AT514104A1 - Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug - Google Patents

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AT514104A1
AT514104A1 ATA50238/2013A AT502382013A AT514104A1 AT 514104 A1 AT514104 A1 AT 514104A1 AT 502382013 A AT502382013 A AT 502382013A AT 514104 A1 AT514104 A1 AT 514104A1
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staircase
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ATA50238/2013A
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Martin Ing Kronabeter
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Siemens Ag Oesterreich
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    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
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    • B61D19/02Door arrangements specially adapted for rail vehicles for carriages
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Abstract

Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug (1), umfassend eine Treppe (2), wobei das Schienenfahrzeug (1) im Bereich einer seitlichen Passagiertüröffnung mit einem Befestigungspunkt (6) für eine Zugstrebe (3) ausgestattet ist und unterhalb der Passagiertüröffnung mit einem Befestigungspunkt (5) für eine Treppe (2) ausgestattet istund wobei die Treppe (2) in Gebrauchslage parallel zur Fahrzeuglängsrichtung angeordnet ist und die Zugstrebe (3) sowohl mit dem zugeordneten Befestigungspunkt (6) im Bereich der seitlichen Passagiertüröffnung als auch mit einem Befestigungspunkt (7) an der obersten Trittstufe der Treppe(2) verbunden ist.

Description

20:122..8250:
Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug 5 Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein NotausstiegsSystem für ein Schienenfahrzeug, insbesondere für ein Passagierschienenfahrzeug. 10
Stand der Technik
Die Passagiere von Schienenfahrzeugen verlassen in Notfällen 15 das Schienen!uhrzeug üblicherweise über die für den normalen Betrieb vorgesehenen Einstiege oder über stirnseitige, auch durch die EahrzeügfÜhrerkabine führende Not.ausst. ieqswege. Ist eine Evakuierung auf freier Strecke erforderlich, so ist der Niveauunterschied zwischen dem Passagierraumboden und dem 20 Gleisbett- bzw. dem Tunnelbödenniveau zu überbrücken. Diese Überbrückung bei stirnseitigem Ausstieg erfolgt typischerweise mittels ausk appbarer Rampen, Treppen oder ähnlichen Einrichtungen weiche in eine Notausstiegstür integriert Sind. Dabei ist auch eine unmittelbare Evakuierung 25 der Passagiere in ein weiteres Schienenfahrzeug möglich, wobei die Passagiere das weitere Schienenfahrzeug über eine stirnseitige brückenartige Übergangseinrichtung erreichen können. Ist keine stirnseitige Evakuierung möglich, so müssen die Passagiere: das; Fahrzeug über die seit liehen Einstiege: 30 verlassen. Dazu Sind oft senkrechte Leitern am Wagenkasten angebracht. Ein Ausstieg Uber diese Leitern ist jedoch schwierig und sehr vetlebzungsträchig, bzw:. für ältere oder gebrechliche Personen unmöglich. In einer Notfallsituation, beispielsweise einem Fahrzeughrand kann diese Gefährdung in 2/19 1 20122825 0:
Kauf genommen werden, ist das Fahrzeug jedoch nur z.B. aufgrund eines technischen Versagens öder Stromausfalls auf freier Strecke liegengeblieben, so ist das
Gefährdungspotential bei einem Ausstieg meist zu hoch. Sollen 5 bei so einer Betriebsunterbrechung die Passagiere das
Fahrzeug verlassen können,, stehen gemäß dem Stand der Technik keine geeigneten Einrichtungen zur Verfügung. Die aus der Luftfahrt bekannten Notrutschen sind insbesondere in Tunneln ungeeignet und bergen auch, ein hohes Verletzungsrisiko:.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein 15 Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug anzugeben, welches einen Passagiere US stleg auf freier Strecke, insbesondere auch in Tunneln erlaubt, wobei ein sicherer und gefahrloser Ausstieg auf das Gleisbett- bzw. Tunnelbodenniveau möglich ist. 20
Die Aufgabe wird durch ein Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug mit den Merkmalen dos Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand untergeordneter 25
Dein Grundgedanken der Erfindung nach wird ein Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug beschrieben, welches eine Treppe umfasst, wobei das Schienenfahrzeug im Bereich einer seitlichen Passagiertüroffnung mit einem 30 Befestigungspunkt für eine Zugstrebe ausgestattet ist und unterhalb der Passagiertüröffnung mit einem Befestigungspunkt für eine Treppe ausgestattet ist. und wobei die Treppe in Gebrauchslage parallel zur Fahrzeuglängsrichtung angeordnet 3/19 2 20122,8250: ist und die Zug strebe: sowohl mit: dem zugeordneten BelesiigüngSpUnkt im Bereich der seitlichen Passagiertünöffnung als auch mit einem Befestigungspunkt: an der obersten Trittstufe der Treppe verbunden ist.
Dadurch, ist der Vorteil erzielbar.,· eine Aus Stiegsmöglichkeit aus einem Schienenfahrzeug schaffen zu können, welche die größtmögliche Bequemlichkeit bietet und dabei auch bei beengten Platzverhältnissen, beispielsweise in einem Tunnel eingesetzt werden kann.
Erfindungsgemäß ist eine Treppe vorgesehen, weiche: wesentlich sicherer begehbar ist als die: bei. Notausstiegen, oft gebräuchlichen schrägen Rampen, oder Leitern. Die Breite und Stufenhöhe, einer Treppe ermöglicht es: praktisch, allen Passagieren das Fahrzeug ohne: nennenswerte: Schwierigkeiten zu verlassen. Allenfalls stark bewegungseingeschränkte Passagiere (Rollst.uh 1 fahrer) können das erfindungsgemäße Notausstiegssystem nicht ohne fremde Hilfe nutzen.
Die Treppe und die weiteren Bauteile des Notausstiegssystems können in einer Ruhepos i Li on in geeigneten Halteeinrichtungen im Untergestell des Schienenfahrzeugs verstaut sein. Der Aufbau des Systems erfolgt vorbei l.hafterwo i so ausschließlich durch das darin geschulte Bahnpersonal.
Das erfindungsgemäße Notausstiegssystem umfasst eine Treppe und einen Befestigungspunkt für diese Treppe. Dieser Befestigungspunkt ist vorteilhafterweise unterhalb der Türöffnung einer seitlichen Passagiertüre angeondnet und Umfasst mittel zur lösbaren Befestigung der Leiter. Beispielsweise: sind als Befestigungspunkt Bohrungen oder Haken geeignet, in welche entsprechende Gegenstücke an der 2 Ql22 8250
Treppe eingreifen, Der Befestigungspunkt für die Treppe kann auch mehrere geeignete: Befestigungsmittel umfassen.
Zur Aufnahme und, Einleitung' der Gewichtskräfte der Leiter und der darauf befindlichen 'Personen ist eine Zugstrebe 5 vorgesehen, weiche diese Kräfte von einem Befestigungspunkt an der obersten Treppenstuf© aufnimmt und an den Wagenkasten des Schienenfahrzeugs: übermittelt. Dazu ist Wagenkastenseitig ein Befestigungspunkt vorzusehen, an welchem die Zugstrebe lösbar befestigbar ist. 10
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, den Befestigungspunkt für die Zugstrebe an einer Griffstange im Passagierraum, in unmittelbarer Nähe der Türöffnung anzuordnen. Da Griffstangen zur Aufnahme beträchtlicher 15 Kräfte geeignet sind, können auch diese Gewichtskräfte eingeleitet werden. ln weiterer Fortbildung der Erfindung empfiehlt es sich, eine Druckstange vorzuschon, welche die Funktion der Zugstrebe 20 unterstützt und die Gewichtskräfte der Leiter und der darauf befindlichen Personen zusätzlich zu der Zugstrebe in das Untergestell des Schienen!ahrzeugs- leitet. Dazu ist schienenfahrzeugseitig ein Befestigungspunkt für diese Zugstrehe, vorteilhafterweise unterhalb der Türöffnung 25 vorzusehen und die oberste Treppenstufe der Treppe mit einem geeigneten Befestigungspunkt für die Druckstange auszustatten. Solcherart ist der Vorteil erzielbar, größere Kräfte in das Schienenfahrzeug einleiten zu können und bei Versagen einer der beiden Stangen ein Abfallen der Treppe 30 verhindern zu können.
Es ist vorteilhaft, alle: Befestigungspunkte mit automatisch einrastenden Verbindungselementen mit Öffnungssicherung 5/19 4 201228250 (beispielsweise foderbelastete Rastbolzen) auszustatten. Solcherart kann ein zufälliges öder unbedachtes Lösen der Verbindungen und somit ein Abfallen einer Treppe aus der Gebrauchsposition verhindert werden. 5
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, die Treppe; mit einem Handlauf zu versehen. Dieser Handlauf kann entweder an geeigneten Befestigungsmitteln an der Treppe lösbar befestigt sein oder fest mit der Treppe verbunden 10 Sein, in zweitgenannter Lösung ist es besonders vorteilhaft, den Handlauf faltbar zu gestalten, sodass er nach erfolgter Montage der Treppe und der Zugstrebe und ggf. der Druckstange hur mehr aufgerichtet und fixiert werden muß. 15
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Es zeigen beispielhaft!
Schritt 1. Schritt 2. Schritt 3. Schritt 4. Schritt 5. 20
Fig.l Aufbau eines Notausstiegssystems: ^ Fig. 2 Aufbau eines Notäusstiegssystems -Fig. 3 Aufbau eines Notäusstiegssystems -Fig.4 Aufbau eines Notäusstiegssystems: -Fig.5 Aufbau eines Notäusstiegssystems - 25 30 Fig.1 zeigt beispielhaft und schematisch den Aufbau eines Notäusstiegssystems - Schritt 1. Es ist eine Schrägansicht auf einen Einstiegsbereich eines Schienenfahrzeugs 1 dargestellt wobei die PaSsagierraumtüren geöffnet sind. Im: 6/19 5 201228250
Passagierraum ist in unmittelbarer Nähe der Türöffnung eine Bandsfange 10 senkrecht angeordnot. Niese Handstange 10 umfasst einen Befestigungspunkt &, an welchem eine Zugstrebe 3 befestigt ist. Nies stellt den ersten Schritt des Au f'baus 5 eines Notausstiegssystems dar. Ein Befestigungspunkt 5 ist unterhalb der Türöffnung ungeordnet., an welchem: in den nächsten Aufbauschritt eine Treppe 2 angeordnet wird. Eine Leiter 12 ist an dem Wagenkasten des Schienenfahrzeugs 1 ungeordnet und dient dem Ausstieg des Betriebspersonals b/.w. 10 dem Notausstieg in akuten Situationen, bei welchen keine Zeit für den Aufbau des Notausstiegssystems verble i bt.
Fig.2 zeigt beispielhaft und schematisch den Aufbau eines: Notausstiegssystems - Schritt 2. Es ist das Schienenfahrzeug 15 1 aus: Eig. 1 dargestellt, wobei eine Treppe 2 an dem
Befestigungspunkt 5 lösbar befestigt ist und die Zugstrabe 3 mit einem Befestigungspunkt 7 an der obersten Treppenstufe der Treppe 2 in Eingriff ist. Nie Treppe 2 weist an ihrem unteren Ende Largenausq1oichse.i nrichtungcn 11 auf, welche es 20 gestatt er. auch bei unebenen Boden eine sichere Auflage und konstante Neigung der Treppe 2 sicherzustellen.
Fig.3 zeigt beispielhaft Und schematisch den Aufbau eines Notausstiegssystems - Schritt 3. Es ist das Schienenfahrzeug 25 1 aus Fig.2 dargestelit, wobei eine Brucks lange 4 zwischen einem wagenkastenseitigen Befestigungspunkt 8 und einem Befestigungspunkt 9 an der obersten Stufe der Treppe 2 angeordnet ist. Nieser Schritt stellt eine; Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Notausstiegssystems dar, da die 30 Bruckstange 4 eine zu sä t.z 1 i che Stabilität bietet, welche nicht in allen Einsatzgebieten der Erfindung erforderlich ist. 7/19 6 201228250
Fig.4 zeigt beispielhaft und schematisch den Aufbau eines NotausstiegsSystems - Schritt 4. Es ist das Schienenfähfzeug 1 aus Fig.3 dargestellt, wobei ein Handlauf 13 aufgebaut ist. Dieser Handlauf 13 ist in einem ersten Aufbauschr i tt gezeigt. Dabei sind die senkrechten Stützen des Handlaufs 13 aufgerichtet, welche fest aber drehbar mit der Treppe 2 verbunden sind. Vorteilhafterweise: erfolgt diese Verbindung über ein automatisch einrastendes Gelenk, welches bei Erreichen einer senkrechten Position der Stützen selbsttätig einrastet. Die senkrechten Stützen können alternativ dazu auch getrennt von der Treppe gelagert sein und beim Einsatz in geeigneten Aufnahmemitteln, z.B. Bohrungen in der Treppe montiert werden.
Fig.5 zeigt beispielhaft und schematisch den Aufbau eines Notausstiegssystems - Schritt 5, Es ist das Schienenfahrzeug 1 aus Fig.4 dargestellt, wobei der Handlauf' 13 fertiggestellt ist* Dabei ist eine Handgriffstange an den senkrechten Stützen. lösbar befestigt:·: Fig. 5 stellt den fertiggestellten Aufbau eines erfindungsgemäßen Natausstiegssystems; dar. Der Abbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. 8/19 7 201228250
Liste der Bezeichnungen 1 Schienen!ahrzeug 2 Treppe 3 Zugstrebe 4 Druckstange 5 Befestigungspunkt für Treppe wagenseitig 6 Be f e s t i gungspunkt für Zugstrebe wagenseitig 7 Befestigungspunkt für Zugstrebe treppenseitig 8 Befestigungspunkt für Druckstange wagenseitig 9 Befestigungspunkt für Druckstange treppenseit 10 Handstange 11 Langenausgleichseinriehtung 12 Leiter 13 Handlauf 9/19 8

Claims (6)

  1. 201228250: Patentansprüche 1. Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug (1), umfasSend: eine Treppe (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Schienenfahrzeug (1) im Bereich einer seitlichen Passagiertüröffnung mit einem Befestigungspunkt (6) für eine Zugstrebe (3) ausgestattet ist und unterhalb der Passagiertüröffnung mit einem Befestigungspunkt (5) für eine: Treppe ausgestattet ist, wobei die Treppe (2) in Gebrauchsläge· parallel zur Fahrzeuglängsrichtung ungeordnet ist und die Zugstrebe (3) sowohl mit dem zugeordneten Befestigungspunkt (5) im Bereich der seitlichen Passagiertüröffnung als auch mit einem BefestigüngSpunkt (7) an der obersten Trittstufe der Treppe (2) verbunden ist.
  2. 2. Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schienenfahrzeug unterhalb der seitlichen Passagiertüröffnung einen Befestigungspunkt (8) für eine Druckstange (4) aufweist,: wobei in Gebrauchs läge der Treppe (2) die Druckstange (4) sowohl mit einem Befestigungspunkt (9) an der obersten: Trittstüfe der Treppe {2} als auch mit dem Befestigungspunkt (8;) unterhalb der seitlichen Pass agier türöf fnung; verbunden ist.
  3. 3. Notausstiegssystem für ein Schienen fahr zeug .(.1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die. Treppe (2) mit einem. Handlauf (13) ausgestattet ist. 201228250
  4. 4. NotaussL i egssystern für ein Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Treppe (2) mit mindestens einer Längenausgleichseinrichtung (11) ausgestattet ist.,
  5. 5. Notausst:iegssystern für ein Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Treppe (2), die Zugstrebe (3) öder die Druckstange (4) bei Nichtgebrauch jeweils in einer Haltevorrichtüng im Untergestell des Schienenfährzeügs (1): angeordnet sind.
  6. 6. Notausstiegssystem für ein Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungspünkt (6) für die Zugstrebe an einer Handstange: (10) angeordnet ist.
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