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Die Erfindung betrifft ein Reproduktionsverfahren zur Herstellung eines Bild- und Zeichendarstellungen enthaltenden Abzuges, insbesondere einer Photo-Visitkarte.
Bei der Herstellung von Photo-Visitkarten wird üblicherweise eine sogenannte Halbkarte verwendet, die eine Bilddarstellung aufweist, von der ein Teil mit Hilfe einer Maske abgedeckt und die sodann photographisch aufgenommen wird. Auf diese Weise wird ein von der Bilddarstellung freies Feld geschaffen, auf das anschliessend eine Karte mit Zeichendarstellungen aufgelegt wird. Anschliessend werden Bild- und Zeichendarstellungen in einem zweiten Arbeitsgang gemeinsam photographisch aufgenommen.
Bei einem anderen bekannten Verfahren werden je ein photographisches Negativbild der Bild- und Zeichendarstellungen nebeneinander angeordnet und sodann in zwei getrennten Arbeitsschritten mit unterschiedlicher Belichtung mit Durchlicht photographisch aufgenommen.
Bekannt ist auch, zwei Bild- bzw. Zeichendarstellungen enthaltende Diapositive (US-P 3 600 087, CHAPS 607 084) oder Bilder eines Laufbildfilmes übereinanderzulegen und im Durchlicht zu photographieren (DE-OS 2 200 959). Weiters bekannt ist, auf eine bedruckte Unterlage Photographien aufzukleben und dann im Auflicht zu photographieren (DE-OS 2 522 133).
Die bekannten Verfahren mit zwei Arbeitsschritten erfordern nachteiligerweise relativ grossen Zeit- und Arbeitsaufwand, der sich zuletzt in relativ hohen Kosten zur Herstellung der Photo-Visitkarten niederschlägt, sodass diese bisher wenig Verbreitung gefunden haben. Ausserdem bieten Photo-Visitkarten mit getrenntem Bild- und Textteil kein optisch ansprechendes Erscheinungsbild.
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Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der angeführten Nachteile und die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung eines Bild- und Zeichendarstellungen enthaltenden Abzuges, insbesondere einer Photo-Visitkarte, das nicht nur eine Verringerung des Zeit- und Arbeitsaufwandes zeitigt, sondern auch die Herstellung von Abzügen ermöglicht, bei denen ohne Belassung eines freien Druckfeldes die Zeichendarstellungen, wie Buchstaben und Ziffern, in die Bilddarstellung gesetzt werden können.
Dieses Ziel wird mit einem Reproduktionsverfahren der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss als Bilddarstellung ein photographisches Positivbild verwendet wird, dass die Zeichendarstellungen auf eine durchsichtige Folie aufgebracht werden, dass sodann die Folie auf das Positivbild aufgelegt wird, dass hierauf das Positivbild und die aufgelegte Folie in einem Arbeitsgang gemeinsam im Auflicht photographisch aufgenommen werden und dass von dieser Aufnahme der Abzug hergestellt wird.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann die Aufnahme oder der Abzug als Vorlage zur Anwendung in einem Reproduktionsverfahren verwendet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Zeichendarstellungen auf die Folie aufgedruckt.
Ein besonders rationelles Verfahren wird erzielt, wenn den Zeichendarstellungen entsprechende Daten in einem Computer gespeichert werden und mit diesen Daten ein daran angeschlossenen Drucker angesteuert wird. Die Zeichen, in erster Linie Buchstaben und Ziffern, lassen sich im Computer ohne weiteres entsprechend verschiedener Schriftgrade und/oder - grossen als Daten speichern.
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Somit ist der Zeit- und Arbeitsaufwand zur Herstellung der Vorlage erheblich verringert, weil bloss eine einzige Belichtung erfolgt bzw. die Bild- und Zeichendarstellungen in einem Arbeitsgang aufgenommen weraen. In der Folge sind die Herstellungskosten beträchtlich vermindert.
Überdies ist das optische Erscheinungbild der Photo-Visitkarte verbessert, da sich die Zeichendarstellungen in die Bilddarstellung setzen lassen und kein störendes bzw. unansehnliches freies Druckfeld vorhanden ist.
Eine weitere Verringerung des Zeit- und Arbeitsaufwandes wird durch die Anwendung des computergesteuerten Druckers erzielt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert, in der das Verfahren schematisch dargestellt ist.
Bei dem erfindungsgemässen Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Photo-Visitkarten wird auf ein eine Bilddarstellung enthaltendendes photographisches Positivbild 1 eine durchsichtige Folie 2 aufgelegt, auf der der Text der Visitkarte, wie Namen, Adressen, Telephonnummern od. dgl. aufgedruckt worden ist. Hierauf werden das Positivbild 1 und die aufgelegte Folie 2 in einem Arbeitsgang gemeinsam im Auflicht mit einer Photokamera 3 aufgenommen.
Von dieser Aufnahme werden Abzüge hergestellt, die als Photo-Visitkarten od. dgl. dienen. Alternativ kann bloss ein Abzug angefertigt werden, der zur Herstellung einer Vorlage in einem Reproduktionsverfahren dient. Anderseits kann als Vorlage auch die photographische Aufnahme verwendet werden.
Zweckmässigerweise erfolgt das Aufbringen der Zeichendarstellungen auf die Folie 2 mit Hilfe eines an einen Computer angeschlossenen Druckers. Im Computer sind den Zeichen, wie Buchstaben, Ziffern, aber auch Telekommunikationssymbolen, ent-sprechende Daten sowie der Schriftart und/oder -grösse
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od. dgl. entsprechende Daten gespeichert. Somit kann der Drucker je nach den individuellen Wünschen für die Gestaltung des Visit-kartentextes angesteuert und dieser Text auf die Folie 2 in raschester Zeit aufgedruckt werden, wodurch eine weitere Ersparnis an Zeit- und Arbeitsaufwand und in der Folge der Herstellungskosten erzielt wird.
Eine weitere Möglichkeit des Aufbringens der Zeichendarstellungen auf die Folie 2 besteht darin, mit einem Schreiboder Zeichengerät, dessen Tinte auf der Folie 2 haftet, direkt manuell auf die Folie 2 zu schreiben oder zu zeichnen. Auf diese Weise lassen sich z. B. Photo-Visitkarten mit dem Portrait sowie der eigenhändigen Unterschrift der betreffenden Person herstellen. Selbstverständlich lassen sich mit dem erfindungsgemässen Verfahren auch Photo-Visitkarten herstellen, bei denen die Zeichendarstellungen ausserhalb der Bilddarstellung angeordnet sind.