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Mundharmonika und dgl. Blasinstrument.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung an den Kanzellenhölzern von Mund- uarulonikas und dgl. Instrumenten. Bei den Mundharmonikas machte sich bisher der Missstand bemerkbar, dass das Holz durch die Feuchtigkeit, namentlich infolge der eingeblasenen feuchten Luft, schwellte und dadurch über den Rand der Mundharmonikaplatton vorstand, was sich beim Spielen sehr unangenehm bemerkbar machte. Diesem Übetstand suchte man nun durch Abschneiden des überstehenden Teiles abzuhelfen, wodurch aber häufig das ganze Instrument unbrauchbar wurde, zum mindesten aber musste diese Arbeit von einem Fachmann vorgenommen werden.
Gemäss vorliegender Erfindung wird der erwähnte Missstand nun dadurch beseitigt, dass die einzelnen Kanzellen der Kanzellenhölzer auf der Spielseite mit einer Bekleidung aus Metall, Zelluloid oder einem sonstigen Material, welches gegen Feuchtigkeit unempfindlich ist, versehen sind dadurch wird das Schwellen des Holzes verhindert, da die feuchte Luft nicht mehr direckt mit dem Holz in Berührung kommt.
Um einem eventuellen Schwellen des Holzes trotzdem ohne Nachteil für das Instrument Rechnung zu tragen, sind an geeigneten Zwischenstellen der einzelnen Kanzellen und der Metallbekleidung Zwischenräume
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dagegen, die paarweise liegende Kanzellen haben, wird ein besonderer Beschlag verwendet, der nicht nur die Stirnseite abdeckt, sondern mit Hilfe abgebogener Lappen, die Zwischenwandung bzw. die Seitenwände oder beides abdeckt und mit deren Hilfe gleichzeitig festgemacht ist.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in beispielsweisen Aus- führungsformen näher erläutert.
Fig, 1 zeigt @n Draufsicht des Kanzellenholzes einer ,,Richter"-Harmonika die eine
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Fig, 3 und 4 sind ähnliche Ansichten einer zweiten Ausführung des gleichen Kanzellen- holzes lind
Fig. 5 bis 7 Draufsicht, Querschnitt und Stirnansicht des Kanzellenholzes einer
Oktav"-Harmonika.
Fig. 8 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform des gleichen Kan7ellen- holzes.
Die Kanzellen a des Kanzellenholzes b sind gemäss vorliegender Erfindung in beliebiger Weise mit einer Metallbekleidung c oder dgl. versehen, d) e x. B. bei einer ,,Richter"- llarmonika aus einem alle Kanzellen umfassenden Blechstreifen bestehen kann (Fig. 1 und 2).
Zwischen den einzelen Kanzellen a und der Metallbekleidung c sind nun an geeigneten
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Bei der in Fig. 8 und 4 dargestellten Ausführungsform des Erfindungsgenstandes ist jede einzelne Kanzelle mit einem gesonderten Metallstreifen c bekleidet, der in den Kanzollonbodon eingelassen sein kana, wobei dann wieder die Zwischenräume d vorgesehen sind.
Bei der in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Ausführungsform des Kanzellenholzes b ist nun der Beschlag c derart ausgestaltet, dass er nicht nur die Stege der Vorderseite abdeckt, sondern noch Lappen e besitzt, welche derart angeordnet sind, dass sie die Zwischenwandung f und auch die seitlichen Wandungen 9 der Kanzellen a abdecken. Auch hier wird zweckmässigerweise wieder ein Zwischenraum d freigelassen, um dem Holz eine gewisse Ausdehnung zu ermöglichen. Fig. 8 zeigt eine ähnliche Ausführungsform, bei der zum Beispiel nur die Stirnseite die seitlichen Wandungen g abgedeckt und ebenfalls Zwischenräume d freigelassen, sowie die Lappen e etwas kürzer sind.
Die Bekleidung des Kanzellenholzes kann natürlich auch in sonstiger geeigneter Weise vorgenommen werden und es kann auch an Stelle einer Bekleidung aus Metall eine solche aus anderem Material Verwendung finden, welches die Feuchtigkeit von dem Holz abhält.
PATENT-AN SPRÜCHE ;
1. Mundharmonika, dadurch gekennzeichnet, dass Stirnseite und Wandungen der Kanzellenzähne in beliebiger Weise mit einer gegen Feuchtigkeit unempfindlichen Ver- kleidung versehen sind.