AT50304B - Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit von Getreide. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit von Getreide.

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Johann Georg Ferdinand Dombach
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Johann Georg Ferdinand Dombach
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  Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit von Getreide. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit von Getreide jeder Art, z. B. von   gesunden,   aber an sich nicht genügend backfähigem Getreide, oder von Ge-   treide,   das minderwertig geworden ist, wobei das Verfahren darin besteht, dass das Getreide (z.   B.   Weizen, Roggen, Hafer) ohne jeden Zusatz regenerierender Körper (z. B.

   Malz) oder anderer Beimengungen einen teilweisen, d. h. nicht bis zu der mit einer Spitzenbildung verbundenen salzbildung durchgeführten   Keimungsprozess   unterworfen wird. 
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 schliesslich minderwertiger Getreide erzielt werden,
Der Keimungsprozess wird nach dem vorliegenden Verfahren nicht soweit geleitet, dass Malz entstehen kann, und zwar deshalb nicht, weil durch Zusatz von Malz die Farbe und die Qualität des Gebäckes nachteilig beeinflusst wird, indem Malz das Mehl färbt und das mit Malz behandelte Gebäck nach Verlassen des Ofens   zusammenfällt.   



   Das Verfahren wird am vorteilhaftesten dadurch durchgeführt, dass man dasselbe in zwei getrennte und sodann miteinander verbundene Operationen zerlegt, und zwar derart, dass man einen Teil des Getreides, z. B. eine kleinere Menge dem   Schwellungs- oder Keimungsprozess   
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 nicht unterworfen wird. 



   Das dem   Schwellungs- oder Keimungsprozess   nicht unterworfene Getreide wird in der Weise behandelt, dass dasselbe 
1. einer Vorreinigung,
2. darauffolgendem, mehrfachem Waschen und
3. Trocknen unter.   Anwende'm starkei   Ventilation unterworfen wird. 



   Alle bisherigen älteren Arbeitsmethoden verlegen den Hauptreinigungsprozess für die Reinigung des Getreides auf das Schälen und Spitzen demselben unter Verwendung geeigneter   Spezialmaschinen.   



   Nach der vorliegenden Erfindung   entfall S   Schälen und Spitzen vollständig, weil der Efrinder die Erfahrung gemacht hat, dass dadurch die Getreidekörner vielfach beschädigt und gebrochen werden. 



   Die neue Methode bezweckt folgendes :
Die alte Reinigungsmethode schälte und spitzte das Getreide, aber die Schal-und Spitz- 
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 und in diesem Zustande zwischen die mahlwalze zu bringen. Nach dem vorliegenden Verfahren wird ein Teil der Aussenhülse des Getreides mit den anhaftenden Verunreinigungen durch wiederholtes Waschen teilweise entfernt ; durch darauffolgendes intensives Trocknen bei niedriger Temperatur springen die noch zurückgebliebenen Hülsenteile ab (lösen sich los), ein starker, vorgewärmter Luftstrom saugt aus den Weizenkörnern die Wasserdämpfe und die losgelösten Hülsenteile ab und das Getreide wird in die Silos geführt. 

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 gehen der gebrochenen Weizenkörner ausgeschlossen ist, wodurch die Mehlausbeute erheblich erhöht wird. 



   Das Hauptgewicht der Reinigung wird nach dem vorliegenden Verfahren auf das wiederholte energische Waschen und auf den   Trockenprozess   gelegt.   i)     Schwellungs-oder Keimungsverfahren   wird so geleitet, dass nur eine teilweise Schwellung 
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 keimt werden soll-deshalb besonders schnell   durchgeführt   werden, weil Weizen leicht und schnell in Gärung übergeht. 



   Zur Beschleunigung des Verfahrens kann der Weich- und Schwell oder Keimprozess zweck- 
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   Nunmeht werden die so vorbehandelten nicht geschwellten oder gekeimten und geschwellten oder gekeimten Getreidesorten miteinander vermischt, gemeinschaftlich gebürstet bzw. poliert und vermahlen. 



    Zur Durchführung des Weich-und Schwell-oder Keimverfahrens dienen besondere Apparate. 



  Dieselben sind in der mitfolgenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt :  
Fig. 1   einen fahrbaren Weich-und Schwell-oder   Keimapparat, wobei das Weichen und Schwellen oder Keimen in einem und demselben Behälter vor sich geht, in sogenannter   Zylindo'-   Trichterform, kreisförmig mit Rollengang, verschiebbar auf Schienen angeordnet, teilweise in Ansicht und teilweise im Vertikalschnitt,
Fig. 2 denselben im   Grundriss,  
Fig. 3 einen Apparat mit getrennten Weich- und Schwell- oder keimbehältern, wobei die ersteren feststehend und die letzteren fahrbar ausgebildet sein können. 



   Fig.-4 denselben im Grundriss. 



   In der Zeichnung sind die Weich- bzw. Schwell- oder Keimbehälter mit a bezeichnet. Diese sitzen entweder in dem aus den Trägern   d   gebildeten Gestell fest   oder können vermittelst der     Räder odei Rollen b   auf den Schienen c drehbar angeordnet werden   (Fia.   4 und 3). 



   Die Apparate sind als   kontimlic. Uc h   arbeitende gedacht, derart, dass eine Anzahl in geeigneter Weise, etwa im Kreise, in Serien oder Etagen über oder tinte einander angeordneter Apparate 
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   Das Vorrücken der Apparate nach dem Auslauf zur Trocknerei kann auf beliebige Weise,   evehtuell   durch periodischen selbsttätigen Antrieb erfolgen und zweckmässigerweise wird man die Apparate auf Schienen oder auf einer Drehscheibe laufen lassen. 



   Wie schon erwähnt, dienen die Behälter nach Fig. 1 und 2 sowohl zum Weichen wie auch zum Schwellen oder Keimen. Zu diesem Zweck sind dieselben an der Unterseite mit Ventilen besonderer Konstruktion versehen. Während der Weichperiode muss der Behälter   selbstverständlich   wasserdicht abgeschlossen sein : nach dem erfolgten Weichen muss die   Weiehflüssigkeit   ablaufen 
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 beliebigen anderen zur Dichtung geeigneten Masse abgedeckt ist. Diese Ventilunterplatte kann unabhängig von dem oberen Ventil geöffnet werden. Das obere Ventil besteht aus einem von grossen Löchern durchbohrten Ventilsitz)', der seinerseits an der Oberseite durch ein siebartiges Flechtwerk s, z. B. Gaze, abgedeckt ist. 



   Diese Abdeckung der   grobdurchlochten Ventilplatte gestattet   der Weichflüssigkeit, abzulaufen, ohne dass dadurch auch das Getreide mitgenommen wird. Wäre das obere Ventil nur 
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 ein gutes Arbeiten verhindern. 



   Während der Weichperiode sind also beide Ventile geschlossen : während des Ablaufens der Weichfliissigkeit ist das untere Ventil geöffnet,   während   der   Schwell-oder Keimperiode sind   wieder beide Ventile geschlossen und nach erfolgter Schwellung oder   Keimung   wird das obere Ventil und damit das daran verbundene untere Ventil geöffnet. 
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 schuh l, in den das feuchte Getreide   abläuft. Die Art   der   Anhäufung   ist dabei   punktier ver-   anschaulicht. 



   In Fig. 3 und 4 zeigt   II die W. eichbehiilter während   der   Weichperiode. F das Entteeren   der oberen Behälter nach erfolgtem Weichen sowie das Ablaufen der   Weichrlüssigkeit   aus den 
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   oder Keimung und 7 das Ablaufen   des Getreides in den Schüttelschuh nach erfolgter Schwellung   oder keimung.Da die Ventile der Schwellungs- oder Keimungsbehälter in derselben Weise aus   
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 unteren zur Schwellung und keimung eienenden Behälter geführt. Es genügt alsdann, diese   behälter mit   einem einzigen vollen Ventil zu   versehene auch können dieselben dann feststehend   angeordnet sein. 



   Diese Konstruktion, wie sie in Fig. 5 und 6 veranschaulicht ist. wird besonders zweck- 
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Claims (1)

  1. zu vermählenden, dem SchwcHungs-oder Keimungsproxess nicht unterworfenenen Getreide eine geschwel1te oder gekeimte, dem ürade der gewünschten Backfahigkeit entsprechende Menge EMI3.8 <Desc/Clms Page number 4> eventuell kleinere und der erstercn zuzusetzenden Getreidemenge der Vorreinigung, wiederholter Waschung und Schwellung oder Keimung und darauffolgender Trocknung und Kühlung unter- EMI4.1 faches Waschen und intensives Trocknen der gewaschenen Körner bei niedriger Temperatur unter gleichzeitigem Behandeln derselben mit einem kräftigen, mässig vorgewärmten Luftstrom und darauffolgendem Kühlen erfolgt, zum Zwecke,
    die Getreidekörner vor Beschädigung durch das Schälen zu bewahren und dieselben im ganzen Zustande der Vermahlung zuzuführen und dadurch eine höhere Ausbeutung an Mehl zu erzielen.
    5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, da, S das Schwell-oder Keimverfahren so geleitet wird, dass ein Ausschwellen oder Auskeimen der Getreidekörner vermieden wird.
    6. Zur ununterbrochenen Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5 ein dem Weichund Schwell-oder Keimprozess dienender Apparat, gekennzeichnet durch eine Anzahl hintereinander oder übereinander angeordneter Behälter a, a derart, dass in den einzelnen hintereinander geschalteten Kolonnen oder Kolonnenpaaren der Weich- und Schwell- oder Kermprozess mit Anwendung von Druckluft so geführt wird, dass während in der einen Kolonne oder dem einen Kolonnenpaare der Weichprozess eingeleitet wird, die nächste Kolonne sich im Schwellungs- oder Keimungsstadium, die dritte in fast beendigtem Schwellungs- oder Keimungszustamk und die vierte in dem der Entleerung befindet. EMI4.2 reinlichkeiten abzuspülen.
    8. Bei der Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7 eine Vertilanordnung, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus einer unteren vollen Ventilplatte und aus einer oberen durchlochten Platte (r) besteht, wobei das untere Ventil unabhängig von dem oberen Vertil geöffnet werden kann, zum EMI4.3 bei Bedarf die Weichflüssigkeit ablaufen lassen und das Weichgut nach Öffnen beider Ventile abführen zu können.
AT50304D 1908-11-09 1908-11-09 Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit von Getreide. AT50304B (de)

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