AT57059B - Verfahren zur Darstellung von Erythren. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Erythren.

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

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  Verfahren zur Darstellung von Erythren. 



   Es wurde gefunden, dass man zu dem technisch wichtigen ungesättigten   kohlen-     wasserstujf,   Elythren, in sehr   einfache) ; Weise dadurch gelangen   kann, dass man Petroleum bzw. Petroleumfraktionen oder -rückstände durch Einwirkung von heissen Kontaktkörpern oder   heissen Fläche zersetzt   und aus dem so erhältlichen   Gasgemisch   das Erythrcn isoliert. 



     Von Engler (Ber.   30 [1897], Seite 2908   ff.)   sind bereits die bei der Destillation des Petroleums verbleibenden Rückstände durch Überhitzung in niedriger siedende Bestandtede gespalten worden. Die erhaltenen Produkte gehören aber fast ausschliesslich der 
 EMI1.1 
   blatt 1899, Bd. 1, Seite 325)   den elektrischen Lichtbogen auf Petroleum einwirken lassen und hiebei eine Gasentwicklung beobachtet. Über die Natur der erhaltenen Case liegen keinerlei Mitteilungen vor. Es ist nur angegeben, dass sie 6 bis   8 /o   Azetylen enthalten. 



   Auch bei dem sogenannten Cracking-Prozess (siehe Ber. 30, Seite 2915 und Kissling, ,,Das Erdöl-, Halle a. d. S. 1908, Seite 63 ff.), welcher die Überführung der über   300    siedenden   Mineralöle durch mässige Überhitzung   in leichter siedende Öle bezweckt, hat man bisher die Bildung von   Dioletinen nicht beobachtet.   Es wurden neben ungesättigten Kohlenwasserstoffen nur Olefine, Naphtene und aromatische Kohlenwasserstoffe aufgefunden. 



   Nach den Angaben von Haber (Ber. 29, Seite 2591) war es auch nicht zu erwarten, dass sich bei diesen   Reaktionen Dioletine iu   technisch in Betracht kommenden Mengen bilden würden. In seinen theoretischen Betrachtungen der pyrogenen Reaktionen ali-   phattscher   Kohlenwasserstoffe weist er darauf hin, dass bei beginnender   Rotglut   stets Moleküle mit ein und zwei   Kohlenstoffatomen   abgesprengt werden, wobei die Gesetzmässigkeit gilt, dass beim Zerfall gesättigter Kohleuwasserstoffe das kleinere Sprengstück paraffinisch, das   äussere olefinisch   ist. Wie   01'ausdrücklich betont, findet   die Entstehung von Kohlenwasserstoffen mit zwei doppelten Bindungen hiebei nur schwer statt.

   Auf Seite   269t'   
 EMI1.2 
 
In der britischen Patentschrift Nr. 26936/1909 wird darauf hingewiesen, dass man ein   Diolenn, nämtich   Isopren, durch pyrogene Spaltung von Naphta erhalten könne. Nähere Angaben, die diese Behauptung stützen könnten,   inden   sich in dieser Patentschrift jedoch nicht vor. Dass man aus Petroleum, wie nachgewiesen wurde, technisch in Betracht   kommenden     Mengen von Erythren erhalten könne,   ist in der genannten britischen Patentschrift nicht einmal angedeutet. 



   Das erzielte Resultat war daher auf Grund der bisher bekannt gewordenen Tat- 
 EMI1.3 
 

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   Beispiel. 



   Eine aus kaukas. Petroleum gewonnene Fraktion vom Siedepunkt 70 bis   100  C   wird in einem Reaktionsapparat derart erhitzt, dass die Dämpfe Über ein aus Platin-   drähton   geformtes Netzwerk streichen, das elektrisch auf dunkle Rotglut erhitzt ist. Das nicht veränderte Ausgangsmaterial   fliesst   in das Siedegefäss zurück, während die Gase durch gute   Kühlung   von leicht siedenden flüssigen Kohlenwasserstoffen befreit worden. In den nun entweichenden Gasen finden sich neben anderen Kohlenwasserstoffen beträchtliche Mengen Erythren. 



   Aus dieser Mischung kann das Erythren auf verschiedene Weise isoliert werden. 



  Entweder auf physikalischem Wege, indem das Gasgemisch durch starke Kühlung beziehungsweise durch Kompression oder durch beides gleichzeitig verflüssigt und dann das Erythren durch fraktionierte Destillation ans der so erhaltenen Flüssigkeit herausdestilliert wird, oder auf chemischem Wege, indem man z. B. das Gasgemisch durch Brom leitet, aus den erhaltenen Bromiden das charakteristische kristallisierende   Erythrentetrabromid   durch fraktionierte Destillation und Kristallisation gewinnt und es in Erythren überführt (siehe Annalen 308,337 [1899]). Es ist so möglich, Erythren mit einer Ausbeute zu gewinnen, die dio technische Verwertung des Verfahrens ermöglicht. 



   An Stelle der in dem Beispiel genannten Fraktion vom Siedepunkt 70   bis 1000 C   können andere höher oder niedriger siedende Fraktionen verwendet werden, desgleichen auch Rohpetroleum bzw. seine Rückstände. 



   Ebenso lassen sich an Stelle des Platins heizbar   Zersetzungsflächen   aus anderen Materialien anwenden. Auch kann die Heizung auf anderem als elektrischem Woge erfolgen. 



   Endlich kann die Temperatur in ziemlich weiten Grenzen schwanken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Erythren, darin bestehend, dass man Petroleum Lew. Petroieumfraktionen oder-rückstände mit Hilfe von heissen Kontaktkörpern oder heissen Flächen zersetzt und aus den so erhältlichen Gasgemischen das Erythren abscheidet.
AT57059D 1911-01-10 1911-12-11 Verfahren zur Darstellung von Erythren. AT57059B (de)

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