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Die in den letzten Jahren in grösserem Masse verlegten Hochspannungskabelnetze haben dazu geführt, auch Kabelkasten zu bauen. welche den neuen Forderungen gerecht werden. Zu den allgemeinen Forderungen an einen Kabelkasten gehören u. a. Ahschaltbarkeit eines jeden ankommenden und abgehenden Kabels, Wasserdichtigkeit und gute Übersicht aller Teile. Diesen Forderungen sind ältere Typen für Niederspannungsnetze durchaus gerecht geworden, es sei nur an die von J. Schmidt, Nürnberg im Jahrgang 1902 des Elektrotechnischen Anzeigers, Seite 1805-1807, Seite 1901-1902 als abschaltbare Kabelmuffen beschriebenen Konstruktionen erinnert.
Für Hochspannungskabelnetze kommen sie jedoch nicht in Betracht, da hier noch weitere Forderungen an Kabelkasten gestellt werden ; die wesentlichen dieser Forderungen sind folgende : Abschaltung einzelner Kabelstrecken unter Strom ohne Lichtbogenbildung an den Schaltel- kontakten. Vollkommener Schutz vor zufälliger Berührung von unter Strom stehenden Teilen bei Vornahme von Schaltungen. Leichte Auswechselbarkeit der Schalterteile, da diese bei Hochspannungbesonders stark beansprucht werden.
Die Möglichkeit. ein ausgeschaltetes Hochspannungs- kabel nach der Abschaltung kurz schliessen und erden zu können, um ein irrtiimliches Ein- s hatten während der Zeit, zu der an dem Kabel gearbeitet wird, unwirksam zu machen, aber auch um die Entstehung von Induktionssttömen während einer solchen Zeit unmöglich zu machen.
Die Möglichkeit der Untersuchung und Prüfung einzelner ausgeschalteter Kabelstrecken, ohne Gefahr zu laufen, mit stromführenden Teilen der nicht ausser Betrieb gesetzten Partien des Kabel-
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Der Gegenstand der Erfindung weist nun gegenüber bekannten Einrichtungen nicht nur die Erfüllung sämtlicher allgemeinen Forderungen, sondern vor allem auch derjenigen für Hochspannung auf. Die Zeichnung stellt in Fig. 1 den Grundriss im Schnitt nach der Linie A-B
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Der ganze Kabelkasten besteht aus zwei ineinandergesetzten Kasten, von denen der innere b zur Aufnahme der Olschalter k, l, m und der Olfüllung, der äussere a zur Anbringung der Kabel- endverschlüsse c dient. Zum wasserdichten Abschluss des ganzen Kastens dient die Platte e. zum Tragen der darüber sich bewegenden Lasten die Platte d, die mit der Strassenobernäehe
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bohrt und mit Porzellan-Durchführungstüllen o. an deren stelle auch Isolatoren verwendet werden können, ausgestattet, durch welche die von den Schaltern kommenden Leitungen ausgeführt sind. Ihcsc Leitungen reichen bis zu den losbaren Klemmen p. die hier frei hängend angenommen worden sind.
aber auch durch Isolatoren unterstützt werden können. Von hier werden die Lotungen zu den Kabelendverschlüssen c geführt. Die Schalter werden durch Einstecken der an einem beliebigen Ort aufzubewahrenden Stange r in die Öffnung des doppelarmigen lebel,-1 in Tätigkeit gesetzt. Wird die Stange r in der einen Richtung umgelegt, so wird die Schaltstange u gehoben und die Schaltmesser m in die Schaltkontakte der Isolatoren k und l gedrückt ; zur Sicherung der Endstellung dienen die Sperrhaken f. Um eine Momentschaltung zu et zielen, kann um die Stange M eine Feder angebracht werden, die, nachdem die Sperrhaken v zurückgedrückt sind, die Stange u beschleunigt nach unten treibt.
Ho der beschriebenen Ausführungsform sind als Beispiel vier Drehstromkabel und eine achteckige Gestaltung des äusseren Kastens angenommen; die Schalter zu den vier Kabeln stehen sich gegenüber und haben je einen Eckisolator gemeinsam, um Platz zu sparen. Es können jedoch auch beliebig viele Kabel verwendet werden, nur würde man dann dem Kasten zweckmässiger eine rechteckige Form geben.
Ein wesentliches Merkmal bilden ferner die zwischen dem Innen- und Aussenkasten vor- handenen durch Deckel q abgedeckten Hohlräume, die im vorliegenden Beispiele trapezförmigen Grundnss haben und nur durch die Wände der beiden Kasten gebildet werden ; sie dienen zur
Aufnahme der Klemmen p. bei deren Losung das Kabel vom Schalterkasten völlig abgetrennt wird. Es ist also möglich, die Verbindung zwischen Kabel und Schalter aufzuheben, ohne die
Endverschlüsse zu offnen oder abzunehmen und ohne irgendwelche Erdarbeit, en vorzunehmen.
Die genannten Hohlräume würden bei Anschluss von mehr als vier Kabel und rechteckiger Form
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Kammern würde nach wie vor von der Wand des inneren.
Kastena gebildet werden. Bei diesem Kabelkasten kann eine Lichtbogenbildung infolge der Ölfüillung nicht stattfinden. Eine Berührung stromführender Teile beim Schalten ist vollkommen ausgeschlossen, da die Schalterteile völlig verdeckt in einem besonderen Kasten ruhen, der beim Schalten nicht geöffnet zu werden braucht.
Die Schalterteile können auf leichteste Art durch Herausnahme des inneren Kastens nach Lösen der Klemme p ausgewechselt werden. Das Erden und Kurzschliessen eines ausgeschalteten Kabels kann ohne weiteres an den Klemmen p vorgenommen werden, ebenso ein Abtrennen der Verbindungsleitungen von den Schaltern zu den Ehdverschlüssea zwecks Ausführung von Isolationsund Fehlerortsbestimmungen an den ausgeschalteten Kabeln, ohne dass man beim Anlegen von Messleinen mit irgend welchen stromführenden Teilen in Berührung kommt.
Als weiterer Vorteil der Erfindung ist noch zu erwähnen, dass sich im Olscha1terkasten kein Kondenswasser bilden kann, da dieser von Luftkästen umgeben, somit starken Temperaturdifferenzen nicht ausgesetzt ist.
Die Olschalter können magnet-elektrische Auslösung erhalten, die in der bekannten Art und Weise bewirkt, dass bei Überschreitung einer bestimmten Stromstärke die Schalter selbsttätig ausgelöst werden. Statt eines Olkastens können mehrere nebeneinander in einem Aussenkasten angeordnet werden, sobald viele z. B. 18 Kabel anzuschliessen sind, damit der Ölschalterkasten nicht zu gross wird. Man würde alsdann drei, also für je sechs Kabel einen Schalterkasten vorsehen und in derselben Weise leitend untereinander verbinden, wie den Olschalterkasten mit einem Endverschluss, wodurch gleichzeitig eine weitere Betriebssicherheit gewährleistet wäre, da jeder Kasten durch die lösbaren Klemmen von dem Satz zu trennen ist, sobald in einem solchen ein Defekt auftritt.
Es sei noch auf eine Konstruktion zurückgegriffen, welche zwei Kammern aufweist, von denen die eine unzugänglich ist und stets unter Spannung steht, die andere dagegen zugänglich ist und durch Offnen des Deckels spannungslos gemacht werden kann. Abgesehen da-, 7on, dass dies unter der Voraussetzung möglich ist, dass der Strom an die eine Seite des Kastens herangeführt und an der entgegengesetzten Seite abgeführt wird, d. h. dass der Kasten nicht in eine Ringleitung geschaltet ist, die von beiden Seiten Strom erhält und die für, Kabelnetze zwecks Spannungs-
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weder vorgesehen, noch möglich, weil überhaupt nur zwei Kabel in Frage kommen, von denen nur eines abgeschaltet werden kann.
Ein derartiger Kasten mit so geringen Abschaltungsmöglichkeiten entspricht somit nicht dem Gegenstand der Erfindung, welcher gestattet, mehr als 12 Kabel in beliebiger Reihenfolge ab-und zuzuschalten, ohne dass es erforderlich ist, den Deckel zu jedem Schalt, er zu Öffnen, um spannungslose Kammern zu erhalten. Der Kasten behält also auch seinen Charakter bei, wenn die Speisung in irgend einer umgekehrten Richtung erfolgen müsste, was ja bei Unterbrechung irgend einer Zuführung oftmals notwendig wird.
L'ATMNT-ANSPR ('HH :
1. Kabelkasten mit Olschalter, bei welchem der Olschalterkasten von einem äusseren Schutzkästen umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelendverschlüsse an dem wasserdicht abgeschlossenen äusseren Kasten befestigt sind, während zwischen den beiden Behältern lösbare Klemmen angeordnet sind, um den gesamten Ölschalterapparat auswechseln zu können, ohne dass die Kabelendverschlüsse abgenommen zu werden brauchen.