AT528190B1 - Wiederverwendbare Vorrichtung zum Fangen von Schnecken - Google Patents

Wiederverwendbare Vorrichtung zum Fangen von Schnecken

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AT528190B1
AT528190B1 ATA82/2024A AT822024A AT528190B1 AT 528190 B1 AT528190 B1 AT 528190B1 AT 822024 A AT822024 A AT 822024A AT 528190 B1 AT528190 B1 AT 528190B1
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Protiwensky Bernhard
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Famig Innovation Gmbh
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M25/00Devices for dispensing poison for animals
    • A01M25/008Devices specially adapted for snails, e.g. bait stations therefor

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Abstract

Wiederverwendbare Vorrichtung (10) zum Fangen von Schnecken mit einem Behältnis, in dem ein Lockmittel (4) platzierbar ist, um Schnecken dazu zu bringen, durch eine Öffnung (3) in das Innere zu kriechen, wobei das Behältnis durch einen Beutel (2) gebildet ist und eine Halterung (1) für den Beutel (2) vorgesehen ist, mit der die Öffnung (3) des Beutels (2) in einem geöffneten Zustand haltbar ist, wobei die Halterung (1) durch einen gebogenen Draht gebildet ist und zumindest ein erster Endbereich (5) des gebogenen Drahtes dazu geeignet ist, in den Untergrund (4) steckbar zu sein, um die Halterung (1) gegenüber dem Untergrund (4) festzulegen, wobei die Öffnung (3) des Beutels (2) so orientierbar ist, dass kein direkter Niederschlag eindringen kann.

Description

Ss N
Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine wiederverwendbare Vorrichtung zum Fangen von Schnecken mit einem Behältnis, in dem ein Lockmittel platzierbar ist, um Schnecken dazu zu bringen, durch eine Öffnung in das Innere zu kriechen, wobei das Behältnis durch einen Beutel gebildet ist und eine Halterung für den Beutel vorgesehen ist, mit der die Öffnung des Beutels in einem geöffneten Zustand haltbar ist.
[0002] Beim Versuch der Schnecke zum Lockmittel zu gelangen, weisen manche Schneckenfallen einen Mechanismus auf, der es unmöglich macht, einen bereits erreichten Innenraum des Behältnisses wieder zu verlassen. So können sie gefangen werden. Andere Schneckenfallen enthalten für Schnecken giftige Lockmittel, die beim Konsum für diese Schnecken tödlich sind. WMiederum andere Schneckenfallen erreichen ihre Wirkung dadurch, dass angelockte Schnecken in dem Lockmittel ertrinken. Die gefangenen, toten Schnecken werden anschließend entsorgt.
[0003] Allen Arten dieser Schneckenfallen ist gemein, dass sie Nachteile hinsichtlich der erheblichen Komplexität ihres Aufbaus, der WMederverwendbarkeit, der Witterungsbeständigkeit und hygienischer und gesundheitlicher Erwägungen aufweisen.
[0004] Aus der DE 20102586 U1 ist eine Schneckenfalle bekannt, die ein Gehäuse, eine Eintrittsöffnung und einen Beutel, in dem ein Lockmittel platziert wird, umfasst. Der Beutel wird durch einen rohrförmigen Ansatz befestigt, der die ganze Öffnung umgibt. Schnecken werden durch das Lockmittel durch die Eintrittsöffnung hindurch in den Beutel gelockt. Eine Wiederaustrittssperre sorgt dafür, dass die Schnecken den Beutel nicht mehr verlassen können. Nachteilig hierbei ist der komplexe, vielteilige Aufbau der Vorrichtung.
[0005] In JP H09201157 A ist eine wiederverwendbare Tierfalle umfassend einen durchsichtigen Beutel, ein Lockmittel und eine speziell ausgeführte Halterung für den Beutel offenbart. Das Tier wird durch den Schnappmechanismus am Verlassen des Beutels gehindert. Nachteilig ist dabei unter anderem, dass man damit Tiere nur einzeln bzw. in kleiner Anzahl fangen kann.
[0006] Weiters ist in der WO 2009/1223532 A1 eine Vorrichtung zum Fangen von Schnecken angegeben, wobei ein Behälter teilweise in die Erde eingegraben wird, der einen Plastikbeutel beinhaltet, in den ein Lockmittel gefüllt wird. Dabei ist eine Halterung für den Beutel und eine zusätzliche Abdeckung vorgesehen, die in einem Abstand zur Halterung angeordnet ist, um einen Spalt bereitzustellen, durch den die Weichtiere kriechen müssen, um in das Innere des Beutels zu gelangen. Dieses separate Dach ist oberhalb der Beutelöffnung platziert und stellt zugleich auch Angriffsfläche für Windeinwirkung darstellt. Durch die Zweiteiligkeit ist somit nicht nur ein komplizierter Aufbau sondern auch eine leichtere Zerstörbarkeit der Anordnung gegeben. Keineswegs wird in diesem Dokument eine Ausbildung der Halterung durch einen Draht angeregt, da der geoffenbarte Draht der Abstützung des Daches und nicht der Fixierung der Beutelöffnung dient.
[0007] In der DE 3429002 A1 ist ein Fanggerät für Schnecken angegeben, das ein in den Boden einbringbares Gefäß und eine darüber angeordnete schirmartige Überdachung aufweist und somit ebenfalls mehrere Teile für seinen Aufbau erfordert und daher einen relativ hohen Fertigungsaufwand und Mehrteiligkeit mit sich bringt. Das gilt ebenso für die in der SE 515 981 und besonders für die in der DE 19827346 A1 angegebenen Vorrichtungen, die ähnlich wie die der DE 3429002 A1 aufgebaut sind.
[0008] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben geschilderten Probleme zu lösen, um eine wiederverwendbare, kostengünstige, einfach handhabbare, effiziente, witterungsbeständige und spezifische Möglichkeit Schnecken zu fangen mit geringem Herstellungsaufwand anzugeben.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass bei einer eingangs genannten Vorrichtung die Halterung durch einen gebogenen Draht gebildet ist und zumindest ein erster Endbereich des gebogenen Drahtes dazu geeignet ist, in den Untergrund steckbar zu sein, um die Halterung gegenüber dem Untergrund festzulegen, wobei die Öffnung des Beutels so orientierbar ist, dass
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kein direkter Niederschlag eindringen kann.
[0010] Mithilfe der erfindungsgemäßen Kombination aus Beutel und Halterung kann der Beutel in der unteren Hälfte mit Lockmittel gefüllt werden, sodass die Schnecken, die durch das Lockmittel angelockt werden, über die Öffnung des Beutels in diesen hineinkriechen und dann von dort nicht mehr hinauswollen bis sie verenden oder entnommen werden. Sind genug Schnecken in der Falle, wird der Beutel von der Halterung genommen und mit den Schnecken entsorgt. Dies geschieht einfach, sauber und angenehm, da keine Berührung von unappetitlichen Teilen erfolgt. Im Anschluss kann die Halterung mit einem neuen Beutel bestückt werden.
[0011] Da die Halterung erfindungsgemäß durch einen gebogenen Draht gebildet ist und zumindest ein erster Endbereich des gebogenen Drahtes dazu geeignet ist, in den Untergrund steckbar zu sein, um die Halterung gegenüber dem Untergrund festzulegen, kann die Halterung zwecks zusätzlicher Stabilität gegenüber dem Untergrund — zusätzlich zum ersten Endbereich — mit dem zweiten Endbereich in den Untergrund gesteckt werden.
[0012] Um den Inhalt und den Füllstand der Falle von außen besser erkennen zu können, kann ein durchsichtiges Material für den Beutel verwendet werden. Es hat sich in diesem Zusammenhang als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der verwendete Beutel der Vorrichtung transparent oder semi-transparent ist.
[0013] Dadurch kann der Status der Schneckenfalle gut überwacht werden.
[0014] Gängige Schneckenfallen weisen oftmals Behältnisse auf, die nicht flexibel an den Untergrund angepasst werden können und denen es an mechanischer Stabilität fehlt. Ein erfindungsgemäß verwendeter Beutel sollte dementsprechend über eine gewisse Dehnbarkeit, mechanische Belastbarkeit und darüber hinaus Kostengünstigkeit hinsichtlich der Herstellungskosten verfügen. Daneben sollte das Erfordernis der Semi-Transparenz und Transparenz erfüllt werden. Der Beutel kann daher praktischerweise aus Kunststoff hergestellt sein. Andere Materialien, die diese Eigenschaften aufweisen, wie z.B. bio-basierte Kunststoffe, sind jedoch auch möglich.
[0015] Das Material der Halterung soll das Erfordernis der Biegsamkeit, der Belastbarkeit gegenüber den üblichen Umwelteinflüssen eines gängigen Untergrunds, wie Wetter, Wechsel des pHWerts, Temperaturschwankungen, sowie der mechanischen Stabilität aufweisen. Als geeignet haben sich Metall-Drähte erwiesen. Es kann aber jedes geeignete Material mit den genannten Eigenschaften dafür verwendet werden, wie z.B. Kunststoffe, Holz, gemischte Stoffe, Verbundstoffe, etwa aus Metall und Kunststoff etc.
[0016] Ein derart verwendeter Draht soll so gebogen werden können, dass er definierte Formen annehmen kann, die einerseits tauglich sind, als Halterung für den Beutel zu dienen, andererseits an den Endbereichen in den Untergrund steckbar zu sein, um eine Halterung gegenüber dem Untergrund festzulegen. Aufgrund der einfachen Befestigung, indem dieser in den Untergrund, z.B. in das Erdreich, gesteckt wird, kann die Halterung auch sehr leicht so orientiert werden, dass ein Niederschlag, wie Regen oder Schnee nicht direkt in die Öffnung des Beutels eintreten kann.
[0017] Es hat sich daher in einer Ausführungsform der Erfindung als vorteilhaft erwiesen, dass ein zweiter Endbereich des gebogenen Drahtes in einem Abstand parallel zum ersten Endbereich gebogen sein kann, sodass der erste und der zweite Endbereich in den Untergrund steckbar sind. Es können im Rahmen der Erfindung aber auch andere Formen der Fixierung, die dem Fachmann geläufig sind, zur Anwendung gelangen.
[0018] Viele gängige Schneckenfallen haben das Problem, dass die Halterung des das Lockmittel enthaltenden Behältnisses aus mehreren Teilen besteht, was zu einer erhöhten Komplexität des Aufbaus führt. Durch eine spezielle Biegung des Drahts/der Halterung wird ermöglicht, dass die Halterung nicht nur der Fixierung im Untergrund dient, sondern auch den Beutel in Position hält, sodass das Lockmittel im Beutel bleibt und gleichzeitig angelockten Schnecken das Hineinkriechen in den Innenraum des Beutels ermöglicht. Dies kann in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht werden, dass an den ersten Endbereich und an den zweiten Endbereich anschließend jeweils in einem rechten Winkel wegstehende U-förmig gebogene Bereiche des gebogenen Drahtes vorgesehen sind, die zueinander entgegengesetzt gerichtet sind, über
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die der Beutel im Bereich seines Öffnungsrandes überziehbar oder aufspannbar ist.
[0019] Die U-förmig gebogenen Bereiche ermöglichen das Ausbilden einer sehr großen, insbesondere sehr breiten Öffnung, in die Schnecken hineinkriechen können, wobei diese Bereiche durch einfache Biegevorgänge am verwendeten Draht herstellbar sind und daher keinen großen Material- oder Arbeitsaufwand erfordern.
[0020] Alternativ kann der Beutel an die Halterung angeklebt, angeklemmt oder in noch anderer Weise befestigt werden.
[0021] Nachteilig an einigen bekannten Schneckenfallen ist, dass direkter Niederschlag in das das Lockmittel enthaltende Behältnis eindringen kann. Als Folge wird das Lockmittel einerseits verwässert, was seine Effektivität beeinträchtigt, andererseits kann es zu einem Überlaufen des Behältnisses führen, was aus hygienischen und umwelttaktischen Erwägungen unerwünscht ist. Aus diesen Gründen kann der Draht bzw. die Halterung so geformt sein, dass er diesem Problem entgegenwirkt, indem die Öffnung des Beutels durch die erfindungsgemäße Halterung in Richtung zum Boden gerichtet ist und dabei zugleich das Eintreten der Schnecken den Beutel ermöglicht.
[0022] Um einen ausreichend großen Innenraum des Beutels für die eintretenden Schnecken aufzuspannen bzw. diesen gegen Bewegungen, die aufgrund von äußeren Einflüssen wie z.B. Wind hervorgerufen werden, abzustützen, kann gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung an die U-förmig gebogenen Bereiche anschließend ein rechtwinkelig wegstehender bügelartiger Bereich des gebogenen Drahtes ausgebildet sein, der in den Beutel ragt und diesen dachförmig abstützt. Auf diese Weise kann einer Ansammlung von Regenwasser oder anderen Niederschlag auf der Außenseite des Beutels entgegengewirkt werden, wobei dies an ein und demselben Draht realisiert sein kann.
[0023] Bei gängigen Schneckenfallen kann durch Witterungseinflüsse der Aufbau unbrauchbar gemacht werden, indem z.B. ein Windstoß das Behältnis von der Halterung entfernt. Es kann daher vorteilhaft sein, den Beutel durch Erhöhen der Haftreibung besser an der Halterung zu fixieren. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann daher vorsehen, dass bei zumindest einem der U-förmig gebogenen Bereichen der Draht zumindest teilweise aufgeraut ist oder zumindest teilweise eine Aufrauhung aufweist, um eine bessere Haftung des Beutels an der Halterung bzw. dem Draht zu gewährleisten.
[0024] Aus hygienischen und gesundheitlichen Erwägungen wollen Benützer nicht in direkten Kontakt mit dem im Innenraum des Beutels befindlichen Inhalt des Beutels kommen. Daher ist vorgesehen, dass der verwendete, mit Schnecken und Lockmittel gefüllte Beutel mit einem einfachen Handgriff aus der Halterung entfernbar ist, woraus sich eine einfache Handhabbarkeit der Erfindung ergibt, und somit der Benutzer direkten Kontakt mit dem Inhalt des Beutels nach Benützen vermeidet. Somit kann der Beutel nach der Benützung einfach entleert und dann wiederverwendet werden. Es können andererseits Beutel zur einmaligen Benützung verwendet werden, die nach der Benützung einfach direkt entsorgt werden können, was den Aufbau noch einfacher handhabbar machen kann.
[0025] Eine Ausführungsform der Erfindung sieht daher vor, dass der Beutel ein Wegwerfbeutel sein kann.
[0026] Einige Schneckenfallen haben den Nachteil, dass sie sich nicht gut in die Umgebung einfügen. Daher sucht man praktischerweise eine Lösung, bei der die Schneckenfalle gut in den Untergrund integrierbar ist, was durch den erfindungsgemäßen Beutel einfach realisiert werden kann. Dazu wird in den Untergrund eine Vertiefung eingebracht z.B. gegraben, sodass das Niveau des Lockmittels unterhalb der Höhe des restlichen Untergrunds liegt. In einer Ausführungsform der Erfindung kann das Lockmittel dann in den unteren Bereich des Beutels gefüllt werden.
[0027] Kommerziell erhältliche Lockmittel zum Fangen von Schnecken sind häufig teuer und enthalten oft Umweltgifte, wodurch Schnecken nicht spezifisch gelockt werden, sondern andere Tiere sowie Pflanzen im räumlichen Umfeld der Falle zu Schaden kommen können. Als praktische Alternative hinsichtlich Verfügbarkeit, Kosten und Umweltverträglichkeit haben sich soge-
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nannte Hausmittel erwiesen. Zu den gängigen Hausmitteln zum Fangen von Schnecken zählt Bier sowie bierhaltige Lösungen, weiters Haferflocken oder Malz in Wasser. Als taugliches Lockmittel kann jegliche Art von gängigen Lockmitteln, also gewerblich erhältliche und Hausmittel, Verwendung finden, wobei in einer Ausführungsform der Erfindung Bier oder eine bierhaltige Lösung als Lockmittel vorgesehen sind.
[0028] Im Nachfolgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels eingehend erläutert. Es zeigt dabei
[0029] - Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in eingebauter Form, in einer Schnittdarstellung;
[0030] - Fig. 2 eine teilweise Schrägansicht der Vorrichtung nach Fig. 1;
[0031] - Fig.3 eine Schrägansicht von oben auf die Halterung der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
[0032] - Fig. 4 eine seitliche Schrägansicht der Halterung gemäß Fig.3,
[0033] - Fig. 5 eine weitere seitliche Schrägansicht der Halterung gemäß Fig.3;
[0034] - Fig. 6 und Fig.7 weitere Schrägansichten von oben die der Halterung gemäß Fig.3.
[0035] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer in einen Untergrund 11, hier Erdreich, gesteckten wiederverwendbaren Vorrichtung 10 zum Fangen von Schnecken. Diese weist erfindungsgemäß eine Halterung 1 auf, auf die ein Beutel 2 gespannt ist, welcher ein Lockmittel 4 im Innenraum enthält.
[0036] Alternativ kann der Beutel 2 an die Halterung angeklebt, angeklemmt oder anders befestigt werden.
[0037] Die Halterung 1 ist dabei in einem solchen Winkel, einem Winkel kleiner 90°, im vorliegenden Beispiel ca. in 45° zum Untergrund 11 in diesen gesteckt, sodass einerseits kein direkter Niederschlag in den Beutel 2 eindringen kann, andererseits eine Öffnung 3 in den Innenraum des Beutels 2 ausgebildet wird, die es Schnecken ermöglicht, in den Beutel 2 zu kriechen, um zum Lockmittel 4 zu gelangen. Hat eine Schnecke den Innenraum des Beutels erreicht, wird es ihr nicht gelingen diesen wieder zu verlassen.
[0038] In Fig. 1 ist den Untergrund 11 eine Vertiefung 12 z.B. durch Graben eines Loches an dieser Stelle, eingebracht, sodass der Meniskus 13 des Lockmittels 4 unterhalb des Niveaus des Untergrunds 11 liegt. Der Beutel 2 passt sich dieser Vertiefung an und ist in dieser gegen äußere Einflüsse wie Regen und Stürme, einigermaßen geschützt. Das Lockmittel 4 ist in den unteren Bereich des Beutels 2 gefüllt. Bei dem Lockmittel 4 kann ein gängiges gewerblich erhältliches Lockmittel verwendet werden, in einfacher Weise kann es sich dabei um Bier oder eine bierhaltige Lösung handeln. Ein weiteres anwendbares Lockmittel ist Haferflocken oder Malz in Wasser.
[0039] Der Beutel 2 ist dabei transparent oder semi-transparent, er kann aber auch in anderen Ausführungsformen der Erfindung nicht transparent sein.
[0040] In der dargestellten Ausführungsform ist der Beutel 2 aus Kunststoff hergestellt. Alternativ kann der Beutel 2 aus z.B. bio-basiertem Kunststoff hergestellt sein.
[0041] Die in Fig. 1 und Fig.2 dargestellte Ausführungsform weist eine Halterung 1 aus gebogenem Draht auf, bei dem beide Endbereiche 5, 6 (Fig.3) des Drahts, der so gebogen ist, dass die Endbereiche im Wesentlichen parallel zueinander sind, dazu geeignet sind, in den Untergrund 11 steckbar zu sein, um die Halterung 1 gegenüber dem Untergrund 11 festzulegen, im Untergrund fixiert sind. In einer anderen Ausführungsform kann auch nur einer der beiden Endbereiche 5, 6 in den Untergrund gesteckt sein.
[0042] Beim Ausführungsbeispiel in Fig. 1 sind an einen ersten Endbereich 5 und an einen zweiten Endbereich 6 anschließend jeweils in einem rechten Winkel wegstehende U-förmig gebogene Bereiche 7, 8 (Fig.3) des gebogenen Drahtes vorgesehen, die zueinander entgegengesetzt gerichtet sind, über die der Beutel 2 im Bereich seines Öffnungsrandes aufgespannt ist, sodass die
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Öffnung 3 für Schnecken zugänglich ist.
[0043] Der Draht ist dabei bevorzugt korrosionsbeständig, z.B. aus Zink und kann mit einer leichten Federwirkung ausgestattet sein, um ein Aufspannen des Beutels 2 zu erleichtern.
[0044] Anstelle des Metalldrahts kann auch Holz, Kunststoff, Verbundkunststoff, etwa aus Metall und Kunststoff etc. als Material für die Halterung 1 vorgesehen sein.
[0045] Für zusätzlichen Halt des Beutels 2 auf der Halterung 1 kann eine aufgeraute Oberfläche entlang der U-förmigen Bereiche 7, 8 der Halterung 1 sorgen. Es kann der Beutel 2 aber auch durch Kleben, Klemmen oder sonstiges Anhaften gegen ein ungewolltes Ablösen gesichert werden. So kann der Beutel 2 an seiner Innenseite einen rutschfesten Bereich, z.B. einen Haftbereich mit aufgetragenem Klebstoff aufweisen.
[0046] Der Beutel 2 kann dabei elastisch sein und auf die Halterung 1 aufgespannt sein oder locker über diese gezogen sein.
[0047] Gemäß Fig. 3 ist weiters an die U-förmig gebogenen Bereiche anschließend ein rechtwinkelig wegstehender bügelartiger Bereich 9 des gebogenen Drahtes ausgebildet, der in den Beutel ragt und diesen dachförmig abstützt, sodass Regenwasser außen besser abrinnen kann und innen ein ausreichender Innenraum zur Aufnahme von Schnecken gewährleistet ist.
[0048] Bei dem in Fig 1 verwendeten Beutel 2 handelt es sich um einen Wegwerfbeutel, es könnte aber ein wiederverwendbarer Beutel eingesetzt werden.

Claims (9)

A ‚hes AT 528 190 B1 2025-11-15 Ss N Patentansprüche
1. Wiederverwendbare Vorrichtung (10) zum Fangen von Schnecken mit einem Behältnis, in dem ein Lockmittel (4) platzierbar ist, um Schnecken dazu zu bringen, durch eine Öffnung (3) in das Innere zu kriechen, wobei das Behältnis durch einen Beutel (2) gebildet ist und eine Halterung (1) für den Beutel (2) vorgesehen ist, mit der die Öffnung (3) des Beutels (2) in einem geöffneten Zustand haltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (1) durch einen gebogenen Draht gebildet ist und zumindest ein erster Endbereich (5) des gebogenen Drahtes dazu geeignet ist, in den Untergrund (4) steckbar zu sein, um die Halterung (1) gegenüber dem Untergrund (4) festzulegen, wobei die Öffnung (3) des Beutels (2) so orientierbar ist, dass kein direkter Niederschlag eindringen kann.
2. Vorrichtung nach Einspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Endbereich (6) des gebogenen Drahtes in einem Abstand parallel zum ersten Endbereich (5) gebogen ist, sodass der erste und der zweite Endbereich (5, 6) in den Untergrund (4) steckbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den ersten Endbereich (5) und an den zweiten Endbereich (6) anschließend jeweils in einem rechten Winkel wegstehende U-förmig gebogene Bereiche (7, 8) des gebogenen Drahtes vorgesehen sind, die zueinander entgegengesetzt gerichtet sind, über die der Beutel (2) im Bereich seines Öffnungsrandes überziehbar oder aufspannbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an die U-förmig gebogenen Bereiche (7, 8) anschließend ein rechtwinkelig wegstehender bügelartiger Bereich (9) des gebogenen Drahtes ausgebildet ist, der in den Beutel (2) ragt und diesen dachförmig abstützt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei zumindest einem der U-förmig gebogenen Bereiche (7, 8) der Draht zumindest teilweise aufgeraut ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel (2) ein Wegwerfbeutel ist, und dass der Beutel in seinem Inneren einen Bereich mit hohem Haftreibwert aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lockmittel in den unteren Bereich des Beutels (2) füllbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lockmittel Bier bzw. eine bierhaltige Lösung ist oder aus Haferflocken oder Malz in Wasser gebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel (2) transparent oder semi-transparent ist, und dass der Beutel (2) aus Kunststoff hergestellt ist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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