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Ofen zur elektrischen Gasbehandlung.
Bekanntlich ist es für die elektrische Gasbehandlung von Vorteil, dass Wärmeverluste durch Abstrahlung aus der elektrischen Flamme durch ihre Einhüllung in feuerfeste Körper möglichst vermieden werden und andererseits das Mitströmen nicht in die Flamme ge-
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gebracht wird. Dadurch steigt natürlich die Erhitzung der Ofenwand, was man jedoch nicht zu weit treiben darf, da sonst, wenigstens bei den in der Technik üblichen hohen Spannungen, die Wand an der Elektrizitätsleitung teilnimmt. Um diesen Übelstand zu vermeiden und trotzdem die Erhitzung der Wand bis in die Nähe ihres Schmelzpunktes zu treiben, worden gemäss vorliegender Erfindung die Öfenwände in Flächenelemente zerlegt, welche durch Gaskanäle ringsherum von den Nachbarelementen getrennt sind.
Die Kanäle brauchen, von der der Flamme, zugekehrten Oberfläche der Wand aus gerechnet, nur so weit in dio Wand hineinzudringen, als die Gefahr vorliegt, dass das Material der Wand durch die Hitze leitend werden kann. Es ist also die Konstruktion solcher Öfen gar nicht schwierig, weil die Aussenwand aus einem ununterbrochenen, zusammenhängenden Körper bestehen kann, da dort infolge der Kühlung keine Leitung des Ofenmaterials zu befürchten ist.
Die Dimonsionep der Flächenelemente. d. h. der Abstand der Kreuz- und Querwänden voneinander, ist durch diejenige Spannung gegeben. welche nötig ist, damit die Flamme iu die Ofenwand ein-und andererseits aus ihr austreten kann, wozu Spannungsgefälle nötig smd, die mit Anoden- und Kathodeufall bezeichnet werden und vom angewendeten Material abhängen. Das Ftächenhiement ist atso so lang und so breit zu machen, dass die
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in der (laststrecke längs dieses Flächenelementes. Handelt es sich um elektrische Entladuugen mit einer gegebenen Richtung.
I längs welcher die Spannung in der Gasstrecke
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bedingenden Kreuz- und Querkanäle mcht angewendet zu werden, sondern man kann sich nut Kanälen begnügen, welche in der Richtung des Spannungsgefälles voneinander isoherte Ftächenelcmeute erzeugen. Eine soiche Einrichtung stellen die Fig. 1 und 2
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die Elemente nur in der Dicke gezeichnet, bis zu welcher sie leitend sind. Sie können natürlich nun von einer geschlossenen, nichtleitenden Wand vollkommen eingeschlossen werden, so dass keine Reaktionsgase bzw.
Luft durch die Spalten 5, (j und ì eintretpn kann, so dass die Reaktionsgaah zu bestimmten Wegen gezwungen werden können, wie beispielsweise Eintntt an den Stellen 11 und 1'2 in den Kanal um die Elektroden oder durch Löcher 10, welche in den Elementen angeordnet sind. Diese Anordnung wird durch die Fig. 3 und 4 veranschaulicht, und zwar stellt Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 4 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3 dar.
Gleichzeitig lassen diese Figuren erkennen, was unter Kreuz-und Querkanälen zu verstehen ist.
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förmigen Querschnitt zu haben. sondern er kann beliebig geformt sein, beispielsweise sehr niedrig aber sehr breit, wobei dann eine ganze Anzahl von Löchern 10 auch in der Richtung quer zum Spannungsgefälle nebeneinander angeordnet sein können bzw. können solche Reihen von Löchern zu schmalen Kanälen ausgebildet werden, um grössere Gasmengen bequem zu verteilen} und andererseits können die die Gase aus dem Entladungsraum abführenden Löcher bzw. Kanäle Kühlelemente umschliessen, mittels deren eine rasche Kühlung, sogenannte Abschreckung der heissen Reaktionsgase, bewirkt wird.
Auch diese Anordnung ist aus Fig. 4 ersichtlich, indem 24, 25, 2 (j und 27 jetzt Kanäle mit einschliessenden Kühlkiisten darstellon. Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ofen kann, wie erwähnt, die Luft bei den Elektroden 28 und 29 eintreten und aus den Spalten 24, 25, 26 und 27 austreten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ofen zur elektrischen Gasbehandiung, dadurch gekennzeichnet, dass die der Flamme zugekehrte Seite der Ofenwandung bis zu einer Tiefe, bei weicher die durch die Hitze der Flamme erzeugte Leitfähigkeit der Ofenwandung aufhört, durch ein zusammenhängendes Netzwerk von Kanälen in beliebig gestaltete, voneinander durch diese Kanäle isolierte Elemente von solcher Grösse zerlegt wird, dass eine Teilnahme der Ofenwand an der Leitung des elektrischen Stromes ausgeschlossen ist.