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Steuerung für Viertakt-Explosionskraftmaschinen mit Druckluftspülung.
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Im ersteren Fall wird die Druckluft, und im zweiten die atmosphärische Luft sowohl vor Beginn der Saugperiode, wie auch vor deren Abschluss eingeführt.
Die Erfindung hat nun eine Steuerung für Viertakt-Explosionskraftmaschinen zum Gegenstand, bei der die Eröffnung und Schliessung des im Einlassgehäuse angeordneten gesonderten Druckluftkanals und der Gas-und Luftzuführungskanäle, sowie des Einlasses in den Arbeitszylinder derartig bewirkt wird, dass nur bei Eröffnung des Einlassventils Druckluft durch dieses in den Verbrennungsraum eintreten kann und dass kurz vor Schluss des Ventils der Gemischraum vor ihm durch atmosphärische Luft vom Gemisch gereinigt wird.
Diese Einrichtung bezweckt eine durchaus zuverlässige Spülung des Zylinders bei geringstem Verbrauch an Druckluft, und eine volle Unabhängigkeit der Gasmaschine von der Druckluftquelle. Die Anzahl, Ausführung und gegenseitige Lage der Arbeitszylinder werden von einer Druckluftpumpe nicht mehr beeinflusst. Es vermittelt lediglich die Steuerung die periodische Druckluftspülung bei Eröffnung des Einlassventils und die atmosphärische Spülung gegen Schluss desselben und zwar mit durchaus einfachen und betriebssicheren Mitteln. Es braucht daher von der erprobten Bauart der jetzigen Gaskraftmaschinen nicht abgewichen zu werden.
Die Steuerung bezweckt ferner die Gaskraftmaschine mit oder ohne Druckluftspülung zu betreiben, in letzterem Falle arbeitet dann die Maschine wie in der bisher üblichen Weise.
Ferner kann die Steuerung oder die Druckluftquelle von Hand oder vom Regler derart beeinflusst werden, dass die Druckluftspülung von einer gewollten Leistung ab vermindert oder abgestellt werden kann ; denn die Druckluftspülung ist bei den geringeren Leistungen von keinem Vorteil.
Die Wirkungen der neuen Steuerung sind, dass, nachdem kurz vor Schluss des Einlassventils der Gemischrest durch atmosphärische Luft in den Arbeitszylinder eingeführt ist, bei Wieder-
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hubes gegeben ist, und dass der mit kalter Druckluft ausgespülte Arbeitszylinder vorbereitet ist zur Aufnahme eines grösseren Ladungsgewichtes zur Erzielung einer grösseren Arbeitsleistung.
Die Wirkungsweise der neuen Einrichtungen soll an Hand der schematisch dargestellten und beispielsweise Ausführungsformen zeigenden Zeichnungen erläutert werden.
Fig. 1, 2 und 3 zeigen den mit dem Einlassventil verbundenen Spülschieber, der Druckluft bei Eröffnung des Einlassventils einströmen lässt, während gegen Schluss des Einlassventils ein
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atmosphärische Luft den Gemischrest einspült.
Fig. 4 und 5 zeigen einen mit dem Einlassventil gemeinsam gesteuerten Spülschiebnr in besonderem Gehäuse, getrennt vom Einlassventil und dem selbsttätig gesteuerten Regelungschieber angeordnet.
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Fig. S zeigt eine andere Reihenfolge der Druckluft-, Luft- und Gaskanäle gegenüber Fig.,.
Fig. 6 zeigt einen vom Einlassventil getrennt gesteuerten Spülsohieber, und zwar derart, dass letzterer bei Eröffnung des Einlassventils Druckluft einströmen lässt, dann den Druckluftkanal absperrt und diesen nicht wieder vor Schluss des Einlassventils öffnet. Spülschieber und Regelungssohieber sind in getrennten Gehäusen untergebracht.
Fig. 7 und 8 zeigen die getrennte Steuerung des Spülschiebers vom Einlassventil und deren Anordnung im gemeinsamen Gehäuse.
Fig. 9 und 10 zeigen die Zerlegung des Spülschiebers in getrennte Einzelorgane.
Fig. 11 zeigt den Spülschieber in Verbindung mit einer Düse, um die Störungsenergie der bei der Eröffnung des Einlassventils einströmenden Druckluft zur Ansaugung von Gas oder auch Gas und Luft nutzbar zu machen.
Fig. 12 und 13 zeigen weitere Anordnungen des Spülschiebers in Verbindung mit einer Düse.
Fig. 14,15, 16, 17 und 18 zeigen verschiedene Stellungen des Spülschiebers als Druckluftund Luftsteuerorgan, das abwechselnd Druckluft und Luft für zwei Verbrennungsräume steuert.
Fig. 19,20, 21,22, 23,24 und 25 zeigen in verschiedenen Stellungen andere Ausführungsformen des Spülschiebers, um zwei Verbrennungsräume abwechselnd mit Druckluft und Luft zu versehen.
Fig. 26 zeigt das Druckluftsteuerorgan in Verbindung mit selbsttätigen Luftventilen.
In sämtlichen Figuren ist der Druckluftkanal mit 1, der Luftkanal mit 2, der Gaskanal mit 3, der Gemischkanal mit 4 und das Einlassventil mit 5 bezeichnet.
Nach den Fig. 1, 2 und 3 steuert der Spülschieber 6 den Druckluftkanal 1 bei der Eröffnung
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Regelungsschiebers 7.
Der Spülschieber 6 ist mit dem Einlassventil 5 in beliebiger Weise verbunden, und beide werden mittelst der Spindel 9 und der Wälzhebel 10 von einem Exzenter oder einer Steuerscheibe in bekannter Weise gemeinsam gesteuert.
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Weg 14 ist gleich der Deckung 15, so dass nach Absperrung des Druckluftringkanales 1 durch den Spülschieber 6, Luft und Gas eintreten können.
Vor Schluss des Einlassventils öffnet jedoch der Spülschieber 6 wieder den Druckluftringkanal 1 (Fig. 3), so dass Druckluft ins Innere des Einlassgehäuses treten und den Gemisehrcst vor dem Einlassventil in den Zylinder spülen könnte. Dieses verhindert jedoch der sich aufwärts bewegende Regelungsschieber 7, der bereits vorher die Drucklufteinlassöffnung 12 (Fig. 2 und 3) abgesperrt hat. Die Druckluft wird also lediglich dazu verwendet, um den Verbronnungsraum
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den Gemisehrest nutzbringend in den Arbeitszylinder zu spülen. Das Volumen des einzu8auenden (temischrestes, der sich im unteren Teil des Ventilgehäuses befindet, ist hiebei so klein als möglich zu gestalten.
Nach Fig. 14 wird der Luftkanal 2 und der Gaskanal 3 düsenartig bis dicht an das Einlass- ventil a und-b herabgezogen, so dass sich Gas und Luft erst beim Durehgange durch das Einlassventil mischen können. Ein etwa verbleibender Gemischrest wird dann durch die vor Eröffnung des Einlassventils in das Einlassgehäuse tretende Druckluft so sehr verdünnt, dass bei Eröffnung des Einlassventils kein ziindfähiges Kraftmittel mit den Verbrennungsrüf kständen zusammentrifft.
In diesem Grenzfalle erübrigt es sich, kurz vor Schluss des Einlassventils den Gemischraum durch atmosphäl sehe Luft von Gem'sch zu reinigen.
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Regelungs8Cbieber 7 bewegt sich lotrecht verschiebbar, aber nicht drehbar in der Schieberbüchse 11. Der Schieber wird ähnlich wie das Einlassventil durch ein Exzenter oder eine Steuerscheibe und Winkelhebel17 dadurch auf-und abbewegt, dass dieser Hebel die hohle Spindel 18 erfasst, durch welche die Spindel des Einlassventils hindurchgefiihrt ist, und dass am unteren Ende der Hohlspindel die mit ihr verbundene grosse Schnecke 19 in das entsprechende Gewinde 20 am inneren Umfang des Regelungsschiebers 7 eingreift.
Die Spindel 18 und der Regelungsachieber worden hierdurch so miteinander verkuppelt, dass durch Heben und Senken der Hohlspindel 18 ein unmittelbares Heben und Senken des Schiebers bewirkt und, dass durch Verdrehen der Hdhispindel bezw. der'an ihr befindlichen Schnecke 19 der Regelungsschieber unabhängig von der ersten Bewegung verschoben wird.
Diese mittelbare Aohsialverschiebung bewirkt der Regler der Maschine auf folgende Weise :
Auf der vom Regler in schwingende und drehende Bewegung versetzten, durch den oberen Teil des Ventilgehäuses hindurchgehenden Achse 21 sitzt eine zylindrische Zahnstange 22, die mit einem breiten Stirnrädchen 23 auf der Hohlspindel jM in Eingriff steht. Da letzterer während der Schieberbewegung erhalten bleibt, so wird durch eine Achsialverschiebung der Zahnstange 22 das Rädchen 23 und mit ihm die Hohlspindel. M und der Schraubengang 19 gedreht und dadurch der Regelungsschieber gehoben oder gesenkt werden.
Die Höhe des Regelungsschiebers 7 ist so bemessen und in ihm sind zwei Schlitze derart vorgesehen, dass je nach Belastung mehr oder weniger Luft zunächst in den Arbeitszylinder strömt und dass dann bei der Weiterbewegung des Schiebers 7
Gas und Luft in gleichbleibendem Verhältnis einströmen. Die durch den Regler herbeigeführte achsiale Verschiebung des Schiebers 7 bedingt den veränderlichen Zeitpunkt des oeffnens der
Gas-und Luftkanäle.
Die Druckluft zur Ausspülung des Verbrennungsraumes kann erzeugt werden durch eine
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Gasmaschine von einem etwa vorhandenen selbsttätigen Gebläse geliefert werden. Um den konachsial mit dem Einlassventil 5 und dem Regelungsschieber 7 sitzenden Spül-und Abschluss- schiebers 6 der Einwirkung von Rückzündungen zu entziehen und um denselben dem ungünstigen Einfluss unreiner Gase in geringerem Masse auszusetzen, soll derselbe in besonderem Gehäuse getrennt vom Einlassventil angeordnet werden. Fig. 4 und 5 zeigen diese Anordnung, durch welche sich noch die weiteren Vorteile ergeben,
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Durchbildung dieses Schiebers 6 unbehindert ist.
Die Ausführung kann man in zweckmässigerweise derart gestalten, dass der ungünstige Einfluss unreiner Gase auf das Mindestmass herabgesetzt, die Beweglichkeit gefördert und trotzdem ein dichter Abschluss für Gas und Luft erzielt gird.
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Ringöffnungen la und lb in den Arbeitszylinder zur Ausspülung der Verbrennungsrückstände einströmen zu lassen, und hiernach Gas und Luft bis kurz vor Schluss des Einlassventils. Der
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schieber 7 bei seiner Aufwärtsbewegung den Druckluftkanal * abgesperrt, so dass atmosphärische Spülluft durch den noch etwas geöffneten Spülschieber 6 hindurchtreten kann, um den vor dem Einlassventil befindlichen Gemischrest in den Zylinder zu spülen.
Fig. 5 stellt eine andere Reihenfolge der Zuführungskanäle für Gas, Luft und Druckluft dar.
Die bauliche Durchbildung des Spülschiebers 6, der in den Fig. 4 und 5 als Kolbenschieber dargestellt ist, kann beispielsweise ventilartig mit Sitzflächen versehen erfolgen, um Beweglichkeit und dichten Abschluss zu erzielen, oder an Stelle des Kolbenschiebers mit lotrechter Achse kann
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einen Drehschieber für Luft tnd Druckluft und gesondert hiervon ein Organ für Gas anwenden.
Nach den Fig. 1, 2, 3,4 und 5 wird die Druckluft und die atmosphärische Spülung durch zwei Organe 6 und 7 vermittelt. Dieselbe Wirkung kann jedoch mit einem Organ erzielt werden, wenn der Spülschieber 6 getrennt vom Einlassventil 5 gesteuert wird.
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von demselben losgelöst, so dass das Spülorgan 6 auf der Einlassventilspindel frei beweglich wird, oder getrennt vom Einlassventilgehäuso, ausserhalb desselben angeordnet wird. Dieser letztere Fall ist in der Fig. 6 in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt.
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einströmung bei Eröffnung des Einlassventils 5. Während dieser Zeit bleiben Luft und Gas abgesperrt, wie in der Fig. 6 durch die Deckungen 26 und 27 gekennzeichnet ist.
Nachdem nun der Druckluftkanal 1 abgesperrt ist, bleibt diese Absperrung bis nach Schluss des Einlassventils bestehen.
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. Die WiedcrerötTnung des Druckluftkanal1 kann zu beliebiger Zeit während des VerdichtungsExpansions- und Auspufihubes erfolgen, weil das Spülorgan 6 unabhängig vom Einlassventil 5 gesteuert wird.
Die Fig. 7 und 8 zeigen den vom Einlassventil 5 getrennt gesteuerten Spülschieber 6 in Verbindung mit einer anderen Reihenfolge der Kanäle, und zwar liegen der Luftkanal 2 und der Gaskanal < ? bezw. der Luftkanal 2 und der Gemischkanal 4 zwischen dem Druckluftkanal 1 und der Einlassventilöffnung im Arbeitszylinder. Die Bewegungsrichtung des Schiebers und des Einlassventils lässt sich aus den, in den beiden Figuren an den Exzenterstangen angebrachten Pfeilen ermitteln.
Gemäss der Fig. 7 erfolgt bekanntlich die atmosphärische Spülung gegen Hubende durch einen Luftspalt, der aus dem Spülschieber 6 und den ihm umgebenden Gehäuse gebildet wird.
Zum Unterschiede hievon ist in der Fig. 8 eine öffnung 28 im Gehäuse und eine solche 29 im Schieber vorgesehen, durch die gegen Hubende die dem Mischluftkanal 2 entnommene Spülluft tritt, um den Gemischrest vor dem Einlassventil in den Zylinder zu spülen.
Bei der Steuerung nach Fig : 7 können Gas und Luft während der Saugperiode der Gasmaschine durch vom Regler beeinflusste Drosselklappen geregelt werden, die in der Luftleitung 2 und in der Gasleitung 3 angebracht werden können.
Nach Fig. 8 kann für die Herstellung und Regelung des Gemisches eine beliebige Steuerung in Verbindung mit dem Gemischkanal 4 verwendet worden.
Die Fig. 9 und 10 zeigen eine Steuerung, bei der der Drucktuftkanal 1 einerseits und der Luftkanal 2 und der Gaskanal 3 oder auch der Gemischkanal 4 andererseits durch getrennte
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des Betriebes.
Der vereinigte Schieber nach den Fig. 7 und 8 wird also in zwei oder mehrere Einzelorgane zerlegt, die ihrem Einzelzweck entsprechend gestaltet werden können.
In Fig. 9 ist die Trennung in ein Organ 30 für die Druckluftspülung und in solches 31 für die atmosphärische Spülung und für den Abschluss der Zuführungskanäle des Arbeitsmittels durchgeführt.
In Fig. 10 ist die Trennung derart, dass ein Organ 32 für die Druckluft-und atmosphärische Spülung und ein zweites Organ 33 für den Abschluss der Zuführungskanäle des Arbeitsmittels entsteht.
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und des Einlassventiles lässt sich aus den, in den einzelnen Figuren an den Exzenterstangen angebrachten Pfeilen ermitteln.
Bei beiden Ausführungsformen strömt die Druckluft bei der Eröffnung des Einlassventils aus dem Druckluftkanal 7 während des Weges 25 in den Verbrennungsraum, um diesen auszuspülen.
Während dieser Zeit hält das Abschlussorgan des Spülschiebers mittels der Deckung 26 und 27 die Zuführungskanäle für das Arbeitsmittel geschlossen.
Nach Zurücklegung der Wege 25, 26 und 27 können Luft und Gas bezw. Gasluftgemisch bis kurz vor Schluss des Einlassventils eintreten, worauf atmosphärische Spülluft dem Gemischrest in den Arbeitszylinder spült.
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Es kann daher beispielsweise das Druckluftsteuerorgan 30 in Fig. 9 derart bewegt werden, dass der Druckluftkanal 1 über den Verdichtungs-und Expansionshub hinweg abgesperrt bleibt und erst wieder gegen Ende des Auspughubes geÖffnet wird.
In Fig. 10 ist in ähnlicher Weise wie in Fig. 8 eine Öffnung 28 im Gehäuse und eine solche 29 im Schieber vorgesehen, durch welche gegen Hubende die dem Mischluftkanal entnommene Spülluft tritt, um den Gemischrest vor dem Einlassventil in den Zylinder zu spülen.
Die Fig. 11, 12 und 13 betreffen eine Ausbildung der Steuerung derart, dass die Strömungs- energie der bei Ernilnung des Einlassventiles bezw. vor Beginn des Saughubes den Arbeitszylinder ausspülenden Druckluft mittelst einer Düse nutzbar gemacht wird zur Ansaugung von Gas oder auch Gas und Luft, t m ohne Aufwand besonderer Pumpenarbeit den beim Beginn der Saug- periode vorhandenen Teil des Verbrennungsraumes mit Gemisch möglichst zu füllen.
Es wird dadurch ermöglicht, die Maschine bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit zu beanspruchen, da in diesem Falle nicht allein das Hubvolumen des Arbeitszylinders, sondern dessen gesamter Inhalt mit Gemisch gefüllt wird.
Die Viertaktmasfnine arbeitet hiebei am zweckmässigsten nach einem Regelverfahren, das mit abnehmender Belastung die Gaszufuhr stets auf einen späteren Zeitpunkt des Saughubes verlegt. so dass also die Strömungsenergie der Druckluft nur bei den grösseren Belastungen nutzbar gemacht wird.
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In der Fig. 11 ist der Spülschieber 6 mit einer Düse 8 versehen. Sobald sich nun das Einlassventil öffnet, tritt Druckluft in den Arbeitszylinder, um die Verbrennungsrückstände auszuspülen. Noch vor Beendigung dieser Ausspülung worden bei der Aufw rtsbewegung des Schiebers 6 die Gaskanäle oder auch die Gas-und Luftkanäle, entsprechend den gewählten Deckungen 34 und 35 geöffnet, so dass die aus der Düse 8 ausströmende Druckluft das Arbeitsmittel ansaugt und mit sich fortnimmt in den Verbrennungsraum.
Nach Abschluss des Druckluftkanals 1 beginnt der eigentliche Saughub zur Ansaugung von Gas und Luft.
Bei manchen Viertakt-Maschinen befindet sich die gesamte Steuerungseinrichtung für den Zufluss der Druckluft, des Gases und der Luft ausserhalb des Einlassventilgehäuses. In solchen Fällen kann die jetzt am Schieber 6 befindliche Düse 8, als feststehendes Organ im Innern des Einlassventilgehäuses angebracht werden.
In der Fig. 12 ist der die Druckluft und die atmosphärische Luft steuernde Schieber 36 auf dem Rücken der feststehenden Düse angeordnet.
In der Fig. 13 ist dieser Schieber in zwei Teile 37 und 38 zerlegt oberhalb und unterhalb der Düse 8 angeordnet. Zweckmässig wird der Schieber 36 nach der Fig. 12 mit etwas Spielraum über dem Rücken der Düse 8 gesetzt, behufs Verminderung der Reibung.
Durch den hiedurch entstehenden Spalt könnte während der Saugwirkung der Düse 8
Druckluft in geringer Menge hindurchtreten.
Um dieses zu vermeiden, wird der Schieber 36 am oberen Ende mit einer düsenförmig durchgebildeten Kappe 39 versehen, die den oberen Rand der Düse 8 übergreift. Die zentral durchströmende Druckluft wird in den Ringraum unterhalb der Kappe 39 eine Druckminderung hervorrufen, so dass keine Druckluft durch den geringen Spalt zwischen Schieber 36 und Düse 8 entweichen kann.
Die Fig. 13 zeigt die Verbindung der Schieber 37 und 38 durch die Stangen 40, die dichtend in der Düse 8 geführt sind.
In den Fig. 12 und 13 ist mit dem Schieber 36 oder auch 37 und 38 kein gesondertes Abschlussorgan für den Gaskanal verbunden, dieses ist vielmehr mit dem vom Regler beeinflussten Gasventil 41 verbunden, bezw. Regelorgan und Äbschlussorgan sind zu einem Organ vereinigt, wodurch sich wiederum eine vereinfachte Steuerungseinrichtung in bekannter Weise ergibt.
Die Fig. 14 bis 25 stellen in verschiedener Durchführung eine Steuerung für zwei Ver-
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kanäle durch einheitliche oder getrennte aber einheitlich zusammenwirkende Einlassorgane erfolgt, die abwechselnd Druckluft und Luft durch die beiden Einlässe im Arbeitszylinder, zuerst in den einen und dann in den anderen Verbrennungsraum einströmen lassen.
Diese beiden Verbrennungsräume, bezw. die beiden Seiten des Arbeitszylinders besitzen also eine gemeinsame Druckluft-und Luftsteuerung zur Durchführung der Druckluft-und der atmosphärischen Spülung.
Diese Steuerung stellt somit eine wesentliche Vereinfachung dar gegenüber den vorhergegangenen Steuerungen, die sämtlich für jeden Verbrennungsraum bezw. für jede Zylinderseite eine besondere Druckluft und Luftsteuerung benötigen.
Die Fig. 14,15, 16, 17 und 18 zeigen eine Ausführungsform der beiden Verbrennungsräumen gemeinsamen Steuerung. Die Druckluft tritt zum Kanal 1 und die atmosphärische Luft zum Kanal 2 ein.
Bei der Eröffnung des Einlassventils tritt zunächst Druckluft durch die Ringöffnung 42 (Fig. 14) in den linken Verbrennungsraum, während die zugthörige Ringöffnung 43 für die Luft geschlossen ist.
Bei der Aufwärtsbewegung des Druckluftsteuerorgans 44 und des mit demselben verbundenen Luftorgans 45 wird die Druckluftspülung nach Absperrung der Ringöffnung 42 unterbrochen, und das Luftsteuerungsorgan 45 öffnet entweder sofort oder etwas später, je nach Wahl der Schieberdeckung, die Ringöfnnung 43 (Fig. 15) für den Zutritt der atmosphärischen Luft durch das Einlassventil 5a in den linken Verbrennungsraum.
Fig. 16 ist die Mittelstellung und Fig. 17 die Endstellung der Luft-und Druckluftsteuerung.
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Für den rechten Verbrennungsraum wiederholt sich der vorhin geschilderte Vorgang bei der Abwärtsbewegung der Steuerorgane 44 und 45, indem nach Fig. 17 und 18 zunächst Druckluft
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zwar unmittelbar vor dem Einlassventil 5f imd ib, während nach Fig. 18 Luft und Gas in einem besonderen Mischventil ausserhalb des Einlassventilgehäuses gemischt werden und als fertiges Gemisch durch den Kanal 4 und den Einlassventilen 5a und b in den Verbrennungsraum treten.
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In der Mittelstellung der Stenotorgane 44 und 45 nach Fig. 16 sind die Druckluftring- öffnungen 42 und 46 geschlossen und die Luitringössnungen 43 und 47 sind sowohl für den linken wie auch für den rechten Verbrennungsraum geöffnet.
Nun gewährt die Mittelstellung der Steuerorgane 44 und 45 einen Vorteil, der in Nachstehendem erläutert werden soll.
Bekanntlich gewährt die Druckluftspülung nur bei den grösseren Belastungen einer Gasmaschine wesentliche Vorteile, die aber bei den mittleren und kleineren Belastungen in Wegfall kommen. Es ist demnach von Vorteil die Druckluftspülung bei den geringeren Belastungen auszuschalten.
Dies geschieht dadurch, dass die Steuerorgane 44 und 45 durch den Regler oder von Hand in ihre Mittelstellung gebracht werden, damit nur Luft den beiden Verbrennungsräumen zuströmen kann, um die Gasmaschine in der bisher üblichen Weise weiter zu betreiben.
Die Steuerorgane d4 und 45 können durch verschiedene bauliche Mittel gesteuert werden, beispielsweise kann die auf einer unrunden Steuerscheibe aufliegende Rolle des Steuergestänges selbsttätig oder von Hand auf eine runde Scheibe geleitet werden, welche die Luft und Druckluftsteuerung in ihre Mittellage für einen gewollten Zeitraum feststellt, und damit die Druckluftspülung ausschaltet.
Es ist einleuchtend, dass eine solche Vornahme mit einer zwei Verbrennungsräume dienenden Steuerung in einfacherer Weise bewerkstelligt werden kann, als wenn jeder Verbrennungsraum seine selbstständige Luft-und Druckluft-Steuerung erhalten würde.
Die für zwei Verbrennungsräume gemeinsame Steuerung hat also nicht allein den Vorteil grosser Einfachheit in der Ausführung und im Triebwerk, sondern auch den weiteren Vorteil, dass für zwei Verbrennungsräume nur eine Stellvorrichtung benötigt wird, um die Druckluftzuführungskanäle zu schliessen und die Luftzuführungskanäle zu öffnen, wenn die Gasmaschine in der bisher iiblichen Weise betrieben werden soll.
In der Zeichnung ist das vom Regler beeinflusste und in beliebiger Weise anzuordnende
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Einlassventils die Gaszufuhr ab, so dass die nachdringende atmosphärische Luft den Gemischraum vor dem Einlassventil vom Gemisch reinigt, damit kein zündfähiges Kraftmittel vor dem Einlassventil zurückbleibt.
Fig. 19 und 20 zeigen an Stelle zweier Organe gemäss den Fig. 14 bis 18 ein einheitliches Organ 48 in Gestalt eines Kolbenschiebers mit muschelförmigem Querschnitt.
Fig. 19 zeigt die tiefste Stellung des Kolbenschiebers 48 und den Beginn der Aufwärtsbewegung, Zunächst tritt Druckluft durch die Ringöffnung 49 und dann atmosphärische Luft durch die Ringöffnung 50 in den linken Verbrennungsraum. Inzwischen hat der Kolbenschieber 48
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Es tritt dann wiederum zuerst Druckluft durch die Ringöffnung 51 und dann atmosphärische Luft durch die Ringöffnung 52 in den rechten Verbrennungsraum.
An Stelle des Kolbenschiebers 48 mit äusserer Drucklufteinströmung kann auch ein solcher
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Pennschifber, der Drehschieber und andere.
Die Fig. 21 bis 25 zeigen ein Luft- und Druclduftsteuerorgan, das ganz besonders geeignet ist, um zwei Verbrennungsräumcn p. ts einheitliches Steuerorgan zu dienen. Fig. 21 zeigt den Muschel- schieber (53) 11s seiner Anfangsstellung ; der innere Deckungssteg 54 lässt in Richtung des Pfeiles 55 Druckluft in den linken Verbrennungsraum einströmen.
Nach Beendigung dieser Spülung hat der Schieber die Stellung nach Fig. 22 erreicht, wo der innere Deckungssteg den Druclluftkanal bereits abgesperrt hat, weil der Deckungssteg 56 grösser bemessen ist wie die Drucklufteinlassönnung 57.' Ntmmehr beginnt der eigentliche Saughub der Maschine und zu beiden Seiten der äusseren Deckungsstege 56 tritt Luft in Richtung der Pfeile le 58 und 59 in der linken Verbrennungsraum.
Fig. zu ist die Mittelstellung des Muschelschiebers ; die Luft tritt weiter ein in Richtung der Pfeile 58 und 59 bis zur Beendigung des Saughubes.
In der Endstellung nach Fig. 24 wird das den rechten Verbrennungsraum abschliessende Einlassventil geöffnet, und es strömt die Druckluft in Richtung des Pfeiles 60 in den rechten Verbrennungsraum.
Der weitere Vorgang wiederholt sich nunmehr in der für den linken Verbrennungsraum geschilderten Weise, und zwar während der Aufwärtsbewegung des Schiebers 53 in Fig. 24.
Fig. 25 zeigt die Durchbrechung des inneren Muschelsteges 54 zur Erzielung zweifacher
Eröffnung. Durch weitere Durchbrechung des Steges 54 werden mehrfache Eintrittsquerschnitte für die Druckluft erreicht.
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Durch die zwei-bezw. mehrfachen Eintrittsquerschnitte für Druckluft und Luft wird der Schieberhub verkleinert. Dieser Schieber hat also gegenüber dem gewöhnlichen Muschelschieber wesentliche. Vorzüge.
In Fig. 26 erfolgt die Eröffnung und Schliessung des Druckluftkanals durch einen Rohr schieber 61 in gleicher Weise wie es für den Schieber 44 in Fig. 14 bis 18 geschildert wurde.
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hubes öffnen und gegen Ende desselben schliessen. Für den linken Verbrennungsraum ist die Ventilgruppe 62 und für den rechten Verbrennungsraum die Ventilgruppe 63 bestimmt.
Der Vorteil zweier gesonderter Ventilgruppen und die hieraus sich ergebende, für jeden Verbrennungsraum getrennte Zuführungsleitung 64 und 65, besteht darin, dass das Luftvolumen zwischen dem Verbrennungsraum und dem Spülschieber 61 möglichst klein wird, damit ein
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und damit der Füllungsgrad für das nachfolgende Gasluftgemisch möglichst gross wird.
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gekennzeichnet, dass die Eröffnung und Schliessung des im Einlassgehäuse angeordneten besonderen Druckluftkanals und der Gas-und Luftzuführungskanäle sowie des Einlassens in den Arbeitszylinder derartig bewirkt wird, dass nur bei Eröffnung des Einlassventils Druckluft durch dieses in den Verbrennungsraum eintreten kann und dass kurz vor Schluss des Ventils der Gemischraum vor diesem durch atmosphärische Luft von Gemisch gereinigt wird.