AT42437B - Verfahren und Einrichtung zur Erzielung eines ununterbrochenen Darrbetriebes. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erzielung eines ununterbrochenen Darrbetriebes.

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AT42437B
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Richard Roth
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Richard Roth
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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zur Erzielung eines ununterbrochenen Darrbetriebes. 
 EMI1.1 
 neuem, entsprechend der allmählichen Erwärmung des Grünmalzes und Verdunstung des Wassers langsam geheizt zu werden. 



   Auch die Darren mit gesonderten Luftströmen für jede Darrhorde sind von diesem   Ubelstand   nicht frei, da man das Malz nicht unmittelbar von einer Horde auf die um vieles   heissere nächste   bringen kann. 



   Diese gezwungene Abkühlung und danach wieder notwendige Heizung bedeutet aber naturgemäss einen erhöhten Kohlenverbrauch und eine Zeitvergeudung,   Ubelstände, welche die   vorliegende Erfindung beseitigt. 



   Nach dieser wird das Malz, ehe es auf die Darrhorden gelangt, soweit getrocknet, dass man es der Temperatur der obersten Darrhorde aussetzen kann, ohne die Bildung von Glasmalz befürchten zu müssen. 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Rollen b nehmen bei ihrer Bewegung die Hordenfläche c mit und führen dadurch das Malz in ununterbrochener oder absatzweiser Bewegung unter den einzelnen Kanälen kl,   k2, k3,   die in beliebiger Anzahl angeordnet werden können, hinweg. 



   Auf diese Weise wird erreicht, dass das Malz je nach der fortschreitenden Trocknung einer immer höheren Temperatur ausgesetzt wird, bis es schliesslich am Ende des Bandes c in für die Darrung genügend trockenem Zustande auf die obere Darrhorde i übergeführt wird. 



   Die Horden i werden mit Rücksicht auf den beabsichtigten kontinuierlichen Betrieb zweckmässig für Selbstabräumen eingerichtet, was man durch die Einrichtung der Darrhorden nach Art   der. Lesebänder   oder auf andere Weise erreicht. 
 EMI2.1 
 gesetzten Horde dem Rumpf o zugeführt, aus dem es in beliebiger Weise, z. B. durch Schnecken g, nach aussen gelangt. 



   Der Betrieb geht folgendermassen vor sich. 



   Aus dem Fülltrichter f gelangt das Grünmalz auf das endlose Band, Becherwerk oder dergl. c und kommt hierdurch nacheinander mit den aus den Kanälen   i,   und k3 austretenden und verschieden heissen Teilströmen der Darrluft in Berührung. Ob das Band c sich dabei stetig und gleichmässig oder ob es sich sprungweise von Teilstrom zu Teilstrom bewegt, bleibt sich gleich. 



  Von dem Trockenband gelangt dann das Malz auf die oberste Darrhorde, von hier aus auf die zweite, dritte u. s. f. 



   Zweckmässig wählt man die Anordnung so, dass alle Horden und das Trockenband gleichmässig und gleichzeitig durch Ketten und Kettenräder, Schnecken oder dgl. angetrieben werden, so dass immer ebenso viel Grünmalz auf das Trockenband aufgenommen wird, als fertig gedarrtes Malz die unterste Horde verlässt, so dass der Darrbetrieb ununterbrochen stattfindet, gleich- 
 EMI2.2 
 
Die so erreichbaren Vorteile gipfeln in der bedeutenden Kohlenersparnis dadurch, dass die Darre ohne Rücksicht auf das fortwährend zugeführte Grünmalz dauernd in der Abdarrtemperatur erhalten bleibt,

   in der durch den Wegfall der Abkühlungszeit und der Wende-und Abräummungsarbeiten erzielten   wesentlichen Verkürzung   des Darrens und in der Entbehrlichkeit jeder Bedienung und Handarbeit bis auf das Zuführen des frischen   Grünmalzes.   
 EMI2.3 
 auf die volle Länge seiner Förderbahn durch allmählich höher temperierte   Trockenluftteilströme     hindurchbewegt, damit   tatsächlich ausreichend getrocknet und somit jeder Bildung von Glasmalz entzogen wird. 



     Durch Schliessen   oder Öffnen der zwischen den einzelnen Abteilen des Trockenraumes angeordneten Durchgänge und Schliessen oder Offnen der direkt über den Darrhorden angeordneten Abzüge, kann das Trocknen des Grünmalzes je nach Erfordernis verlangsamt oder gänzlich aufgehoben werden. Auch hat man dies noch dadurch in der Hand. dass man von unten her einen   starken, und demgemäss sich nicht oder nur mässig an der Heizvorrichtung erwärmenden Frischluftstrom zuführen kann.   



   1 ist der die Trockenluft von den Darrhorden j nach unten   führende Kanal, welcher   in 
 EMI2.4 
 kanal 5, der mit einer Regelungsklappe ausgerüstet sein kann. Durch eine Durchgangsöffnung 6   ! kann die   den Heizraum entströmende Trockenluft auch auf den untersten, in den   Füllrumpf/   hineinragenden Teil der Grünmalzhorde c einwirken. 7 sind mit schliessbaren Klappen versehene senkrechte Durchgänge zwischen den einzelnen   Trockenraum-Abteilen 2, 3, 4,   um gegebenenfalls die daselbst vorherrschenden verschiedenen Temperaturen mehr oder weniger ausgleichen zu können. 

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    Um die Trockenwirkung abschwächen oder gänzlich aufheben zu können sind in der über ien Darrhorden i angeordneten Deckwand 8 mit Klappen ausgerüstete Durchgänge 9 vorgesehen,   
 EMI3.1 
 Betrieb ist der gleiche wie bei der erstbeschriebenen Ausführungsform. 



   Die Anordnung des Trockenbandes c in schräg aufsteigender   Richtung ist aus Gründen     der Raumausnutzung getroffen. Es   konnte ebenso gut und mit dem gleichen Erfolg jede andere Lage erhalten und auch in einzelne Teile zerlegt werden. Zweckmässig ist die schräge Stellung ausserdem insofern, als dadurch ein besonderer, bisher notwendiger Aufzug für das Grüumalz entbehrlich wird. 



    PATENT. ANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Erzielung eines ununterbrochenen Darrbetriebes, dadurch gekennzeichnet, dass die vondenDarrhorden abziehende Luft in mehrere   Einzelströme   von verschiedener Temperatur geteilt wird, welche in ihrem weiteren Verlauf das frische Grünmalz so bestreichen, dass jeder Teilstrom nur an einer Stelle auf das   Grünmalz   wirkt, worauf er abgeführt wird, ohne nochmals   mit anderem Grünmalz   in Berührung zu kommen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilströme in Kanälen (k1, k2, k. J mit Hilfe von Drosselklappen fil) oder ähnlichen Mitteln und aus besonderen Kanälen (m, d) kommender Luft vor der Berührung den Grünmalz entsprechend verschieden EMI3.2 immer wärmerer Luft in Berührung kommt.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Darrhorden abziehende Luft zunächst durch einen gemeinsamen Kanal (1) nach unten und aus diesem seitlich durch von einander getrennte Abteile (2, 3, 4) des Trockenraumes auf das Grünmalz geleitet wird, worauf die so getrennten und verschieden heissen Trockenluftteilströme ihrem natürlichen Bestreben gemäss aufsteigen und oben abziehen.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das auf einer Horde (c) ausgebreitete Grünmalz hinter einander durch die verschieden hf issen Teilströme der Darrluft geführt wird.
    5. Einrichtung an Malzdarren nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Verwendung EMI3.3 nach den Darrhorden zu sparen.
    6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Steigerung oder Ab- schwächung der Trockenwirkung die Heizvorrichtung (t) in den Trockenraum hineinragt und durch einen mit Regelungsvorrichtung ausgerüsteten, auf der Sohle desselben vorgesehenen Frischluftkanal je nach Erfordernis Frischluft zugeführt werden kann, welche sich an der Heizvorrichtung je nach Menge ihrer Zufuhr mehr oder weniger stark erhitzt, um sich in aufsteigender Richtung mit der übrigen Trockenluft zu mischen.
    EMI3.4 dadurch gekennzeichnet, dass in den wagerechten Trennungswänden der Abteile (2, 3, 4) und in der über den Darrhorden vorgesehenen Deckwand (8) mit Regelungsorganen ausgerüstete Durchgänge (7, 9) vorgesehen sind. zu dem Zwecke, die Trockenwirkung nach Belieben ab- schwächen oder gänzlich aufheben zu können.
    8. Einrichtung an Malzdarren zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 3, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizraum mit dem untersten, in den Füllrumpf hinein- EMI3.5
AT42437D 1909-03-03 1909-03-03 Verfahren und Einrichtung zur Erzielung eines ununterbrochenen Darrbetriebes. AT42437B (de)

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