<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
Rohrwandungen. Die Vorrichtung besteht aus einem durch ein unter Druck stehendes Mittel in Tätigkeit gesetzten Hammer, der in das zu reinigende Rohr eingeführt wird und dessen vorderes, kegelförmig ausgebildete Ende auf eine Reihe um dasselbe angeordnete Meissel oder ähnlicher Werkzeuge derart wirkt, dass diese in radialer Richtung rasch aufeinanderfolgende Schläge gegen die Rohrwandung ausführen und den Innenbelag oder den Aussenbelag zertrümmern und von der Rohrwandung lösen. Diese Vorrichtung kann insbesondere zur Reinigung der Innenwandung
EMI1.3
in der Art der Beseitigung der abgelösten Belagteilchen sowie in der Kühlung der Werkzeuge.
Beim Erfindungsgegenstande bildet der Kolbenschaft zugleich das Steuerventil. Der Kolbenschaft bewegt sich in einem Gehäuse, das dem Kolben als Zylinder dient und das von einem äusseren Gehäuse umgeben ist, so dass zwischen den beiden Gehäusen das am rückwärtigen Ende des äusseren Gehäuses eingeführte Druckmittel hindurchströmen und hierauf in das Innere des inneren Gehäuses dem Kolben gegenüber eintreten kann.
Der Kolbenschaft, der den eigentlichen Hammer bildet, ist durch den Hals des äusseren Gehäuses geführt und besitzt einen oder mehrere Querschlitze, die in eine zentrale, bis an das rückwärtige Ende des Kolbens sich erstreckende Bohrung münden, so dass, wenn das Druckmittel auf die kleinere vordere Kolbenfläche wirkt und den Kolben in seine rückwärtige Stellung drückt, die Querschlitze in das innere Gehäuse münden und demnach das Druckmittel durch die Querschlitze und die Bohrung des Kolbens hinter denselben gelangen und den Kolben vortreiben kann, bis die Querschlitze über den Hals des äusseren Gehäuses hinausreichen und das Druckmittel durch dieselben austreten kann, worauf sich der Vorgang wiederholt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt :
Fig. 1 ist ein Längsschnitt bei rückwärtiger Kolbenstellung, Fig. 3 ein Längsschnitt bei vorgeschobenem Kolben,
Fig. 3 ein Querschnitt nach x-x der Fig. 2.
Fig. 4 und 5 sind Querschnitte nach YY bzw. Z-Z der Fig. 1.
Fig. 6 ist eine Stirnansicht des inneren Gehäuses,
Fig. 7 eine Seitenansicht desselben, während die Fig. 8 und 9 den Hammer samt Kolben in Seiten-bzw. Rückansicht darstellen.
In den Fig. 10 bis 12 sind die meisselartigen Werkzeuge dargestellt.
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Fig. 15 zeigt einen Querschnitt der Fig. 14, Fig. 16 eine Vorderansicht und Fig. 17. einen Schnitt der Befestigung der Kratzwerkzeuge.
Fig. 18 stellt ein Kratzwerkzeug schaubüdlich dar, während Fig. 19 einen Schnitt und Fig. 20 eine teilweise Draufsicht auf die hammerartigen Werkzeuge zeigen.
Fig. 21 zeigt eine andere Ausführungsform der Gehäuse, Fig. 22 das äussere Gehäuse, Fig. 23 das innere Gehäuse.
Fig. 24 ist ein Querschnitt des äusseren Gehäuses nach U-U der Fig. 22, Fig. 25 ein Querschnitt des inneren Gehäuses nach V-V der Fig. 23, Fig. 26 ein Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung.
EMI2.1
ein rückwärts offenes, äusseres Gehäuse C derart geschraubt ist, dass eine Flansche 3 des Gehäuses B an dem Ende 2 des äusseren Gehäuses C dicht anliegt. Den Gewinden 4, die sich von der Flansche 3 aus auf ein kleines Stück der Gehäuselänge erstrecken, entsprechen Muttergewinde im Innern des Gehäuses C. Das Gehäuse B besitzt an seinem rückwärtigen Ende einen Kopf 5 zur Verbindung der Vorrichtung mit der Druckmittelleitung 6.
Durch den Kopf 5 führt eine Bohrung 7, von welcher Kanäle 8 und 9 in einen ringförmigen Raum 10 führen, der sich neben der Flansche 3 befindet und von dem sich in Fortsetzung der Kanäle 8 und 9 Nuten 11 und 12 erstrecken, die in einen zwischen den Gehäusen B und C gebildeten zylindrischen Raum 13 münden, so dass das Druckmittel längs dieses Raumes um die vordere Kante 14 herum in das Gehäuse B gelangen kann, aus welchem Grunde das Gehäuse B etwas kürzer als die Innenlänge des Gehäuses C ist, wodurch zwischen den Gehäuseenden ein freier Raum 15 entsteht.
Durch Schrauben des Gehäuses B aus dem Gehäuse C werden die Druckmittelwege 10, 11, 12, ferner 8, 9 freigelegt und können leicht gereinigt werden.
Der Kolbenschaft 16, von etwas geringerem Durchmesser als der eigentliche Kolben 17, ist durch eine Bohrung 18 des Halses 19 des äusseren Gehäuses C dicht geführt, und mit Querschlitzen 20 versehen, die in eine bis an das rückwärtige Ende 22 des Kolbens reichende Bohrung 21 münden. Das Vorderende 23 des Kolbenschaftes ist kegelförmig ausgebildet und wirkt auf entsprechend geformte, innere Flächen 24 von Werkzeugen 25, welche mit ihren rückwärtigen Enden 26 in einem am Vorderende des Gehäuses C angeordneten Ring 27 gelagert sind und deren vordere Teile 28 als Meisselschneiden oder als Hämmer ausgebildet sind (Fig. 19), je nachdem der Belag von der Innen-oder der Aussenfläche der Rohrwandungen entfernt werden soll.
Um die Meissel oder Hämmer leicht entfernen und auswechseln zu können, besitzen dieselben hakenförmig verbreitete Enden 30 (Fig. 10 und 11), die eine Nut 31 des verstellbaren Ringes 27 greifen, der auf dem Hals 32 des Gehäuses C aufgeschraubt ist.
Beim Betrieb des Rohrreinigers strömt das Druckmittel durch die Bohrungen 8 und 9 und längs des Raumes 13 und 15 in das Innere des Gehäuses B, gelangt durch die Querschlitze 20 des Kolbenschaftes und durch die Bohrung 21 hinter den Kolben, wobei es denselben in seine vordere Stellung (Fig. 2) treibt. Hiebei gelangt das kegelförmige Ende des Kolbenschaftes an die Flächen 24 der Werkzeuge 25 und veranlasst dieselben, sich nach aussen gegen den Belag zu bewegen, der hiedurch zertrümmert wird.
Das Druckmittel strömt sodann durch die Querschlitze 20 aus, nachdem diese über den Hals 18 getreten sind, worauf der Kolben durch den nunmehr grösseren Druck auf die kleine Ringfläche wieder in seine rückwärtige Stellung gedrückt wird, bis die
Querschlitze 20 soweit in das Gehäuse C getreten sind, dass das Druckmittel durch dieselben eintreten und durch die Bohrung 21 neuerlich hinter den Kolben gelangen kann.
Auf diese Weise folgen die Kolbenbewegungen sehr rasch aufeinander und werden auf die Werkzeuge 25 über- tragen. - Der vordere Teil 33 der Halsbohrung 18 ist erweitert (Fig. 13), wodurch bei vor- geschobener Kolbenstellung ein ringförmiger Raum gebildet wird, durch den das Druckmittel ausströmt, hierauf längs des Kegels 23 streicht und die abge1östenBelagteile durch das Rohr treibt.
EMI2.2
ist, zu verhindern, sind die Querschlitze 20, welche den Kolben steuern, derart dimensioniert und angeordnet, dass der Kolben die Rückbewegung unmittelbar antritt, sobald der Kegel 23 an die Werkzeugflächen 24 gestossen ist, so dass die Werkzeuge infolge der ihnen erteilten Be-
EMI2.3
Das äussere Gehäuse C kann mit rings um dasselbe angeordneten Kratzwerkzeugen versehen sein, deren Schneiden auf einem Kreise von etwas geringerem Durchmesser als die lichte Weite des Rohres liegen und die beim Vorschieben der Vorrichtung die etwa an der Rohrwandung noch haftenden Belagteilchen ablösen. Bei der in den Fig. 14 bis 18 dargestellten Anordnung ist das Ende des Gehäuses C zu einem Bund 35 ausgebildet, an den sich längs des Bundumfanges Kratzer 36 anlegen, die zweckmässig die Gestalt von dreiseitigen Prismen besitzen.
Die Kratzer
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
dass die. rückwärtigen Enden 30 in Ausnehmungen 51 des Ringes 17 lose hineinreichen.
Wenn nötig, kann eine Feder 52 (Fig. 1) an den Werkzeugen angeordnet sein, die dieselben nach aussen gegen die Rohrwandung oder nach innen zu drücken bestrebt ist.
Nach der in den Fig. 21 bis 25 dargestellten Ausführungsform, ist das äussere Gehäuse D mit dem rückwärtig geschlossenen, die Kanäle 8 und 9 enthaltenden Ende aus einem Stück her-
EMI3.2
angeordnet sind, dass das Gehäuse E an das geschlossene Ende 43 des Gehäuses D dicht anschliesst. Ebenso dichtet das offene Ende 44 des äusseren Gehäuses D gegen den Flansch des Gehäuses E. In dem verbreiterten Teile 40 des letzteren sind Längsnuten 4/j (Fig. 25) geschnitten, denen Öffnungen gegenüberstehen und durch die das Druckmittel aus dem ringförmigen Raum 13 in das Innere des Gehäuses E geleitet wird, damit dasselbe auf den Kolben einwirken könne.
Weitere Ausführungsformen des äusseren Gehäuses sind in den Fig. 26 bis 29 veranschaulicht, nach welchen das Gehäuse F als Rohr, und zwar vom Hals 18, in dem der Kolbenschaft geführt ist sowie vom rückwärtigen an die Druckleitung anschliessenden Kopfe G getrennt ausgebildet ist. Die Enden 46 und 47 des Gehäuses schliessen dicht an den Flansch 3 des rückwärtigen Teiles G bzw. an einen Flansch 48 des Halses 18. Das innere und das äussere Gehäuse werden beispielsweise dadurch miteinander verbunden, dass der Teil G mit Schraubengewinden 49 versehen ist, über die das offene Ende : ? C des innere Gehäuses E geschraubt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Rohrreiniger mit durch ein Druckmittel angetriebenem, selbststeuerndem Kolben, der auf radial schwingbare Werkzeuge wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus einem äusseren und einem inneren Zylinder besteht und in letzterem der vorteilhaft hohle, mit für den Ein-und den Auslass dienenden Schlitzen versehene Kolben geführt ist, wobei das Druckmittel durch den von den beiden Zylindern gebildeten Raum vorströmt, durch die Schlitze auf die Rückseite des Kolbens gelangt und am Ende des Kolbenhubes durch die Schlitze vor dem Gehäuse ausströmt.