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Die Erfindung bezieht sich auf eine Blechabdeckung für ein Bauwerk, insbesondere Blechdach, bestehend aus miteinander entlang ihrer Längsränder durchgehend verschweissten, an einer Unterkonstruktion befestigten Blechbahnen, die Sicken bilden.
Bei üblichen Blechdächern werden die nebeneinander gereihten Blechbahnen mit Hilfe von Haftblechen auf einer Holzschalung befestigt und miteinander entlang ihrer Längsränder durch einen Doppelfalz verbunden. Die Befestigung der Blechbahnen auf der Unterkonstruktion über Haftbleche lässt im Zusammenwirken mit der Verfalzung der Blechbahnen eine ausreichende Aufnahme der Wärmedehnung der Blechbahnen zu, um ein Aufwölben der Blechabdeckung zu verhindern. Die Verfalzung der Blechbahnen kann allerdings nicht wasserdicht ausgeführt werden, so dass für Blechdächer Mindestneigungen vorgeschrieben werden. Trotzdem kann ein Wassereintritt durch die Doppelfalze nicht ausgeschlossen werden, beispielsweise wenn es im Winter aufgrund einer Eisschanzenbildung zum Rückstau von Schmelzwasser kommt.
Um eine von der Dachneigung unabhängige Wasserdichtheit von Blechdächern zu erreichen, ist es bekannt (DE 298 14 976 U1, JP 57100876 A), die das Blechdach bildenden Blechbahnen entlang ihrer aneinanderstossenden Längsränder durchgehend zu verschweissen, die zu diesem Zweck aufgebogene Falze bilden. Zur Befestigung dieser bekannten Blechdächer dienen Befesti- gungswinkel, die auf der Unterkonstruktion befestigt sind und zwischen den Falzen aneinandersto- ssender Blechbahnen mit diesen verschweisst werden. Durch die örtliche Festlegung der Blechbahnen wird ein ausreichender Ausgleich von Wärmedehnungen unterbunden, selbst wenn die Blechbahnen mit randparallelen Sicken versehen werden (DE 298 14 976 U1), weil diese Längssicken höchstens einen Dehnungsausgleich in Querrichtung erlauben.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Blechabdeckung für ein Bauwerk, insbesondere Blechdach, der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass trotz einer wasserdichten Verschweissung der einzelnen Blechbahnen die unvermeidbaren Wärmedehnungen aufgenommen werden können, ohne ein Aufwölben der Blechabdeckung befürchten zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Blechbahnen entlang einander überlappender Längsrandstreifen verschweisst sind, von denen jeweils der vom Längsrandstreifen der anschliessenden Blechbahn abgedeckte Längsrandstreifen im Bereich von Längssicken vorgesehene Langlöcher für den Durchtritt von Befestigungsankern aufweist, und dass sich die im Bereich zwischen den Längsrandstreifen vorgesehenen Sicken scharenweise kreuzen.
Obwohl sich durch die durchgehende Verschweissung der einander überlappenden Längsrandstreifen nebeneinandergereihter Blechbahnen eine unmittelbare Schubkraftübertragung zwischen den Blechbahnen ergibt, kann ein Aufwölben der zusammengeschweissten Blechabdeckung zufolge von Wärmedehnungen sicher unterbunden werden, weil die einzelnen Blechbahnen im Bereich zwischen den Längsrandstreifen mit einander kreuzenden Scharen von Sicken versehen sind, die die Wärmedehnungen der einzelnen Blechbahnen in Längs- und Querrichtung aufnehmen können.
Da ausserdem die Befestigung der Blechbahnen mit der Unterkonstruktion über Langlöcher erfolgt, die von den üblicherweise als Schrauben ausgebildeten Befestigungsankern mit Spiel durchsetzt werden, können auch im Bereich dieser Befestigungsstellen Zwängungen zufolge von Wärmedehnungen weitgehend vermieden werden. Die Langlöcher liegen innerhalb der wasserdichten Blechabdeckung und haben deshalb keine Auswirkung auf die Wasserdichtheit der Blechabdeckung.
Das für eine durchgehende Verschweissung erforderliche flächige Aneinanderliegen der einander überlappenden Längsrandstreifen im Bereich der Schweissnaht kann trotz der Befestigung des jeweils unteren Längsrandstreifens über Befestigungsanker nicht beeinträchtigt werden, weil sich die Langlöcher für den Durchtritt der Befestigungsanker im Bereich von Längssicken dieser Längsrandstreifen befinden, so dass die Ankerköpfe nicht über die Sicken gegen die die Sicken abdekkenden Längsrandstreifen vorstehen.
Damit ergeben sich einfache Befestigungsbedingungen, weil die einzelnen Blechbahnen lediglich an ihrem freien Anschlussrand durch die Langlöcher der Längsrandstreifen hindurch an der Unterkonstruktion festgeschraubt werden müssen, bevor die anschliessende Blechbahn aufgelegt und im Bereich der einander überlappenden Längsrandstreifen durchgehend verschweisst werden kann, was mit entsprechenden Schweissvorrichtungen ohne besonderen Arbeitsaufwand möglich ist, wenn die Schweissvorrichtung über geeignete Führungen entlang der einander überlappenden Langsrandstreifen verfahren wird.
Die Befestigung der einzelnen Blechbahnen an der Unterkonstruktion über die Befestigungsanker im Bereich der überdeckten Längsrandstreifen kann in Sonderfällen auch entfallen, wenn die Blechabdeckung mit einer
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entsprechenden Auflast beschwert wird.
Um Verwölbungen der zu verschweissenden Längsrandstreifen der Blechbahnen zufolge der einander kreuzenden Scharen von Sicken in einfacher Weise zu vermeiden, können die Längs- randstreifen der Blechbahnen von den Bereichen der einander kreuzenden Scharen von Sicken durch über die Bahnlänge durchgehende Längssicken abgegrenzt sein. Die Abmessungen dieser
Längssicken können dabei vorteilhaft auf die Abmessungen der einander kreuzenden Sickenscha- ren abgestimmt werden. Die Form und Anordnung der Sickenscharen kann unterschiedlich ausfal- len und den jeweiligen Anforderungen entsprechend gewählt werden.
Stützen sich die Befestigungsanker innerhalb der die Langlöcher aufnehmenden Sicken über wärmedämmende Beilagen auf den Längsrandstreifen ab, so können Kältebrücken zwischen der
Blechabdeckung und der Unterkonstruktion unter der Voraussetzung wirksam unterbunden werden, dass zwischen der Blechabdeckung und der Unterkonstruktion eine Wärmedämmung vorgesehen ist.
Die durchgehende Verschweissung der Blechbahnen entlang ihrer einander überlappenden
Langsrandstreifen sorgt für eine wasserdichte Biechabdeckung, so dass sich innerhalb der Blechabdeckung ein Korrosionsschutz erübrigt, wenn keine Kondenswasserbildung zu befürchten ist.
Dies gilt allerdings nur innerhalb der Schweissnahtbereiche, nicht aber im äusseren Überlappungsspalt der Längsrandstreifen. Um durch diesen äusseren Überlappungsspalt ein Eindringen von Wasser bis zur Schweissnaht zu verhindern, kann der sich zwischen den einander überlappenden Längsrandstreifen der Blechbahnen ergebende, äussere Überlappungsspalt beispielsweise mit Hilfe von Zinnpulver durch ein Verzinnen abgedichtet werden. Mit Hilfe von Zinnpulver können aber auch die Schweissnähte in ihrem der Witterung ausgesetzten Bereich korrosionsfest abgedeckt werden.
Eine Kondenswasserbildung innerhalb der Blechabdeckung setzt einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt im abgedeckten Bereich voraus. Kann davon ausgegangen werden, dass dieser Feuchtigkeitsgehalt aufgrund eines feuchtigkeitsdichten Abschlusses des durch die Blechabdeckung abgedeckten Raumes nicht zu erwarten ist, so können Massnahmen zur Ableitung der Feuchtigkeit entfallen. Sind diese Voraussetzungen z. B. bei der Abdeckung eines nicht mehr wasserdichten Flachdaches durch ein erfindungsgemässes Blechdach nicht erfüllt, so können unterhalb der Blechbahnen Drainagerohre aus Kunststoff vorgesehen werden, um für eine entsprechende Ableitung der Feuchtigkeit aus dem Bereich der Blechabdeckung zu sorgen und damit eine Kondenswasserbildung zu vermeiden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Blechdach ausschnittsweise im Überlappungsbereich zweier
Blechbahnen in einem schematischen Querschnitt und
Fig. 2 eine für dieses Blechdach eingesetzte Blechbahn in einer vereinfachten Draufsicht in einem kleineren Massstab.
Das Blechdach gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist aus einzelnen Blechbahnen 1 zusammengesetzt, die zwei durch je eine durchgehende Längssicke 2 abgegrenzte Längsrandstreifen 3 und 4 aufweisen. Während der Längsrandstreifen 3 sicken los ausgebildet ist, ist der gegenüberliegende Längsrandstreifen 4 mit in einer Reihe hintereinanderliegenden Langssicken 5 versehen, in deren Bereich Langlöcher 6 ausgestanzt sind. Der Bereich zwischen den die Längsrandstreifen 3,4 abgrenzenden Längssicken 2 weist einander kreuzende Scharen von Sicken 7,8 auf, die in ihrem Verlauf und ihren Querschnittsabmessungen den jeweiligen Anforderungen entsprechend ausgebildet sein können.
Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, werden die Blechbahnen 1 so nebeneinandergereiht, dass sich die Längsrandstreifen überlappen, wobei stets der Längsrandstreifen 4 mit den Langlöchern 6 der Blechbahnen 1 vom Längsrandstreifen 3 der jeweils anschliessenden Blechbahn überdeckt werden.
Da die Befestigung der Blechbahnen 1 auf einer Unterkonstruktion 9, die aus einer üblichen Holzlattung aber auch aus einem zu sanierenden Dach bestehen kann, nur im Bereich der Längsrandstreifen 4 mit Hilfe von die Langlöcher 6 durchsetzenden Befestigungsankern 10 erfolgt, werden diese Befestigungsstellen durch die Randstreifen 3 der jeweils anschliessenden Blechbahnen 1 abgedeckt, was nach einem durchgehenden Verschweissen der einander überdeckenden Längsrandstreifen 3 und 4 eine durchgehende, nicht von Befestigungsstellen unterbrochene Blechabdeckung ergibt.
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Entsprechend der Fig. 1 werden die Blechbahnen 1 auf einer Wärmedämmung 11 verlegt, die zwischen den Blechbahnen 1 und der Unterkonstruktion 9 vorgesehen ist. Die jeweils zuletzt ver- legte Blechbahn 1 wird im Bereich des durch den Längsrandstreifen 4 gebildeten, freien Anschlussrandes durch die Wärmedämmung 11 hindurch mit Hilfe der Befestigungsanker 10, überlicherweise Schrauben, mit der Unterkonstruktion 9 verbunden, wobei zur Vermeidung von Kältebrücken zwischen den Befestigungsankern 10 und dem Längsrandstreifen 4 eine wärmedämmende Beilage 12 angeordnet wird. Die Breite der Langlöcher 6 muss dabei ausreichend bemessen sein, um eine Anlage der Befestigungsanker 10 zu vermeiden.
An die so verlegte Blechbahn 1 kann dann eine weitere Blechbahn 1 angeschlossen werden, deren Längsrandstreifen 3 den Längsrandstreifen 4 der verlegten Blechbahn 1 überdeckt, um zur Verbindung der im Bereich zwischen den Sicken 5 und der den Längsrandstreifen 4 begrenzenden Längssicke 2 flächig aneinanderliegenden Längsrandstreifen 3 und 4 eine durchgehende Schweissnaht 13 mit Hilfe einer Schweissvorrichtung legen zu können, die auf einer Führung entlang der einander überlappenden Längsrandstreifen 3 und 4 verfahren wird. Mit dieser Schweissnaht 13 erhält man eine wasserdichte Verbindung der Blechbahnen 1, wobei der äussere Überlappungsspalt 14 zwischen den Längsrandstreifen 3 und 4 beispielsweise durch ein Verzinnen mit Zinnpulver abgedichtet werden kann.
Aufgrund der einander kreuzenden Scharen von Sicken 7,8 zwischen den Längsrandstreifen 3 und 4 der Blechbahnen 1 können die Wärmedehnungen im Bereich der einzelnen Blechbahnen 1 soweit aufgenommen werden, dass keine Aufsummierung der Wärmedehnungen über die gesamte Abdeckfläche zu befürchten ist. Damit wird die Gefahr eines Aufwölben der Blechabdeckung vermieden, was als Voraussetzung für eine schubfeste Verbindung der Blechbahnen durch die Schweissnähte 13 anzusehen ist. Da darüber hinaus über die Langlöcher 6 ein Längenausgleich bezüglich der Befestigung der Blechabdeckung auf der Unterkonstruktion 9 sichergestellt wird, können solche Blechabdeckungen mit Vorteil vielfältig eingesetzt werden, und zwar nicht nur für Blechdächer, sondern auch für andere Blechabdeckungen von Bauwerken, beispielsweise von Fassaden.
Die einander kreuzenden Sickenscharen können dabei das äussere Erscheinungsbild solcher Fassadenabdeckungen vorteilhaft prägen.
Aufgrund der Wärmedämmung 11 kann davon ausgegangen werden, dass sich im Bereich der Blechbahnen 1 eine Kondenswasserbildung vermeiden lässt. Dies bedeutet, dass im allgemeinen von einem Korrosionsschutz beispielsweise der Befestigungsanker 10 Abstand genommen werden kann. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass sich in bestimmten Fällen innerhalb der Blechabdeckung Feuchtigkeit ansammelt, beispielsweise dann, wenn die Blechabdeckung zur Sanierung eines bestehenden, nicht mehr wasserdichten Daches eingesetzt wird. Um diese Feuchtigkeit ableiten zu können, können unterhalb der Blechbahnen 1 Drainagerohre 15 verlegt werden, wie dies in der Fig. 1 angedeutet ist. Über solche Rohre ist auch eine entsprechende Belüftung möglich, was wohl nicht weiters ausgeführt zu werden braucht.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das ausgeführte Ausführungsbeispiel beschränkt.
So könnte beispielsweise zumindest einer der Längsrandstreifen 3, 4 gegenüber der Blechebene versetzt sein, um für verlegten Blechbahnen 1 eine gemeinsame Mittelfläche zu erreichen. Ausserdem könnten die Sicken 2,7 und 8 nicht auf die Innenseite, sondern auf die Aussenseite der Blechbahnen 1 vorstehen. Die den einzelnen Langlöchern 6 zugeordneten Längssicken 5 können dar- über hinaus durch eine gemeinsame Längssicke ersetzt werden. Schliesslich ist festzuhalten, dass auf eine Befestigung der Blechbahnen auf der Unterkonstruktion überhaupt verzichtet werden kann, wenn für eine entsprechende Auflast der gesamten Blechabdeckung gesorgt wird.
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