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Bei Einbruch in Wirksamkeit tretende Sicherung für Geldschranktüren und dergl.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine bei Einbruch mittels des Schneidbrenner- in Tätigkeit tretende Sicherung für Geldschränke und dergl., die darin besteht, dass eine Vorzug weise vor oder in der Nähe der Türschlösser befindliche leichtflüssige Metallegierung oder sonstigt' leicht schmelzende Masse durch die Hitze des vom Einbrecher gehandhabten Schneidbrenners in flüssigen Zustand versetzt und in die Bahn eines oder mehrerer an den Riegelschienen befestigter oder von zapfenartigen Teilen derselben gebildeter Sperrorgane geleitet und in solcher Lage festgehalten wird, dass die Masse, gteichviel ob sie hier inzwischen wieder erstarrt oder noch flüssig gebliebon ist,
ein Hemmnis gegen das Zurückschieben der Türrieget bildet.
Das dieser Erfindung zugrunde liegende Prinzip kann in verschiedenen Ausführungsformen verkörpert werden, von denen in der Zeichnung ein Beispiel dargestellt worden ist.
Es zeigen an einer Türe bei abgenommener innerer Deckplatte : Fig. 1 eine Ansicht der An ordnung, Fig. 2 einen Schnitt durch die Hemmnisanordnung in grösserem Massstabe.
Vor den in bekannter Weise zur Sperrung der von der Oivenscheibe a betätigten Schub-
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dünner Kastenform, deren ebenfalls nur zwei gazeichnet sind, leichtflüssige Metalllegierungen. z. H. eine eutektische Wismutlegierung oder eine sonstige, leicht schmelzende Masse, wie Pech oder dergl. eingebracht.
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Die Zylinder f sind so angeordnet, dass bei zurückgezogenen Riegeln k der Kolben h am Zylinderboden anliegt. Die Rohrleitung mündet in einem gewissen Abstande vom Roden in den Zylinder ein, so dass die in letzteren eingegossene Masse, selbst wenn sie sich in noch nicht wieder völlig erstarrtem Zustande befinden würde, bei einer Rückverschiebung des Kolbens dun h diesen doch nicht ganz in die Rohrleitung zurück verdrängt werden kann. sondern unbedingt den zwischen Zylinderboden und Rohrmündung befindlichen Raum mehr oder minder füllen muss.
Bei Schmelzen der Wismutlegierung oder der sonstigen Masse stürzt nun das Metall in den Zylinder f, fiillt diesen mehr oder weniger an. wird in der Regel an dieser Stelle sofort wieder erstarren und somit den Weg des Kolbens sperren, so dass es ganz unmöglich ist. die Riegelschienen zurückzubewegen oder die Türe zu öffnen, selbst wenn nur wenige Tropfen Metall in den Zy 1inder f gelangt sind, da die Riegelschienen dann oben nicht mehr um das zur vollständigen Ex rillung der Tür erforderliche Mass zurückbewegt werden können, weil schon diese wenigen Tropfen den Kolben h nicht seinen vollen Hub bis zum Zylinderboden vollführen lassen. sondern sich zum mindesten zwischen Kolbenstirn und Zylinderboden festlegen.
Die Zylinder f sind zweckmässig an geeigneter Stelle mit einem durch ein feines Sieb über- deckten Luftloch ! versehen, damit sowohl der Gang des Kolbens beim Y er- und Entriegeln
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im Zylinder gewährt wird, der immerhin so eng sein kann, dass die leicht schmelzbare Masse darin infolge der Wärmeableitung sofort erstarrt.
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Von'ein und'demselben mitleicht schmelzbarer Masse gefüllten Kasten können nach den verschiedensten Richtungen Röhren e ausgehen, welche. in geeignet angeordnete Sperrzylinder münden, so dass auch bei Stürzen eines Kassenschrankes oder Umlegen desselben auf eine beliebige Seite sicher, die eine oder, andere, der fHemmungsanordnungen betätigt wird.
Die Kasten könnten auch mit Sand, Schrot oder dergl. gefüllt und nur gegen die Abflussleitungen e mittels je eines Pfropfens aus leicht schmelzbarer Masse abgesperrt sein, so dass beim Durchschmelzen des letzteren die im Kasten befindliche Masse sich in den betreffenden Zylinder ergiesst und damit sperrend in die Bahn der Türverriegelungsorgane tritt.
Die Anordnung zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie ganz ohne Federn und Gewichte absolut sicher in ; jeder Lage des Schrankes wirksam ist und bei geringsten Kosten in wenigen Stunden auch an'bereits fertigen Schränken billigst angebracht werden kann.
Da gar keine beweglichen Teile vorhanden sind, ist ein Festrosten ausgeschlossen und ganz unbegrenzte Lebensdauer der Anordnung gewährleistet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bei Einbruch in Wirksamkeit tretende Sicherung für Geldschranktüren und dergl., dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise vor oder in der Nähe der Türschlösser (c) leicht schmelzbare Massen, z. B. Metalllegierungen, Pech oder dergl. oder leicht fliessende, durch einen leicht schmelzbaren Pfropfen abgesperrte Massen (Sand, Schrot) und an die Masse bezw. den Pfropfen anschliessend, in die Bahnen der Türverriegelungsorgane führende Kanäle angeordnet sind, derart, dass die bei Einbruch mittels Schneidbrenners oder dergl. unter der hierbei ent- wickelten Hitze schmelzende, bezw.
durch Schmelzen des Pfropfens freiwerdende Masse sich in den die Bahn für die Türverriegelungsorgane bildenden Raum ergiesst und letzteren mehr oder minder füllend, die Zurückbewegung der Verriegelungsorgane in die Offnungslage der Tür un- möglich macht.