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Bei den zu Kompensationszwecken in Rohrleitungen eingeschalteten Rohrkrümmern hat man bereits vorgeschlagen, dieselben aus Wellrohr herzustellen, und zwar kam zu diesem Zweck Wellrohr mit t-3chrauuenwellen zur Anwendung. Man hat aber bald erkannt, dass derartige Wellrohrkrümmer den angestrebten Effekt nicht erreichen können. Dieses ungünstige Ergebnis ist leicht verständlich, wenn man berücksichtigt, dass Schraubenwellen etwa wie Diagonalstreben eine Biegung des Rohres geradezu verhindern bzw. erschweren und bei zwangsweise herbeigeführter Biegung verhältnismässig leicht zum Bruch des Rohres führen müssen.
Auch besitzen diese Wellrohre mit Schrauhenwel1en vielfach infolge der zu ihrer Herstellung erforderlichen Biegung bereits eine grosse unzulässige Spannung, so dass bei weiterer Beanspruchung und Spannung im Betriebe ein Bruch nicht ausgeschlossen erscheint. Hiezu kommt noch, dass bei jeder Biegung eines solchen mit Schraubenwellen ausgerüsteten Wollrohrkrümmers im Betriebe Torsionserscheinungen auftreten, die ebenfalls auf die Anwesenheit der Schraubenwellen zurückzuführen sind und unter deren Einfluss die Befestigung des Rohrkrümmers an der Rohrleitung leidet, unter Umständen in solchem Grade, dass nicht nur die Dichtung aufgehoben, sondern geradezu eine Beschädigung, z. B. durch Abscheren der Befestigungsschrauben, herbeigeführt wird.
Im Gegensatz hiezu wird gemäss vorliegender Erfindung der Wellrohrkrümmer aus eisernem, mit Ringwellen ausgerüstetem Wellrohr hergestellt. Bei einem solchen, nur Ringwellen besitzenden Wellrohr können offensichtlich bei der Biegung desselben Torsionserscheinungen überhaupt nicht auftreten, und andererseits haben praktisch vorgenommene Versuche ergeben, dass der aus, solchem Wellrohr hergestellte Rohrkrümmer eine ausserordentliche Elastizität besitzt, ohne dass bei ihm die Gefahr eines Bruches eintreten könnte, da die zur Schaffung des Krümmers herbeigeführte Biegung desselben innere Spannungen, wie sie bei den bekannten Wellrohrkrümmern durch die Anwesenheit der Schrauben- wellen bedingt sind, nicht hervorruft.
Ebenso wird die durch Schraubenwellen eintretende Behinderung der Biegsamkeit im Betriebe bei der Anwesenheit von Ringwellen gemäss vorliegender Erfindung beseitigt.
Wenn in dem deutschen Patente Nr. 130270, Seite 1, linke Spalte, letzter Absatz, allgemein den Wellrohrkrümmern die obenerwähnten Nachteile zugeschrieben werden, so kann sich diese Bemerkung nur auf Wellrohrkrümmer mit Schraubenwellen beziehen, denn eisernes Wellrohr mit Ringwellen, wie es gemass vorliegender Erfindung zur Herstellung von Wellrohrkrümmern benutzt werden soll, stand bisher für Kompensationszwecke, d. h. in Dimensionen bis zu etwa 450 mm Durchmesser, überhaupt noch nicht zur Verfügung.
Zwar ist Wellrohr mit Ringwellen an sich nicht unbekannt gewesen, man hat es der Hauptsache nach aber nur für Flammrohre in Flammrobrkesseln oder auch für die Kompensation in Wasserleitungen verwendet, im letzteren Falle aber derart, dass lediglich die achsiale Dehnungsfähigkeit des Rohres ausgenutzt wurde.
Derartige mit Ringwellen ausgerüstete Wellrohre konnten aber, abgesehen von ihrem viel zu grossen Durchmesser, für Wellrohrkrümmer deswegen nicht Anwendung finden, weil sie Idiglich in so kurzen Stücken hergestellt werden konnten, dass die Herstellung von Wellrohrkrümmern unmöglich war. Man hat auch weiter vorgeschlagen, Wellrohre mit ringwellen aus weichem Metall, z. B. Kupfer, Messing oder dgl., zu erzeugen, und zwar zu lem Zweck, elastische Rohre zu schaffen, wie sie etwa an Stelle der Metallschläuche
Benutzung finden. Abgesehen von dem hier allein benutzbaren Material, welches beispielsweise für Hochdruckleitungen, überhitzten Dampf usw. überhaupt ungeeignet ist, kam der-
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Schaffung eines Rohrkrümmers nicht ausreichten.
Erst nachdem durch den gleichen Erfinder ein Verfahren geschaffen wurde, eisernes Wellrohr mit Ringwellen in den für Dampf- Leitungen oder dgl. nötigen Dimensionen, also von 35 mm bis etwa 450 mm Durchmesser, zu erzeugen, besteht die Möglichkeit, geeignete Krümmer aus Wellrohr mit Riugwellen lierzustpilen.
Die dem Wellrohre zu erteilende Krümmung kann natürlich eine beliebige sein und wird von den örtlichen Verhältnissen bzw. von dem Grade der gewünschten Kompensations- filhiglcit abhÅangen. In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsbeispiele dar-
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Gestalt einer doppelten Lyra, jedoch soll die Erfindung an diese Formen des Wellrohrkrümmers nicht gebunden sein. Wesentlich ist nur, dass, wie auch die Gestalt des Rohr-
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krümmers sein mag, derselbe in jedem Falle aus eisernom Wellrohr mit Ringwellen hergestellt ist, denn nur dann werden dio bei den Wellrohrkrümmern mit Schraubenwellen bestehenden Nachteile vermieden.