<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Übermittlung von Signalen auf den fahrenden Zug.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Übermittlung von Signalen auf den fahrenden Zug, bei der die auf dem Zuge, insbesondere auf der Zugmaschine angeordnete Signalvorrichtung durch auf der Strecke befindliche Körper beeinflusst wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Signalvorrichtung durch Strahlen zusammengedrückter Gase, Dämpfe oder Flüssigkeiten beeinflusst wird, die unter Vermittlung der auf der Strecke befindlichen Körper Saug-, Druck-oder Reaktionswirkungen ausüben und dadurch die gewünschten Zustandsänderungen der Signalvorrichtung erzeugen.
Hiebei können die Strahlen entweder nur kurze Zeit durch den Streckenkörper wirksam gemacht werden, um die Signalvorrichtung in Tätigkeit zu setzen oder sie können auch dauernd unter der Einwirkung eines fortlaufenden Streckenkörpers, beispielsweise der Fahrschiene, stehen, wobei die Zustandsändorungen durch Unterbrechung oder ähnliche Änderung des Streckenkörpers herbeigeführt werden. In diesem Falle wird gleichzeitig die Signalvorrichtung dauernd überwacht, indem sie ständig in Tätigkeit, also gewissermassen unter Spannung gehalten wird,
EMI1.1
Beeinflussung gelöst wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, bei dem die Signalvorrichtung durch einen gegen die Fahrschiene gerichteten Dampf-oder Pressluftstrahl beeinflusst wird.
Bei dieser Ausführungsform ist für die Beeinflussung des Stromkreises i des Auslösemagneten m durch den Dampf oder die Pressluft die bekannte physikalische Erscheinung zunutze gemacht, dass durch die saugende Wirkung eines Luftstrahles eine leichte Scheibe dem Strahle entgegengeht, wenn der Luftstrahl durch eine zweite, der beweglichen Scheibe parallele, feste Fläche seitlich geführt wird. Diese saugende Wirkung von Strahlen erklärt sich durch die zwischen den beiden Flächen vorhandene Erweiterung des Ausnuss- querschnittes. In Fig. 1 ist die Ausbildung dieser Vorrichtung für den vorliegenden Zweck schematisch dargestellt. Dicht über dem Schienenkopf 8 endigt ein Rohr f, dessen Pressluft gegen den Schienenkopf trifft.
Parallel zum Schienenkopf s liegt eine um die Achse 9 drehbare Scheibe h, die mit einer Öffnung das Ende des Rohres r umfasst und unter dem Einflusse einer sie von der Schiene entfernenden Feder f sowie eines Ausgleichsgewichtes k steht. Wenn aus dem Rohr t-ein Druekluftstrahl heraustritt, so breitet er sich zwischen der Kopffläche der Schiene s und der Scheibe h allseitig nach dem Rande der Scheibe h hin aus, wodurch eine saugende Wirkung eintritt, die die Scheibe h dem Schienenkopf nähert.
Wird die feste Fläche, also die Schiene 8. entfernt, so hört die saugende Wirkung auf und die Scheibe h bewegt sich in die ihr durch die Feder f und das Laufgewicht k bestimmte Lage.
EMI1.2
gewichtes k die Scheibe h so ausgeglichen werden, dass sie während der Dauer der saugenden Wirkung des Pressluftstrahles einen Kontakt t und dadurch den Stromkreis i geschlossen hält. Wird die Schiene 8 an einer Stelle, wo die Signalvorrichtung in Tätigkeit treten soll, unterbrochen, beispielsweise durch Anordnung eines seitlichen Ausschnittes s'der Schiene, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, so geht der aus dem Rohr r austretende Pressluft-
<Desc/Clms Page number 2>
strahl frei nach unten, und die saugende Wirkung auf die Scheibe 1. hört auf.
Die Feder j zieht dann den mit der Scheibe verbundenen Arm pi gegen einen Anschlag, wodurch der Kontakt geöffnet und der Magnet m stromlos, wird, so dass er die Signalscheibe b freigibt.
Statt der Saugwirkung'des Pressluftstrahtes kann auch die Reaktionswirkung von Gas-, Dampf-oder Flüssigkeitsstrahlen benutzt werden, die unter Druck aus einem Rohre austreten, und zwar unter Verwertung der bekannten Tatsache, dass die Reaktionswirkung durch Hemmung oder Drosselung der austretenden Strahlen durch vorgelagerte feste Körper, beispielsweise also wieder durch die Schiene geändert wird.
Um bei Kreuzungen und Weichen eine Abgabe des Warnsignales zu verhüten, können die beschriebenen Einrichtungen, die den Stromkreis durch Vermittlung des fortlaufenden Streckenkörpers geschlossen halten, verdoppelt werden, so dass das Warnsignal erst dann zustande kommt, wenn beide Übertragungsvorrichtungen ausser Tätigkeit treten, d. h. wenn die Vorrichtung über eine entsprechend lange Unterbrechungsstelle geführt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Übermittlung von Signalen auf den fahrenden Zug, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem fahrenden Zug Leitapparate für den Austritt von Gasen, Dämpfen oder Flüssigkeiten so angeordnet sind, dass der austretende Strom die Streckenkörper treffen kann und dass im Bereich der Strömung bewegliche, die Signalvorrichtung überwachende
Körper derart angebracht sind, dass sie eine Kraftwirkung erfahren oder nicht, je nachdem der Strom einen Streckenkörper trifft oder nicht.