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Das Objektiv c arbeitet also einesteils durch den Spiegel d d das Lichtbild aus, anderenteils wird das vom Spiegel b voll reflektierte Licht zum Teil so reflel-tiert, dass das Rechtsbild in der Kamera entsteht ; r, s, r1, s1 sind wieder die Blendenlagen.
Die Anordnungen Fig. 1 und Fig. 4 haben die Vorteile, dass keine merklichen, oder wenn, im Bilde nicht fühlbare Abnutzung der einzelnen Teile zu erwarten ist. Es erfolgt kein intermittierendes Bewegen von Massen, welche Stosswirkungen beim Anhalten und somit kein Zittern auslösen.
Es ist eine einmalige Justierung notwendig, die nicht durch Abnutzung in Frage gestellt wird. Die Apparate lassen sich leicht an die bestehenden Apparate anbauen und ermöglichen es, mit einigen Handgriffen, ohne irgend etwas am Aufnahms-oder am Zusatzapparate zerlegen zu müssen, den Zusatzapparat aufzumontieren oder abzunehmen, um den Aufnahmsapparat ungestört sofort wieder für plastische oder unplastische Aufnahmen verwenden zu können. Diese Zusatzapparate sind einfach und relativ billig herstellbar und lichtstark, d. h. die Lichtstärke des Objektivs wird in den Fällen Fig. 1 und Fig. 4 fast ausgenutzt. (Nur der in Fig. 5 dargestellte Apparat zeigt einen Blendverlust von mindestens 50"0.) Die Lichtstärke ist neben dem stossfreien Arbeiten das Hauptmerkmal dieser Erfindung.
Die nach dem Negativfilm hergestellten Positivifilms können nun durch Wiedergabeapparate geleitet werden, die je nachdem, welchem Zwecke sie dienen, besonders geartet oder unverändert bleiben und so wie jetzt gebräuchlich verwendet werden.
Sieht man nämlich in den Aufnahmsapparat so hinein, dass (in Fig. 1) das eine Auge in der Objektivachse vor dem Spiegel b in das Objektiv c sieht, während sich das zweite Auge vor dem Spiegel b befindet und lässt nun den Positivfilm durch den Apparat gehen, so sieht der Beob- achter ein plastisches Bild, indem die Lichtstrahlen des von einer Lichtquelle erhellten Filmbildes nun den umgekehrten Weg wir früher bei der Aufnahme machen. Auch die Anordnungen Fig. 3 können demselben Zwecke dienen. In diesem Falle, wo einzelne Personen plastische Bilder sehen, ist der Aufnahmsapparat bzw. der Zusatzapparat in beiden Fällen gleichen Konstruktionscharakters mit dem Wiedergabeapparat.
Handelt es sich darum, plastische Bilder einer grösseren Anzahl von Personen vorzuführen, so müssen Augblenden angewendet werden, welche es ermöglichen, dass jedes Auge das ihm zugehörige Relativbild sieht. Die hier angegebene Augblende ist eine Kombination von zwei Solenoiden c und cl (Fig. 6 bis 10).
Die Solenoidemrichtung hat die Vorteile der konstanten Rotation. Es erfolgt kein Aufschlagen von Ankern auf Magnete oder ein sonstwie geräusch erzeugender Vorgang im Innern der Blende, der den Zuschauer nervös macht. Diese Blende ist einfach, leicht und billig. Es fehlen ihr eigene Anker, da Blenden und Anker identisch sind. Sie lässt sich in dieser Form sehr leicht ttu Stelle der jetzigen Brillenlinsen in Brillen-. Zwicker- usw. Gestelle einfügen, denen der Strom durch Zwickerschnürchen aus flexiblen Kabeln zugeleitet wird.
In den Windungen Cl zweier senkrecht zueinander stehender Solenoide ist. ein Eisenkörper a drehbar angeordnet (Fig. 6 und 7). Dite solenoide werden vom Wiedergabeapparat Hprfu't ce- schaltet, dass, wenn das rechte Bild z. B. an der Wand erscheint, das magnetische Feld der vor dem linken Auge angeordneten Solenoidwindungen sich so gestaltet, dass der Anker a (zugleich Blende) ich wie in Fig. 6. 7 einstellt, wodurch die Durchsicht verhindert wird.
Dies wird erreicht, wenn das Solenoid c vollen Strom, c keinen Strom erhält. Wird nun in den Stromkreis von Cl allmählich ein Widerstand eingeschaltet, in c aber ein durch allmähliches Ausschalten eines Widerstandes immer stärker werdender Strom geweckt, derart, dass, wenn das Rechtsbild entschwunden und das Linksbild erscheint, die Spule c1 stromlos wird und c vollen Strom empfängt, so stellt sich infolge des gedrehten Feldes die Blende a so, dass das linke Auge freigegeben, das Linkshild sieht.
(Die Windungen des zweiten Solenoidpaares vor dem rechten Auge haben nun die Schaltung wie früher jene für das linke Auge.) Wechselt c1 die Polarität und schwillt der Strom an. während er in c dem Nullwert zustrebt, so wird, wenn dieses Zu- und'1Abschalten eines Widerstandes vom Wiedergabeapparat automatisch erfotgt, die Blende sich in dem Momente
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weiterrotiert. 1'111 eine ganze Rotation des Feldes herbeizuführen, ist es notwendig, dass nun Cl stromlos und in c bei gewechselter Polarität der Strom zum Maximum ansteigt. Die Blende ist offen. Wird nun c aifmähiieh stromlos und in Cl steigt bei gewechselter Polarität der Strom, so hat das Drehfeld (mit ihm die Blende) eine Umdrehung gemacht und das Spiel beginnt von vorne.
Fig. 8 bis 9 b ist ein Blendflügel, der aufgekittet die Abblenddauer bestimmt.
Gleiches geschieht durch die Einrichtungen der in Fig. 8 bis 9 dargestellten Art. Hier wird auf die rotierende Blende von bekannter Form der Anker aufgekittet und ist die Luftdämpfung, d. i. das Zurückbleiben des Rlendenkörpers gegenüber dem Drehfeld, auf ein Minimum reduziert. Möglicherweise rotiert derselbe eingeschlossen im luftleere Raume. Die Schaltung dieser An- ordnungen ist dieselbe wie in Fig.6,7.
Die Rotation eines Eisenkörpers kann auch durch drei oder mehrere in Ringform aneinander- gereihte Soilnoide (Fig. 10), die in zweckdienlicher Weise nach Art des Drehstrommotors erregt werden, zur Ausführung gelangen.
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gedreht wird, wodurch, wie in Fig. 11, das Gesiehtsfeld freigegeben, durch die Lage nach Fig. 12 stark abgelenkt, verdunkelt wird. Die Lagerung des Rotors erfojgt am Umfang durch Kugel- oder Rollenlager.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Einrichtung zur Aufnahme und Wiedergabe von stereoskopischen, kinematographischen Bildern unter Verwendung von nur einem Objektiv, gekennzeichnet durch eine ausserhalb des Objektivgesichtsfeldes in Augdistanz von der optischen Achse des letzteren angebrachte fixe
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wechselnd die Objektivöffnung abblendet und freigibt, so dass auf dem auf die gebräuchliche A-rt bewegtem Film abwechselnd ein direktes und gespiegeltes Bild entsteht bzw. bei der Wiedergabe das Relativbild von dem zugehörigen Auge erblickt wird.