AT414095B - Sialagogum auf basis einer lebensmittelsäure - Google Patents

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Description

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AT 414 095 B
GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zubereitung, bevorzugt auf eine medizinische Zubereitung, die zur Behandlung trockener Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich geeignet ist. Insbe-5 sondere bezieht sich die Erfindung auf eine Zubereitung, die über einen längeren Zeitraum wirkt, leicht zu applizieren ist, vom Patienten als angenehm empfunden wird und nebenwirkungsarm ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 10
Das Gefühl der Trockenheit im Mund- und Rachenraum (Xerostomie) ist ein weit verbreitetes Leiden mit unterschiedlichen Ursachen. Vor allem betrifft es Frauen nach dem Klimakterium, bei denen vorwiegend durch die Hormonumstellung Schleimhäute zum Austrocknen neigen. Dies ist ebenso für die Mund- und Rachengegend zutreffend. Hinzu kommt, dass besonders bei 15 Frauen in der 2. Lebenshälfte das Durstgefühl abnimmt und zu einer Verstärkung der Rachentrockenheit führt. Auch Männer zeigen mit zunehmendem Alter vermehrt diese Symptomatik, die auf eine Veränderung bzw. Reduktion der Speichelsekretion zurückzuführen ist.
Des Weiteren treten trockene Schleimhäute saisonal im Winter auf, da in dieser Jahreszeit die 20 Luftfeuchtigkeit geringer ist und durch Überheizen der Räume dieser Effekt noch verstärkt wird. Auch klimatisierte Räume weisen eine niedrigere Luftfeuchtigkeit auf, so dass trockener Mund und Rachen gefördert werden.
Die Befeuchtung der Atemluft findet v.a. im Nasenbereich statt. Ist jedoch die Nasenatmung 25 behindert oder nicht möglich, wird die Atemluft zu wenig befeuchtet und eine Austrocknung der Schleimhäute begünstigt.
Bei Rauchern tritt die Austrocknung der Schleimhäute stärker ein als bei Nicht-Rauchern. Wenn dadurch die Schleimhäute aneinander reiben statt gleiten, kann es zu den bekannten Erschei-30 nungen der Raucherstimme bzw. des Raucherhustens kommen.
Trockener Mund ist ein charakteristisches Symptom des Sjögren Syndroms, einer chronischen Erkrankung unbekannter Ursache. Auch bei fieberhaften Allgemeinerkrankungen mit Flüssigkeitsverlust (z.B. Durchfallerkrankung) ist Xerostomie häufig gegeben. 35
Trockenheit im Mund- und Rachenbereich kann zudem als Nebenwirkung von Arzneimitteln und Behandlungen auftreten. Durch die Gabe von Diuretika, die in der Therapie des Bluthochdrucks üblich sind, wird die Ausschwemmung von Körperflüssigkeit bewirkt und das Entstehen des beschriebenen Krankheitsbildes gefördert. Häufig beobachtet man die Xerostomie als Neben-40 Wirkung bei der Behandlung mit Psychopharmaka, praktisch immer bei Atropin-Medikation. Operationen im Mund- und Rachenbereich (z.B. Tonsillektomie) können das physiologische Gleichgewicht bei der Speichelsekretion stören. Bei der Strahlenbehandlung von Tumoren im Kopf- und Halsbereich reicht das durch die Zerstörung schleimproduzierender Zellen vermindert gebildete Sekret nicht mehr aus, um den Rachenbereich ausreichend zu befeuchten (Verlust 45 der serösen Speicheldrüsen).
Das Trockenheitsgefühl im Mund- und Rachenraum kann von einer geringfügigen Störung bis zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität reichen. Die Patienten klagen über Schluckbeschwerden, Fremdkörpergefühl im Halsbereich („Globusgefühl“, „Knödel im Hals“), so und mitunter über störenden Räusperzwang und Reizhusten.
Trotz der weiten Verbreitung, vielfältigen Ursachen und Auswirkungen dieses Leidens, gibt es bis heute keine akzeptable Therapie. Ein Behandlungsansatz besteht in der Gabe von künstlichem Speichel. Dieser soll den fehlenden Speichel ersetzen. Der Effekt hält allerdings nur 55 kurze Zeit an, da der künstliche Speichel rasch verschluckt wird und nicht mehr wirksam ist. 3
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Zudem assoziieren viele Patienten den künstlichen Speichel mit fremder Spucke. Diese negative Assoziation mit dem künstlichen Speichel reduziert die Bereitschaft des Patienten zur regelmäßigen Einnahme, es besteht also niedrige Patientenakzeptanz. 5 Oft wird bei der Anamnese festgestellt, dass die Beschwerden bereits über viele Monate oder sogar Jahre bestehen. Sollte von ärztlicher Seite aufgrund des Krankheitsbildes fälschlicherweise ein rezidivierender Infekt der oberen Atemwege diagnostiziert werden, wird häufig antientzündlich therapiert. Der Therapieerfolg ist sehr bescheiden, eine herkömmliche antiinfektöse Therapie meist - wenn überhaupt - nur kurzfristig erfolgreich. Die Folge ist Patientenunsicherheit io und Arztwechsel.
Die Verwendung üblicher Gurgellösungen ist kontraindiziert, da diese in der Regel oberflächenaktive Substanzen, wie z.B. Antiseptika, Tenside und Konservierungsmittel, enthalten, die den noch vorhandenen Schleimschutz ablösen. 15
Eine andere Therapiemöglichkeit wird in der Literatur beschrieben. So führt die Einnahme direkter Parasympathomimetika wie Pilocarpin oder Carbachol zu einer verstärkten Speichelsekretion. Beide Substanzen sind jedoch stark wirksame Arzneistoffe mit zahlreichen Nebenwirkungen. Ein Einsatz wird nur für die Xerostomie nach Radiotherapie bei Tumoren im Kopf- und 20 Halsbereich erwähnt.
Daneben werden Nicht-Arzneimittel wie Kaugummis oder Lutschbonbons, bevorzugt mit Zitronengeschmack, als Sialagoga empfohlen. Sowohl das Kauen als auch das Lutschen führen als physiologische Reize zu einer Anregung der Speichelsekretion, verstärkt durch die sialagoge 25 Wirkung der Aromen. Der Nachteil dieser Produkte liegt wiederum in deren kurzen Wirkdauer.
Was den Stand der Technik auf dem Sektor der Behandlung der Xerostomie betrifft, so ist hierzu auf folgende Druckschriften zu verweisen: 30 Aus der EP 745385 A2 ist ein in Form einer Lösung vorliegender Mundschleimhaut-Befeuchter beschrieben, welcher auf den Hauptkomponenten Wasser in hohen Mengen Feuchthaltemittel und Verdickungsmittel enthält, sowie weiters zwingend einen Calciumphosphat-Puffer, wobei ein bestimmtes Löslichkeitsprodukt einzuhalten ist. 35 Diese EP-A1 enthält keinen Hinweis auf eine Komponente, durch welche die Dauer der Abgabe der sialagogen Substanz verlängert wird, und somit die Häufigkeit der Applikation der Zubereitung wesentlich herabgesetzt werden kann, also eine die Perioden zwischen deren Anwendung wesentlich verlängernde und somit die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend hebende Langzeitwirksamkeit erzielt wird. 40
Auch die US 4820506 A beschreibt eine zwingend Wasser und ein Phosphat-Puffersystem enthaltende Flüssigkeit für die Förderung des Speichelflusses.
Auch diese Schrift beschäftigt sich nicht mit der Verlängerung der sialogogen Wirksamkeitsdau-45 er und enthält somit keinen Hinweis auf eine Komponente zur Erreichung dieses Zieles.
Das in der EP 613684 A1 beschriebene Xerostomia-Produkt liegt in Feststoff-Form vor und umfasst ein Gleit- bzw. Schmiermitteleigenschaften aufweisendes Polymer auf Polyethylenoxid-Basis und eine sialagog wirksame Substanz in einer Karies verhindernden pharmazeutisch so akzeptablen Trägersubstanz. Auch diese EP-A1 behandelt nicht die Erzielung einer Langzeitwirkung und daher ist dort auch nicht die Erreichung dieses Zieles vorgesehen.
Die US 5541165 A betrifft eine Speichelstimulier-Komposition mit Glycerin, großen Mengen Wasser, einem Pflanzen-Gummi und einem Puffer, die eigentlich ein den Speichelfluss anre-55 gendes Getränk darstellt, das in relativ kurzen Abständen und in Einzelmengen von z.B. 0,25 I 4
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Das in der GB 615323 A beschriebene Mittel soll zur Herabsetzung zur Verflüssigung des Speichelschleims dienen, um die Wirksamkeit, also die Bioverfügbarkeit von Medikamenten zu erhöhen.
Die US 4983378 A offenbart eine speichelflussfördernde Zubereitung in Form einer Mundspül-und -reinigungs-Zubereitung, welche "Yerba Santa oil" enthält, welches kein Öl, sondern eine harzartige Substanz ist.
Die WO 0132151 A1 betrifft das Umhüllen von medizinischen, diätetischen oder Nahrungs-Produkten mit sauren Überzügen, um das Schlucken derselben zu erleichtern. Ziel dieser Schrift ist eine rasche Freisetzung des Speichels, was allerdings zur Erhöhung der Dauer des Speichelflusses nicht beitragen kann.
Ein sialogen wirkender Kaugummi mit einem Weichmachergehalt von bis zu 20 % und einem Wachsgehalt von 6-10 % der Gummimasse, einem Süßungs- und einem Säuerungsmittel, einem hydrophilen Polymer sowie einem Gehalt von bis zu 20 % eines Öls ist in der EP 407 019 A2 beschrieben, wobei letzteres als Weichmacher und als wasserfreier Trägerstoff dienen kann.
Bis zu 30 % eines Weichmachers kann auch die in der WO 1999/059427 A1 beschriebene Formulierung enthalten, welche als Kaugummi, Zahnpasta oder Bonbon vorliegen kann. Als weitere Inhaltsstoffe sind dort eine Säure, ein Süßstoff sowie ein Verdickungsmittel vorgesehen. Der Wassergehalt beträgt dort 0 bis 3 % und es fungiert der dort mit einem Öl oder Wachs gebildete Weichmacherauch gleichzeitig als Trägerkomponente.
Ein speichelsekretionsförderndes Mittel in Form einer Tablette, eines Bonbons, od. dgl. wird weiters in der JP 2002265375 A beschrieben. Inhaltsstoffe sind dort neben einem Pflanzenextrakt ein Süßstoff, Öl, Vitamine, eine organische Säure und ein Gelbildner, wie z.B. Gelatine.
Filmzubreitungen, die bis zu 12 % einer Fett-Komponente enthalten können, sind in der US 2003/0008008 A1 beschrieben. Als weitere Inhaltsstoffe sind eine die Speichelsekretion fördernde Substanz, bevorzugt eine Säure, ein Süßstoff und ein Filmbildner, wie HPMC, Gelatine oder Arabisch-Gummi, vorgesehen.
Die US 3 929 988 A bezieht sich auf eine aromatisierte Zahnpaste, die neben einem Süßungsmittel, eine organische Säure, Cellulosederivate, Aromen und eine Fett-Komponente enthalten kann.
Die US 5 753 723 A beschreibt eine Zahnhaftcreme, die neben einem Alkylvinylethermaleinsäureanhydrid-Copolymer eine Säure, ein hydrophiles Polymer, z.B. Carboxymethylcelloluse-Natrium, ein Öl und einen Süßstoff enthält.
Schließlich sind in der WO 2003/043659 A1 bukkale, sialogen wirkende Zubereitungen in Form eines Hydrokolloid-Films geoffenbart; sie enthalten neben Aromastoffen eine Säure, Zucker bzw. einen Zuckeralkohol sowie bis zum 2 % einer Fettkomponente in der Funktion eines Emulgators.
Obwohl der Stand der Technik umfangreich ist, ist in keiner der genannten Schriften das Problem der Verlängerung der Wirksamkeit der siaiogenen Zubereitungen angesprochen und auch kein Hinweis zu dessen Lösung enthalten.
ZIEL DER ERFINDUNG 5
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Ziel der Erfindung ist es daher eine Zubereitung für eine wirkungsvolle Behandlung der Trockenheit im Mund- zw. Rachenbereich zu schaffen, deren Wirkung über einen längeren Zeitraum, also über 1-12 Stunden anhält, wobei die Wirksamkeit unabhängig von der Genese der Trockenheit erreicht werden soll. Zudem sollte die Zubereitung für den Patienten angenehm zu 5 applizieren sein und keine negativen Assoziationen hervorrufen, so dass eine hohe Patientenakzeptanz (Compliance) ermöglicht ist. Weiteres sollte die Zubereitung nebenwirkungsarm sein und keine unangenehmen Begleiterscheinungen verursachen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG 10
Im Rahmen eingehender Untersuchungen wurde gefunden, dass die Applikation speichelflussfördernder Substanzen mittels medizinischer, im Mund- bzw. Rachenbereich haftender Zubereitungen in bestimmten Zusammensetzungen zu einem erheblichen und länger andauernden Therapieerfolg bei der Behandlung der Xerostomie führt, und dass sogar bei seit Jahren thera-15 pieresistenten Patienten mit Hilfe solcher spezieller Zubereitungen eine signifikante Verbesserung von deren Beschwerdebild erzielt werden konnte.
Gegenstand der Erfindung ist somit eine neue Zubereitung, insbesondere eine neue medizinische Zubereitung, für die Behandlung trockener Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich 20 und der dadurch bedingten negativen Begleiterscheinungen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1, welche die im kennzeichnenden Teil dieses Anspruches geoffenbarten Merkmale umfasst.
Die erfindungsgemäßen, zur Applikation auf Schleimhäute des Mundhöhlen- und Rachenberei-25 ches vorgesehenen neuen Zubereitungen haben den Vorteil, dass sie an der Applikationsstelle haften und haften bleiben, nur langsam abtransportiert werden, und somit über einen, wie oben angegebenen, längeren Zeitraum wirksam bleiben. Als Applikationsorte eignen sich bevorzugt die Wangenschleimhaut (bukkal) und der Raum unter der Zunge (sublingual). Daneben kann die neue Zubereitung jedoch auch im Zahnfleischbereich (gingival), am Gaumen, an Ober- bzw. 30 Unterlippe, sowie auf der Zunge selber appliziert werden.
Bei Applikation der neuen Zubereitung mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung werden die in denselben enthaltenen sialagogen Substanzen, wie eben z.B. Zitronensäure und -aroma nur in derart geringen Mengen freigesetzt, dass zwar der Speichelfluss angeregt und gefördert 35 wird, aber nach einer anfänglichen kurzen Gewöhnungsphase deren Eigen-Geschmack nicht mehr wahrgenommen wird. Insbesondere wird die Geschmacksempfindung von Speisen und Getränken durch die Einnahme bzw. Verabreichung einer erfindungsgemäßen Zubereitung nicht störend beeinträchtigt, wie Patientenbefragungen ergeben haben. In der Regel ist die Gel-Zubereitung gemäß der Erfindung wasserfrei, um die Klebewirkung der mukoadhäsiven Sub-40 stanz erst nach der Applikation im Mundbereich zu entfalten. Geringe Mengen an Wasser können jedoch in der Rezeptur des Gels dennoch vorgesehen sein, um z.B. eine für die Applikation günstige Viskosität desselben einzustellen.
Was die Applikation der neuen Zubereitung betrifft, so eignen sich, wie aus der obigen Be-45 Schreibung der wesentlichen Merkmale der sich Applikationsformen, welche eine verlängerter Verweildauer im Mundbereich erlauben. Es sind hier insbesondere schleimhaut-adhäsive Pflaster zu nennen, durch deren Verwendung die Verweildauer der neuen Zubereitungen im Mundbereich auf bis zu 28 Tage verlängert werden kann. so Was die wichtigsten in den neuen Zubereitungen enthaltenden Substanzen außer den organischen Säuren als Wirksubstanz einzusetzenden Zusatz- und Hilfsstoffe betrifft, so sind dieselben im Oberbegriff des Anspruches 1 genannt.
Ein entscheidendes Merkmal der Erfindung liegt in der durch den gezielten Einsatz der neuen 55 Zubereitung erstmals erreichbaren langen Verweildauer am Applikationsort, also eben insbe- 6
AT 414 095 B sondere im Mundbereich. Es wird bei Kontakt derselben mit Feuchtigkeit sofort eine Art Klebeschicht gebildet und die schleimhaut-feuchtende Zubereitung an den Applikationsort gebunden. Auf diese Weise verweilt die Zubereitung über einen längeren Zeitraum im Mundbereich und setzt innerhalb dieses verlängerten Zeitraums die sialagogen Substanzen frei. Die neue medizi-5 nische Zubereitung wird in der Regel vom Patienten zwar wahrgenommen, es stellt sich jedoch ein rascher Gewöhnungseffekt ein, so dass diese Wahrnehmung nicht mehr bewusst erfolgt und auf keinen Fall als unangenehm empfunden wird. Zudem fördert die Berührung der Mundschleimhaut durch das Auslösen eines mechanischen Reizes den Speichelfluss. io Im Sinne der Verlängerung der Dauer der speichelflussfördernden Wirksamkeit haben sich, wie dem Anspruch 2 zu entnehmen, Polyacrylsäure-Verbindungen, wie insbesondere Poylcarbophil, als vorteilhafte Zusätze erwiesen. Dieselben bilden mit der Lipid-Komponente der Zubereitung eine gegen Ab- und Auswaschung besonders wirksame Schicht auf der Schleimhaut, die auch bei Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme die lange andauernde Wirksamkeit der Zubereitung 15 nicht verkürzt.
Als zusätzliche Bestandteile können - siehe dazu den Anspruch 3 - in der neuen Zubereitung als die Regeneration und/oder die Intakthaltung der Schleimhäute fördernde Substanzen, wie z.B. Dexpanthenol, Allantoin, Vitamine, Provitamine und Spurenelemente enthalten sein. 20
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung hat sich weiters die im Anspruch 4 geoffenbarte Applikationsform der neuen Zubereitungen besonders bewährt.
Nicht zuletzt und insbesondere im Hinblick auf die Altersstruktur der Bevölkerung wird einer 25 speziellen Applikationsform der neuen Zubereitung im Rahmen von Zahnersatz-Haftcremen u.dgl., gemäß Anspruch 5 wachsende Bedeutung zukommen.
Schließlich bildet die Verwendung mindestens einer schleimhaut-adhäsiven Trägersubstanz in bzw. für die Herstellung von wie vorher beschriebenen Zubereitungen zur Behandlung trocke-30 ner Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich gemäß Anspruch 6 einen weiteren wichtigen Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Anhand der folgenden Beispiele wird die Erfindung näher erläutert: 35 Beispiel 1:
Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g:
Bestandteil Menge Zitronensäure 25,0 g Allantoin 10,0g Zitronen-Aroma 148,0 g Mittelkettige Triglyceride 600,0 g Polycorbophil 215,0 g Acesulfam 2,0 g so Die festen Bestandteile mit Ausnahme der Polyacrylsäure werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge an mittelkettigen Triglyceriden die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Die Polyacrylsäure wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt. 55 7
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Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz. Beispiel 2: 5 Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g: 10 15
Bestandteil Menge Zitronensäure 25,0 g Allantoin 10,0 g Zitronen-Aroma 148,0 g Mittelkettige Triglyceride 565,0 g Polycarbophil 250,0 g Acesulfam 2,0 g
Die festen Bestandteile mit Ausnahme von Polycarbophil werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Mittelkettige Triglyce-20 ride die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Das Polycarbophil wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt.
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz. 25 Beispiel 3:
Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g: 30 35
Bestandteil Menge Weinsäure 10,0000 g Retinopalmitat 0,6250 g Zitronen-Aroma 75,0000 g Mandelöl 637,3750 g Polycarbophil 275,0000 g Acesulfam 2g 40 Die festen Bestandteile mit Ausnahme von Polycarbophil werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird in der Gesamtmenge Mandelöl das Retinolpalmitat gelöst. Die Feststoffmischung wird in diese Lösung eingebracht und homogenisiert. Das Polycarbophil wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt. 45
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz.
Beispiel 4: so Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g: 55
AT 414 095 B Bestandteil Menge Weinsäure 10,0 g Dexpanthenol 10,0g Orangen-Aroma 75,0 g Dünnflüssiges Paraffin 650,0 g Polycarbophil 253,0 g Aspartam 2,0 g Die festen Bestandteile mit Ausnahme von Polycarbophil werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Dünnflüssigem Paraf- 8 fin zunächst Dexpanthenol, dann die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Das Polycarbophil wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt. Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz. Beispiel 5: Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g: Bestandteil Menge Weinsäure 10,0 g Dexpanthenol 20,0 g Saccharin 2,0 g Zitronen-Aroma 60,0 g Ethyloleat 650,0 g Polycarbophil 258,0 g 35 Die festen Bestandteile mit Ausnahme von Polycarbophil werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Ethyloleat zunächst Dexpanthenol, dann die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Das Polycarbophil wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt. 40
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz.
Beispiel 6: 45 Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g:
Bestandteil Menge Äpfelsäure 10,0g Apfel-Aroma 73,0 g Silikonöl 415,0 g Arabisches Gummi 500,0 g Aspartam 2g 55 9
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Die festen Bestandteile mit Ausnahme des Arabischen Gummi werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Silikonöl die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Die Polyacrylsäure wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt. 5
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz.
Beispiel 7: io Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g:
Bestandteil Menge Zitronensäure 10,0 g Saccharin 2,0 g Zitronen-Aroma 100,0 g Mandelöl 568,0 g Hydroxypropylmethylcellulose 320,0 g
Die festen Bestandteile mit Ausnahme der Hydroxypropylmethylcellulose werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Mandelöl die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Die Polyacrylsäure wird unter 25 Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt.
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz.
Beispiel 8:
Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g: 30
Bestandteil Menge 35 Ascorbinsäure 20,0 g Orangen-Aroma 60,0 g Mittelkettige Triglyceride 560,0 g Hydroxyethylcellulose 318,0 g 40 Saccharin 2g
Die festen Bestandteile mit Ausnahme der Hydroxyethylcellulose werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Mittelkettige Trigly-45 ceride die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Die Polyacrylsäure wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt.
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz. so Beispiel 9:
Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g: 5 10
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Bestandteil Menge Zitronensäure 10,0g Allantoin 10,0g Saccharin 2,0 g Zitronen-Aroma 100,0 g Mittelkettige Triglyceride 578,0 g Natriumcarboxymethylcellulose 300,0 g 10
Die festen Bestandteile mit Ausnahme der Natriumcarboxymethylcellulose werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Mittel-kettige Triglyceride die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Die Polyacrylsäure 15 wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt.
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz. 20 Beispiel 10:
Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g: 25 30
Bestandteil Menge Zitronensäure 25,0 g Zitronen-Aroma 75,0 g Mittelkettige Triglyceride 622,0 g Polycarbophil 275,0 g Saccharin 3,0 g
Die festen Bestandteile mit Ausnahme von Polycarbophil werden miteinander vermischt. In 35 einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Mittelkettige Triglyceride die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Das Polycarbophil wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt.
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz. 40
Beispiel 11:
Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g:
Bestandteil Menge Zitronensäure 25,0 g Zitronen-Aroma 150,0 g Hochdisperses Siliziumdioxid 20,0 g Mittelkettige Triglyceride 567,5 g Polycarbophil 235,5 g Aspartam 2g 55 1 1
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Die festen Bestandteile mit Ausnahme von Polyacrylsäure werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Mittelkettige Triglyceride die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Die Polyacrylsäure wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt.
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz.
Beispiel 12:
Herstellung einer Charge Bukkalgel mit 1.000,0 g:
Bestandteil Menge Zitronensäure 25,0 g Zitronen-Aroma 150,0 g Mittelkettige Triglyceride 587,5 g Polycarbophil 235,5 g Aspartam 2g
Die festen Bestandteile mit Ausnahme von Polyacrylsäure werden miteinander vermischt. In einem Behälter mit Rührwerk und Homogenisator wird zur Gesamtmenge Mittelkettige Triglyceride die Feststoffmischung eingebracht und homogenisiert. Die Polyacrylsäure wird unter Rühren zugesetzt. Die Mischung wird 15 Minuten bis zur gleichmäßigen Verteilung gerührt.
Die Abfüllung des Gels erfolgt in Aluminiumtuben mit Applikatoraufsatz.
Nachweis der Wirksamkeit:
Die Wirksamkeit erfindungsgemäßer Zubereitungen wurde in 2 Untersuchungen nachgewiesen. Untersuchung A Beschreibung der Anwendung
Patienten wurden unter ärztlicher Aufsicht mit einem Bukkalgel der u.a. Zusammensetzung behandelt:
Bestandteil Menge Zitronensäure 25,0 g Zitronen-Aroma 75,0 g Mittelkettige Triglyceride 622,0 g Polycarbophil 275,0 g Saccharin 3.0 g
Die Einzeldosierung betrug einen Gelstrang von ca. 1 cm entsprechend einer Menge von ca. 80 mg der Zubereitung bzw. 2 mg Zitronensäure. Die Zubereitung wurde vom behandelnden Arzt mittels Applikationshilfe im Bukkalbereich appliziert.
Die Behandlungsdauer richtete sich nach der Schwere des Krankheitsbildes und dem Therapieerfolg. 1 2
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Patientengruppe
Patientenanzahl: Weiblich: Männlich: Altersdurchschnitt: 20 16 (80 %) 4 (20 %) 70 Jahre (44 - 90 Jahre)
Durchschnittliche Beschwerdedauer vor Therapie: 39 Monate (1 Monat -12 Jahre)
Grunderkrankung: Pharyngitis sicca 100% Laryngitis sicca 71 % Rhinitis sicca 38% Globusgefühl 81 % Schluckbeschwerden 52% Reizhusten 25% Durchschnittliche Behandlungsdauer: 5 Tage
Auswertung des Therapieerfolges
Subjektive Beurteilung durch den Patienten: 65 % viel besser 35 % besser 0 % unverändert
Klinische Beurteilung durch den behandelnden Arzt: 29 % viel besser 55 % besser 16 % unverändert
Untersuchung B Beschreibung der Anwendung
Patienten wurden unter ärztlicher Aufsicht mit einem Bukkalgel der u.a. Zusammensetzung behandelt:
Bestandteil Menge Zitronensäure 25,0 g Allantoin 10,0g Zitronen-Aroma 148,0 g Mittelkettige Triglyceride 565,0 g Polycarbophil 250,0 g Acesulfam 2,0
Die Einzeldosierung betrug einen Gelstrang von ca. 1 cm entsprechend einer Menge von ca. 80 mg der Zubereitung bzw. 2 mg Zitronensäure. Die Zubereitung wurde nach Anweisung durch den behandelnden Arzt vom Patienten selbst im Bukkalbereich appliziert.
Die Behandlungsdauer richtete sich nach der Schwere des Krankheitsbildes und dem Therapieerfolg.
Patientengruppe

Claims (5)

13 AT 414 095 B 40 29 (72,5 %) 11 (27,5%) 71 Jahre Patientenanzahl: Weiblich: Männlich: Altersdurchschnitt: Durchschnittliche Beschwerdedauer vor Therapie: 65 Monate Grunderkrankung: Pharyngitis sicca Laryngitis sicca Rhinitis sicca Globusgefühl Schluckbeschwerden Reizhusten Depression 97,5 % 47.4 % 47.4 % 67.5 % 74.5 % 32,8 % 17,5% 5 Wochen Durchschnittliche Behandlungsdauer: Auswertung des Therapieerfolges Subjektive Beurteilung durch den Patienten: 97,5 % viel besser 2,5 % besser 0 % unverändert Klinische Beurteilung durch den behandelnden Arzt: 80,1 % viel besser 19,9 % besser 0 % unverändert Patentansprüche: 1. Zubereitung, insbesondere medizinische Zubereitung, für die Behandlung trockener Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich und der dadurch bedingten negativen Begleiterscheinungen, wie Schluckbewerden, Fremdkörpergefühl im Halsbereich, störender Räusperzwang und Reizhusten, welche - zumindest eine medizinisch verträgliche bzw. lebensmittelrechtlich zugelassene organische Säure, insbesondere aus der Gruppe Zitronen-, Wein-, Äpfel-, Glucon-, Ascorbin-, Bernstein- und Adipinsäure, als speichelfluss-fördernde Substanz - vorzugsweise zumindest einen medizinisch verträglichen bzw. lebensmittelrechtlich zugelassenen Aromastoff, - mindestens eine muko-adhäsive, Substanz, ausgewählt aus der Gruppe der modifizierten Cellulosen, vorzugsweise Hydroxymethyl-, Hydroxyethyl-, Hydroxypropyl-, Hydro-xypropylmethyl- und Natriumcarboxymethylcellulose, und weiters Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenglykol(e), Traganth, Gummi arabicum, Gelatine, Agar-Agar und/oder Polyoc-rylsäure-Verbindungen, insbesondere Polycarbophil - zumindest einen Stoff aus der Gruppe Zucker und Zuckeralkohole, wie insbesondere Glucose, Fructose, Mannose, Maltose, Sorbit, Xylit, Mannit, und synthetische Süßstoffe, insbesondere Saccharin, Acesulfam, Cyclamat, Aspartam und/oder deren Salze, sowie weiters - zumindest eine Fett- und/oder Öl- bzw. fett- und/oder ölähnliche Trägersubstanz enthält, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Gel vorliegt und neben 0,5 bis 5 %, vorzugsweise 2 bis 3 %, mindestens einer der oben genannten speichelfluss-förderenden Substanzen 5 bis 25 %, vorzugsweise 10 bis 20 %, mindestens eines Aromastoffes und 15 bis 60 %, vorzugsweise 20 bis 25 %, mindestens einer der oben genannten mundschleimhautadhäsiven Substanzen und 25 bis 70 %, vorzugsweise 50 bis 65 %, mindestens einer fett- und/oder ölartigen bzw. Fett- und/oder Öl-Träger-Substanz, ausgewählt aus der 14 AT 414 095 B Gruppe Mandel-, Erdnuss-, Oliven-, Sesam-, Lein-, Rüb-, Mohn-, Rinderklauen-und/oder Behenöl, weiters Neutralöle und/oder, bevorzugt mittelkettige, Triglyceride, und/oder Schmierwirkung aufweisende Hydrophob-Flüssigkeiten, ausgewählt aus der Gruppe des Silikonöle, flüssigen Paraffine und/oder einfachen Ester von Fettsäuren, vorzugsweise Isopropylmyristat-palmitat, Ethyl-und/oder Oleyioleat, enthält.
2. Zubereitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich zu den dort genannten Zusatz- oder Hilfsstoffen zumindest eine schleimhaut-freundliche Substanz aus der Gruppe Dexpanthenol, Allantoin, Vitamin(e), Provitamin(e) und Spurenelemente enthält.
3. Zubereitung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf einen schleimhaut-adhäsiven und -verträglichen Träger, insbesondere auf ein derartiges Pflaster, aufgebracht ist.
4. Zahnersatz-Haftcreme bzw. Hartgel, dadurch gekennzeichnet, dass sie bzw. es eine Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2 enthält bzw. dass sie mit einer derartigen Zubereitung beaufschlagt ist.
5. Verwendung einer Fett- und/oder Öl- bzw. fett- und/oder ölartigen Trägersubstanz, ausgewählt aus der im Anspruch 1 genannten Gruppe in einer bzw. für die Herstellung einer Zubereitung bzw. einer medizinischen Zubereitung für den Mund- und Rachenbereich gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4. Keime Zeichnung
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