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silo.
Es gibt eine grosse Anzahl von Massengütern, deren einzelne Teile durch Aufspeicherung und Lagerung im Silo aneinander haften, so dass bei Öffnung des Silos das Gut nicht von selbst ausfällt. Es bilden sich vielmehr innerhalb der Masse Brücken und Verbindungen, welche dem Druck der darüber liegenden Teile widerstehen, weil die Masse besonders im unteren, meistens konischen Teile des Silos gegen die Wandung gepresst wird. Es bedarf dann immer der Nacharbeit von Hand, um einen solchen Silo zu entleeren.
Nach vorliegender Erfindung werden in dem Augenblick der Öffnung des Silos die Querschnitte, insbesondere diejenigen in dem unteren Teil, also da, wo der grösste Druck herrscht und wo andererseits durch die Formgebung des Silos an sich schon eine Querschnittverringerung eintritt, vergrössert, so dass nunmehr unter dem Druck der darüber liegenden Masse in dem Augenblick der Querschnittserweiterung eine Verschiebung der Masse innerhalb der einzelnen Querschnitte eintreten muss. Diese Querschnittsverschiebung wird dadurch erreicht, dass man einen Teil der Wand oder auch die ganze Wand des Silos in irgendeiner Weise um ein bestimmtes Stück nach aussen bewegt.
Damit werden alle Widerstände, die innerhalb jedes einzelnen Querschnittes entstehen, aufgehoben und die Masse entleert sich aus dem Silo in der gleichen Weise wie ein Material, welches diese zusammenhängende Eigenschaft nicht besitzt.
Die Zeichnung stellt in Fig. 1 einen Doppelsilo, in Fig. 2 einen mehrzelligen Silo dar.
Der Silo besteht aus den beiden Zellen a und b, zwischen denen die Trennungswand c an-
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vorgesehen, die durch Bodenklappen abgeschlossen wurden. Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die Zwischenwand nicht wie bisher üblich feststehend angeordnet, sondern die ganze oder auch ein Teil der Wand ist um den Zapfen d drehbar.
Da nun die Silos z. B. bei der Kalksandsteinfabrikation nicht gleichzeitig, sondern nacheinander gebraucht werden, so kann man den beweglichen Teil cl der Wand zum Abschluss beider Öffnungen benutzen und dabei die Einrichtung noch so treffen, dass einmal Bodenschieber entbehrlich sind und dass man statt der ursprünglichen halben Öffnungen für jede Silozelle die ganze Öffnung zur Verfügung hat. Denkt man sich beispielsweise die rechte Zelle gefüllt, so muss die Wand ei ebenfalls in ihrer äussersten rechten Lage sein und die Zelle absperren. Bewegt man die Wand nun von rechts nach links, so vergrössern sich in dem Teil des Silos, der unterhalb des Drehpunktes d liegt, die Querschnitte, und zwar nimmt bei der vorliegenden Anordnung die Ver-
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über.
Durch die Bewegung der Wand wird aber das Gefüge, das sich durch das Lagern der Masse in der Silozelle gebildet hat, zerstört, und die ganze Masse kann ungehindert auslaufen, wobei die erweiterte Querschnittsöffnung noch von grossem Vorteil ist.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform, bei welcher mehr als zwei Zellen vorhanden sind, kann man die Ausflussöffnung noch dadurch wesentlich vergrössern. dass man die drehbare Wand c beim Öffnen der Zellen a und Abschliessen der Zellen b in eine etwa parallele Lage zu der feststehenden Wand bringt, wie dieses punktiert angedeutet ist ; die Silozelle hat dann auf dem ganzen Querschnitt dieselbe Breite. Es muss dabei betont werden, dass wenn die Zelle a geöffnet und die Zelle b geschlossen ist, die Wand c nicht nur als Wand für die zweite Zelle aufzufassen ist, sondern sie dient auch noch für die entleerende Zelle a als Wandfläche, da sie eine bestimmte Lage hat und also seitliche Bewegungen des Gutes begrenzt sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Silo, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Wandung oder eine ganze Wandfläche nach aussen beweglich angeordnet ist, um im Augenblicke der Entleerung der Zelle eine Quer- schnittveränderung herbeiführen zu können.
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