AT44023B - Einrichtung an Signalanlagen mit Wechselstrombetrieb. - Google Patents

Einrichtung an Signalanlagen mit Wechselstrombetrieb.

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AT44023B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung an Signalanlagen mit   Wechselstrombetrieb.   



   Vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung an Signalanlagen mit Wechselstrombetrieb, bei der die Einstellbewegung des Gebers die Erzeugung von   Ausgleichströmen   in den induktiv oder direkt von einem   Erregorwechselstrom   beeinflussten Geberspulen sowie in den in entsprechenden Erregerfeldern drehbar angeordneten Ankerspulen der Empfänger bewirkt und hierdurch die Einstellbewegung der letzteren zur Folge hat. Derartige Einrichtungen sind beispielsweise in den D. R. P. Nr. 93912, 98053 und 99862 beschrieben.

   Anlagen dieser Art, wurden bisher in der Weise durchgeführt, dass man den zur Erzeugung der Ausgleichströme dienenden   Geberspulon annähernd den gleichen (induktiven) Widerstand   gab als den Ankerspulen der   Empfänger.   So hat man beispielsweise bei Anlagen, loi denen die Einrieht ng der Gel) er mit denen der Empfänger übereinstimmte, dieselben vielfach auch bezüglich der Widerstände ihrer Ankerspulen gleich ausgebildet, so dass sie beliebig miteinander vertauscht werden konnten. 



   Derartige Anlagen arbeiten zur Zufriedenheit, solange sämtliche Teile   vollkommen   in Ordnung sind. Es können aber Fehler in   den Angaben der Empfänger auftreten, beispielsweise   sobald bei Anordnung mehrerer   Empfänger   einer davon sich nicht in der richtigen Weise einstellt und dadurch eine Rückwirkung auf die übrigen Apparate ausübt. Dieser Fall kann sehr leicht namentlich bei   Signalübertragungsanlagen   auf   Knegs8chiffen   eintreten, wenn einzelne Empfänger oder sonstige Teile der Anlage zerschossen werden und zu den   schwerwiegendsten Störungen  
Veranlassung geben, da dann sämtliche übrigen Empfänger falsche Einstellungen zeigen.

   Auch ergeben sich leicht fehlerhafte Beeinflussungen einzelner Empfänger, wenn sich Isolationsfehler 
 EMI1.1 
 in den Zuleitungen einstellen. 



   Gemäss der Erfindung worden diese Nachteile dadurch vermieden, dass die an den Geber angeschlossenen Spulen der   Empfänger   einen wesentlich höheren, und zwar mindestens vierfachen elektrischen Widerstand erhalten, als die zwischen den Abzweigpunkten für die Empfänger-   leitungen liegenden Geberspulen.   



     Man erreicht diesen Unterschied   in den Widerständen am einfachsten durch eine Ver- 
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 durch die   Wochaelelder   der   Brrogorapulen   Spannungen induziert, und die durch die Spannungen bedingten   Auagleichatröme bewirken   die Eimtellung des Empfängers auf die jeweilige Geberstellung. 



   Die Erfindung ist natürlich nicht auf diese    besondere-Ausführungsform   der Anlage be-   schränkt. Ea können beispielsweise   statt der gezeichneten drei Ankerspulen eine andere Zahl   verwandt werden. Wahrend   bei der Einrichtung nach Fig. 1 die Geberspulen induktiv von dem Erregeratrom beeinflusst werden, können auch, wie Fig. 2 zeigt, die die Anker der Empfänger beeinflussenden   Ausgleichsströme   im Geber durch Abzweigen der Verbindungsleitungen von einer Drosselspule c gewonnen werden, die von dem die Empfängermagnete erregenden Wechsel strom dauernd durchflossen also direkt beeinflusst wird.

   Während die Gebereinrichtung nach   Fig. l   das Prinzip   de, s gewöhnlichen Transformators   verkörpert, weist Fig. 2 das Merkmal des Spar-oder Autotransformators auf. Ein Umschalter d, der mit dem Geberhebel in Verbindung steht, gestattet, bei der Einrichtung nach Fig. 2 diese Abzweigung in der Hebelstellung entsprechender Weise zu verändern und dementsprechend den Empfängerankern Ströme verschiedener Stärke zuzuführen, die deren Einstellung bewirken. 



   Bei allen derartigen und ähnlichen Signalübertragungsanlagen mit Wechselstrombetrieb gelingt es, durch die neue Bemessung der elektrischen Grössen der einzelnen Vorrichtungen auch beim Auftreten von   Stockungen   an einzelnen Empfängern oder von Fehlern in den Leitungen die Spannungsunterschiede zwischen den Leitungen und mithin die Beeinflussung der Empfänger in erlaubten Grenzen zu halten. 



   Es sei als erstes Beispiel einer Störung der Signalanlage der Fall angenommen, dass einer der Empfänger beispielsweise infolge Beschädigung durch ein Geschoss sich nicht richtig oder überhaupt nicht mehr einstellen kann, so dass er dauernd eine mit der Geberspannung nicht mehr übereinstimmende Spannung zu erzeugen sucht. Es liegen dann die Verhältnisse derart, dass bei einem hinreichend kräftigen,    d. h.   mit geringem Widerstande versehenen Geber und wenn der von dem Fehler betroffene Empfänger mit hohem Widerstand versehen, also wesentlich schwächer als der Geber ist, die richtigen Spannungsverhältnisse in den Ankerleitungen aufrecht erhalten und die übrigen Empfänger gar nicht oder nur ganz unbedeutend beeinflusst werden.

   Eine wesentliche Spannungsänderung in den Leitungen kann nur bei sehr starker Stromentziehung eintreten, die aber wegen des hohen Widerstandes der Empfänger durch mechanische Fest- stellung oder Verstellung dieser Vorrichtungen nicht eintreten kann. Im übrigen kann man die
Empfänger auch wegen ihres geringen Stromverbrauches mit Sicherungen   8s   für sehr geringe
Stromstärken versehen, die bei einem direkten Kurzschluss im Empfänger und dadurch bedingten möglicherweise schädlich wirkenden Strom sofort abschmelzen und damit eine Rückwirkung   des'Empfängers *auf den   Geber gänzlich ausschalten. 



   Es sei ferner angenommen, dass ein Isolationsfehler an einer beliebigen Stelle zwischen zwei oder auch allen drei Ankerleitungen auftritt, wie dies schematisch in den Fig. 1 und 2 durch den punktiert eingezeichneten Widerstand   Wl   angedeutet ist. Entsprechend dem Spannungs- unterschied zwischen den Ankerleitungen wird durch die fehlerhafte Stelle ein Strom   fliessen,   dessen Grösse von der des Übergangswiderstandes w, abhängt. Dieser Zusatzstrom kann aber auch in diesem Falle bei genügender Grösse des Gebers I keine merkliche Änderung in den
Spannungsverhältnissen hervorrufen, da die Klemmenspannung am Geber auch bei starker
Stromentnahme nicht wesentlich abnimmt.

   Ist der Widerstand   Wl   so klein und demgemäss die
Stromentnahme durch ihn so gross, dass eine fehlerhafte Beeinflussung der Empfänger auftreten würde, was durch die Wahl des Verhältnisses von Geber und Empfänger erst bei einer sehr erheblich grösseren als der normalen Stromentnahme stattfindet, so schmelzen die Sicherungen SI und setzen die ganze Anlage ausser Betrieb. In dem Falle, dass der Isolationsfehler aber in einer Leitung hinter einer   Empfängcrsicherung   auftritt, schmelzen nur die entsprechenden Empfängersicherungen s2. Es schaltet sich also nur der Empfänger mit gestörter Leitung selbsttätig   ab,     ohne dass   die übrige Anlage irgendwie beeinflusst wird. 



   Als dritte Art eines Fehlers trete schliesslich ein durch Leitungsbruch, schlechten Kontakt oder dergleichen bewirkter übergangswiderstand in einer oder mehreren der Ankerleitungen 
 EMI2.1 
   Widerstande   und dem durchfliessenden Strom proportional ist. Da nun gemäss der Erfindung die Empfänger erheblich grössere Widerstände besitzen als der Geber, so verbrauchen erstere an   sich   wenig Strom und der Widerstand   w,   kann beträchtliche Werte annehmen, ohne dass eine merkliche Beeinflussung des Empfängers eintritt. 
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    Aus konstruktiven Rücksichten ist es geboten, Geber und Empfänger nicht allzu verschieden   zu machen. 



   Ein geringer Widerstand des Gebers bedingt grosse räumliche Abmessungen desselbon. 
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 beträgt 50% der   Empfängerverdrehung,   da der verdrehte Empfänger ebenso stark wie der Geber selbst die übrigen Empfänger beeinflusst. Im Punkte 2 ist der Empfängerwiderstand doppelt so gross wie der des Gebers. Da die   Einstellkraft   quadratisch mit der Stromstärke abnimmt, ist hierbei die durch den verdrehten Empfänger auf die   übrigen   Empfänger ausgeübte Kraft nur noch eine Viertel der des Gebers ; die grösste fehlerhafte Verstellung der übrigen Empfänger wird daher nur noch etwa   20%   von der des verdrehten Empfängers betragen. Bei einem Verhältnis 
 EMI3.2 
 



  Man erkennt hieraus, insbesondere bei Betrachtung der Fig. 3, dass ungefähr bis zu dem Verhältnis 4 : 1 der Fehler mit der Vergrösserung des Verhältnisses rasch abnimmt, über das Verhältnis 4 : 1 hinaus sich dagegen nur noch wenig mit dem Grössenverhältnis ändert. Es bietet daher praktisch im allgemeinen keinen weiteren Vorteil,   das Widerstandsverhältnis   weiter als 4 : 1 zu steigern, zumal dann die praktisch im allgemeinen zulässige Grenze der Fehler, die man für 5 bie 6% annehmen kann, nicht überschritten wird. Auch machen sich dann schon andere Fehler, ungenaue Ablesung, Reibungswiderstände und ähnliches in solcher Weise bemerkbar, dass es keinen Zweck mehr hat, einen geringen Fehler zu verkleinern, wenn grössere sonstige Fehler sowieso vorhanden sind.

   Ein weiterer Grund, das Widerstandsverhältnis nicht grösser als 4 : 1 zu wählen, besteht darin, dass, wie bereits angedeutet, die Einstellkraft abnimmt, wenn man von zwei gleichen Apparaten den einen vergrössert und den anderen entsprechend verkleinert. 



   Schliesslich ist auch aus konstruktiven Rücksichten eine allzugrosse Verschiedenheit in den Abmessungen des Gebers und der Empfänger nicht erwünscht. Nur in besonderen Fällen, 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Einrichtung an Signalanlagen mit Wechselstrombetrieb, bei der die Einstellbewegung des induktiv oder direkt vom Wechselstrom beeinflussten Gebers die Erzeugung von Ausgleichströmen in den in Wechselstromfeldern drehbar angeordneten Ankerspulen der Empfänger und hierdurch die Einstellung der letzteren zur Folge hat, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung von Störungen, welche sich beim Festhalten eines Empfängers aus Isolationafehlern, Übergangswiderständen und anderem ergeben, die einzelnen Empfängerankerspulen (al) einen wesentlich höheren und mindestens vierfachen elektrischen Widerstand besitzen als die zur EMI3.4
AT44023D 1908-12-03 1909-11-27 Einrichtung an Signalanlagen mit Wechselstrombetrieb. AT44023B (de)

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