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Nietmaschine.
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gegen, welche die Kupplung mit dem Schwungrad herstellt, über Schleifringe 12 und durch die hohle Sohraubcnsspindel < ?. Die zwei freien Enden 24 und 25 der Spulen sind zu einem automatischen Stromunterbrecher geführt, welcher auf dem Deckel des Luftzylinders 35 isoliert angeordnet ist. Derselbe besteht bei der veranschaulichten Augfuhrungsform aus einem einarmigen Winkelhebel 15 (Fig. 4), der Rollen 16 und 17 aus leitendem Materiale und einen Kohlenkontakt 14 trägt.
Unter dem Winkelhebel ist ein zweiter Hebel 18 um die Achse 20 ? drehbar angeordnet, dessen einer Hebelarm durch eine Feder 19 beständig gegen die Rolle 17 des Hebels 15 gedrückt wird und in der Umgebung des Berührungspunktes mit der Rolle eine Einlage 21 aus isolierendem Material besitzt. In diesem Teile ist der Hebel 18 nach einer, in bezug auf den Drehpunkt des Hebels 15 spiralig gekrümmten Kurve geformt, welche sich kreisförmig zum Drehpunkte des Hebels 15 fortsetzt. Hiedurch soll bewirkt werden, dass der zweite Arm des Hebels 18, welcher eine Platte 22 aus isolierendem und unverbrennbarem Material, wie Talg oder dgl., trägt, bei einer Bewegung der Rolle 17 nach rechts erst schnell, dann aber fast gar nicht bewegt wird.
Auf diese Art wird die Talkplatte 22 nur so weit gehoben, als zum Abreissen des Lichtbogens zwischen 13 und 14 nötig ist. Der Drehpunkt des Winkelhebels 15 ist in einem Ständer 23 gelagert, von welchem aus eine Leitung 27 zu einem Schalter 28 führt.
Bei der veranschaulichten Ausführungsform besteht derselbe aus einem zweiteiligen, aus isolierendem Material hergestellten birnenförmigen Körper, in welchem ein leitender Stift 29 achsial verschiebbar gelagert ist, der an seinem unteren Ende eine isolierende Hülse 30 trägt, welche in der Ruhelage einen Stromdurchgang zwischen den Kontaktfedern 31 des Schalters verhindert. Wird das obere, in einen isolierenden Knopf endigende Ende des Stiftes 29 in die
Schalterbirne hineingedrückt, so kommt der leitende Teil des Stiftes 29 zwischen die Kontaktfedern 31 und schliesst den Stromkreis zwischen Leitung 27 und 26 (Fig. 4).
In dieser Lage geht der Kupplungsstrom über die Schleifringe 12 durch die Erregerwicklung 9, da er sich nur über die Kohlenkontakte 13 und 14, den Winkelhebel M, seinen Ständer 23, die Leitung 27 und den
Schalter 28 schliessen kann. Hieduroh wird der Kupplungsteller 5 an das Schwungrad 4 gepresst (Fig. l) und die Schraubenspindel 6 schiebt eine mit dem Luftzylinder 35 verbundene Mutter 36 vorwärts.
Der Kolben 37 wird zunächst seine relative Lage zum Luftzylinder nicht ändern, nachdem nur die Masse und Reibung des Winkelhebels 40 und des Stempels 43 sich seiner Vorwärtsbewegung widersetzen. Erst nachdem der Stempel den glühenden Nietstift berührt hat, wird der Kolben festgehalten und schliesst, nachdem der Zylinder 35 fortwährend fortschreitet, die Öffnung 39 des Luftzylinders, wodurch ein ganz bestimmtes Luftvolumen abgesperrt und beim weiteren
Arbeitsgange komprimiert wird. Nachdem die relative Lage des Kolbens zum Zylinder ein Mass für die jeweilige Volumenveränderung, mithin auch für den jeweiligen Druck der eingeschlossenen
Luft darstellt, so ist es leicht, den Enddruck zu ändern und von vorneherein auf einen bestimmten
Enddruck einzustellen.
Zu diesem Zwecke kann an der Kolbenstange 38 ein verstellbarer Anschlag (beispielsweise in Form einer mittels Schraube 42 verstellbaren Lamelle 41) angebracht werden, welche bei
Erreichung eines ganz bestimmten Druckes mit einem korrespondierenden Anschlag des Luft- zylinders, nämlich der Rolle ? 6 des Winkelhebels j ? J, in Berührung kommt. Durch Rechnung bezw. auf experimentellem Wege kann ein für allemal ermittelt werden, in welcher relativen
Lage zur Kolbenstange die Lamelle 41 festgestellt werden muss, damit bei Anschlag deiselben mit der Rolle 16 im Zylinder ein bestimmter Druck herrscht. Die den verschiedenen Drücken entsprechenden Stellungen der Lamelle werden auf derselben skalenmässig aufgetragen, während auf der Kolbenstange eine fixe Marke angebracht ist.
Dadurch wird ermöglicht, vor jeder Nietung die Lamelle auf den für den jeweiligen Nietdurchmesser notwendigen Druck einzustellen. Sowie die Lamelle 41 die Rolle 16 berührt, wird der Winkelhebel15 nach rechts gedreht. Die Kohlen- kontakte 3 und jf entfernen sich voneinander und unterbrechen den Strom in der Erreger- spule 9, wodurch der Kupplungsteller 5 und mit ihm die Schraubenspindel 6 von dem Schwungrad frei wird.
Da die Schraube nicht selbsthemmend ist, würde sie sich jetzt unter der Wirkung der Pressluft zurückdrehen. Um das Zurückdrehen zu verhindern, wird der Kupplungsteller 5 gegen das fixe, als Kupplungsteller ausgebildete Lagerschild 7 des Motorgehäuses gepresst. Dies erfolgt selbst- tätig, indem beim Herunterdrücken der Rolle 16 die Rolle 17 die isolierende Einlage 21 verlässt und in leitende Berührung mit dem Hebel 18 gelangt.
Der Strom kann infolgedessen nicht über die Kontakte 13 und 14 gehen, wo einstweilen die hochgehobene isolierende Platte 22, welche aus einem unverbrennbaren Material besteht, einen eventuellen Lichtbogen abgerissen hat, sondern muss durch die fixe Erregerspule 10, die Leitung 25, Drehpunkt 20, Hebel 18, Hebel 15, Leitung 2'1 zum Schalter 28 fliessen, wodurch der Kupplungstoller 5 gegen das ala Kupplungsteller ausgebildete Lagerschild gedrückt und dadurch die Schraube 6 an der rückläufigen Bewegung gehindert wird.
Der im pneumatisahen Zvlinder herrschende Druck wird infolgedessen solange fest. gehalten, bis der die Nietmaschine bedienende Arbeiter den Knopf des Schalters 28 loslässt,
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wodurch die Spule 10 stromlos wird und die Kupplung zwischen Kupplungsteller und Lagerschild aufgehoben wird. Infolge des im pneumatischen Zylinder 35 herrschenden Druckes wird nun die Rückdrehung der Schraube 6 vor sich gehen, bis der Kolben das Loch 39 erreicht, in welchem Zeitpunkte der Stempel nur mehr lose am fertiggestellten Nietkopf aufruht.
Das Schwungmoment des Kupplungstellers j bewirkt ein weiteres Rückdrehen der Schraube 6, wodurch der Stempel vom Nietkopf bis in seine Grenzlage abgehoben wird. Hiebei wird jeglicher Stoss wiederum durch den Luftpolster vermieden. Nach Passieren des Loches 39 komprimiert nämlich der Kolben ein kleines Luftvolumen zwischen sich und den Zylinderdeckel 34, welches den Stoss auffängt.
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sind, bei welchem der Strom durch Spule 9 geleitet werden muss. Zwischen Rolle 17 und Hebel 18 (Fig. 4) braucht kein Kohlenkontakt zu'sein, weil schon vor dem Übertritte der Rolle 17 auf die isolierende Einlage 21 der Strom im Schalter 28 unterbrochen wurde.
Das Rohr, welches an dem Luftzylinder angegossen ist und die Schraubenmutter 36 für die Spindel 6 bildet, wirkt nebst der grossen Oberfläche des Zylinders als kühlendes Organ, da sich die Schraube 6 in dem Rohre wie ein Kolben auf-und abbewegt und durch die Öffnung 44 Luft ansaugt und die erwärmte ausstösst Die Erwärmung des Luftzylinders kann übrigens schon deshalb nicht gross sein, weil kurz nach der Kompression die Expansion in demselben Zylinder folgt.
Die Dicke der zu nietenden Platten ist bei dieser Nietmaschine gleichgültig, denn die Kompression, mithin auch die Energieentnahme aus dem Schwungrad und aus dem Motor, beginnt erst beim Auftreffen des Stempels auf den Nietkopf. Während der Zeit der Kopfbildung steigt der Druck auf den Niet allmählich an, wodurch ein gutes Ausfüllen des Nietloches gewährleistet ist.
Um jedoch beim Zusammennieten einer verschiedenen Anzahl von Materialstärken die Zeit des Leerganges von der Grenzlage des Stempels bis zum Nietschaft jeweils möglichst klein zu halten, ist der dem beweglichen Stempel gegenüberstehende unbewegliche Stempel (Fig. 2) in drei Lagen einstellbar. Zu diesem Zwecke sind in dem Arme des Bügels und in dem Stempel gleich grosse Aussparungen 45 gemacht, in welche die Traverse 46 eingeschoben werden kann, und zwar entweder (wie gezeichnet) mit der Stufe 47 nach unten, oder mit der Stufe nach oben. Nach Herausnahme der Traverse kann der Stempel mit dem Bund 48 direkt auf dem Bügel aufgelegt werden.
Die Hülse 50, welche die Schleifringe 12 trägt (Fig. 1) und mit der Schraubenspindel 6 verbunden ist, wird zweckmässig mit einem Handrädchen 49 versehen, welches dazu dient, den Nietstempel 43 bei eventuellem Versagen des Motors in eine bestimmte Lage bringen zu können.
Durch entsprechende Abänderung des Stempels kann die Maschine ohne weiteres als Loch-, Stanz-, Prägemaschine etc. verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Nietmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Stempels unter Vermittlung eines elastischen Zwischengliedes erfolgt, welches unter Einwirkung der übertragenen Kraft eine möglichst grosse, von dieser Kraft gesetzmässig abhängige Formänderung erleidet, welch letztere dazu benützt wird, den Antrieb des Stempels beim gewünschten Drucke auf den Niet abzustellen.