speisung der künstlichen Strömung wird vermittelst   eines Speiaebehäiters   erreicht, welcher quer zu dem Flussbett angeordnet und derart ausgebildet ist, dass in allen seinen Abflussstellen a) dasselbe Gefälle und b) dieselbe Temperatur herrscht.

   Dieses Resultat wird einerseits dadurch erreicht, dass die Rohre 3, durch welche das Wasser dem Behälter 2 zugeführt wird, sämtlich in den durchlochten wagerechten Boden der Kammer 10 des Behälters 3 münden und andererseits durch die Änderung des Querschnittes der   Kammer   9 im umgekehrten Verhältnis von dem Abstand, welcher die Querschnitte von dem   Zuflussrohr 7 trennt, wobei die doppelte Schrägung des Bodens 11 dem Temperaturgefälle von dem Zuflussrohr 7 an bis zu den beiden Enden des Behälters 9 Rechnung trägt.   
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1.

   Verfahren zum Rösten von Textilgut in fliessendem Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine von oben an der   Abflussstelle   des Wassers in einen Behälter eingesetzte Querwand (6) das Wasser in zwei Schichten geteilt wird. von denen die obere nur   langsam fliesst   und zur Entwicklung der Röstfermente und die untere schneller fliessende, der durch Querwände (18) eine   wellenförmige   Bewegung mitgeteilt wird, zum Entfernen der schädlichen Fermente und Stoffe dient, wobei die Faserbündel derart in dem Wasser angeordnet sind, dass nur der Oberteil derselben in der langsameren Wasserströmung geröstet wird, während die schnellere Strömung die schädlichen Fermente und Stoffe aus dem Unterteil des Bündels entfernt und dieser von dem Ein-bis zum Auslass dem Behälters um   1800   gedreht wird,

   um ein gleichmässiges Rösten zu erzielen.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Röstverfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Röstbehälters ein Speisebehälter (2) von gleicher Breite als der Röst- behälter vorgesehen ist, dem das angewärmte Wasser durch Rohre (3) zugeführt wird, die in einen durchlochten wagerechten Zwischenboden (10) eines Behälters münden. dem das Wasser durch ein Zuflussrohr (7) zup ; eführt wird und der mit einem doppelt abgeschrägten Unterboden (11) EMI3.3
AT59308D 1910-02-25 1911-02-24 Verfahren zum Rösten von Textilgut in fließbendem Wasser. AT59308B (de)

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