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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einpressen mindestens eines Drahtes in eine Kerze oder einen anderen Gegenstand, wie beispielsweise eine Kastanie oder einen Kürbis Zur Anfertigung von Gestecken oder anderen Schmuck- oder Nutzgegenständen ist es heute z. B in der Floristik häufig üblich, in Kerzen oder andere Gegenstände Drähte einzupressen, wobei diese Drähte anschliessend der Befestigung dienen. Das Einpressen der Drähte erfolgt heute meist per Hand und ist daher vor allem bei harten Gegenständen in der Regel mit erheblichen Mühen verbunden, da der Draht schwer zu greifen ist. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass der Draht beim Einpressen ungewollt verbogen wird.
Auch durch die Verwendung von Zangen, Klemmen, Schraubstöcken oder ähnlichen beim Stand der Technik bekannten Hilfsmitteln wird dieses Problem nicht zufriedenstellend gelost, da mit verschiedenen Hilfsmitteln zwar ein ausreichend festes Greifen des Drahtes ermöglicht wird, die Gefahr des Verbiegens des Drahtes beim Einpressen jedoch nicht beseitigt, sondern eher noch verstärkt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Vorrichtung zum Einpressen mindestens eines Drahtes in eine Kerze oder einen anderen Gegenstand zu schaffen, bei der die oben genannten Nachteile beseitigt sind Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Vorrichtung mindestens eine Führung, in der der Draht gelagert ist, sowie eine Auflagefläche für die Kerze oder den Gegenstand aufweist, wobei Draht und Auflageflache relativ zueinander bewegbar sind.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung ist der Draht während des Einpressens durch die Führung zu jeder Zeit ausreichend gestützt, sodass em Verbiegen des Drahtes verhindert wird. Daruber hinaus ermöglicht es die erfindungsgemässe Vorrichtung, den Draht einfach und schnell in eine Kerze oder einen anderen Gegenstand einzupressen, ohne dass dies mit grossen Muhen verbunden ware.
Eine besonders gunstige Form der Führung des Drahtes während des Einpressvorgangs wird dadurch erreicht, dass die Fuhrung ein Kanal oder eine Bohrung ist. Darüber hinaus sieht eine Fortbildungsvanante vor, dass die Vorrichtung ein Widerlager aufweist, welches den Draht beim Einpressen in die Kerze oder den Gegenstand abstützt. Hierdurch wird auch bei härteren Gegenstanden ein einfaches Einpressen des Drahtes in den Gegenstand ermöglicht.
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In einer weiteren günstigen Variante ist vorgesehen, dass die maximal mögliche Relativbewegung zwischen Draht und Auflagefläche begrenzbar ist. Hierdurch wird verhindert, dass der Draht zu tief in den Gegenstand oder die Kerze eingepresst wird.
Als Einstelleinrichtungen können hierbei sowohl einfache Unterlegklötzchen oder ähnliches als auch teleskopierbare oder anderweitig in ihrer Länge verstellbare Einrichtungen verwendet werden.
Darüber hinaus ist es günstig, dass die Vorrichtung eine Rückstelleinrichtung, insbesondere eine Feder, aufweist, wobei diese eine Kraft, die der beim Einpressen des Drahtes stattfindenden Relativbewegung entgegengesetzt ist, ausübt. Die Rückstelleinrichtung bewirkt hierbei, dass die Auflagefläche während des gesamten Einpressvorgangs immer an der Kerze oder dem Gegenstand anliegt, wodurch der Draht während des Einpressvorgangs immer optimal von der Führung abgestützt ist und somit nicht abknicken kann.
Eine konstruktiv besonders einfache Variante sieht vor, dass die Vorrichtung einen beweglich gelagerten Trägerkörper mit mindestens einer darin angeordneten Führung aufweist, wobei durch die Bewegung des Trägerkörpers ein den Draht abstützendes Widerlager zumindest bereichsweise in die Führung einbringbar ist und die Auflagefläche am dem Widerlager gegenüberliegenden Ende der Führung angeordnet ist. In einer speziellen Gestaltungsvariante ist darüber hinaus vorgesehen, dass der Trägerkörper zwei Führungen aufweist, wodurch das gleichzeitige Einpressen von zwei Drähten ermöglicht wird.
Ein Abknicken des Drahtes während des Einpressvorgangs lässt sich insbesondere dadurch verhindern, dass der Durchmesser mindestens einer Führung nur genngfügig grösser als die Dicke des Drahtes ist.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt.
Fig. 1 eine Seitenansicht auf ein erfmdungsgemässes Ausführungsbeispiel in teilweise geschnittener Darstellung, Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel am Ende des Einpressprozesses und Fig. 3 eine Draufsicht auf das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel.
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Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Einpressen mindestens eines Drahtes 2 in eine Kerze 6 weist emen Trägerkörper 4 auf, in dem zwei Führungen 1 für die Drähte 2 angeordnet sind. Der zentrale Bereich des Trägerkörpers 4 ist in einer teilweise geschnittenen Darstellung (schraffierter Bereich) gezeigt. Der Darstellungsschnitt verläuft hierbei entlang der in Fig. 3 dargestellten Strecke S. Der Trägerkörper 4 ist über die Arme 13 und Gleitlager 12 beweglich an den Gleitbolzen 10 befestigt.
Die Gleitbolzen 10 smd auf der Grundplatte 8 verankert und durch die Kappe 11abgedeckt. Die Kappe 11sowie die Grundplatte 8 verhindern ein ungewolltes Abrutschen der Gleitlager 12 von den Gleitbolzen 10. Zwischen Grundplatte 8 und Gleitlagern 12 ist jeweils eine Rückstelleinrichtung 9 in Form einer Schraubenfeder angeordnet. Die Rückstelleinrichtung 9 bewirkt hierbei eine Kraft auf den Trägerkörper 4 in Richtung der Pfeile 14 Die Drähte 2 werden einfach von oben in die Führungen 1 eingesetzt. Dort werden sie durch die Widerlager 5 nach unten hin abgestützt. Nachdem in der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung die Drähte 2 in die Führungen 1 eingebracht sind, wird eine Kerze 6 oder ein anderer Gegenstand, in den die Drähte eingepresst werden sollen, auf die Auflagefläche 3 aufgesetzt.
Durch Drücken in Richtung 15 wird anschliessend der Draht 2 in die Kerze 6 (in Fig. 2 dargestellt) oder einen anderen Gegenstand eingepresst. Eine Einstellung der Begrenzung der hierbei maximal möglichen Relativbewegung zwischen Draht 2 und Auflagefläche 3 und damit der maximalen Einpresstiefe des Drahtes 2 ist durch die, nur in Fig. 1 dargestellte, optionale Einstelleinrichtung 7 möglich. Diese Einstelleinrichtung 7 kann in einer einfachen Form ein Unterlegklotz oder ähnliches sein. Günstiger ist es jedoch, die Emstelleinrichtung 7 als höhenverstellbare Einrichtung wie z. B. einen Teleskoparm oder ähnliches auszuführen.
Dies ermöglicht es in einer günstigen Ausführungsform die maximale Einpresstiefe des Drahtes, vorzugsweise stufenlos, einzustellen In Fig. 2 ist, wie oben schon erwähnt, eine Vorrichtung in einem Zustand, welcher dem Ende des Einpressvorgangs entspricht, dargestellt. Bei dieser Darstellung ist die optionale Einstelleinrichtung 7 der Emfachheit halber weggelassen. Bei Vorhandensein der Einstelleinrichtung 7 ware die maximale Einpresstiefe der Drähte 2 in die Kerze 1 entsprechend der eingestellten Höhe der Einstelleinrichtung 7 begrenzt Nach dem Beenden des Empressvorgangs kann die Kerze 6 oder der Gegenstand, in den die Drähte 2 eingepresst worden sind, mitsamt den eingepressten Drähten 2 von der Vorrichtung abgenommen werden, wobei die Drähte 2 einfach aus den Führungen 1 herausgezogen werden.
Beim Abnehmen der Kerze 6 oder eines anderen Gegenstandes wird die Vorrichtung entlastet
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Hierbei bewegen die Rückstelleinrichtungen 9 den Trägerkörper 4 wieder in die in Fig. 1 dargestellte Ausgangsposition zurück.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht von oben auf die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung, ohne aufgesetzte Kerze. Der Durchmesser d der Führungen 1 kann in einer günstigen Fortbildungsform verstellbar sein. Dies kann z. B. durch Einsteckhülsen mit geringerem Innendurchmesser d realisiert sein. Eine günstige Ausführungsform, welche für das Einpressen von 2 mm dicken Drähten vorgesehen ist, sieht eine Dicke d der Führung 1 von 2,5 mm vor. Allgemein wird eine besonders gute Führung der Drähte 2 durch die Führungen 1 dadurch gewährleistet, dass die Dicke d der Führungen 1 nur geringfügig grösser als die Dicke der Drähte 2 ist Durch eine grosse Grundplatte 8 wird darüber hinaus eine gute Standfestigkeit der Vorrichtung erreicht.