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Die Erfindung betrifft eine Isoliergamitur für einen Ablauf mit einer Ablauföffnung, insbesondere für Bodenabläufe für Feuchträume und Terrassen oder Dachabläufe.
Es ist bekannt. Dichtheit zwischen einem Bodenablauf und einer Bodendichtung aus Bitumenbahnen durch Auff1ämmen der Bitumenbahnen am Ablauf zu erzielen, d. h. die Bitumenbahnen an einem Dichtflansch, der die Ablauföffnung des Ablaufes umgibt und Teil des Ablaufes ist, aufzuf1ämmen. Es ist weiters bekannt, eine solche Bitumenbahn zusätzlich zum Aufflämmen am Ablauf an dem Dichtflansch des Ablaufes zu verschrauben bzw. mittels einer Scheibe, die die Bitumenbahn am Umfang der Ablauföffnung umgibt, gegen den Dichtflansch zu spannen und durch Befestigungsmittel, wie Schrauben oder eine Schnappverbindung, zu befestigen.
All diese Arbeiten müssen direkt an der Baustelle durchgeführt werden, was zeitraubend und oft auch technisch schwierig durchführbar ist, so dass nicht immer eine 100% ige Dichtheit, die über viele Jahre zu gewährleisten ist. gegeben ist.
Ein Aufflämmen einer Bitumenbahn ist zudem nur bei Abläufen, die aus Polypropylen hergestellt sind, möglich, da Abläufe aus Polyethylen hitzeempfindlich sind. Der Dichtflansch würde beim Aufflämmen schmelzen, so dass Beschädigungen des Ablaufes aufgrund von Verformungen des Ablaufes auftreten würden und weiters eine dichte Verbindung mit der Bitumenbahn nicht herstellbar wäre.
Gemäss einer weiteren bekannten Ausführungsform werden Abläufe zur Umgebung durch
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mittels einer Scheibe verspannt und verschraubt wird.
Aus der DE 18 06 527 B2 und der DE 4127 146 Al ist jeweils ein Flachdachablauf bekannt, bei dem zwischen dem Rand eines Einlauftrichters und einer Grundplatte in üblicher Weise eine Dachhaut eingeklemmt ist.
Eine ähnliche Konstruktion ist aus der US 5, 144, 782 A bekannt.
Die US 1, 299, 423 A betrifft einen Dichtanschluss einer Dachhaut an ein ein Dach durchsetzendes Rohr, der zwei gegeneinander spannbare und die Dachhaut klemmende Flansche umfasst.
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Oftmals ist es beim Versetzen der Abläufe noch nicht bekannt, welche Art der Dichtung vorgesehen wird, d. h. ob eine Folie gegen den Ablauf zu dichten ist oder eine Bitumenbahn.
In diesem Fall hat man versucht, eine Verbindungsfolie, die sowohl mit einer Folienbahn als auch mit einer Bitumenbahn verbindbar ist, vorzusehen, was jedoch nicht ideal war.
Insbesondere konnte eine dichte Verbindung mit einer Bitumenbahn nicht hergestellt werden, und es war daher oftmals erforderlich, nachträglich den bereits versetzten Ablauf wieder herauszustemmen und durch einen anderen, für den Anschluss an eine Bitumenbahn geeigneten, zu ersetzen.
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Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, eine Isoliergamitur für einen Ablauf zu schaffen, die einen einfachen Anschluss an eine Bitumenbahndichtung ermöglicht, so dass Abläufe beliebiger Art, also auch solche, die von Haus aus nur für eine Foliendichtung vorgesehen sind, an eine Bitumendichtung mit 100% iger Dichtheit anschliessbar sind.
Diese Aufgabe wird durch eine Isoliergamitur gelöst, die gekennzeichnet ist durch eine zwischen zwei im Abstand voneinander und kongruent zueinander angeordnete Flanschringe eingesetzte und mit den Flanschringen verklebte Bitumenbahn, die über die Flanschringe peripher vorragt, wobei die Flanschringe eine Öffnung mit einem Durchmesser begrenzen, der mindestens dem Durchmesser der Ablauföffnung entspricht und die weiters gekennzeichnet
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Vorzugsweise gehört zur Isolierganutur auch eine Ringdichtung für den Fall, dass eine solche am Ablauf noch nicht vorgesehen ist.
Weiters ist vorzugsweise die Isoliergamitur an einem Dichtflansch des Ablaufs befestigt.
Vorzugsweise ist die Bitumenbahn mit den Flanschringen durch Flämmen verklebt, wobei jedoch auch ein Verpressen der Flanschringe mit der Bitumenbahn verwirklicht sein kann, so dass die Bitumenbahn zusätzlich zwischen den Flanschringen geklemmt ist.
Zweckmässig weisen die Flanschnnge zumindest an den mit der Bitumenbahn in Kontakt gelangenden Seite eine aufgerauhte Oberfläche auf, z. B. durch Sandstrahlen, wodurch eine besonders gute Haftung zwischen den Flanschringen und der Bitumenbahn erzielbar ist.
Zur Versteifung der Flanschringe und zur Erhöhung der Dichtheit zwischen den Flanschringen durch Sicherstellung einer auch mechanisch wirkenden Verbindung sind die Flanschringe im Querschnitt von einer ebenen Fläche abweichend profiliert, wobei vorzugsweise die beiden Flanschringe mit identischen Profilierungen versehen sind.
Hierbei steht ein Flanschring zweckmässig mit einem profilierten Bereich mit der Ringdichtung in Kontakt.
Vorzugsweise ist die Ringdichtung als Flach-Ringdichtung oder als O-Ringdichtung ausgebildet.
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Als Befestigungsmittel zum Befestigen der Isoliergamitur am Ablauf können Schnappverbindungen oder auch Schraubverbindungen dienen. Für letztere Art der Verbindungen ist vorteilhaft der Ablauf mit einem die Ablauföffnung umgebenden Dichtflansch versehen und greifen die Schrauben der Schraubverbindung bei aufgesetzter Isoliergamitur in am Dichtflansch angeordnete Sacklöcher ein.
Weiters ist zweckmässig der Ablauf mit einem die Ablauföffnung umgebenden Dichtflansch und dieser Dichtflansch mit einer Nut oder Rille zur Aufnahme der Ringdichtung versehen und die Ringdichtung mittels der Isoliergamitur in die Nut oder Rille pressbar.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert, wobei die Fig. 1 und 2 jeweils Achsquerschnitte durch den
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Ein Ablauf 1 mit einer von einem Dichtflansch 2 umgebenen Ablauföffnung 3 ist nach herkömmlicher Art beispielsweise als Bodensiphon ausgestaltet. In dem Dichtflansch 2, der die Ablauföffnung 3 peripher auskragend umgibt, sind Sacklöcher 4 eingegossen, die zum Anordnen von Befestigungsschrauben 5 dienen. Weiters ist peripher ausserhalb der Sacklöcher 4, die um den Umfang vorzugsweise gleichmässig verteilt und in einer dem Ablaufdurchmesser entsprechenden Anzahl angeordnet sind, eine Nut 6 vorgesehen, die zur Aufnahme einer Ringdichtung 7 dient. Der Ablauf 1 kann aus Kunststoff, wie Polyethylen oder Polypropylen, hergestellt sein.
Die erfindungsgemässe Isoliergamitur 8 weist zwei im Querschnitt von einer Ebene abweichend profilierte und vorzugsweise aus rostfreiem Stahl gefertigte Flanschringe 9,10 auf, die im Abstand 11 übereinander angeordnet sind. Zwischen die Flanschnnge 9, 10 ist eine Bitumenbahn 12 eingesetzt. Die Bitumenbahn 12 ist mit den Flanschringen 9,10, die an ihren mit der Bitumenbahn 12 in Kontakt gelangenden Flächen aufgerauht, z. B. sandgestrahlt sind, durch Flämmen verklebt.
Beim Herstellen der Isoliergamitur 8 werden nach Herstellen der Flämmverbindung zwischen den Flanschringen 9,10 und der Bitumenbahn 12 die Flanschringe 9,10 gegeneinandergepresst, so dass die Bitumenbahn 12 die von den Flanschringen 9,10 vorgegebene und von einer ebenen Fläche abweichende, z. B. wellenförmige Profilierung annimmt. Beide Flanschringe 9,10 sind identisch profiliert und deckungsgleich angeordnet,
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zusätzlich zur Flammverklebung ergibt.
Zur Fixierung der Isoliergamitur 8 am Dichtflansch 2 des Ablaufes 1 dienen bei den in den
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Zylinderblechschrauben 5 in den Flanschringen 9,10 vorgesehene Löcher durchsetzen und in die am Dichtflansch 2 angeordneten Sacklöcher 4 ragen. Anstelle der Schraubverbindungen könnten auch an sich bekannte, mittels eines Klemmelementes 13 verwirklichte Schnappverbindungen, wie in Fig. 3 dargestellt, oder andere Verbindungsmittel vorgesehen sein.
Gemäss Fig. 3 ist das Klemmelement 13 einstückig mit dem oberen Flanschring 9 ausgebildet und die Ringdichtung 7 zwischen dem Klemmelement 13 und dem Ablauf 1
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Um eine Dichtheit zwischen der Isoliergarmtur 8 und dem Dichtflansch 2 des Ablaufes 1 sicherzustellen, liegt der untere Flanschring 10 an der Ringdichtung 7 auf und wird durch die Befestigungsmittel 5, d. h. durch die Schraubverbindung, gegen diese gepresst. Vorzugsweise weist der untere Flanschring 10 an der Umfangslinie, an der er mit der Ringdichtung 7 in Kontakt gelangt, eine Ringerhebung 14 auf, die sich in die in Fig. 1 dargestellte Ringdichtung 7 eindrückt. Gemäss Fig. 2 ist anstelle der Ringdichtung 7 eine O-Ringdlchtung 15 vorgesehen, in die sich ebenfalls die Ringerhebung 14 eindrückt.
Die Bitumenbahn 12, die zwischen die beiden Flanschringe 9,10 eingesetzt ist, ragt penphär ein Stück nach aussen, u. zw. so weit, dass weitere Bitumenbahnen angeflämmt werden können, ohne dass der Dichtflansch 2 durch den Flämmvorgang eine Hitzebelastung erfährt.
Üblicherweise genügt für die Bitumenbahn 12 ein Ausmass von etwa 114 m2.
Nach dem Flämmverbinden zum Anschluss weiterer Bitumenbahnen an die Isoliergamitur 8 kann auf die Isoliergamitur 8 und die anschliessenden Bitumenbahnen beispielsweise ein Estrich aufgebracht werden.
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nachträglich angeordnet werden, u. zw. auch auf Abläufen, die aus Polyethylen gefertigt sind, wobei eine 1 ig dichte Verbindung mit einer Bitumenbahn, beispielsweise einer Polymerbitumenisolierbahn, auf der Baustelle herstellbar ist, ohne dass eine Gefährdung des Ablaufes 1 gegeben ist. Zudem ist die Herstellung der Dichtverbindung zwischen dem Ablauf
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Der Ablauf 1 kann auch für einen mit einer Folie isolierten Boden eingesetzt werden, wobei die Folie auf der Dichtung 7 oder 15 aufliegt und mittels eines einzigen Flanschringes 9 gegen den Dichtflansch 2 gepresst wird, z. B. ebenfalls mittels Schrauben 5.