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Stromregler für Hochfrequenzströme.
Es ist an sich bekannt, eisenlose Drosselspulen für die Zwecke der drahtlosen Telegraphie und Telephonic zu benutzen. Indessen sind derartige Drosselspulen bisher noch nicht zur Abstufung von Stromstärken verwendet werden. Die vorliegende Erfindung soll nun die Benutzung eisenloser Drosselspulen als Stromregler für Hocbfrequenzströme, insbesondere bei der Anwendung solcher Ströme zu Heilzwecken, ermöglichen. Um bei Anwendung von Hochfrequenzströrnen für medizinische Zwecke die Stromstärke während der Behandlung des Patienten regeln zu können, verwendet man der Erfindung gemäss zur Abstufung der Stromstärke eisenlose Drosselspulen, bei denen in ähnlicher Weise wie bei einem Rheostaten, beispielsweise durch einen Schleifkontakt, Windungen in den Stromkreis ein-, bezw. aus ihm ausgeschaltet werden.
Dabei ist die Einrichtung des Stromreglers so getroffen, dass der zur Ein-und Ausschaltung der Windungen dienende Schleifkontakt durch ein Zugorgan verschiebbar ist, um in an sich bekannter Weise den Stromregler mittels einer die Hände des den Apparat Bedienenden freilassenden Vorrichtung, beispielsweise eines Fusshebeis, bedienen zu können. Hiebei kann ferner die Drosselspule so eingerichtet sein, dass alle Windungen gleich gross sind oder dass. zwecks Herbeiführung einer genügend gleichförmigen Änderung der Stromstärke, die Windungen verschieden gross ausgebildet und derart angeordnet sind, dass an dem Ende, nach welchem hin die Abschaltung erfolgt, die kleineren Windungen liegen oder aber, dass an dem Ende.
an welchem die letzten abschaltbaren Windungen liegen, ein Teil der Windungen kurzgeschlossen ist. Ferner kann das den Schleifkontakt betätigende Zugorgan, z. B. eine Tritthebelanordnung, mit einer Flüssigkeitsbremse verbunden sein, um eine stetige Schaltung der Spulenwindungen zu erzielen.
Die Zeichnung veranschaulicht verschiedene Ausführungsformen derartiger Strom- regier be/w. Drosselspulen.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 ist a der Schleifkontakt, der zur Ein-und Aus- schaltung der untereinander gleich grossen Windungen b der Drosselspule c dient. Dieser Sehleifkontnkt ist mittels der Zngschnur < l verschiebbar, die mit dem Fusstritt e ver-
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eine bequeme Einschaltung der Drosselspule in die zu dem Patienten führende Zuleitung, gestattet eine sanfte Abstufung der Stromstärken und kann am Bettrand, an einer Tischkante oder an einer sonst geeigneten Stütze angeschraubt werden. Bei Bedienung des Stromreglers mittels eines Fusshebels behält der den Patienten behandelnde Arzt beide Hände frei, was bei der Anwendung von Hochfrequenzströmen von grossem Werte ist.
Die Anordnung des Zugorganes, beispielsweise eines Schnurzuges oder eines gleichartigen Mittels, das ein Verschieben des Schleifkontaktes durch Ausübung eines Zuges gestattet, gewährt auch dann etna leichte und bequeme Handhabung, wenn die Bedienung des Apparates von Hand, anstatt mittels eines Fusshebels erfolgen soll.
Bei einer mit gleich grossen Windungen ausgestatteten Drosselspule ist bekanntlich
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Fig. 2 ausgeführten Drosselspule erreicht werden, indem die Windungen verschieden gross ausgebildet und derart angeordnet werden, dass an dem Ende der Drosselspule, nach welchem hin das Abschalten der Windungen erfolgt, die kleineren Windungen liegen. Wie ersichtlich, liegen die Windungen b auf dem nach dem einen Ende verjüngten Kern (Spule) c und sind an dem verjüngten Ende mit der einen Polklemme g verbunden. Der Schleifkontakt a ist auf der mit der anderen Polklemme h verbundenen Führung i verschiebbar.
Auf diese Weise wird gegen das die kleineren Windungen tragende Spulenende hin, wenn nur noch wenige Windungen eingeschaltet sind, die durch Ab-und Zuschalten einzelner Windungen von kleinerem Umfang erfolgende Änderung der Stromstärke eine nur geringe sein.
Es kann somitidurch entsprechend verjüngte Gestaltung des Kernes oder der Spule, auf welcher die Windungen aufgewickelt sind, eine beliebig gleichmässige Abstufung der Änderung der Stromstärke durch Verschieben des Schleifkontaktes erzielt werden.
Die Herbeiführung einer genügend gleichförmigen Änderung der Stromstärke kann auch gemäss der Ausführung nach Fig. 3 dadurch erzielt werden, dass an demjenigen Ende der Drosselspule, an welchem die letzten Drosselwindungen liegen, eine oder mehrere kurzgeschlossene Windungen angebracht werden, die als Gegenstromwindungen dienen und die Regelung auch gegen das Ende der Drosselspule hin ausreichend fein gestalten. Wie ersichtlich, ist längs der Wicklungen b, deren eines Ende mit der Polklemme g verbunden ist, der Schleifkontakt a verschiebbar, dessen Führung i mit der anderen Polklemme h in Verbindung steht. Die nahe der Polklemme g liegenden Windungen b'sind durch einen oder mehrere Metallstreifen k oder in anderer Weise kurzgeschlossen und dienen als Gegenstromwindnngen.
Um auch bei Drosselpulen mit unteinander gleich grossen Windungen eine möglichst
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Apparates nach Fig. 4 der an dem Zugorgan angreifende Tritthebel mit einer Flüssigkeitsbremse verbunden, welche jede ruckweise erfolgende Schaltung des Schleifkontaktes ausschliesst und nur eine langsame Bewegung der letzteren zulässt. Bei dieser Ausführung ist der Schleifkontakt a auf den Windungen b der Spule c mittels der Zugschnur d verschiebbar, auf welche der Tritthebel 1 mittf'ls einer Rolle m einwirkt. Der Trittl1ebel ist mit dem Kolben n der am Grundbrett o des Ständers befestigten Flüssigkeitsbremse p verbunden, weich letztere ein ruckweises Schalten des Schleifkontaktes hintanbält.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stromregler für Hochfrequenzströme, insbesondere für elektromedizinische Zwecke, bei dem die Regelung durch ein mittels eines Pedals betätigtes Zugorgan erfolgt und bei welchem eine eisenlose Drosselspule zur Verwendung kommt, dadurch gekennzeichnet, dass das zweckmässig durch ein Hromsorgan beeinflusste Zugorgan auf einen Schleifkontakt wirkt, der die Ein-und Ausschaltung von Windungen einer Selbstinduktion bewirkt.