AT4778U1 - Anordnung von putz-eckleisten an einer bauwerksecke - Google Patents

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AT4778U1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Anordnung von Putz-Eckleisten (10) an einer vertikalen oder einer horizontalen Bauwerksecke (2), insbesondere einer mit Wärmedämmung (8) versehenen Bauwerksecke (2). Eine leichte Handhabung und eine sichere Herstellung wird dadurch erreicht, dass mindestens an einer Stelle der Bauwerksecke (2) zwischen zwei aneinander anschließenden Eckleisten (10) ein erster Steckzapfen (24) als Fluchtungsausrichtungshilfe vorgesehen ist; und dass mehrere zweite Steckzapfen (20) als Fixierungshilfe Eckleiste/Bauwerk vorgesehen sind.

Description


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  Die Erfmdung bezieht sich auf eine Anordnung von Putz-Eckleisten an einer vertikalen oder einer horizonta- len Bauwerksecke, insbesondere einer mit Wärmedämmung versehenen Bauwerksecke. 



  Es ist bekannt, an Bauwerksecken vor dem Verputzen Putz-Eckleisten anzubringen, so dass eine optisch einwandfreie, gerade Putzkante entsteht und der Putz an der Bauwerksecke weniger beschädigungsempfind- lich ist. Ganz besonders bei mit Wärmedämmung versehenen Bauwerksecken sind solche Putz-Eckleisten empfehlenswert, weil die Putzkante über der vergleichsweise nachgiebigen Wärmedämmung beschädigungs- empfindlich ist. Unter "Bauwerksecke" werden diejenigen Stellen des Bauwerks verstanden, wo eine Fläche mit Winkeländerung mit einer anschliessenden Fläche zusammenstösst. Besonders typische Beispiele sind eine vertikale Aussenwand-Ecke, eine Ecke beim Übergang von einer Aussenwand in eine Fensterlaibung und der Übergang von einer Aussenwand in die Decke einer Loggia (um eine horizontale Bauwerksecke zu nennen). 



  Der Erfmdung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten Art verfügbar zu machen, die sich besonders bequem am Bau handhaben lässt und die Voraussetzung für eine einwandfreie Putzkante schafft. 



  Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Anordnung von Putz-Eckleisten dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an einer Stelle der Bauwerksecke zwischen zwei aneinander anschliessenden Eckleisten ein erster Steckzapfen als Fluchtungsausrichtungshilfe vorgesehen ist; und dass mehrere zweite Steckzapfen als Fixierungshilfe Eckleiste/Bauwerk vorgesehen sind. 



  Durch den ersten Steckzapfen bzw. die ersten Steckzapfen werden die jeweils zwei aneinander anschliessen-    den Eckleisten praktisch selbsttätig fluchtend miteinander ausgerichtet ; Handwerker muss nicht mehr mit   Sorgfalt und Augenmass auf Fluchtung der Eckleisten achten. Mit der fluchtenden Ausrichtung von anein 

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 ander anschliessenden Eckleisten ist die wichtigste Voraussetzung dafür geschaffen, dass die danach erstellte Putzkante geradlinig verläuft und optisch einwandfrei aussieht. Die zweiten Steckzapfen dienen der Fixierung der Eckleisten an dem Bauwerk, damit ein ungewolltes Verrutschen der Eckleisten verhindert ist. 



  Im Normalfall geht man bei der Erstellung der erfmdungsgemässen Anordnung von Putz-Eckleisten folgender- massen vor : - An der Bauwerksecke, insbesondere der mit Wärmedämmung versehenen Bauwerksecke, wird auf beide Flächen, die an der Bauwerksecke zusammenstossen, eine relativ dünne Spachtelschicht aufgetragen ; - eine Eckleiste wird aussen aufgesetzt und etwas in die Spachtelschicht eingedrückt; - diese Eckleiste wird mittels mehrerer zweiter Steckzapfen, die durch die Eckleiste hindurch in die 
Spachtelschicht und ggf. in die darunter befindliche Wärmedämmung eingesetzt werden, fixiert; - wenn die Bauwerksecke so lang ist, dass sie nicht mit einer einzigen Eckleiste versorgt werden kann, wird an einem Stirnende der zuerst gesetzten Eckleiste mittels eines ersten Steckzapfens eine zweite Eckleiste angesetzt und fluchtend ausgerichtet;

   - für die Fixierung der zweiten Eckleiste an dem Bauwerk gilt dasselbe, wie weiter vom für die erste 
Eckleiste geschildert; - man lässt die Spachtelschicht so weit "anziehen", dass sie die Eckleiste(n) gut hält aber noch nicht ganz erhärtet ist. In diesem Zustand zieht man die zweiten Steckzapfen heraus; - nach dem vollständigen Erhärten der genannten Spachtelschicht wird weitergearbeitet, typischerweise durch Auftragen einer Spachtelschicht auf die beiden Bauwerksflächen und die Aussenseiten der 
Schenkel der Eckleiste(n) und/oder durch Aufbringen einer oder mehrerer Putzschichten. 



  Es versteht sich, dass die Eckleisten von den Stirnseiten her eine Öffnung aufweisen, in die der jeweilige Steckzapfen seinem Namen entsprechend eingeführt werden kann. Analog versteht es sich, dass die Eck- leisten Öffnungen in ihren Schenkeln besitzen, durch die die zweiten Steckzapfen ihrem Namen entsprechend eingesetzt werden können. 



  Vorzugsweise bestehen der mindestens eine erste Steckzapfen und/oder die zweiten Steckzapfen aus Kunst- stoff. 

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  In den häufigsten Einsatzfällen werden die zweiten Steckzapfen herausgenommen, ehe der Putz an der Gebäudeecke aufgebracht wird. Somit sind die zweiten Steckzapfen im Prinzip wiederverwendbar. 



  Vorzugsweise weisen der mindestens eine erste Steckzapfen und/oder die zweiten Steckzapfen einen Bund in ihrem mittleren Bereich auf. Ein umlaufender, aussenseitiger Bund ist für den Verarbeiter eine sehr bequeme Hilfe, die ihm sofort veranschaulicht, wie tief der betreffende Steckzapfen am besten einzuschieben ist. 



  Vorzugsweise sind der mindestens eine erste Steckzapfen und/oder die zweiten Steckzapfen - grob gesprochen - zylindrisch, besonders bevorzugt mit aussenseitigen Längsrillen. Man kann aber auch mit anderen Geome- trien arbeiten, z. B. Steckzapfen mit quadratischem Querschnitt. Steckzapfen mit aussenseitigen Längsrillen lassen sich besser mit klemmend enger Passung einschieben. Vorzugsweise sind der mindestens eine erste Steckzapfen und/oder die zweiten Steckzapfen gleiche Steckzapfen. Auf diese Weise muss der Verarbeiter nicht unter zwei verschiedenen Steckzapfentypen aussuchen. 



  Vorzugsweise bestehen die Eckleisten aus Kunststoff. 



  Als besonders geeignete Kunststoffe für die Steckzapfen und/oder die Eckleisten kommen PVC (Polyvinyl- chlorid), PP (Polypropylen), PS (Polystyrol) in Betracht. 



  Vorzugsweise sind an der jeweiligen Eckleiste ein Armierungsgewebeabschnitt oder zwei Armierungsgewe- beabschnitte, vorzugsweise Glasseidengewebe, befestigt. Das Armierungsgewebe verbessert die Haftung des Spachtels bzw. des Putzes an dem Bauwerk und beugt der Entstehung von Rissen vor. Vorzugsweise ist, wie bereits weiter vom angesprochen, zwischen der jeweiligen Eckleiste und der Bauwerksecke Spachtelmasse. 



  Vorzugsweise ist die jeweilge Eckleiste in den Bereichen, wo Putz anschliessen soll, codiert. "Codiert" bedeutet, dass dort eine feine Rillung, vorzugsweise eine feine Rillung in zwei sich kreuzenden Richtungen, vorgesehen ist. Die Eckleiste hat dort dann eine quasi-aufgerauhte Struktur, wo der Putz wesentlich besser haftet. Wenn die Codierung vollständig um die Ecke der Eckleiste herumgeführt ist, haften auch dort geringe Putzmengen, so dass im fertig verputzten Zustand die Eckleisten praktisch nicht mehr erkennbar sind. 

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 Die Erfindung und Ausgestaltungen der Erfindung werden im folgenden anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert..

   Es zeigt: Fig. 1 eine vertikale Gebäudeecke mit einer Eckleiste, horizontal geschnitten; Fig. 2 eine   Horizontalansicht   gemäss Pfeil II der Gebäudeecke mit Eckleiste von Fig. 1; Fig. 3 einen   Steckzapfen   in vergrössertem Massstab. 



  Fig. 1 zeigt eine Gebudeeckes 2, z. B. vorstellbar als   nordseitige     Aussenwandfläche   4 und   westseitige     Aussenwandfläche   6 mit darauf angebrachter Warmedammung 8, z. B. ans Hatten aus geschäumtem Polystyrol. An der Gebandeecke 2 sitzt eine Eckleiste 10, die zwei   Schenkel   12 und einen   Längsvorsprung   14 am 
 EMI4.1 
 eine -   zeichnerisch   übertrieben dick dargestellte - Spachtelschicht 16, mit der - wie weiter vom schon beschrieben - eine 'weiche vorfixierung" der Eckleiste 10 vorgenommen wird. 



  Präziser und solider fixiert ist die Eckleiste 10 durch eine Anzahl von zweiten   Steckzapfen   20, die durch entsprechende Öffnungen 22 in beiden   Schenkeln   20 hindurch mit einem Teil ihrer Länge in die Warmedam- mmag 8 eingeschoben sind. Mit den unterbrochenen Linien 18 ist in Fig. 1 angedeutet, dass die zweiten Steckzapfen 20 für beide Schenkel 12 vorgesehen sind. Im gezeichneten Ausführungsbeispied haben die   Öffnungen   22 die Gestalt schräg verlaufender   Schlitze.   Es können aber anch   Öffnungen   anderer Geometrie genommen werden. Abmessungen derart, dass die zweiten Steckzapfen 20 mit gewisser Klemmung in den   betreffenden     Öffnungen   22 sitzen, ist bevorzugt. 



   In Fig. 2   erkennt   man ferner, dass von der oberen Stirnseite her ein erster Steckzapfen 24 in die Eckleiste 
10 eingeschoben worden ist, konkret in eine im   Längsvorspnmg   14 ausgebildete, korrespondierende Öffnung 36 .Auch zwischen dem ersten Steckzapfen 24 und der Öffnung 36 besteht vorzugsweise ein leicht keement- der Sitz. Es ist leicht vorstellbar, dass man auf die in Fig. 2 gezeichnete Eckleiste 10 von oben her eine weitere Eckleiste anschliessend ansetzen   kaan.   Der von der unteren Stirnseite der weiteren Eckleiste 10 her eingeschobene, erste Steckzapfen 24 sichert eine   fluchtende   Ausrichtung der beiden Eckleisten 10. 

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  Die zweiten Steckzapfen 20 und der erste Steckzapfen 24 sind identisch ausgebildet. 



  In Fig. 3 sieht man die Steckzapfen 20 bzw. 24 in grösserem Massstab. Die Steckzapfen 20 bzw. 24 sind - grob gesprochen - zylindrisch, allerdings mit einem aussenseitig umlaufenden Bund 26 im mittleren Bereich ihrer Länge, mit konischen Verjüngungen an beiden Enden und mit aussenseitigen Längsrillen 28. Die Steckzapfen 20 bzw. 24 werden normalerweise so weit in die Öffnung 22 bzw. die Öffnung 26 eingeschoben, bis der Bund 26 an der Eckleiste 10 anliegt. 



  In den Figuren 1 und 2 erkennt man ferner einen ersten Armierungsgewebeabschnitt 30, der an dem einen Schenkel 12 der Eckleiste 10 befestigt ist, und einen zwiten Armierungsgewebeabschnitt 32, der an dem anderen Schenkel 12 der Eckleiste 10 befestigt ist. Die Befestigung kann insbesondere durch Ultraschall- schweissung und unter Verwendung von Verschweissungssträngen 34 vorgenommen sein. 



    Wenn die Spachtelschicht 16 so weit angezogen hat, dass die Eckleiste (n) nur noch bei grösserer Kraftein-   wirkung verrutschen würde, werden die zweiten Steckzapfen 20 herausgenommen. Dann wird bei beiden Schenkeln 10 und bei beiden Armierungsgewebeabschnitten 30 und 32 eine grossflächige Spachtelschicht aufgebracht. Darauf folgt eine oder mehrere Putzschichten mit vollständigem Einputzen der Eckleiste (n)   einschliesslich des Längsvorsprungs 14.  

Claims (9)

  1. Ansprüche 1. Anordnung von Putz-Eckleisten (10) an einer vertikalen oder einer horizontalen Bauwerksecke (2), insbesondere einer mit Wärmedämmung (8) versehenen Bauwerksecke (2), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an einer Stelle der Bauwerksecke (2) zwischen zwei aneinander anschliessenden Eckleisten (10) ein erster Steckzapfen (24) als Fluchtungsausrichtungshilfe vorgesehen ist; und dass mehrere zweite Steckzapfen (20) als Fixierungshilfe Eckleiste/Bauwerk vorgesehen sind.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Steckzapfen (24) und/oder die zweiten Steckzapfen (20) aus Kunststoff bestehen.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Steckzapfen (24) und/oder die zweiten Steckzapfen (20) einen Bund (26) in ihrem mittleren Bereich aufweisen.
  4. 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, das der mindestens eine erste Steckzapfen (24) und/oder die zweiten Steckzapfen (20) - grob gesprochen - zylindrisch sind, vorzugsweise mit aussenseitigen Längsrillen (28).
  5. 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Steckzapfen (24) und/oder die zweiten Steckzapfen (20) gleiche Steckzapfen sind.
  6. 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckleisten (10) aus Kunststoff bestehen. <Desc/Clms Page number 7>
  7. 7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Eckleisten (10) jweils ein Armierungsgewebeabschnitt (30) oder zwei Armierungsgewebeabschnitte (30,32) befestigt sind.
  8. 8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der jeweiligen Eckleiste (10) und er Bauwerksecke (2) Spachtelmasse (16) ist.
  9. 9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Eckleiste (2) in den Bereichen, wo Putz anschliessen soll, codiert ist.
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