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Die Erfindung bezieht sich auf eine Faltschachtel, welche in Form eines n-eckigen Prismas aus einem einstückigen Zuschnitt gebildet ist, mit einem n-eckigen Boden, an dessen mit Faltlinien zusammenfallenden Seiten äussere Seitenwände anschliessen und nach oben verlaufen, mit Oberwandabschnitten, die sich von den mit Faltlinien zusammenfallenden Oberkanten der Seitenwände parallel zum Boden nach innen erstrecken, sowie mit Innenwandabschnitten, die sich von den inneren, mit Faltlinien zusammenfallenden Kanten der Oberwandabschnitte nach unten bis zu dem Boden erstrecken, wodurch ein prismatischer, nach oben offener Innenraum gebildet ist, dessen Öffnung kleiner als der Boden ist.
Eine Faltschachtel dieser Art mit quadratischem Boden ist beispielsweise aus "THE ECMA CODE of FOLDING CARTON STYLES", herausgegeben von der European Carton Machees Association, Den Haag, March 1993, Ed. 1. 0, Reprint January 2000, unter dem Code B 1410 bekannt geworden. Bei solchen Faltschachteln wird ein von oben zugänglicher, bis zum Boden reichender prismatischer Innenraum gebildet, dessen Öffnung quadratisch wie der Boden, jedoch kleiner als dieser ist. Dadurch ist die Öffnung oben an der Faltschachtel nach aussen hin von gleich breiten Oberwandabschnitten umgeben.
Die US 2 388 243 A (Edwin L. Arneson), die WO 2000/35 760 A1 (Agren Göran) und die US 2 130 602 A (Richard E. Smith) betreffen jeweils Faltschachteln, die aus einem einstückigen Zuschnitt gebildet sind, wobei an einem zentralen n-eckigen Boden mittels Faltlinien äussere Seitenwände anschliessen, an welche weiters Oberwandabschnitte grenzen, die wiederum über Faltlinien mit Innenwandabschnitten verbunden sind. Durch das Auffalten entsteht jeweils ein prismatischer, nach oben offener Innenraum, dessen Öffnung kleiner ist als der Boden.
Der FR 2 392 885 A ist eine zweistückige Faltschachtel zu entnehmen, die ebenfalls hohle Seitenwände aufweist, deren Oberwandabschnitte jedoch nicht parallel zum Schachtelboden verlaufen. Diese Faltschachtel weist einen Deckel auf, der gegengleich zu der Faltschachtel gebildet ist, wobei ein Einsatz vorhanden ist, der den Deckel bezüglich der Schachtel zentriert.
Nachteilig an dieser bekannten Faltschachtel ist der Umstand, dass nach dem Falten ein Fixieren durch Klebestellen vorgenommen werden muss, es sei denn, man nimmt noch kompliziertere Zuschnitte oder Störungen in der Optik des Innenraums in Kauf.
Eine Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Faltschachtel zu schaffen, die aus einem einstückigen Zuschnitt ohne Kleben gefaltet werden kann und ein optimal ansprechendes Aussehen aufweist.
Diese Aufgabe wird mit einer Faltschachtel der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Oberwandabschnitte Dreiecke bilden, deren eine Seite je von der gesamten Oberkante einer äusseren Seitenwand gebildet ist.
Dank der Erfindung wird eine Faltschachtel geschaffen, die rasch, einfach und ohne Hilfsmittel aus einem einstückigen Zuschnitt faltbar ist.
Im Sinne einer symmetrischen Lösung, die das Falten erleichtert und optisch besonders ansprechbar ist, kann vorgesehen sein, dass das Innenraumprisma bezüglich des Grundprismas der Schachtel um eine gemeinsame, normal auf den Boden stehende Achse um einen Winkel verdreht ist.
Zur Erhöhung der Stabilität und zusätzlich aus ästhetischen Gründen kann bei einer Variante vorgesehen sein, dass an die Innenwandabschnitte an deren mit Faltlinien zusammenfallende Unterkanten nach aussen, dem Boden anliegende Stützlaschen anschliessen.
Wenn aneinandergrenzende Aussenwandabschnitte einteilig mit einem Zwickel verbunden sind, der über mit Seitenkanten der Aussenwandabschnitte zusammenfallende sowie über eine mitti-
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ge Faltlinie nach innen faltbar ist, erhält man eine Ausführung, welche bei guter Stabilität leicht faltbar ist.
Eine weitere Erhöhung der Festigkeit der Schachtel lässt sich erzielen, falls zumindest an einer Seitenkante eines Innenwandabschnittes mit diesem über eine Faltlinie eine nach innen abstehende Haltelasche verbunden ist.
Besonders sicher wird die Verbindung der Innenwandabschnitte mit dem Rest der Schachtel, falls an der freien Dreieckseite eines Oberwandabschnittes über eine Faltlinie eine Fixierlasche anschliesst, welche nach unten gebogen bei gefalteter Schachtel mit dem Zwickel und/oder der Haltelasche zusammenwirkt.
Zur weiteren Sicherung gegen ein Aufgehen der Schachtel kann man vorsehen, dass an einer Seitenkante eines Innenwandabschnittes eine Stecklasche absteht, welche bei gefalteter Schachtel mit einer in dem benachbarten Innenwandabschnitt ausgebildeten Einstecköffnung zusammenwirkt. Weiters ist es oft vorteilhaft, wenn sie die Form eines geraden Prismas besitzt.
Einen sehr zweckmässigen Faltdeckel für die Schachtel nach der Erfindung erhält man, wenn er gegengleich zu der Faltschachtel ausgebildet ist, wobei in seinen prismatischen Innenraum ein Deckeleinsatz gesteckt ist, welches über die von den Oberwandabschnitten des Faltdeckels gebildete Ebene vorsteht, sodass der vorstehende Abschnitt des Deckeleinsatzes in den Innenraum der Faltschachtel eingreifen kann.
Gegenstand der Erfindung ist in gleicher Weise wie die Faltschachtel deren Zuschnitt.
Die Erfindung samt weiteren Vorteilen ist im Folgenden anhand beispielsweiser Ausführungsformen näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht sind. In dieser zeigen Fig. 1 einen ebenen, einteiligen Zuschnitt für eine Faltschachtel nach der Erfindung mit im
Wesentlichen quadratisch prismatischer Form, Fig. 2 in schaubildlicher Darstellung die Bildung der Faltschachtel aus dem Zuschnitt nach
Fig. 1 in einer Teilansicht, Fig. 3 die Faltschachtel gemäss Fig. 1 und Fig. 2 in fertig gefaltetem Zustand, # Fig. 4a bis d eine Faltschachtel (Fig. 4a) nach Fig. 1 bis 3 und einen dazugehörigen Deckel (Fig. 4b, c) samt Deckeleinsatz und dem Zuschnitt (Fig. 4d) für den Deckeleinsatz, Fig.
5 den Zuschnitt für eine Faltschachtel nach der Erfindung, welche im Wesentlichen die
Form eines regelmässigen, geraden, sechseckigen Prismas besitzt, Fig. 6,7 und 8 je in schaubildlicher Darstellung Faltschachteln nach der Erfindung mit sechseckigem, dreieckigem bzw. rechteckigem Grundriss.
Fig. 9 eine "asymmetrische" Variante der Erfindung in Draufsicht.
Im Folgenden wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Faltschachtel nach der Erfindung beschrieben, bei welchem deren Boden BOD quadratisch ist und somit vier gleich lange Seiten a, d, c und d besitzt. An die vier Seiten des Bodens BOD schliessen äussere Seitenwände ASa... ASd an und sie werden beim Zusammenfalten der Schachtel über mit den Seiten zusammenfallende Faltlinien nach oben gebogen (siehe auch Fig. 2). An die Oberkanten OKa... OKd der Seitenwände schliessen Oberwandabschnitte OWa ... OWd an, die über Faltlinien, welche mit den Oberkanten OKa... OKd zusammenfallen, nach innen, parallel zu dem Boden BOD verlaufend, gebogen werden. Die Oberwandabschnitte OWa .. Owd bilden Dreiecke, von welchen eine Seite je von der gesamten Oberkante OKa... OKd einer äusseren Seitenwand ASa... ASd gebildet ist.
Letztlich sind noch Innenwandabschnitte IWa ... IWd vorgesehen, die sich von den inneren, mit Faltlinien zusammenfallenden Kanten IKa ... IKd der Oberwandabschnitte nach unten bis zu dem Boden erstrecken. Durch die beschriebenen Teile des Zuschnitts ist die Geometrie der Faltschachtel, die ein n-eckiges Prisma mit einem Innenraumprisma bildet, welches bezüglich des Grundprismas der Schachtel um
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eine gemeinsame, normal auf den Boden BOD stehende Achse s um einen Winkel a verdreht ist, festgelegt.
Die im Weiteren beschriebenen Anhängsel, Laschen, Zungen, etc. sind, wie dem Fachmann klar sein wird, nicht in ihrer Gesamtheit erforderlich, stellen jedoch Hilfsmittel dar, um einerseits die Stabilität der gefalteten Schachtel zu gewährleisten und um andererseits ein einfaches und sicheres Zusammenfalten der Schachtel zu ermöglichen. An die Unterkanten UKa... UKd der Innenwandabschnitte IWa ... IWd schliessen nach aussen, bei gefalteter Schachtel, an deren Boden BOD anliegende Stützlaschen SLa... SLd an. Die entsprechenden Faltlinien fallen mit den Unterkanten UKa... UKd zusammen. Mit diesen Stützlaschen Sla ... SLd stützen sich die Innenwandabschnitte IWa ... IWd flächig an dem Boden ab.
Wichtig für das Falten und den Zusammenhalt der Schachtel sind weiters Zwickel Zab... Zda, welche aneinander grenzende Aussenwandabschnitte verbinden und mit diesen einstückig ausgebildet sind. Beispielsweise sind die Aussenwandabschnitte ASa und ASb über einen Zwickel Zab miteinander verbunden. Zwei Faltlinien Sda und Sad, die mit den Seitenkanten der Aussenwandabschnitte zusammenfallen, sowie eine mittige Faltlinie Mad ermöglichen es, dass die Zwickel beim Aufstellen der Aussenwandabschnitte in der in Fig. 2 ersichtlichen Weise nach innen gefaltet werden.
Weiters ist bei diesem Ausführungsbeispiel an einer Seitenkante eines Innenwandabschnittes IWb, IWc, IWd eine nach innen abstehende Haltelasche HLb, HLc, HLd vorgesehen. Die entsprechende Faltlinie, mit welcher diese Haltelaschen nach innen gebogen werden können, fallen mit den Seitenkanten der Innenwandabschnitte IWb, IWc, IWd zusammen.
An der freien, d. h. nicht an einen Aussenwandabschnitt ASa oder einen Innenwandabschnitt IWa angrenzenden Dreieckseite eines Oberwandabschnittes OWa ist eine Fixierlasche FLa einstückig angesetzt, welche über eine Faltlinie, die mit besagter Dreieckseite zusammenfällt, nach unten gebogen werden kann und bei gefalteter Schachtel mit einem Zwickel, hier Zda, und/oder der benachbarten Haltelasche, hier HLd, zusammenwirken und der Schachtel eine besondere Stabilität geben kann.
Weiters ist noch gezeigt, dass von einer Seitenkante eines Innenwandabschnittes IWc eine Stecklasche STc abstehen kann, die bei gefalteter Schachtel mit einer in dem benachbarten Innenwandabschnitt IWb ausgebildeten Einstecköffnung ESb zusammenwirkt. Zwar geben derartige Stecklaschen der Faltschachtel einen zusätzlichen Zusammenhalt, sie sind jedoch nicht unbedingt erforderlich und können samt den dazugehörigen Einstecköffnungen weggelassen werden, falls es aus ästhetischen Gründen erwünscht ist.
Der Innenwandabschnitt IWa weist, ausgehend von der Einstecköffnung Esa zwei Rillen RIL oder Ritzen auf, die parallel zu den Längsseiten des Innenwandabschnittes IWa bis zu einer Querseite verlaufen. Diese Rillen RIL erleichtern das Umbiegen und Falten beim letzten Faltschritt der Schachtel. Die Rillen RIL oder Ritzen sind nicht notwendig, jedoch insbesondere bei steiferem Material des Zuschnittes zweckmässig.
In Fig. 2 ist angedeutet, wie eine Faltschachtel FAS aus dem in Fig. 1 dargestellten Zuschnitt zusammengefaltet werden kann. Der Übersichtlichkeit halber ist in Fig. 2 jedoch nicht die gesamte Faltschachtel dargestellt. Dies geschieht in Fig. 3, welche die fertiggestellte Faltschachtel gemäss einem Zuschnitt nach Fig. 1 zeigt.
Anhand der Fig. 4a bis 4c ist erläutert, wie auf einfache Weise ein Faltdeckel FAD für eine Faltschachtel FAS hergestellt werden kann. Der Faltdeckel FAD stellt im Prinzip nichts anderes dar, als eine gegengleich zur Faltschachtel FAS ausgebildete Faltschachtel. Die Faltschachtel FAS ist in Fig. 4a gezeigt, wogegen der wesentliche Teil des Faltdeckels FAD in Fig. 4b gezeigt ist. Bezeichnet sind in Fig. 4b lediglich die Oberwandabschnitte OWa dieses Faltdeckels FAD,
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der, wie bereits erwähnt, sonst völlig gleich wie die Faltschachtel FAS aus einem entsprechenden Zuschnitt hergestellt ist. Um dem Faltdeckel FAD einen Halt zu geben, besitzt dieser einen Deckeleinsatz DEE, der in seinen prismatischen Innenraum gesteckt werden kann.
Ein solcher prismatischer Deckeleinsatz DEE, der an einer Seite offen ist, kann in einfacher und bekannter Weise aus einem in Fig. 4d gezeigten achteckigen Zuschnitt hergestellt werden, der vier Zwickel mit Faltlinien aufweist, die das Zusammenfalten zu dem offenen Prisma ermöglichen.
Natürlich kann der Deckeleinsatz DEE auch auf jede andere Weise gebildet werden. Wie in den Fig. 4a bis 4c durch Pfeile gezeigt, kann der Faltdeckel FAD mit seinem Deckeleinsatz DEE, nachdem dieser gewendet wurde, auf die Faltschachtel FAS aufgesetzt werden, sodass dann der Deckeleinsatz DEE nicht nur in dem prismatischen Innenraum des Faltdeckels FAD steckt, sondern auch in einen Teil des prismatischen Innenraums der Faltschachtel FAS hineinragt.
Fig. 5 zeigt einen Zuschnitt für eine erfindungsgemässe Faltschachtel, welche die Form eines regelmässigen, geraden und sechseckigen Prismas besitzt, wenn sie zusammengefaltet ist. Die zusammengefaltete Schachtel zeigt dann Fig. 6. Da die gleichen Teile und Abschnitte vorhanden sind, wie bei der zuvor gezeigten Faltschachtel mit quadratischem Boden werden lediglich einige Bezugszeichen verwendet, ohne dass es einer näheren Erläuterung hinsichtlich der Eigenschaften der einzelnen Abschnitte bzw. des Zusammenfaltens des Zuschnittes zu einer Schachtel bedürfte.
Natürlich gibt es bei der sechsseitigen prismatischen Ausführungsform sechs Seiten a... f des Bodens BOD und entsprechend viele Seiten Ober- und Innenwandabschnitte samt entsprechenden Laschen.
Die Fig. 7 und 8 zeigen in schaubildlicher Darstellung zwei weitere Ausführungsformen erfindungsgemässer Faltschachteln FAS, wobei Fig. 7 eine Faltschachtel zeigt, die im Wesentlichen die Form eines Prismas mit einem Boden besitzt, der ein gleichseitiges Dreieck ist. Hingegen zeigt Fig. 8 eine Faltschachtel FAS, deren Boden rechteckförmig ist. Die Zuschnitte sind völlig analog zu dem in Fig. 1 gezeigten Zuschnitt ausgebildet und lediglich der Geometrie des Bodens BOD und der Anzahl seiner Seiten angepasst. Man erkennt bei allen bisher gezeigten Ausführungsformen das verwendete Prinzip der besonderen Verdrehung des Innenraumprismas bezüglich des Grundprismas der Schachtel um eine normal auf den Boden BOD stehende Achse s.
An Hand der Fig. 9 ist gezeigt, dass die zuvor genannte Verdrehung des Innenraumprismas nicht notwendigerweise erfolgen muss, solange das Prinzip beibehalten wird, wonach jeder Oberwandabschnitt ein Dreieck bildet, dessen eine Seite je von der gesamten Oberkante einer äusseren Seitenwand gebildet ist. Die Faltschachtel FAS nach Fig. 9 ist - ebenso wie jene nach Fig. 1 bis 4 - von der Gestalt eines geraden quadratischen Prismas, doch sind ihre vier Oberwandabschnitte Dreiecke unterschiedlicher Grösse. Anders ausgedrückt ist der Winkel, unter welchem eine Dreieckseite von einer Ecke des die Oberwand begrenzenden Quadrats nach innen verläuft, nicht an jeder Seite gleich.
Bei den Ausführungen nach den Fig. 1 bis 8 war dieser Winkel # immer gleich gross, bei der Ausführung nach Fig. 9 liegen hingegen vier unterschiedliche Winkel a, #, y, # vor und dementsprechend ein Innenraumprisma, das von einem unregelmässigen Viereck ausgeht.
Der Zuschnitt für eine Faltschachtel nach der Erfindung kann aus verschiedenen Materialen hergestellt sein, insbesondere aus Karton, Wellpappe und für Faltschachteln geeignete Kunststoffe. Der Zuschnitt wird vorteilhafterweise in einem Arbeitsschritt aus Flachmaterial gestanzt und mit Biegelinien durch Rillen oder Ritzen versehen.
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