AT526885B1 - Lesegerät für spiegelbildliche Darstellung - Google Patents
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Abstract
Bei der Erfindung handelt es sich um ein Erzeugnis, welches spiegelverkehrtes Lesen von analogen Schriftobjekten ermöglicht, wobei ein Spiegel, so eingebaut ist, dass ein spiegelbildliches Betrachten analoger Schriftobjekte möglich ist.
Description
[0001] Die Erfindung ist vor Allem ein Trainingsmittel für das Hirntraining durch Lesen von Spiegelschrift. Das Lesen von Spiegelschrift aus analogen Quellen wie Büchern erfordert einen hohen ergonomischen Standard. Dieser wird mit dem beschriebenen Lesegerät geboten.
[0002] Die Recherche ergibt, dass es Vorrichtungen gibt, um das Lesen von Schriftstücken zu erleichtern (z.B. beim Lesen im Liegen oder für Personen mit Bewegungseinschränkungen). Dies wird über ein einstellbares Spiegelsystem ermöglicht, ohne die Literatur zu spiegeln. Weiters finden sich in der Literatur Brillensysteme mit Spiegel und Prismen, welche einen ähnlichen Zweck erfüllen. Diese Brillen werden auch beim Klettern eingesetzt, um „um die Ecke“ nach oben zu sehen. Diese Geräte stellen das betrachtete Objekt jedoch nicht spiegelbildlich dar, oder sie sind nicht für spiegelbildliches Lesen optimiert. Ein analoges Gerät zum ergonomischen spiegelbildlichen Lesen konnte in der Recherche nicht gefunden werden.
Für digitale Dokumente sind eine softwaremäßige Spiegelung und Anzeige auf einem Bildschirm möglich.
Einscannen und Spiegelung von analoger Schrift ist ebenfalls möglich.
[0003] DIE AUFGABE DER ERFINDUNG ist es, das suboptimale Halten eines Spiegels, um die gespiegelte Projektion zu erhalten, mit einer Vorrichtung zu gewährleisten, die von Benutzenden als ergonomisch empfunden wird. Aus ökonomischer Sicht ist es eine wichtige Aufgabe, aufwändige Vorgänge wie Einscannen und elektronisches Spiegeln, zu vermeiden. Vorhandene Bücher, Literatur... können mit der Erfindung sofort zum Training durch Lesen von Spiegelschrift verwendet werden.
Eine Studie vom Klinikum rechts der Isar der TU München-(zu finden unter https:/idw-online.de/de/news?print=1&id=256754) zeigt die Wirksamkeit eines Gehirntrainings durch Lesen von Literatur in Spiegelschrift. Da solche spiegelbildliche Literatur im Allgemeinen nicht erhältlich ist, ist es die Intention des Erfinders, ein Gerät zum Lesen von analogen Schriftobjekten in Spiegelschrift zu verwirklichen.
[0004] DIE AUFGABE WIRD DURCH EIN LESEGERÄT GELÖST. Die Neuerung zum spiegelverkehrten Lesen von insbesondere Büchern, ist gekennzeichnet durch eine höhenverstellbare, vorzugsweise schwenkbar unter einem Spiegel befindliche Grundplatte, in der ein Schlitten mit hinterem Buchanschlag in einer Linearführung gelagert ist, durch dessen Vorschub das Buch unter dem Spiegel, dem Lesefortschritt gemäß, vor oder zurück bewegt werden kann.
BESCHREIBUNG: Mit vorne ist der Bereich vor dem Spiegel gemeint.
[0005] In einen Rahmen, oder zwischen A-förmigen Trägern (Klappvariante) werden die Bauteile eingebaut.
Ein Spiegel, dessen Beleuchtungsband, das Depot für die Akkus, Grundfläche mit dem Schlitten, Vorschubwelle, Umlenkelement/Umlenkrolle, die Aufständerung, hier auch Stativ genannt, vorne und hinten mit den Körperauflagen.
Die Grundfläche dient der Aufnahme der Textvorlage.
Darüber ist der Spiegel schwenkbar oder starr angebracht.
Im Spiegel ist die Literatur seitenverkehrt sichtbar.
Die Grundfläche mit dem Schlitten ist für die Anpassung an den Blickwinkel schwenkbar.
Die lichte Weite zwischen Grundfläche mit dem Schlitten und dem Spiegel ist für die Anpassung an die Dicke der Literatur in der Höhe verstellbar.
Der Vorschub der Literatur wird neuartigerweise mit einem in die Grundfläche integrierten Schlitten ergonomisch vereinfacht.
Am hinteren Ende des Schlittens ist eine Vorschub-Nase/Buchanschlag angebracht. Eine Vorschubwelle, die innerhalb des Rahmens, oder an Zapfen, die seitlich aus dem Rahmen ragen ergriffen wird, ermöglicht den ergonomischen dem Lesefortschritt entsprechenden Nachschub der Literatur.
Ein Seitenleger, der die Seiten flach hält, kann ebenfalls integriert sein. Dieser Seitenleger vermeidet, dass sich die Buchseiten zu sehr vor dem Spiegel aufstellen und dadurch unleserlich
werden. Am oberen Rahmenteil und optional an den seitlichen Rahmenteilen ist ein Tragegriff oder Trageband angebracht.
[0006] Der Effekt aus Anspruch 1 ist es, in einer ergonomischen Körperhaltung analoge Literatur spiegelschriftlich zu lesen. Zu dem gewährleistet das präzise Vorschieben der Literatur mit Hilfe des Schlittens eine optimale Anwendung des Spiegels. Die neuartige Anordnung begünstigt die Vorkehrungen für die Möglichkeit der Abstimmung der Buchauflage auf die Erfordernisse der Bedienenden. Die Verstellbarkeit der lichten Weite (des Spaltes) zwischen Buchauflage, (bestehend aus der Grundplatte und dem Schlitten) und der Spiegelunterkante ermöglicht die Abstimmung auf unterschiedliche Buchdicken.
[0007] Das Hilfsmittel Spiegel kann ungekannt ergonomisch und effizient für die spiegelbildliche Projektion eingesetzt werden.
[0008] Der neuartige Aufbau ermöglicht zu dem die Anbringung von linsenartigen Glasflächen, um eine optische Vergrößerung des Lesestoffes zu erwirken, ohne dass diese bei der Nutzung separat gehalten werden müssen.
[0009] Die neuartige Lösung ermöglicht eine die Körperhaltung schonende Position beim Lesen sowohl in sitzender wie auch in zurückgelehnter oder liegender Position.
[0010] Mit dem Buchvorschub nach Anspruch 2, über eine Aufrollwelle und ein Ziehband, wird der Buchvorschub fein dosierbar. Zu dem ergibt sich eine Option für die ermüdungsfreie Handablage bei gleichzeitigem Bedienen des Vorschubes und Halten des Gerätes. Die Vorschubwelle wird vorzugsweise innerhalb des Rahmens, oder an Zapfen, die optional montiert sind und seitlich aus dem Rahmen ragen, ergriffen.
[0011] Die Beleuchtung nach Anspruch 3 mit dem Batteriedepot in einem zwischen den Seitenteilen gelagerten Rohr ist schöner und einfacher in die Konstruktion integrierbar als die Verwendung eines handelsüblichen Batteriekastens.
[0012] Nach Anspruch 4 ist die obere Einrahmung der Spiegeloberkante, zugleich als Fläche für die Anbringung des Lichtbandes konzipiert, wobei das Lichtband zugleich den Spiegel gegen Verrutschen sichert.
[0013] Der Effekt nach Anspruch 5 liegt in der einfachen Herstellung.
[0014] Durch die Klemmung des Spiegels nach Anspruch 6 kann die untere Einrahmung des Spiegels entfallen. Das begünstigt die Anbringung eines beweglichen Seitenlegers und der Spiegel ist bis an die Unterkante für den vorgesehenen Zweck nutzbar.
Die Klemmung nach Anspruch 6 erfolgt optional durch Zug aus der Richtung unter dem Klemmelement/den Klemmelementen oder durch Druck aus der Richtung oberhalb der Klemmelemente. (Der/die Zug- oder Druck Anker sind am Spiegel befestigt) Der dauerhaft wirkende Druck auf die Klemmelemente, vorzugsweise ein Fixierstab, wird durch Federelemente oder durch das Biegemoment des Fixierstabes gehalten.
[0015] Mit der Seitenlegefunktion nach Anspruch 7 wird der Tendenz der Buchseiten sich aufzustellen entgegengehalten. Das ist dann erforderlich, wenn der Lesefortschritt bei den unteren Zeilen liegt. In dieser Endphase des Buchvorschubes schlüpfen die Seiten aus der Unterkante des Spiegels. Die Seitenlegefunktion verlegt diese kritische Position nach vor, sodass die unteren Zeilen noch gelesen werden können, und die Bedienenden in dieser Phase kaum manuell eingreifen müssen.
[0016] Die verstellbare Basis (Stativ) nach Anspruch 8 ermöglicht es, das Lesegerät sowohl auf unterschiedliche Körpergrößen der Bedienenden, wie auch auf die Verwendung im Sitzen, zurück gelehnt, oder im Liegen, einzustellen. Die an einem mittigen Drehpunkt gelagerte hintere Körperauflage passt sich an die Oberschenkel an. Für die Nutzung an einem Tisch ist die hintere Auflage mittig erhaben oder mittig gelagert. So wird gleichsam eine Dreipunktauflage des Gerätes erzielt.
[0017] Nach Anspruch 9 sind die Stative für den Transport einklappbar.
[0018] Die Klappvariante nach Anspruch 10 bietet eine Design-Alternative, den Einsatz anderer Materialien und ein halbiertes Transportvolumen, da die Bauteile in einem zusammenklappbaren A-förmigen Rahmen integriert sind.
[0019] Zeichnungen: Mit vorne ist der Bereich vor dem Spiegel gemeint. [0020] Figur 1: mögliche Ausführung der Erfindung [0021] Das Gerät besteht vorzugsweise aus folgenden Teilen:
[0022] In einem Rahmen 1 ist ein Spiegel 2 montiert Die höhenverstellbare und neigbare Grundplatte 3 mit Schlitten 4 bildet die Ablagefläche, auf die das Schriftobjekt 11 eingelegt wird. Niederhalter/Seitenleger 5. Der Schlitten kann durch eine Vorschubwelle 7 dem Lesefortschritt entsprechend bewegt werden. Dadurch bewegt sich das am hinteren Anschlag anliegende Schriftobjekt. Der Rahmen ruht auf einer verstellbaren Basis 8a, 8b, welche zur Einstellung einer ergonomischen Lesehaltung dient. Das Schriftobjekt wird bei Bedarf durch eine integrierte Beleuchtung 9 beleuchtet.
[0023] Figur 2: Seitenansicht Rahmen 1, Spiegel 2, Grundplatte 3, Schlitten 4, Seitenleger 5, Fixierstab 6, möglicher Anker für den Fixierstab 6a, Vorschubwelle 7, Ziehband 7a, Umlenkelement/Umlenkwelle 7b, Lichtband 9a, Batteriedepot 9b, vordere Basis/Stativ 8a, hintere Basis/Stativ 8b, Bremselement 10
[0024] Figur 3: Ansicht von hinten Tragegriff oder Trageband am Rahmen 1, Spiegel 2, Grundplatte 3, Schlitten 4, Seitenleger 5, Vorschubwelle 7, Ziehband 7a, Umlenkelement/Umlenkwelle 7b, Option: außen angebrachte Drehgriffe 7c der Vorschubwelle beidseitig, Basis/Stativ 8, Batteriedepot 9, Bremselement 10
[0025] Figur 4: mögliche Ausführung der Klappvariante: Die Seitenteile werden A-förmig ausgeführt, wobei die hinteren A-Teile unter anderem durch den Spiegel 2 verbunden sind. Am oberen Ende sind die A-Teile 1 drehbar verbunden. Spiegel 2, die Grundplatte 3 ist mit dem Schlitten 4 ausgestattet. Hinter dem Spiegel ist der Seitenleger 5 gelagert. Die Grundplatte ist über Anlenkhebel 12 mit dem A-Rahmen verbunden. Die Grundplatte ist durch Absteck- oder Klemmmöglichkeiten 12a einstellbar. Die Vorschubwelle 7 wird in den vorderen oder hinteren A-Teilen gelagert. Das Umlenkelement für das Vorschubband ist in den vorderen Holmen eingebaut oder als Option 7a unten an der Grundplatte angeschraubt. Zwischen die A-Teile eingebaute Basis/Körperauflage/Tischauflage 8. Lichtband 9a Batteriedepot 9b.
Claims (10)
1. Die Vorrichtung zum spiegelverkehrten Lesen von Schriftobjekten, insbesondere Büchern, gekennzeichnet durch einen Rahmen (1) und eine einstellbar, vorzugsweise schwenkbar unter einem Spiegel (2) befindliche Grundplatte (3), in der ein Schlitten (4) mit Anschlag gelagert ist, durch dessen Verschub das Schriftobjekt unter dem Spiegel (2), bewegt werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (4) durch ein Ziehband (7a) das mit einer manuell zu bedienenden Vorschubwelle (7) gezogen und dessen Zurichtung vorzugsweise von einem Umlenkelement (7b) gelenkt wird, bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Beleuchtung (9) des Schriftobjektes ausgestattet ist, dessen Batterien vorzugsweise in einem zwischen den Seitenteilen gelagerten Rohr als Batteriedepot (9b) eingesetzt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtung (9), vorzugsweise ein Lichtband (9a), an einer schrägen Fläche oben am Rahmen (1) angebracht ist, wobei die schräge Fläche einen oberen Anschlag für eine Spiegeloberkante des nach oben geklemmten Spiegels (2) bildet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spiegel (2), vorne an Passflächen anliegt, die aus dem Rahmen (1) nach innen vorstehen und eine Positionierung des Spiegels (2) vorgeben.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmelement, vorzugsweise ein Fixierstab (6), vorgesehen ist, welches einen Druck auf eine Rückseite des Spiegels (2) ausübt, dadurch dass Lagerebenen für das Klemmelement so geschrägt sind, dass, durch Druck auf das Klemmelement in Richtung der Schräge, eine Keilwirkung entsteht, und dadurch eine Klemmung des Spiegels an die Passflächen und den oberen Anschlag bewirkt wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein an einer hinter dem Spiegel (2) gelenkten Achse schwenkend angebrachter Seitenleger (5) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer verstellbaren Basis (8) versehen ist, um eine ergonomisch gute Platzierung der Vorrichtung am Körper oder am Lesetisch zu ermöglichen, wobei eine hintere Auflage (8b) vorzugsweise durch einen mittigen Drehpunkt oder einen mittig erhabenen Auflagepunkt eine Dreipunktauflage der Vorrichtung gewährleistet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die verstellbare Basis (8) in Form von Stativteilen (8a, 8b) ausgebildet ist, die aus- oder eingeklappt werden können, womit die Höhe und Schräge zur lesenden Person eingestellt werden kann, wobei die Fixierung der Stativteile (8a, 8b) vorzugsweise durch Klemmung von am Stativ angebauten Bremselementen mit dem Rahmen (1) hergestellt wird.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) A-förmig ausgeführt ist, wobei die Grundplatte (3) vorzugsweise über Anlenkhebel (12) mit dem A-Rahmen verbunden ist, und Absteck- oder Klemmmöglichkeiten (12a) eine Einstellung der Grundplatte (3) ermöglichen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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2023
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