AT412744B - Verfahren zur verstellung der für den schützen sichtbaren grösse einer schiessscheibe, vorrichtung und schiessstand zur ausführung des verfahrens - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verstellung der für den Schützen sichtbaren Grösse einer Schiessscheibe sowie eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens und einen Schiessstand gemäss dem Oberbegriff der Ansprüche 1, 5 bzw. 23. Auf Schiessplätzen, insbesondere militärischen, sind verschiedene Formen von Schiessscheiben in Verwendung. Einerseits Ringscheiben, deren Zentrum getroffen werden soll und andererseits sogenannte Mannscheiben, welche die Silhouette eines Soldaten darstellen. In Verwendung sind Mannscheiben verschiedener Höhe, welche entweder eine ganze Scheibe (Mann frei stehend) eine halbe Scheibe (Mann kniend), eine Viertelscheibe (Brustscheibe) oder eine Achtelscheibe (Kopfscheibe) darstellen. Ebenso sind Schiessscheiben mit Fahrzeugabbildungen unterschiedlicher Grösse bekannt. Je nach Übungssituation und Übungsablauf müssen diese Schiessscheiben verschiedener Grö- #e an ihren Standplätzen auf-, um- oder abgebaut werden, was zeit- und arbeitsaufwändig ist. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, diese genannten Schiessscheiben auf einem Klappmechanismus zu positionieren, sodass bei einem Treffer die Schiessscheibe umklappt und sich wieder aufstellt, sodass der Treffer auch optisch leicht zu erkennen ist. Weiters sind elektronische Trefferaufnahmegeräte bekannt, welche die genaue Position des überfliegenden Geschosses mittels Mikrophonen und Schalllaufzeitauswertung vermessen, sodass eine händische Trefferaufnahme bei nichtumfallenden Schiessscheiben entfällt. Aus der JP 2003-130595 ist weiters eine Zielscheibe bekannt, die während des Beschusses in der Höhe bzw. um die Vertikalachse verstellt wird, um eine dynamische Schusssituation zu simulieren. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine grössenverstellbare Schiessscheibe zu finden, sodass der Auf-, Um- und Abbau verschieden grosser Schiessscheiben entfällt. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1,5 und 23. Im Zuge der Modernisierung von militärischen Schiessplätzen wird immer mehr auf die Installation von Zieleinrichtungen Wert gelegt, welche eine rasche, flüssige Abwicklung von Schiessübungen bei minimalem Aufwand an Bedienungspersonal ermöglichen. Es ist jedoch bisher notwendig, die laut Schiessprogramm erforderlichen unterschiedlich hohen Schiessscheiben händisch auf-, abund umzubauen, sei es in fixe Haltevorrichtungen oder auf Klappapparaten. Die vorliegende Erfindung löst dieses Problem durch Verwendung der grössten vorhandenen Schiessscheibengrösse 1, die höhenverstellbar hinter einer Barriere 2 angeordnet wird. In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen die Fig. 1 bis 4 unterschiedliche Ausführungsvarianten der anmeldungsgemässen Vorrichtung. Durch die Verstellung in verschiedene Höhen wird für den Schützen eine unterschiedliche Zielgrösse (Höhe) sichtbar. Dieses funktioniert gleichartig, wenn die Schiessscheibe auf einem Klappapparat 3 montiert ist, welcher höhenverstellbar angeordnet ist oder eine höhenverstellbare Barriere vor einer fixen oder beweglichen Schiessscheibe angeordnet ist. Die vertikale Verstellung kann entweder durch Linearführung 4 des Aufnahmerahmens 5, durch Parallelogrammführung 6 oder durch eine Scherenführung bzw. analoge Verstellvorrichtungen erreicht werden. Bei der Linearführung 4 wird durch direkte Auf- und Abbewegung des Rahmens die gewünschte Zielgrösse eingestellt. Bei der Parallelogrammführung 6 erfolgt die Auf- und Abbewegung entlang einer Kreisbahn. Der Antrieb der Aufnahmerahmen 5 auf den Führungen 4 bzw. 6 kann auf verschiedenste Art und Weise bewerkstelligt werden, beispielsweise mechanisch, manuell, elektrisch, pneumatisch, hydraulisch. Die Manipulation kann beispielsweise über Seilzug, Hebelsystem, Gewindespindel, Zahnstangen, Luft- oder Ölzylinder, Kettentriebe, Zahnradgetriebe, Schneckenräder, Zahnriemen, sowie Riemen aller Art erfolgen. Die Steuerung des Antriebes der Aufnahmerahmen kann an den Schiessscheiben vor Ort oder ferngesteuert durchgeführt werden. Es ist in geeigneter Weise eine Höhenfixierung in entsprechender Stellung vorzusehen, sodass wiederkehrend erforderliche Schiessscheibenhöhen einstellbar sind. <Desc/Clms Page number 2> In der tiefsten (abgesenkten) Position kann die Anlage, ohne die Schiessscheibe abnehmen zu müssen, in einem Kasten verschlossen werden. Dieser Kasten muss sich selbstverständlich unter der Schusslinie befinden und schützt die Anlage, wenn sie nicht in Betrieb ist, gegen Witterungseinflüsse, Verschmutzung und mechanische Beschädigung. Das Öffnen und Schliessen dieses Kastens kann mechanisch vor Ort oder fernbedient, z.B. elektrisch, erfolgen. Eine weitere Möglichkeit, um mit nur einer Schiessscheibengrösse verschiedene Zielformate darzustellen, ist die Anordnung einer höhenbeweglichen Platte aus Panzerstahl vor einer fixen oder höhenbeweglichen Schiessscheibe. Die Bewegung der Platte kann wiederum mit einer Linearführung (hoch-tief), mit einer Parallelogrammführung oder durch Neigung der Platte bewerkstelligt werden. Die Manipulation kann in gleichartiger Weise wie bereits oben bei den Aufnahmerahmen beschrieben, durchgeführt werden. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verstellung der für den Schützen sichtbaren Grösse einer Schiessscheibe (1 ), welche sich zum Teil hinter einer Barriere (2) befindet, dadurch gekennzeichnet, dass Schiessscheibe (1 ) und Barriere (2) in der Scheibenebene vertikal gegeneinander verstell- bar angeordnet sind.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiessscheibe (1) in Schussrichtung umklappbar ausgeführt ist.(Fig.1 und 2) 3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektroni- sches Trefferaufnahmegerät (7) am Scheibenfuss hinter der Barriere (2) vorgesehen ist.(Fig. 3 und 4) 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für die Baugrup- pen Schiessscheibe (1) und/oder Barriere (2) die Standhöhe in vordefinierbaren Niveaus fixiert werden kann.5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Höhenverstellung der Schiessscheibe mittels einer Linearführung (4) bewerkstelligt wird.(Fig. 1, 3) 6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Höhenverstellung der Schiessscheibe (1) mittels einer Parallelo- grammführung (6) bewerkstelligt wird.(Fig. 2,4) 7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Höhenverstellung der Schiessscheibe (1) mittels einer Scherenfüh- rung bewerkstelligt wird.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5,6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vor- zugsweise höhenverstellbare Barriere auf einem Aufnahmerahmen befestigt ist und aus einem ballistisch schützenden Material, beispielsweise Panzerstahl, besteht.9. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Höhenverstellung der Barriere mittels einer Linearführung be- werkstelligt wird.10. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Höhenverstellung der Barriere mittels einer Parallelogrammfüh- rung bewerkstelligt wird.11. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Höhenverstellung der Barriere mittels einer Scherenführung be- werkstelligt wird.12. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Höhenverstellung der Barriere durch Veränderung der Plattennei- gung durchgeführt wird.13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für die Verstellung manuell durchgeführt wird.14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb <Desc/Clms Page number 3> für die Verstellung mechanisch durchgeführt wird.15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für die Verstellung elektrisch durchgeführt wird.16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für die Verstellung pneumatisch durchgeführt wird.17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für die Verstellung hydraulisch durchgeführt wird.18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiess- scheibe (1) bzw. die bewegliche Barriere auf einem Aufnahmerahmen befestigt ist, welcher höhenverstellbar ist.19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Treffer- aufnahmegeräte (7) auf dem Aufnahmerahmen (5) der Schiessscheibe (1) montiert sind.20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Schei- benanlage in ihrer tiefsten Stellung in einem verschliessbaren Kasten untergebracht ist.21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriere zusätzlich als Abdeckung für den Kasten zur Unterbringung der Scheibenanlage verwendet wird.22. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiess- scheibe (1) auf einem Klappapparat (3) befestigt ist.23. Schiessstand mit einer oder mehreren Schiessscheiben (1) unterschiedlicher für den Schüt- zen sichtbarer Grösse, welche sich zum Teil hinter einer Barriere (2) befindet bzw. befin- den, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiessscheibe(n) (1) und die Barriere (2) in der Scheibenebene vertikal gegeneinander verstellbar angeordnet sind.
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