AT41420B - Apparat zur Gewinnung keimfreier Milch. - Google Patents
Apparat zur Gewinnung keimfreier Milch.Info
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Description
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Apparat zur Gewinnung keimfreier Milch.
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Milch völlig rein von Keimen aus der Euterdrüse ausgeschieden wird. Selbst die Tuberkelbazillen gehen nur dann unmittelbar in die Milch über, wenn die Euterdrüsen selbst infiziert sind. Dagegen werden die pathogenen Keime bei Typhus-, Cholera-und Diphterieerkrankungen der Tiere nicht
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nach ihren Ursprung ausserhalb des Tierkörpers.
Bisher hat man die Milch pasteurisiert und sterilisiert, um durch höhere Temperaturen
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Geschmack und nimmt zumeist Kochgeschmack an, weshalb solche Milch von Menschen, insbesondere Kindern und Kranken, ungern genossen wird. Beim Pasteurisieren und Sterilisieren
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relevanten Stoffe in ihren zweckdienlichen Eigenschaften vernichtet. Wohl werden bei der Erhitzung der Milch mehrere virulente pathogenen Keim. isnbesondere die tuberkelbazillen, vernichtet, aber es werden dagegen nicht alle Keime beseitigt, denn manche Dauersporen werden
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Erhitzen ausgesetzt wird.
Vorliegende Erfindung hat nun einen Apparat zum Gegenstände, der dazu dient. keimfreie Milch beim Melken der Kühe zu gewinnen, ohne dass die Milch an Güte, Geschmack und Nährwert verliert.
Dieser Apparat wird aus einem Melkgefäss mit Filter gebildet, und zeichnet sich dadurch aus, dass der Deckel des zwecmässig halbkugelförmigen Milchsammelbehälters ausser dem Filter
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ableitung, sowie an seiner Innenseite noch Beleuchtungskörper und andere an bekannten Apparaten dieser Art nicht vorhandene Einrichtungen trägt.
Auf der Zeichnung ist ein solcher Apparat dargestellt und zwar im Schnitt.
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belag tragen. Diese Schüssel besitzt überdies zweckmässig zwei auf der Zeichnung nicht dargestellte Handhaben, in welche ein Traggürtel eingeschnallt wird, um den Apparat leicht und
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Luft den Eintritt in den Apparat zu gestatten.
Um das Eindringen der Unreinigkeiten, die sich besonders in den Luftpartien nächst des Melktieres befinden, in das Melkgefäss möglichst zu verhindern, werden zum Melken feine, an sich
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gesetzt.
Das Filter 3 besteht aus einem Filtergehäuse, in das ein Einsatz mit dem Vorfilter 25 und schliesslich ein Einsatztrichter 36 eingesetzt werden. Das Filtergehäuse besitzt einen fest schliessenden Deckel 19.
Bevor mit der Melkung begonnen wird, wird die Luftzuführungspumpe in Tätigkeit gesetzt, um vollständig reine, sauerstoffreiche Luft zu erhalten ; sodann werden die Striche, die bereits vorher gereinigt und aus denen die ersten Milchstrahlen abgemolken wurden, mit den Gummischläuchen erfasst und gemolken.
Die Milch fällt zuerst in den Einsatztrichter 26 des Filters 3 und tritt durch die am Boden seitlich angeordnete Öffnung 21 in dans vorfilter 22, so dass die
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eingepresste Rinne 23, in welcher sich die schwersten Unreinigkeiten, wie Hautsehuppen, Kuhhaare etz. ansammeln, und da die Rinne im Gefälle zu der offenen Stelle des von dem Boden des Einsatztrichters überdeckten Schmutzfanges 36 führt. so werden diese Unreinigkeiten hier ab-
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der vorhandenen Unreinigkeiten in den ersten Schmutzfang. 36 abgeleitet.
Erwähnt muss noch werden, dass infolge der durch den Boden des Einsatztrichters geschaffenen Cberdeckung des Schmutzfanges die nachfliessende Milch die hier mit Unreinigkeiten versetzte Milch nicht aufrühren kann.
Der Schmutzfang 36 ist nur zu einem Viertteile, und zwar dem \'orfiltergewebe zugekehrt, offen.
Die durch die Vorfilterscheibe passierte Milch fällt auf die geneigte Absatzrinne 27 des
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Seite geschto. ssen und an der entgegengesetzten Stelle ofl'en. Der zweite Schmutzfang ist so angeordnet, dass die ureinigkeiten die in den Raum zwischen dem geschlossenen Schmutzfang-
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Dieses Filter hat den Vorteil, dass die zuerst ermolekene Milch, die mit Rücksicht auf die etwa noch in den Euterstrichen vorhandenen Bakterien nicht gänzlich rein sein kann, zur Ausfüllung der beiden Schmutzfänge verwendet wird und dass erst die nachgemolkene Milch das
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l'nreinigkeiten und cm Teil von Bakterien werden durch diese Filtration noch beseitigt. indem dieselben ebenfalls durch die geneigte Gewebelage abgleiten.
In dem unteren Teile des siphonartigen Steckdeckels. 31 bleibt stets etwas Milch stehen, wodurch der Vorteil erreicht wird. dass die äussere Luft. die sich in dem Filtergehäuse angesammelt hat nicht in den Milchsammelbchälter 1 gelangen kann. Es kann dadurch die einmal gereinigte Milch nicht mehr durch die Aussenluft verunreinigt werden.
Die durch die Luftzuführungsröhre 4 bezw. 15 in den Milchbehälter 1 geleitete Luft tritt
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und diese selbst bei ihrem Eintreten in den Milchbehälter durchlüftet hat. Damit erhalten die Bakterien, zu welchen auch die äusserst gefährlichen Milchsäurebakterien gehören, eine intensive Sauerstoffzufuhr, die das Wachstum derselben vollständig einschränkt.
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Das an der inneren Deckelseite angebrachte elektrische Glühlicht 7 erhellt den Raum intensiv, wodurch die noch etwa vorkommenden Keime in ihrer Lebensenergie ebenfalls sehr beeinträchtigt werden.
Schliesslich wirkt noch die Kaltemischung der Kühlschüssel 24 rasch temperaturvermindernd auf die Warmmilch und verschlechtert so die Existenzbedingungen für Keime.
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unreinen Eiswasser und mit der Kleidung des Melkpersonales nicht in Berührung kommt. Die Kühlschüssel hat auf der oberen Seite eine der Ablass-Ausbuchtung 8 des Milchbehälters entsprechend Mulde, wogegen die untere Schüsselfläche zweckmässig eine Isolierschichte aus Kork oder dgl. trägt, um die Körperwärme der Melkperson abzuhalten und diese vor der Kälte zu schützen.
Ist soviel Milch im Milchbehälter vorhanden, dass der Schwimmer 10 und mit ihm die Schwimmerspindel 6 gestiegen ist, dann wird die weitere Melkung unterlassen. Hierauf wird die Verbindung mit der Luftzuführungs-und der elektrischen Leitung unterbrochen und der Apparat in einen besonderen Raum zum Abfüllen der Milch in Flaschen gebracht.
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die Milch ausfliessen kann.
Den Deckel) mit allen seinen Einzelteilen kann man auch auf gewöhnliche oder entsprechend konstruierte Melkeimer setzen, falls die Anwendung der gekühlten und isolierten Schüssel nicht möglich sein sollte.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Melkgefäss mit Filter, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel des Melkgefässes (1) ausser dem in bekannter Weise durch Schläuche mit den Zitzen in Verbindung stehenden Filter (3)
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inhaltes, eine Luftableitung (13, 14) zweckmässig mit Flüssigkeitsabschluss und innen einen Beleuchtungskörper (7) trägt, um die Milch keimfrei machen zu können.
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Claims (1)
- auslass (13, 14) betätigt werden kann.3. Melkgefäss nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der am unteren Ende der Schwimmerspindel (6) befestigte, zugleich das Abschlnssventil für den Luftauslass bildende EMI3.5 Luftaustrittsöfi'nung eine Abschlussglocke (1. 3, ll) trägt, welche in eine konzentrische mit Wasser gefüllte Rinne taucht und am unteren Rande Oeffnungen für den Durchtritt der Luft nach aussen besitzt.5. Kühlmantel für das Milchsammelaefäss, bestehend aus einem dasselbe ganz oder teilweise umgebenden geschlossenen Kühlmittelbehälter (24), dessen Aussenseite durch einen die Wärme schlecht leitenden Belag gegen die Beeinflussung seitens der Körperwärme der das Gefäss haltenden oder tragenden Person geschützt ist.6. Filter für das Melkgefäss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch einen konischen Einsatz (26) in das Vorfilter (22) eintretende Milch zunächst in eine Sedimentierungsrinne (23) strömt, die die groben Unreinigkeiten in den tiefer gelegenen Schmutzfang (36) leitet, während die Milch durch das oberhalb des Schmutzfanges (36) schräg angeordnete \'vorfilter (25) in den eigentlichen Filterraum tritt, dort oberhalb der Filters (30) in die durch einen nach innen vortretenden Wulst gebildete zweite Sedimentierungsrinne (27) mit gedecktem Schmutzfang (29) gelangt und den unteren Teil des zweiten Filterraumes teilweise füllt, von wo sie durch das EMI3.6
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