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Hutbeechtag mit elastischer Einlage zum Hufschuh nach Patent Nr. 44055.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Hufbeschlag, welcher eine Vereinfachung und sicherere Befestigung des als Ersatz für Stollen und Griff dienenden Hufschuhes nach Patent Nr. 44055 ermöglichen soll. Bei diesem Hufschuh ist bekanntlich ein von der Unterseite des bereits beschlagenen Hufes nach oben geführtes Kettengerippe angeordnet, wobei die von unten nach oben gehenden Ketten auf der Unterseite des Hufes durch ein einziges Kettenglied, welches den Huf- strahl überragt, zusammengefasst werden. Die nach oben gehenden Kettenenden werden hiebei zweckmässig mittels Spreiz-und Ausgleichgliedern auseinandergehalten, wobei die Spreizglieder nach der Rückseite des Hufes hin durch eine aus passendem nachgiebigem Stoff hergestellte Fersenschlinge zusammengefasst sind.
Um den angegebenen Zweck zu erreichen, wird gemäss der vorliegenden Erfindung die Einrichtung so getroffen, dass das Fersenglied nicht mehr am Huf selbst zur Anlage kommt, sondern für dasselbe besondere Widerlager am Hufbeschlag geschaffen werden. Hiedurch wird einerseits erreicht, dass das Fersenglied auch bei ungünstiger Beanspruchung keinesfalls mehr zwischen Huf und Beschlag einrutschen kann, was bei gewöhnlichem Beschlag und der früheren Anordnung dieser Hufschuhe unter Umständen vorkommen konnte. Andererseits braucht das Fersenglied jetzt nur noch die Nachgiebigkeit zu besitzen, welche jeweils durch die Hufform erfordert wird, es braucht aber nicht mehr aus weichem Stoffe. gebildet zu werden, sondern kann in der Regel einfach aus einem passenden Stahldraht oder dgl. bestehen.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand an einem Hufbeschlag dargestellt, welcher vorn einen kurzen Zehenansatz aus Metall und hinten eine elastische Einlage besitzt.
Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch einen Huf mit Beschlag und Schuh, Fig. 2 eine Ansicht von unten, Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten, Fig. 5 und 6 veranschaulichen in einem Grundriss und in einer Ansicht eine zweite Ausführungsform, Fig. 7 ist der Grundriss eines ähnlichen Beschlages nach Wegnahme der Ledereinlage, Fig. 8 ist ein Schnitt nach Linie 8--8 der Fig. 7 Der Hufschuh besteht in bekannter Weise aus den mittels des Gliedes 5 zusammengefassten Ketten 3, 3, 4, 4, indem auf jeder Seite des Fusses die durch Riemen 9 und Schnalle 11 angezogenen Spreizglieder 7, 7 das hintere Fersenglied 6 halten.
Unter dem Huf 1 liegt zunächst der eigentliche stollenlose Beschlag 2, auf dem das Pferd unter normalen Verhältnissen und wenn es nicht arbeitet, auftritt und dei in bekannter Weise mit einer elastischen Einjage 1. zweckmässig aus Gummi ausgestattet ist. Diese Einlage ist mit einem nach vorn ragenden Teil 15 versehen, der durch eine eine Auflage 16 aus Leder, Metall oder dergl. verstärkt wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung sind nun besondere Widerlager zum Festhalten des Hufschuh-Fersengliedes angeordnet Diese Widerlager können gemäss Fig. 1 bis 4 zum Zwecke des leichten und raschen Auswechselns abnehmbar mit dem Beschlag verbunden sein, oder aber sie können gemäss Fig. 5 und 6 einen untrennbaren Teil der elastischen Ferseneinlage bilden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. l bis 4 ist zwischen dem Huf und dem Beschlag eine Platte 20 vorgesehen, welche bei Verwendung einer elastischen Einlage 14 sich zweckmässig zwischen dieser und dem Huf befindet. Die Platte läuft vorn bei 21 schmal zu und besitzt ge- krümmte Seiten 22, so dass sie im Falle eines Bruches oder Verb tegens ohne Verwendung besonderer Werkzeuge rasch eingesetzt oder entfernt werden kann. während sich der Beschlag am Rf befindet.
Nach hinten zu besitzt die Platte 20 Verbreiterungen 23, welche über den Huf vorstehen. pep
Hinterkante ist bei 24 zu einem hakenförmigen Flansch umgebogen, welcher über die Verstet nejs- platte oder die Einlage greift.
Die Platte 20 trägt Widerlager 25, welche gemäss dem Ausführungsbeispiel hakenförmig aus dem Blech herausgepresst sind. An jeder Ecke ist ein Widerlager vorgesehen, in welches sich das Fersenglied 6 des Hufschuhes legt (Fig f und 2), In Form und Anordnung können diese Wider-
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um die Platte 20 beim Auswechseln ohne weiteres ein-und ausschieben zu können, Die Nägel sind so weit vom inneren Rande des Hufeisens (Fig. 7) entfernt und die Platte 20 ist so geformt (Fig. 3), dass die letztere eingeschoben und wieder zurückgeschoben werden kann, ohne die Nägel zu berühren.
Durch die Anordnung der elastischen Einlage 14 wird erreicht, dass der durch das Auftreten eines schwerbe1adenen Pferdes mit der Zehenspitze hervorgerufene Stoss gemildert und nicht auf die Wirbelsäule übertragen wird. Durch die Verkürzung des Hufeisens ist genügend Platz für die Einlage 14 geschaffen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 sind unmittelbar in die nachgiebige Einlage 14 Nuten 34 eingeschnitten und zweckmässig mit einer Metallversteifung versehen, welche verhindert, dass das Fersenglied 6 in die Gummieinlage einschneidet. Die Versteifung kann durch Nägel, Niete oder dergl. 35 geschaffen werden. Hiezu können gewöhnliche Nägel dienen ; vorteilhaft werden dieselben aber mit einem sehr breiten Kopf 36 versehen. Die Nägel weiden von oben eingetrieben und sind so lang, dass die Spitze 37 unterhalb Der Nut endet, aber nicht nach unten durch die Einlage 14 hindurchgeht. Die breiten Nagelköpfe legen sich gegen die Versteifungseinlage 16, welche zweckmässig beize angenäht ist.
In Fig. 7 und 8 ist die Nut ebenfalls in die Gummieinlage eingeschnitten, aber es ist eine besondere Metallauskleidung in Gestalt einer V-förmigen Platte 40 (Fig. 7) vorgesehen, welche mit der Versteifungsplatte 16 durch Niete 49 verbunden ist. Die Platte 4 (} besteht z. B. aus Stahlblech und ihre äusseren Enden sind bei 4. 5 so gebogen, dass sie dem Fersenglied 6 das metallische Widerlager bieten. Diese Enden sind in die Einlage 14 ganz eingebettet und besitzen nochmals zurückgebogene Enden, so dass sie die Einlage versteifen und die Ecken verstärken.
Weitere Vorteile der gemeinsamen Verwendung des Hufschuhes nach Patent Nr. 44055 und des vorliegenden Hufbeschlages, ausser den eingangs angegebenen, sind die folgenden : Wenn beispielsweise Schnee zwischen den Huf und die nachgiebige Einlage eindringt und bestrebt ist, die Einlage vom Huf abzudrängen, so hindert der Kettenschuh die Einlage daran, vom Huf abzuspringen. Gleichzeitig ist die Einlage genügend versteift, um gegen das Vorrutschen in der Ebene der Sohle geschützt zu sein, solange man nicht die Einlage aus dieser Ebene herausbiegt.
Indem der Schuh dem Abbiegen der Einlage nach unten entgegenwirkt, wird gleichzeitig ein gutes Anliegen erzielt, welches auch der Verschiebung des Fersengliedes des Hufschuhes entgegenwirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hufbeschlag mit elastischer Einlage zum Hufschuh nach Patent Nr. 44055, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme des Fersengliedes (6) des Hufsschuhps an dem Hufbeschlag besondere Widerlager angebracht sind, so dass das Fersenglied aus einem um die Hufrückseite herumgehenden einfachen Draht ohne Kissenzwischenlage bestehen kann und gegen Einrutschen zwischen Huf und Schuh gesichert ist.