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Kontrollkasse.
Gegenstand der Erfindung ist eine Kontrollkasse, bei welcher ausser den üblichen Kontrollstreifen ein besonderer Gegenkontrollstreifen vorhanden ist.
Bei den Laden-Kontrollkassen ist es allgemein üblich, dass dem Käufer eine Quittung über einen von der Kasse angezeigten und addierten Betrag übergeben wird. Gleichzeitig ist an den Kassen ein Kontrollstreifen vorhanden, auf welchem die einzelnen Geschäftsvorgänge verzeichnet werden. Es hat sich nun in der Praxis als notwendig herausgestellt, dass festgestellt werden kann, ob die für den Käufer bestimmte Quittung von der Maschine bedruckt wurde oder nicht. Bei den Kontrollkassen, bei welchen die Quittung von einer in der Kasse befindlichen Papierrolle abgetrennt wurde, hat man durch eine Numeriervorrichtung versucht, eine Vorrichtung einzuführen, durch welche nachträglich festgestellt werden kann, wie viele Quittungen erteilt wurden.
Diese Vorrichtungen versagen jedoch alle vollständig bei Kassen, bei welchen besondere Quittungszettel, z. B. Rechnungen oder sonstige Formulare, erst in die Maschine eingelegt werden, denn der Aufdruckmechanismus funktioniert bzw. das Numerierwerk zählt weiter, gleichgiltig ob der Druck auf einem Formular zum Abdruck gelangte oder nicht.
Wenn nun in einem Geschäft oder bei einer Behörde der die Kasse Bedienende mit der Behauptung auftrat, er habe während der Bedienung der Kasse irrtümlich vergessen, das Formular einzulegen und es musste deshalb die Kasse, um dafür eine Belastung des gedruckten Betrages anerkennen zu können, nochmals bedient werden, so fehlte gegenüber einer derartigen Behauptung jede Möglichkeit, einwandsfrei festzustellen, ob die Quittung wirklich irrtümlich unterlassen wurde oder ob doch eine maschinelle Quittung einem Dritten erteilt und das nunmehrige Duplikat widerrechtlich angefertigt wurde. Bei grösseren, wie z.
B. behördlichen Betrieben, ist es vollständig unmöglich, etwa alle im Geschäftsverkehr stehenden Personen aufzufordern, einmal alle Quittungen vorzulegen, um fest-
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Betrag von M. 32-50 irgend jemand erteilt worden ist oder nicht.
Diese Ungewissheit besteht üherall da, wo die Einnahmen nicht durch ein vorher festgesetztes Soll sich nach und nach in zu mahnende Restbestände erledigen.
Vorliegende Erfindung soll nun dieser Unsicherheit Abhilfe schaffen.
In der Zeichnung ist eine schematische Ausführungsform als Beispiel dargestellt.
Der Typenträger 1 ist mit den Typen 2 und 3 versehen. Die Typen 2 bedrucken den Kontrollstreifen 4, die Typen 3 bedrucken die in den Papierschacht 5 eingeführte Quittung. Hinter dem Papierschacht ist ein zweiter Kontrollstreifen 6 angeordnet.
Wird nun die zu bedruckende Quittung in den Papierschacht 5 eingeführt und die Kasse angetrieben, so erfolgt in bekannter Weise durch Abdruck der Typen 2 und 3 des Typenträgers 1 ein Abdruck auf dem Kontrollstreifen 4 und auf der in den Papierschacht 5 eingelegten Quittung. Ein Abdruck auf dem Kontrollstreifen 6 ist jedoch nicht erfolgt. weil die Quittung zwischen den Typen 3 und dem Gegenkontrollstreifen 6 gedruckt wurde.
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Hat jedoch der die Kasse bedienende Beamte das Einlegen der Quittung übersehen, 80 erfolgt der Abdruck auf dem Kontrollstreifen 4 und auf dem Gegenkontrolistreifen 6 gleichlautend. Die Behauptung des Beamten, dass die Quittung versehentlich nicht eingelegt war, ist also durch die Kasse selbst bestätigt.
Durch die Anordnung dieser Gegenkontrolle kann also der Beamte, wenn er einmal versehentlich die Quittung nicht einlegte, ohneweiters die Kasse noch einmal mit ein- gelegter Quittung bedienen, da die Aufdrucke des Gegenkontrollstreifens 6 ihm bei der abendlichen Abrechnung zur Entlastung dienen für die versehentlich unterlassenen Quittungen.
Selbstverständlich ist es für das Wesen der Erfindung ganz gleichgiltig, ob die Abdrucks au extra von Hand eingelegten Quittungen oder auf von der in der Maschine laufenden Streifenrolle abgetrennten Quittungen erfolgen sollen. Ebenfalls ist es gleichgiltig, ob das gewöhnliche Kontrollstreifendruckwerk 4 wegfällt und die Kontrolle lediglich durch die Totaladdition erfolgt, während die Gegenkontrolle durch ein besonders angeordnetes Gegenkontrollwerk 6 erfolgt, welches dann in Tätigkeit tritt, wenn die Bedruckung einer Quittung unterblieben ist.
PAtENT-ANSPRÜCHE :
1. Kontrollkasse mit Quittungsdruckwerk, dadurch gekennzeichnet, dass ausser dem üblichen Kontrollstreifen, auf welchem in bekannter Weise die Registrierung aller Vorgänge erfolgt, ein besonderer Gegenkontrollstreifen vorhanden ist, welcher nur bedruckt wird, wenn ein Bedrucken der für den Käufer bestimmten Quittung unterblieben ist.