AT46016B - Apparat zur Untersuchung von Körperhöhlen. - Google Patents
Apparat zur Untersuchung von Körperhöhlen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Apparat zur Untersuchung von Körperhöhlen. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Apparat zur Untersuchung von Körperhohlen, besonders solchen, die der direkten Besichtigung nicht oder schlecht zugänglich sind, wie Speiseröhre, Darm, Nierenbecken usw. Die wesentlichen Bestandteile des Apparates sind ein Einführungsinstrument, das zweckmässig plastisch ist, wie Sonde, Katheder n. dgl. und damit verbunden eine entfaltbare bezw. aufblasbare Membran, welche so dünnwandig ist, dass sie sich unter dem Einfluss eines von innen EMI1.1 andrückt, so dass entweder Proben der dort vorhandenen Körpersäfte gewonnen, oder, falls die Membran vorher mit Reagentien in der Masse oder auf der Aussenseite ausgestattc't ist. bestimmte Reaktionsbilder geliefert werden können. Für eine Magenuntersuchung würde beispielsweise eine Schlundsohde mit darauf angebrachter Gummiblase in Frage kommen. wobei das untere Ende der Schlundsonde in eine Olive aus Nickel o. dgl. endigen kann, welche der zurückgezogenen Blase als Schutzhülse und gleichzeitig der Schlundsonde als Gleitsitz dient. EMI1.2 bekannt, jedoch nur zu dem Zwecke, um als Dilatatoren zu wirken. Gemäss dieser Zweckbestimmung müssen die dortigen dehnbaren Gummiteile genug dickwandig sein, um überhaupt eine mechanische Wirkung durch sie ausüben zu können und demgemäss ein Ausweichen nach Stellen minderen Gegendruckes zu vermeiden. Im Gegensarze hiezu wird bei vorliegender Erfindung eine sehr dünnwandige Membrane verwendet. Mit dem neuen Instrumente würde sich beispielsweise eine Magenuntersuchung folgender- massen gestalten : Die aufblasbare Gummiblase, deren Aussenseite vorher mit einer zur Reaktion im Magen befähigten Masse (z. B. Guajackharz und Terpentinöl in einem Verteilungsmittel wie beispielsweise Talkum) überzogen ist, wird in der Einführungsolive befestigt und in deren inneren Hohlraum eingelegt. Sodann wird die Schlundsonde eingeführt und durch Luftdruck die so vorbereitete Blase im Magen selbst aufgeblasen. Sie legt sich infolge ihrer dünnen Wandung an die Innenfächu des Magens glatt an, und die un Magen vorhandenen, normalen respektive pathologischen Sekrfte reagieren an den Stellen, wo sie ausgeschieden werden, auf das an der Aussenseite des Gummiballons haftende Reagens, so dass sich dort Farbenänderungen oder sonstige leicht kenntliche Reaktionen irgend welcher Art zeigen. Sodann wird pneumatisch oder mittels der dazu vorgesehenen Schnur die Gummiblase wieder in die Olive zurückgezogen und die Sonde entfernt. Die Gummiblasc bildet nun für den Arzt ein Abbild der Innenwandung des Magens. insofern, als geprüft werden kann, an welcher Stelle und welcher Art die Sekrete sind. Man kann selbstverständlich die Untersuchung auch derart ausführen, dass man das Reagens erst nachher, d. h. nach dem Wiederentfrnen des Apparates, auf die Aussenseite der Gummiblase aufbringt bezw. so die bereits eingeleitete Reaktion verstärkt oder anderweitig kenntlich macht. Je nach der Art der Organe, welche zu untersuchen sind und je nach ihrer Form kann man die äussere Oberfläche der Gummimembran auch hoch stützen, beispielsweise durch ein Gespinst oder eine Röhre, die mit Durchlochungen versehen ist o. dgl. so dass sich beim Aufblasen die Gummimembran durch die Durchlochung hindurch bläht. In diesem Falle besteht das Reaktionsbild aus einzelnen Punkten. Schliesslich können mit Vorteil auf der Gummimembrah noch Orientierungs- striche, z. B. nach Art der Globuseinteilung angebracht sein. um eine genauere Ortsbestimmung der Reaktionsstellen zu ermöglichen. <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Rohr, das man nach der Einführung während der Zeit der Reaktion vorübergehend zurückzieht. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Apparat zur Untersuchung von Körperhöhlen mit Einführungsrohr und entfaltbarer Membran, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Membran so gering ist, dass der Druckwiderstand, den die Membran nach der Einführung des Apparates in die Körperhöhle gegen das Aufblasen leistet, kleiner als der ist, den diese Korperhöhle selbst einer Erweiterung ihrer Innenfläche entgegensetzt.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass an der inneren Seite der Membrane eine Schnur zum Zurückziehen der Blase in die Olive befestigt ist.3. Ausführungsform nach Anspruch 1 besonders für die Untersuchung langer, dünner Körperhöhlen, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane mit einem Umhüllungsrohr o. dgl. versehen ist, das vorübergehend zurückziehbar oder derart durchlocht oder geschlitzt ist, dass die aufgeblasehe Gummimembran durch die Durchlochungen o. dgl. hindurch treten und mit den WandungenderKörperhöhleninBerührungkommenkann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT46016T | 1909-10-12 |
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|---|---|
| AT46016B true AT46016B (de) | 1911-01-25 |
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ID=3566036
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT46016D AT46016B (de) | 1909-10-12 | 1909-10-12 | Apparat zur Untersuchung von Körperhöhlen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT46016B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238614B (de) * | 1962-09-08 | 1967-04-13 | Dr Med Kurt Kreie | Vorrichtung zum Feststellen von Verhaertungen der Magenwand mit Hilfe von Gastroskopie oder Roentgenuntersuchung |
-
1909
- 1909-10-12 AT AT46016D patent/AT46016B/de active
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| DE1238614B (de) * | 1962-09-08 | 1967-04-13 | Dr Med Kurt Kreie | Vorrichtung zum Feststellen von Verhaertungen der Magenwand mit Hilfe von Gastroskopie oder Roentgenuntersuchung |
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