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Die Erfindung bezieht sich auf eine Flüssigkeitsverpackung mit einem rechtwinkeligen, vor- zugsweise quadratischen Querschnitt, mit einem faltenbalgartig zusammenlegbaren Mantel, der der Höhe nach durch parallele, über den Umfang von Seitenkante zu Seitenkante durchgehende Faltlinien in unmittelbar aufeinanderfolgende Balgabschnitte unterteilt ist, deren einander paarwei- se gegenüberliegende Seitenflächen einerseits zwei durch eine mittige, faltlinienparallele Biegelinie miteinander verbundene, um die Faltlinien einfaltbare Rechteckflächen und anderseits um die Faltlinien und um die Seitenkanten des Mantels einfaltbare, ebenfalls durch Biegelinien voneinan- der abgegrenzte, dreieck- bzw. trapezförmige Zwickelflächen aufweisen, und mit einem öffenbaren Verschluss in einer Mantelabdeckung.
Um das Volumen einer Flüssigkeitsverpackung an die nach einer teilweisen Entleerung in der Verpackung verbleibenden Restflüssigkeitsmenge anpassen zu können, ist es bekannt (DE 196 49 787 A1 ), den Mantel der vorzugsweise im Querschnitt quadratischen Flüssigkeitsver- packung faltenbalgartig zusammenzulegen.
Zu diesem Zweck ist der üblicherweise aus einem Zuschnitt aus beschichtetem Papier bestehende Mantel durch Faltlinien der Höhe nach in unmittel- bar aufeinanderfolgende Balgabschnitte unterteilt, wobei jeder dieser Balgabschnitte auf einander gegenüberliegenden Seiten zwei durch eine mittige Biegelinie miteinander verbundene, einfaltbare Rechteckflächen und auf den dazu quer verlaufenden Seitenflächen durch Biegelinien voneinander abgegrenzte Zwickelflächen bildet, die sich beim Einfalten der Rechteckflächen an diese anlegen, so dass trotz des im wesentlichen undehnbaren Zuschnittes ein faltenbalgähnliches Zusammenle- gen des Mantels ermöglicht wird.
Da die einfaltbaren Rechteckflächen sich durchgehend über die Höhe zweier einander gegenüberliegender Seiten des Mantels erstrecken, neigen diese bekannten Flüssigkeitsverpackungen zum einseitigen Einfalten mit der Gefahr einer von den vorgegebenen Falt- und Biegelinien abweichenden Faltung. Ausserdem können die Rechteck- und Zwickelflächen bei einer teilweise gefüllten Flüssigkeitsverpackung kaum scharfkantig gegeneinander umgebogen werden, so dass die Neigung zum teilweisen Auseinanderfalten der eingefalteten Balgabschnitte aufgrund der Eigenelastizität des Zuschnittes dem Bestreben entgegensteht, die in die Flüssig- keitsverpackung nach einer Teilentleerung eindringende Luftmenge klein zu halten, um eine Oxida- tion der Flüssigkeit im Behälter durch den Luftsauerstoff möglichst zu unterbinden.
Um eine Oxidation der Flüssigkeit im Behälter durch den Luftsauerstoff weitgehend zu vermei- den, ist es schliesslich bekannt (GB 2 262 081 A, WO 00/432 76 A1), den Verschluss der nach Art eines Faltenbalges zusammenlegbaren Flüssigkeitsverpackung mit einem Rückschlagventil zu versehen, das das Ausgiessen der Flüssigkeit aus der Flüssigkeitsverpackung durch ein Zusam- mendrücken erlaubt, ein Eindringen von Luft in die Flüssigkeitsverpackung aber vermeidet, wenn die Flüssigkeitsverpackung nach dem Zusammendrücken in die Ausgangslage zurückstrebt.
Nachteilig bei diesen bekannten Flüssigkeitsverpackungen ist allerdings, dass die Art der Faltung keine ausreichende Formstabilität für die Flüssigkeitsverpackung erlaubt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Flüssigkeitsverpackung der eingangs ge- schilderten Art so auszugestalten, dass trotz des elastischen Verhaltens des Mantels hinsichtlich der Faltung bei einer Teilentleerung das Flüssigkeitsvolumen bleibend an das in der Verpackung verbleibende Flüssigkeitsvolumen angepasst werden kann, und zwar bei einer für eine einfache Handhabung ausreichenden Formstabilität der Flüssigkeitsverpackung.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Verschluss in an sich bekannter Wei- se mit einem Rückschlagventil versehen ist und dass die Seitenflächen der Balgabschnitte mit den einfaltbaren Rechteckflächen und den einfaltbaren Zwickelflächen der Höhe nach abwechselnd aufeinanderfolgen.
Aufgrund dieser Massnahmen bleibt die nach der Flüssigkeitsentnahme vorgegebene Faltung trotz der unvermeidbaren elastischen Eigenschaften des Zuschnitts.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Flüssigkeitsverpackung in einem vereinfachten Schaubild,
Fig. 2 diese Flüssigkeitsverpackung in einer Seitenansicht in einem kleineren Massstab und
Fig. 3 einen Schnitt durch den Verschluss der Flüssigkeitsverpackung nach der Linie 111-111 der
Fig. 2 in einem grösseren Massstab.
Die Flüssigkeitsverpackung gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht aus einem Zuschnitt aus beschichtetem Papier, und weist eine quarderförmige Grundform auf. Der Mantel ist der Höhe nach durch parallele, über den Umfang von Seitenkante zu Seitenkante durchgehende
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Faltlinien 1 der Höhe nach in unmittelbar aufeinanderfolgende Balgabschnitte 2 unterteilt, die jeweils auf zwei einander gegenüberliegenden Seitenflächen 2 um die Faltlinien 1 einfaltbare Rechteckflächen bilden, die durch eine Biegelinie 4 miteinander verbunden sind. Auf den beiden übrigen Seitenflächen jedes Balgabschnittes 2 sind dreieckförmige Zwickelflächen 5 bzw. trapez- förmige Zwickelflächen 6 vorgesehen, die voneinander durch Biegelinien 7 abgegrenzt sind.
Wer- den zur Verkleinerung des Volumens der Flüssigkeitsverpackung die Rechteckflächen 3 auf einan- der gegenüberliegenden Seiten eines Balgabschnittes 2 um die den Balgabschnitt der Höhe nach begrenzenden Faltlinien 1 einwärtsgefaltet, so hat dies eine Faltung um die Biegelinie 4 zwischen den Rechteckflächen 3 mit der Wirkung zur Folge, dass die Zwickelbereiche 5 auf den beiden anderen Balgseiten um die Seitenkante des Mantels einwärtsgebogen werden, und zwar unter Mitnahme der trapezförmigen Zwickelflächen 6, die um die Faltlinien 1 gebogen werden, bis die dreieckförmigen Zwickelflächen 5 an den eingefalteten Rechteckflächen 3 anliegen, wie dies im obersten Balgabschnitt 2 der Fig. 2 ersichtlich wird.
Da die Balgabschnitte 2 untereinander gleich aufgebaut, allerdings gegeneinander um 90 versetzt sind, kann die Flüssigkeitsverpackung stu- fenweise von oben nach unten im Ausmass der Entleerung der Verpackung eingefaltet werden, bis im entleerten Zustand der Flüssigkeitsverpackung die eingefalteten Rechteckflächen 3 bzw. die eingefalteten Zwickelflächen 5,6 aneinander anliegen.
In der Mantelabdeckung 8 des Zuschnitts ist ein Verschluss 9 flüssigkeitsdicht eingesetzt, der gemäss der Fig. 3 einen Auslassstutzen 10 bildet. Dieser Auslassstutzen 10 ist über eine Sollbruch- stelle 11 mit einem Deckel 12 einstückig verbunden, so dass Flüssigkeit der Flüssigkeitsverpackung erst entnommen werden kann, wenn der Deckel 12 entlang der Sollbruchstelle 11 vom Auslassstut- zen 10 abgetrennt wird, was durch eine entsprechende Drehbelastung des Deckels 12 erreicht werden kann.
Innerhalb des Auslassstutzens 10 ist ein Rückschlagventil 13 vorgesehen, das im Ausführungs- beispiel aus zwei federnd aneinanderliegenden, gummielastischen Dichtlippen 14 besteht, die beim Zusammenfalten des Mantels der Flüssigkeitsverpackung und der damit verbundenen Volumen- verkleinerung der Flüssigkeitsverpackung durch die ausströmende Flüssigkeit auseinanderge- drückt werden und eine Ausgiessöffnung freigeben. Sobald der Druck auf die Flüssigkeit nachlässt, schliessen die Dichtlippen 14 wieder, bevor Luft in die Verpackung angesaugt werden kann, wenn durch das elastische Aufweiten der Faltungen sich das Verpackungsvolumen zu vergrössern be- ginnt. Mit dem Schliessen des Rückschlagventils 13 wird eine Volumenvergrösserung der Verpa- ckung verhindert, so dass die Flüssigkeitsverpackung auch nach einer Teilentleerung weitgehend ohne Lufteinschluss bleibt.
Damit wird in einfacher Weise eine schädliche Reaktion der Flüssigkeit mit Luftsauerstoff vermieden. Ausserdem können Inhaltsstoffe der Flüssigkeit nicht ausdampfen.
Dazu kommt, dass das Eindringen von Fremdkörpern und Fremdstoffen in die Flüssigkeitsverpa- ckung durch das Rückschlagventil verhindert wird, so dass sich durch eine solche Flüssigkeitsver- packung besonders vorteilhafte Lagerbedingungen für die Flüssigkeit einstellen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitsverpackung mit einem rechtwinkeligen, vorzugsweise quadratischen Quer- schnitt, mit einem faltenbalgartig zusammenlegbaren Mantel, der der Höhe nach durch pa- rallele, über den Umfang von Seitenkante zu Seitenkante durchgehende Faltlinien in un- mittelbar aufeinanderfolgende Balgabschnitte unterteilt ist, deren einander paarweise ge- genüberliegende Seitenflächen einerseits zwei durch eine mittige, faltlinienparallele Biege- linie miteinander verbundene, um die Faltlinien einfaltbare Rechteckflächen und anderseits um die Faltlinien und um die Seitenkanten des Mantels einfaltbare, ebenfalls durch Biege- linien voneinander abgegrenzte, dreieck- bzw.
trapezförmige Zwickelflächen aufweisen, und mit einem öffenbaren Verschluss in einer Mantelabdeckung, dadurch gekennzeich- net, dass der Verschluss (9) in an sich bekannter Weise mit einem Rückschlagventil (13) versehen ist und dass die Seitenflächen der Balgabschnitte (2) mit den einfaltbaren Recht- eckflächen (3) und den einfaltbaren Zwickelflächen (5,6) der Höhe nach abwechselnd aufeinanderfolgen.