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Saugmelkvorrichtung.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der Saugmelkvorrichtung nach Patent Nr. 40278, nach welchem die Verbindung zwischen Saugleitung und Melkbecher durch eine Öffnung in oder neben einem den Melkbecherauslauf absperrenden elastischen Körper bewerkstelligt wird, der wegen der Fortpflanzung des Saugens durch die erwähnte Öffnung hindurch Luftverdünnung an beiden Seiten ausgesetzt ist.
Während sich bei der Vorrichtung des Stammpatentes die Saugwirkung beiderseits des Sperrkörpers mit ungefähr gleicher Stärke geltend macht, so dass durch den vorhandenen geringen Differenzdruck die Belastung, bezw. Eigenspannung des Sperrkörpers nicht bewältigt werden kann, kennzeichnet sich die vorliegende Weiterbildung in der Hauptsache dadurch, dass durch geeignete Wahl der Grösse der durch den Sperrkörper verschlossenen Auslauföffnung, der Spannung des Sperrkörpers und der Grösse der Öffnung in demselben dem Differenzdruck ein so hoher Wert erteilt wird, dass die Spannung, bezw. Belastung des Sperrkörpers bei voller Saugwirkung in der Saugleitung und atmosphärischem Druck im Melkbecher nicht mehr genügt. um den Sperrkörper iu der Sperrlage festzuhalten.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer solchen Saugmelkvorrichtung im Längsschnitt dargestellt.
Der Melkbecher a, der mit einem Luftloch s versehen werden kann, ist durch Verschrauben, Löten oder dergl. unten mit einer Querwand b verbunden, die am Rande eine Nut e besitzt. Das Anschlussstück m für die Saugleitung hat am Rande gleichfalls eine Nut f und in diese Nuten wird der wulstförmig Rand l einer Membrane A eingelegt.
Das Zusammenspannen geschieht mittels passender Klammern g, eines Bajonettverschlusses oder dgl. Auf der Mündung des erweiterten Melkbecherauslaufes ruht normalerweise der mittlere Teil j der Membrane, deren Öffnung mit k bezeichnet ist. Die Spannung der Membran kann ein für allemal mittels einer Schraube ? t oder dgl. geregelt werden, die in verschiedener Höhe in einem im Anschlussstück m sitzenden Stück o eingestellt werden kann.
In der Arbeitsleitung und im Melkeimer wird ein bestimmtes Vakuum. z. B. 40 cm Quecksilbersäulendrl1c\ {, beibehalten, und zwar wird das Sangen schon eingeleitet, bevor die Melkbecher am Euter der Kuh angebracht werden, so dass also der Druck der Atmosphäre (ca. ; a. 76 cm) bereits auf die Membrane gewirkt und dieselbe in eine gewölbte Lage abwärts gedrückt hat, wenn das Anlegen der Melkbecher erfolgt. Diese werden sich daher sofort festsaugen und die Luftverdünnung in ihnen wird zunehmen, bis die ev. durch die Einstellschraube n erhöhte Eigeuspannung der Membrane, z. B. bei 34cm Quecksilbersäulendruck, die Abschliessung der Auslauföffnung des Melkbechers gegen ein weiteres Saugen veranlasst. Nun wird das Vakuum in den Bechern schnell abnehmen.
Wenn es auf einen bestimmten Wort, dessen Grösse von der Einstellung der Schraube n abhängt, z. B. 13 ? t, gesunken ist, wird sich die Membrane wieder öffnen und das Saugen wird sich durch die kleine Öffnung k nach den Melkbechern hinauf fortpflanzen. Diese pulsierende Bewegung wird sich zirka 30 bis 50 mal in der Minute wiederholen, und 7. war so lange nicht reichlich Milch aus dem Euter kommt. Strömt die Milch stark au :-.. so wird sich
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die Membrane je nachdem die betreffende Zitze hart oder weich melkend ist, in eine mehr oder weniger nach unten gewölbte Lage einstellen und es wird die Hauptmenge der Milch bei einem sehr niedrigen Vakuum ausgesaugt werden.
Hört die starke Milchabgabe auf, so wird das Pulsieren wieder anfangen, wodurch eine Art Nachmelken bewirkt wird.