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Die Erfindung betrifft ein einachsiges Möbelscharnier zum Befestigen einer Möbeltüre an einer Möbelwand, das ein an der Türinnenseite zu befestigendes türseitiges Scharnierteil, insbesondere mit einer in die Türe einzulassenden Topfpartie, und ein die Scharnierachse aufweisendes wandseitiges Scharnierteil enthält, wobei das türseitige Scharnierteil einen zum wandseitigen Scharnierteil hin offenen Aufnahmeraum aufweist und das wandseitige Scharnierteil ein an der Scharnierachse angelenktes Verbindungsteil enthält, das bei an der Türe befestigtem türseitigen Scharnierteil und an der Möbelwand befestigtem wandseitigen Scharnierteil in den Aufnahmeraum emsetz- bar und beim Einsetzen mittels einer federnd verrastenden Rasteinrichtung am türseitigen Scharnierteil, insbesondere lösbar, verrastbar ist,
und wobei der Abstand zwischen dem türseitigen Schamierteil und der Scharnierachse in in der Türebene rechtwinklig zur Scharnierachse verlaufender Verstellrichtung verstellbar ist.
Bei einem aus der DE-OS 39 13 319 bekannten Möbelscharnier dieser Art ist das Verbindungsteil zweiteilig und besteht aus einem am türseitigen Scharnierteil verrastenden Zwischenstück und einem in Verstellrichtung längsverschieblich in das Zwischenstück eingesteckten, in der jeweiligen Lage mittels einer Klemmschraube feststellbaren Verstellarm, der andernends an der Scharnierachse angelenkt ist. Bei gelockerter Klemmschraube kann die Längslage zwischen dem Zwischenstück und dem Verstellarm verstellt werden.
Bei der Anwendung dieses Scharniers geht man so vor, dass man zunächst jedes Scharnierteil für sich an der Möbeltüre bzw. an der Möbelwand befestigt und dass man anschliessend die Mobeltüre an die Möbelwand ansetzt und dabei das Zwischenstück des jeweiligen wandseitigen Scharnierteils in den Aufnahmeraum des türseitigen Scharnierteils einsteckt, so dass die Verrastung erfolgt. Das Zwischenstück ist dann unveränderbar im türseitigen Scharnierteil festgelegt. Will man die Türe ausrichten, verschiebt man bei gelockerter Klemmschraube das Zwischenstück auf dem Verstellarm in die gewünschte Position und zieht dann die Klemmschraube wieder fest.
Die Rastverbindung ist zwar montagefreundlich Das Nachjustieren ist jedoch verhältnismässig umständlich, da man hierzu nicht nur die Klemmschraube betätigen sondern auch die Türe mit der Hand in der richtigen Lage halten muss.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung des montagefreundlichen Verrastens des Verbindungsteils im türseitigen Scharnierteil die Anzahl der Scharnierbauteile zu verringern und die Handhabung des Scharniers weiter zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Verbindungsteil bei wirksamer Rasteinrichtung mittels eines einerseits am türseitigen Scharnierteil und andererseits am Verbindungsteil angreifenden Verstellglieds in Verstellrichtung verstellbar und dabei an der den Aufnahmeraum begrenzenden Wandung des türseitigen Scharnierteils geführt ist, wobei das Verstellglied ein von aussen her betätigbares Drehglied ist, dessen Drehbewegung in die Verstellbewegung des Verbindungsteils umgesetzt wird.
Es liegt nunmehr also ein im wesentlichen einteiliges Verbindungsteil vor, das beim Justieren der Türe, wenn die Möbelfuge eingestellt werden soll, insgesamt relativ zum türseitigen Scharnierteil verstellt wird. Dies vereinfacht die Herstellung des Scharniers und senkt somit die Fertigungskosten. Bereits seitens des Scharnierherstellers kann das Verstellglied in eine solche Lage gebracht werden, die im verrasteten Zustand, wenn der Möbelhersteller die Möbel zusammenbaut, der Normallage entspricht, so dass seitens des Möbelherstellers nur in seltenen Fällen, wenn er die Scharnierteile nicht in der genauen Sollage am Möbelstück befestigt hat, nachjustiert werden muss.
Zweckmässige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun einschliesslich der zweckmässigen Weiterbildungen anhand der Zeichnung beschrieben Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Scharniers in zur Scharnier- achse rechtwinkeligen Draufsicht gemäss Pfeil 1 in den Fig. 2 und 3, wobei die bei- den Scharnierteile voneinander entfernt sind,
Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1, wobei das wandseitige Scharniertei! in Seitenansicht gemäss Pfeil II und das türseitige Scharnierteil im zur Seitenansicht parallelen Längs- schnitt nach Schnittlinie II-II dargestellt ist,
Fig. 3 ebenfalls die Anordnung nach Fig.
1, wobei das wandseitige Scharnierteil in entge- gengesetzter Seitenansicht gemäss Pfeil 111 und das türseitige Scharnierteil in hierzu parallelem Längsschnitt gemäss Schnittlinie 111-111 dargestellt ist,
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Fig. 4 das gleiche Scharnier in zusammengebautem Zustand im Querschnitt gemäss der
Schnittlinie IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Möbelscharniers in zu- sammengebautem Zustand im der Schnittlinie 11-11 in Fig. 1 entsprechenden Längs- schnitt,
Fig. 6 ein drittes Ausführungsbeispiel in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 5,
Fig. 7 das türseitige Scharnierteil des Scharniers gemäss Fig. 6 in Stirnansicht vom wand- seitigen Scharnierteil her gesehen, grösstenteils im Querschnitt gemäss der Schnitt- linie VII-VII in Fig.
6,
Fig. 8 das Scharnier gemäss Fig. 6 und 7 in der Fig. 1 entsprechender Draufsicht gemäss
Pfeil VIII in Fig. 6, wobei vom wandseitigen Scharnierteil nur das Verbindungsteil eingezeichnet und der Bereich des Verstellgliedes geschnitten gezeigt ist,
Fig. 9 ein viertes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Scharniers im den Fig 5 und 6 entsprechenden Längsschnitt,
Fig. 10 das Scharnier gemäss Fig. 9 in der Fig. 7 entsprechenden Stirnansicht des türsei- tigen Scharnierteils, das jedoch grösstenteils im Querschnitt gemäss der Schnittlinie
X-X in Fig. 9 gezeigt ist,
Fig. 11 das Scharnier gemäss den Fig. 9 und 10 in den Fig. 1 und 8 entsprechender Drauf- sicht, wobei vom wandseitigen Scharnierteil wiederum nur das Verbindungsteil ein- gezeichnet ist, und
Fig. 12 ein fünftes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Scharniers in den Fig.
5,6 und 9 entsprechendem Längsschnitt.
Das in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellte Möbelscharnier dient zum gelenkigen Befestigen einer Möbeltüre 1 an einer Möbelwand 2. Dabei befindet sich die Türe 1 in der Zeichnung in einer zur Möbelwand 2 parallelen Lage, d. h. sie ist um 90 geöffnet. Die Türe wird, betrachtet man beispielsweise die Fig. 5, in Richtung des Pfeils 3 geschlossen. Sie lässt sich mit Hilfe des Scharniers auch um einen grösseren Winkel als 90 bis etwa um einen Winkel von 180 öffnen.
Es versteht sich, dass zum Anlenken der Türe 1 mindestens zwei mit Höhenabstand zueinander angeordnete Scharniere verwendet werden.
Das Scharnier enthält ein wandseitiges Scharnierteil 4,4a, 4b, 4c, 4d, das eine Befestigungsplatte 5, 5a, 5b, 5c, 5d enthält, die in üblicher Weise mittels Befestigungsschrauben auf die dem Möbelinneren zugewandte Innenseite der Möbelwand 2 aufgeschraubt werden kann. Von der Befestigungsplatte 5,5a, 5b, 5c, 5d erstreckt sich vorne ein Anlageschenkel 6,6a, 6b, 6c, 6d rechtwinkelig weg, der im an die Seitenwand 2 montierten Zustand mindestens ein Stück weit über die Stirnkante 7 der Möbelwand 2 verläuft und an dieser anliegt. An das entgegengesetzte Ende des Anlageschenkels 6, 6a, 6b, 6c, 6d sind zwei Haltearme 8 und 9,9a, 9b, 9c, 9d wiederum rechtwinkelig angeformt, die parallel und mit Abstand zueinander zur der Befestigungsplatte 5,5a, 5b, 5c, 5d entgegengesetzten Seite hin, d. h. von der Stirnkante 7 weg, abstehen.
Die Anzahl der Haltearme könnte auch anders sein.
Zum wandseitigen Scharnierteil 4,4a, 4b, 4c, 4d gehört ferner ein Verbindungsteil 10, 10a, 10b, 10c, 10d, das einerseits an einer Scharnierachse 11, 11a, 11b, 11c, 11d angelenkt ist und andererseits in noch zu beschreibender Weise mit dem türseitigen Scharnierteil verbunden wird. Die Anlenkung an der Scharnierachse erfolgt über einen rechtwinkelig von der mit dem türseitigen Scharnierteil zu verbindenden Partie des Verbindungsteils abstehenden Anlenkschenkel 12,12a, 12b, 12c, 12d des Verbindungsteils, der bei den Ausführungsbeispielen zwischen die Haltearme 8 und 9, 9a, 9b, 9c, 9d greift. Die Scharnierachse 11, 11 a, 11 b, 11 c, 11 d erstreckt sich zwischen den beiden Haltearmen und durchsetzt dabei den Anlenkschenkel des Verbindungsteils.
Dabei ist die Anordnung derart getroffen, dass beim Schliessen der Türe 1, wenn diese also aus der Stellung gemäss den Fig. 2, 5, 6, 9 und 12 um 90 in Richtung gemäss Pfeil 3 verschwenkt wird, der Anlenkschenkel 12,12a, 12b, 12c, 12d zwischen die beiden Haltearme eintaucht und bei geschlossener Türe ganz zwischen diesen enthalten ist.
Ferner ist, wie bereits angedeutet, ein türseitiges Scharnierteil 13, 13a, 13b, 13c, 13d vorhanden, das eine in die Türe 1 einzulassende Topfpartie 14,14a, 14b, 14c, 14d aufweist, die in eine entsprechende, von der Innenseite der Türe her in diese eingearbeitete Türausnehmung eingesetzt
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wird. Von der Oberseite der Topfpartie 14,14a, 14b, 14c, 14d steht eine türseitige Befestigungsplatte 15,15a, 15b, 15c, 15d ab, die an die Türinnenseite angeschraubt wird. Die Befestigungsplatte 15,15a, 15b, 15c, 15d lässt den dem wandseitigen Scharnierteil 4, 4a, 4b, 4c, 4d zugewandten Bereich der Oberseite der Topfpartie 14,14a, 14b, 14c, 14d frei.
Das türseitige Scharnierteil 13, 13a, 13b, 13c, 13d besitzt einen Aufnahmeraum 16,16a, 16b, 16c, 16d für das Verbindungsteil 10, 10a, 10b, 10c, 10d. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass sich das Verbindungsteil in den Aufnahmeraum einsetzen lässt und dass dabei eine federnd verrastende Rasteinrichtung wirksam wird, mit deren Hilfe das Verbindungsteil im türseitigen Scharnierteil und dabei in dessen Aufnahmeraum selbsttätig verrastet, so dass das Verbindungsteil am türseitigen Scharnierteil in seiner Gebrauchslage gehalten wird. Dabei ist es in jedem Falle zweckmässig, dass die Verrastung von aussen her wieder gelöst werden kann, damit sich die mittels des Scharniers an der Möbelwand befestigte Türe von der Möbelwand wieder wegnehmen lässt.
Bei der Montage wird also das wandseitige Scharnierteil 4 usw. an der Möbelwand 2 und das türseitige Scharnierteil 13 usw. an der Möbeltüre 1 befestigt. Sodann wird die Türe 1 bzw. das betreffende türseitige Scharnierteil einfach auf das Verbindungsteil 10 usw. aufgesetzt, das hierbei in den Aufnahmeraum 16 usw. gelangt. Wegen des dabei erfolgenden Verrastens ist die Verbindung dann automatisch hergestellt, so dass die Türe sozusagen mit einem einzigen Handgriff befestigt werden kann.
Zum Einstellen der Möbelfuge ist der in der Türebene gemessene Abstand zwischen dem türseitigen Scharnierteil 13,13a, 13b, 13c, 13d und der Scharnierachse 11, 11a, 11b, 11c, 11d verstellbar. Diese Verstellrichtung 17 (der Doppelpfeil 17 ist nur in Fig. 5 eingezeichnet) verläuft also in der Türebene rechtwinkelig zur Scharnierachse. Somit lässt sich die Lage der Türe, betrachtet man diese in geschlossenem Zustand, in der Türebene in Möbel-Querrichtung verändern.
Dieses Verstellen erfolgt bei wirksamer Rasteinrichtung, wenn also das Verbindungsteil 10, 10a, 10b, 10c, 10d im türseitigen Scharnierteil 13,13a, 13b, 13c, 13d verrastet ist, so dass es sich nicht mehr ungewollt vom türseitigen Scharnierteil lösen kann, mittels eines einerseits am türseitigen Scharnierteil und andererseits am Verbindungsteil angreifenden Verstellglieds 18, 18a, 18b, 18c, 18d, das in jedem Falle ein von aussen her betätigbares Drehglied ist, dessen Drehbewegung in die Verstellbewegung des Verbindungsteils 10,10a, 10b, 10c, 10d umgesetzt wird. Bei dieser Verstellbewegung ist das Verbindungsteil 10,10a, 10b, 10c, 10d an der den Aufnahmeraum 16,
16a, 16b, 16c, 16d begrenzenden Wandung des türseitigen Scharnierteils geführt.
Der Aufnahmeraum 16,16a, 16b, 16c, 16d ist an der in Gebrauchslage bei geschlossener Türe dem Möbelinneren zugewandten und der Türinnenseite entsprechenden Oberseite 19,19a, 19b,
19c, 19d sowie an der dem wandseitigen Scharnierteil 4,4a, 4b, 4c, 4d zugewandten Umfangsseite 20,20a, 20b, 20c, 20d offen. Dabei ist der Aufnahmeraum in die Topfpartie 14,14a, 14b, 14c,
14d eingearbeitet, wobei er auch die oberseitige Befestigungsplatte 15,15a, 15b, 15c, 15d erfasst und in dieser sozusagen einen Ausschnitt bildet. Die die Topfpartie aufnehmende Ausnehmung der Türe 1 ist am Türrand 21,21a, 21b, 21c, 21d der offenen Umfangsseite 20, 20a, 20b, 20c, 20d der Topfpartie entsprechend offen, so dass der Aufnahmeraum vom Türrand her durch die offene Umfangsseite 20,20a, 20b, 20c, 20d zugänglich ist.
Im verrasteten Zustand ragt das Verbindungsteil
10, 10a, 10b, 10c, 10d aus dieser offenen Umfangsseite 20,20a, 20b, 20c, 20d des Aufnahme- raums. Das Einsetzen des Verbindungsteils 10, 10a, 10b, 10c, 10d in den Aufnahmeraum 16,16a,
16b, 16c, 16d kann, je nach Ausbildung der Rasteinrichtung und/oder des Verstellgliedes, rechtwinkelig zur Verstellrichtung durch die Aufnahmeraum-Oberseite, in Verstellrichtung durch die offe- ne Umfangsseite 20 usw. des Aufnahmeraums oder durch eine Schwenkbewegung erfolgen, bei der das Verbindungsteil an die offene Umfangsseite des Aufnahmeraums in Schräglage (in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet) angesetzt wird, wonach man das Verbindungsteil durch die offene
Oberseite 19 usw. in den Aufnahmeraum einschwenkt.
Der Aufnahmeraum 16,16a, 16b, 16c, 16d und das Verbindungsteil 10,10a, 10b, 10c, 10d besitzen in Draufsicht (Fig. 1,8, 11) eine im wesentlichen rechteckige, sich entsprechende Um- fangsgestalt. Auch in Verstellrichtung 17 gesehen liegt eine im wesentlichen rechteckige Gestalt von Aufnahmeraum und Verbindungsteil vor
In der Seitenansicht bzw. im Längsschnitt gesehen (Fig. 2,3, 5,6, 9 und 12) besitzt das Ver- bindungsteil, sieht man von seinem sich vor dem Türrand 21,21a, 21b, 21c, 21d erstreckenden
Anlenkschenkel 12,12a, 12b, 12c, 12d ab, dagegen eine gestufte Form, wobei die dem wandseiti-
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gen Scharnierteil 4 usw. abgewandte Partie 22,22a, 22b, 22c, 22d erhöht ist. Diese erhöhte Verbindungsteilpartie 22 usw. ist in Gebrauchslage der Befestigungsplatte 15 usw. zugewandt und kann etwa bis zu dieser hochreichen.
Die dem wandseitigen Scharnierteil 4 usw. zugewandte Verbindungsteilpartie 23,23a, 23b, 23c, 23d ist dagegen niedriger und ragt nicht über die Oberseite der Topfpartie 14,14a, 14b, 14c, 14d des türseitigen Scharnierteils vor. Somit ergibt sich am Verbindungsteil am Übergang zwischen den beiden unterschiedlich hohen Verbindungsteilpartien eine im montierten Zustand zur offenen Umfangsseite 20,20a, 20b, 20c, 20d des Aufnahmeraums weisende Stufenfläche 24, 24a, 24b, 24c, 24d.
Der das Verbindungsteil 10,10a, 10b, 10c, 10d aufnehmende Aufnahmeraum 16,16a, 16b, 16c, 16d des türseitigen Scharnierteils wird an der der offenen Oberseite 19 usw. entgegengesetzten Unterseite durch eine bei den Ausführungsbeispielen gleichzeitig den Topfboden bildende Bodenwand 25,25a, 25b, 25c, 25d und seitlich durch die beiden von der Bodenwand hochstehenden, im wesentlichen eben verlaufenden und im der Breite des Verbindungsteils entsprechenden Abstand zueinander angeordneten Seitenwänden 26,26b, 26c und 27,27a, 27b, 27c, 27d begrenzt.
Im Bereich der offenen Umfangsseiten 20,20a, 20b, 20c, 20d kann an den Seitenwänden 26, 26b, 26c und 27,27a, 27b, 27c, 27d eine Lagerausnehmung 28 bzw. 29 vorhanden sein, die nahe der Bodenwand 25,25a, 25b, 25c, 25d angeordnet ist. Jeder Lagerausnehmung 28,29 ist ein seitlicher Lagervorsprung 30 bzw. 31 am Verbindungsteil 10,10a, 10b, 10c, 10d zugeordnet. Diese Lagerausnehmungen 28,29 und die zugehörigen Lagervorsprünge 30,31 sind nur bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 im einzelnen eingezeichnet, entsprechende Lagerausnehmungen und Lagervorsprünge sind jedoch auch bei den anderen Ausführungsbeispielen vorgesehen (in den Fig. 8 und 11sind sie gestrichelt angedeutet).
Die Lagerausnehmungen 28, 29 sind zum Türrand 21, 21 a, 21 b, 21 c, 21 d hin offen, so dass die Lagervorsprünge 30, 31 beim Einsetzen des Verbindungsteils in das türseitige Scharnierteil in die Lagerausnehmungen 28,29 gelangen. Dies erfolgt bei einem Einsetzen des Verbindungsteils in Verstellrichtung 17 oder wenn man das Verbindungsteil, wie schon erwähnt, in geneigter Lage (strichpunktiert in Fig. 2) an das türseitige Scharnierteil ansetzt und dann in dieses einschwenkt. Bei diesem Ansetzen greifen die Lagervorsprünge 30,31 in die Lagerausnehmungen 28, 29 ein. Das Verbindungsteil ist auf diese Weise im eingesetzten Zustand an dieser Stelle gegen ein Bewegen rechtwinklig zur Scharnierachse und zur Verstellrichtung 17 gesichert.
Beim Verstellen des Verbindungsteils in Verstellrichtung 17 ist das Verbindungsteil an den Seitenwänden 26,26b, 26c und 27,27a, 27b, 27c, 27d und gegebenenfalls an der Bodenwand 25, 25a, 25b, 25c, 25d des Aufnahmeraums 16,16a, 16b, 16c, 16d geführt.
An dieser Führung kann auch die das Verbindungsteil im türseitigen Scharnierteil haltende Rasteinrichtung beteiligt sein, wie es beim im einzelnen noch zu erläuternden Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 bis 4 der Fall ist.
Die bisherige Beschreibung gilt für sämtliche Ausführungsbeispiele. Im folgenden werden nun, bevor auf die verschiedenen Möglichkeiten der Rasteinrichtung eingegangen wird, die bei den Ausführungsbeispielen vorhandenen Verstelleinrichtungen erläutert.
Wie schon erwähnt, ist jedes Verstellglied 18,18a, 18b, 18c, 18d ein von aussen her betätigbares Drehglied, dessen Drehbewegung in die Verstellbewegungen des Verbindungsteils 10,10a, 10b, 10c, 10d umgesetzt wird. Im Falle der Fig. 1 bis 4,5 sowie 6 bis 8 verläuft das jeweilige Verstellglied 18,18a, 18b mit seiner axialen Richtung, um die es drehbar ist, in Verstellrichtung 17. Dabei steht es mit dem Verbindungsteil oder dem türseitigen Scharnierteil über eine Kurvenfläche in Eingriff und wird am jeweils anderen Teil axial unverschieblich gehalten, so dass sich beim Verdrehen des Verstellgliedes eine Relativverschiebung zwischen türseitigem Scharnierteil und Verbindungsteil in Verstellrichtung 17 ergibt.
Dabei ist bei allen diesen Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 bis 4 und 5 sowie 6,7 vorgesehen, dass die der Scharnierachse 11, 11a, 11bzugewandte Stirnseite des Verstellglieds 18,
18a, 18b von aussen her zugänglich und mittels eines Drehwerkzeugs verdrehbar ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 ist das Verstellglied 18 eine Verstellschraube, deren in eine Gewindebohrung 33 des Verbindungsteils 10 des türseitigen Scharnierteils 13 eingeschraubtes Gewinde 34 die Kurvenfläche bildet. Die Verstellschraube 18 steht also mit dem Verbindungsteil 10 in Schraubeingriff und wird am türseitigen Scharnierteil 13 in mit der Verstellrich-
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tung 17 zusammenfallender axialer Richtung 32 unverschieblich gehalten, so dass sich beim Verdrehen der Verstellschraube 18 in die eine oder andere Richtung das Verbindungsteil 10 in Verstellrichtung 17 verlagert. Es ist ersichtlich, dass die Anordnung auch umgekehrt so getroffen werden könnte, dass eine entsprechende Verstellschraube am Verbindungsteil axial unverschieblich gelagert und in eine Gewindebohrung des türseitigen Scharnierteils eingeschraubt ist.
Insbesondere aus Platzgründen ist jedoch die dargestellte Alternative vorteilhaft. Die Gewindebohrung 33 tritt an der der Scharnierachse 11 zugewandten Stirnseite des Verbindungsteils 10 aus diesem heraus, wobei diese Bohrungspartie 35 auch gewindelos sein kann. Über dieses Bohrungsende kann ein Schraubendreher od.dgl. eingeführt werden. Die zugewandte Stirnseite der Verstellschraube 18 ist mit einem entsprechenden Betätigungsschlitz versehen. Würde die genannte Verstellschraube das Verbindungsteil an einer weiter der Oberseite zugewandten Stelle durchsetzen, könnte die zugehörige Gewindebohrung auch an der Stufenfläche 24 ausmünden.
Die Verstellschraube 18 weist einen Ringbund 36 auf, der in einer Halteausnehmung 37 des türseitigen Scharnierteils 13 axial unverschieblich gehalten ist. Bei umgekehrter Anordnung, d. h. wenn die Verstellschraube am Verbindungsteil axial unverschieblich gelagert wäre, würde sich eine entsprechende Halteausnehmung am Verbindungsteil befinden.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 liegen ähnliche Verhältnisse vor. Wiederum wird das Verstellglied 18a von einer Verstellschraube gebildet, deren Gewinde 34a die Kurvenfläche bildet und in eine Gewindebohrung 33a des Verbindungsteils 10a eingeschraubt ist, wobei die Verstellschraube 18a einen Ringbund 36a aufweist, der in einer Halteausnehmung 37a des türseitigen Scharnierteils 13a axial unverschieblich gehalten ist. In diesem Falle mündet die Gewindebohrung 33a im Bereich der Stufenfläche 24a nach aussen, so dass die Verstellschraube 18a von hier aus betätigt wird.
Bei beiden Ausführungsbeispielen kann der Ringbund 36,36a vom Schraubenkopf gebildet werden. Ferner ist in beiden Fällen vorgesehen, dass die Halteausnehmung 37 bzw. 37a nach oben hin, d. h. zur Oberseite 19 bzw. 19a des Aufnahmeraums hin offen ist. Auf diese Weise gelangt der Ringbund 36 bzw. 36a bei der Montage von selbst in die zugehörige Halteausnehmung 37 bzw.
37a, da ja die Verstellschraube 18 bzw. 18a am Verbindungsteil 10 bzw. 10a sitzt, das von oben her in den Aufnahmeraum 16 bzw. 16a eingesetzt bzw. eingeschwenkt wird.
Dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 entsprechend kann die Halteausnehmung 37 an einer den Aufnahmeraum 16 begrenzenden Wand, zweckmässigerweise wie dargestellt an einer der beiden den Aufnahmeraum seitlich begrenzenden Seitenwände, in Gestalt einer Wandvertiefung 38 angeordnet sein. Die Gewindebohrung 33 verläuft dann im Verbindungsteil 10 in der Nachbarschaft der die Halteausnehmung 37 enthaltenden Wand 26 des Aufnahmeraums 16. Der an der Verstellschraube 18 abstehende und in die Halteausnehmung 37 einliegende Ringbund 36 steht dann über die betreffende Aussenseite des Verbindungsteils 10 vor. Um die Verstellschraube 18 bzw. deren Ringbund 36 möglichst nahe an die Aufnahmeraum-Seitenwand 26 heranzurücken, kann die Gewindebohrung 33 seitlich zur Wand 26 des Aufnahmeraums hin auch offen sein (wie dargestellt).
Die die Halteausnehmung 37 bildende Wandvertiefung 38 erweitert sich zur Oberseite des türseitigen Scharnierteils 13 hin, indem ihr der offenen Umfangsseite 20 zugewandter Rand 39 kurvenförmig mit der Lagerausnehmung 28 als Zentrum verläuft, so dass sich beim durch Einschwenken erfolgenden Einsetzen des Verbindungsteils 10 der Ringbund 36 bogenförmig innerhalb der Vertiefung 38 bis zur vom Ende der Wandvertiefung gebildeten Halteausnehmung 37 bewegen kann.
Der vom Schraubenkopf der Verstellschraube 18 gebildete Ringbund 36 befindet sich an der der Scharnierachse 11 entgegengesetzten Seite des Verbindungsteils 10. Dementsprechend ist die Halteausnehmung 37 ganz hinten an der Seitenwand 26 des Aufnahmeraums 16 angeordnet. Diese Anordnung könnte sich jedoch auch weiter vorne befinden. Platzmässig ist die gezeigte Anordnung jedoch am günstigsten.
Im Falle des Ausführungsbeispiels der Fig. 5 ist die Halteausnehmung 37a an einer anderen Stelle angeordnet, nämlich an der Oberseite eines von der Bodenwand 25a des Aufnahmeraums 16a hochstehenden Haltevorsprungs 40, der sich etwa im mittleren Bereich des Aufnahmeraums befindet. Das Verbindungsteil 10a weist an der Stelle dieses Haltevorsprungs 40 eine Aussparung 41 auf, durch die der Haltevorsprung 40 hochsteht. Die Verstellschraube 18a ist, von der Scharnierachse 11a aus gesehen, hinter dem Haltevorsprung 40 oberhalb von diesem in die entspre-
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chend angeordnete Gewindebohrung 33a in der erhöhten Verbindungsteilpartie 22a eingeschraubt, und zwar mit zur Scharnierachse 11a gerichtetem Schraubenkopf als Ringbund 36a, der an der Stufenfläche 24a freiliegt und wiederum einen Betätigungsschlitz od.dgl. für ein Drehwerkzeug haben kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 8 weist das mit seiner axialen Richtung 32b in Verstellrichtung 17 gerichtete Verstellglied 18b einen zweckmässigerweise zylinderstummelartigen Zentralbereich 42 auf. Am Aussenumfang dieses Zentralbereichs 42 steht radial ein die genannte Kurvenfläche bildender und entsprechend kurvenförmig in Umfangsrichtung teilweise oder über den ganzen Umfang durchgehend verlaufender Verstellbund 43 od.dgl. vor. Dabei ist der Zentralbereich 42 axial unverschieblich in einer entsprechenden Ausnehmung des Verbindungsteils 10b, und zwar innerhalb der erhöhten Verbindungsteilpartie 22b gelagert, während der Verstellbund 43 in eine am türseitigen Scharnierteil 13b ausgebildete Führungsausnehmung 44 eingreift und in dieser beim Verdrehen des Verstellglieds 18b geführt ist.
Verdreht man das Verstellglied 18b, durchläuft der Verstellbund 43 die Führungsausnehmung 44, so dass sich wegen des kurvenförmigen Verlaufs des Verstellbundes 43 das Verbindungsteil 10b relativ zum türseitigen Scharnierteil 13b in Verstellrichtung 17 verlagert. Im dargestellten Falle ist der Aufnahmeraum 16b nicht über seine gesamte Oberseite hinweg offen, sondern im der Scharnierachse 11b entgegengesetzten Bereich abgedeckt, wobei an der Unterseite dieser oberen Abdeckung die Führungsausnehmung 44 angeordnet ist Das Verbindungsteil 10b ist so in den Aufnahmeraum 16b eingesetzt, dass sein das Verstellglied 18b tragender Bereich unterhalb der genannten Abdeckung angeordnet ist.
Die Betätigung des Verstellglieds 18b erfolgt wiederum mittels eines Drehwerkzeugs, das an den Zentralbereich 42 angesetzt werden kann, beim Ausführungsbeispiel über eine an der Stufenfläche 24b mündende Betätigungsbohrung 45.
In Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäss den Fig. 6 bis 8 wäre prinzipiell auch die Umkehrung denkbar, dass nämlich das Verbindungsteil am türseitigen Scharnierteil axial unverschieblich gelagert ist und in eine Führungsausnehmung am Verbindungsteil eingreift.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäss den Fig. 1 bis 4 und 5 einerseits und gemäss den Fig 6 bis 8 andererseits liegen prinzipiell gleiche Verhältnisse vor, da der kurvenförmige Verstellbund 43 die gleiche Wirkung wie das Gewinde 34 bzw. 34a der Verstellschraube 18 bzw. 18a besitzt.
Bei den beiden anderen Ausführungsbeispielen gemäss den Fig. 9 bis 11 bzw. 12 wird das Verstellglied 18c bzw. 18d von einem mit seiner axialen Richtung 32c bzw. 32d rechtwinkelig zur Verstellrichtung 17 sowie rechtwinkelig zur Scharnierachse 11c bzw 11d verlaufenden Exzenterglied gebildet. Dabei ist in den dargestellten Fällen das Exzenterglied 18c bzw. 18d im Verbindungsteil 10c bzw. 10d drehbar gelagert und weist einen stirnseitig vorstehenden Exzenterfortsatz 46c bzw 46d auf, der exzentrisch zur axialen Richtung 32c bzw. 32d des Exzenterglieds angeordnet ist. Der Exzenterfortsatz 46c bzw. 46d greift in ein quer zur Verstellrichtung 17 gerichtetes Langloch 47c bzw. 47d des türseitigen Scharnierteils 13c bzw. 13d ein.
Verdreht man das Exzenterglied 18c bzw. 18d, schwenkt sein Exzenterfortsatz 46c bzw. 46d um die axiale Richtung 32c bzw. 32d, wodurch, da der Exzenterfortsatz in einem quer verlaufenden Langloch gelagert ist, unter Verlagerung des Exzenterfortsatzes in diesem Langloch eine Relativverschiebung zwischen Verbindungsteil und türseitigem Scharnierteil in Verstellrichtung 17 stattfindet.
Es versteht sich, dass man die Anordnung auch umgekehrt treffen und das Exzenterglied am türseitigen Scharnierteil drehbar lagern und mit einem Exzenterfortsatz oder Exzentervorsprung in ein Langloch des Verbindungsteils eingreifen lassen könnte.
Des weiteren konnte man in weiterer Abwandlung der dargestellten Ausführungsbeispiele auch ein parallel zur Scharnierachse verlaufendes Exzenterglied vorsehen. Ein rechtwinkelig zur Scharnierachse gerichtetes Exzenterglied hat jedoch den Vorteil einer sehr einfachen Betätigung, da ein solches Exzenterglied von der Oberseite des türseitigen Scharnierteils her verdreht werden kann.
Im Falle der Fig. 9 bis 11ist das Langloch 47c, in das der Exzenterfortsatz 46c eingreift, in einer den Aufnahmeraum 16c ein Stück weit übergreifenden Oberwand 48c des türseitigen Scharnierteils enthalten. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 12 verhält es sich umgekehrt, dort ist das Langloch 47d in der Bodenwand 25d des Aufnahmeraums angeordnet.
Nunmehr wird noch das Verrasten des Verbindungsteils 10, 10a, 10b, 10c, 10d im türseitigen Scharnierteil 13, 13a, 13b, 13c, 13d beschrieben:
Die bei dem Scharnier gemäss den Fig. 1 bis 4 verwirklichte Rasteinrichtung, die auch in
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Zusammenhang mit anderen Verstelleinrichtungen verwendet werden könnte, enthält ein seitlich (es könnte auch an einer anderen Stelle, insbesondere unten sein) am Verbindungsteil 10 angeordnetes Rastglied 49 sowie ein an der benachbarten Wand 27 des Aufnahmeraums 16 des türseitigen Scharnierteils angeordnetes Rastteil 50. Beim Einsetzen des Verbindungsteils 10 in den Aufnahmeraum 16 von oben her gelangen das Rastglied 49 und das Rastteil 50 in eine sich hintergreifende Raststellung.
Beim zweckmässigen Ausführungsbeispiel steht das Rastglied 49 unter Federkraft (Rastfeder 51) am Verbindungsteil 10 vor, und das Rastteil 50 wird vom Rand einer an der zugewandten Wand 27 des Aufnahmeraums 16 angeordneten, mit Bezug auf das Rastglied 49 längeren Rastnut 52 od.dgl. gebildet, die sich in Verstellrichtung 17 erstreckt. Da diese Rastnut 52 und somit das von deren Rand gebildete Rastteil 50 länger als das Rastglied 49 ist, ist das Verbindungsteil 10 im verrasteten Zustand mittels des betreffenden Verstellglieds 18 in Verstellrichtung 17 verstellbar. Hierbei gleitet das Rastglied 49 in der Rastnut 52.
Hinsichtlich des Längenverhältnisses zwischen dem am Verbindungsteil sitzenden Rastglied und dem am türseitigen Scharnierteil angeordneten Rastteil kann die Anordnung je nach der Ausbildung im einzelnen auch anders getroffen sein. In jedem Falle sollte aber das Rastglied des Verbindungsteils und/oder das Rastteil des türseitigen Scharnierteils in Verstellrichtung so lang sein, dass die Verrastung über den Verstellweg des Verbindungsteils hinweg erhalten bleibt.
Setzt man das Verbindungsteil in den Aufnahmeraum ein, weicht das Rastglied 49 entgegen der Kraft der Feder 51 zunächst in das Verbindungsteil zurück, bis es in Höhe der Rastnut 50 gelangt und in diese unter der Federkraft einschnappt.
Beim zweckmässigen Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 bis 4 ist das Rastglied 49 linear verschieblich in einer Querbohrung 53 des Verbindungsteils gelagert, die auch die Rastfeder 51 aufnimmt und andernends ein Abstützteil 54 für die Rastfeder 51 enthält.
Um die Verrastung von aussen her wieder lösen zu können, ist das Rastglied 49 von aussen her betätigbar. Hierzu kann vorgesehen sein, dass der innerhalb des Verbindungsteils 10 gelagerte Bereich des Rastglieds 49 eine Werkzeugeingriffseinrichtung 55, beim Ausführungsbeispiel eine Verzahnung, und das Verbindungsteil 10 an der Stelle dieser Werkzeugeingriffseinrichtung 55 eine Betätigungsausnehmung 56 aufweist, die im dargestellten Falle an der Oberseite ausmündet. Man kann also durch die Betätigungsausnehmung 56 hindurch mittels eines in die Verzahnung 55 eingreifenden Werkzeugs das Rastglied 49 in seine Lösestellung entgegen der Federkraft bewegen.
Es ist ersichtlich, dass man alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel das vorstehende, federbelastete Teil der Rasteinrichtung auch am türseitigen Scharnierteil anordnen könnte.
Die Rasteinrichtung 49 und die Verstellschraube 18 sind beim Ausführungsbeispiel an den einander entgegengesetzten Seitenwänden des Verbindungsteils 10 angeordnet.
Die soeben beschriebene Rasteinrichtung ist von der Verstelleinrichtung unabhängig. Im Unterschied hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das Verstellglied Bestandteil der Rasteinrichtung ist, wie es für die anderen Ausführungsbeispiele zutrifft. Dabei wird das Verstellglied 18a, 18b, 18c, 18d durch die Kraft einer Rastfeder 51 a, 51 b, 51 c, 51 d in seiner das Verstellen des Verbindungsteils 10a, 10b, 10c, 10d ermöglichenden Lage gehalten.
Im Falle einer Verstellschraube als Verstellglied kann eine solche Anordnung, für die Fig. 5 ein Beispiel ist, dadurch getroffen werden, dass die Verstellschraube 18a mit ihrem Endbereich ein beim Einsetzen des Verbindungsteils 10a in den Aufnahmeraum 16a entgegen einer Federkraft ausweichendes Rastgegenstück hintergreift, das von der Rastfeder 51a gebildet werden kann, die bei diesem Ausführungsbeispiel ein quer durch das türseitige Scharnierteil verlaufendes und beidenends festgelegtes Federdrahtstück ist, dessen im Bereich der Verstellschraube 18a frei verlaufende Partie das Rastgegenstück bildet.
Beim Einsetzen des Verbindungsteils stösst also das Verstellschraubenende gegen das Federdrahtstück 51 a und lenkt dieses elastisch aus, bis das Verstellschraubenende unter das Federdrahtstück in die eingezeichnete Stellung gelangt ist, in der das Federdrahtstück in seine die Verstellschraube übergreifende Raststellung zurückfedert. Dieses Verstellschraubenende ist dem Ringbund 36a entgegengesetzt. Um die Rastverbindung zu lösen, ist das Federdrahtstück 51a von aussen her zugänglich, beispielsweise über die in ihrem Bereich vorgesehene Betätigungsausnehmung 56a des türseitigen Scharnierteils.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 bis 8 ist dagegen vorgesehen, dass beim Einsetzen des Verbindungsteils 10b in den Aufnahmeraum des türseitigen Scharnierteils das Verstellglied 18b vor Erreichen der Führungsausnehmung 44 in Richtung von der Führungsausnehmung
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44 weg ausgelenkt wird, wonach es unter der Federwirkung in die Führungsausnehmung einschnappt. Die Federwirkung wird durch die Rastfeder 51 erzeugt. Diese Rastfeder 51 b greift an der in montierter Lage der Führungsausnehmung 44 entgegengesetzten Seite des Verstellgieds 18b an und drückt somit das Verstellglied 18b in die Führungsausnehmung 44 des türseitigen Scharnierteils.
Das türseitige Scharnierteil 13b besitzt im Bereich seiner Stufenfläche 24b, durch die hindurch der das Verstellglied 18b tragende Bereich des Verbindungsteils 10b bei der Montage eingeführt wird, oben eine Schrägfläche 57, die beim Einsetzen des Verbindungsteils 10b das Verstellglied 18b weiter nach unten in das Verbindungsteil hineindrückt, bis der Verstellbund 43 zur Führungsausnehmung 44 gelangt und dort federnd einrastet. Will man das Verbindungsteil 10b wieder vom türseitigen Scharnierteil lösen, drückt man das Verstellglied 18b mittels eines an seinem Zentralbereich angreifenden, von aussen her durch die Betätigungsbohrung 45 eingeführten Werkzeugs nach unten, so dass es ausrastet.
Die soeben erwähnte Rastfeder 51 b ist eine U-förmig gebogene Drahtfeder, die sich in Verstellrichtung 17 innerhalb des Verbindungsteils 10b erstreckt. Die beiden Drahtfederschenkel 58, 59 untergreifen das Verstellglied 18b, wobei sie jeweils in eine Einkerbung 60 od.gl. am Umfang des Verstellbundes 43 eingreifen, wodurch eine Normalposition des Verstellbundes 43 und somit des Verbindungsteils 10b relativ zum türseitigen Scharnierteil vorgegeben wird. Beim Verdrehen des Verstellgliedes 18b gelangen die Einkerbungen 60 ausser Eingriff mit den Drahtfederschenkeln 58, 59.
Bei einem von einem Exzenterglied gebildeten Verstellglied 18c, 18d (Fig. 9 bis 11 und Fig. 12) kann dagegen vorgesehen sein, dass das Exzenterglied in axialer Richtung 32c, 32d entgegen der Kraft der an ihm angreifenden Rastfeder 51 c, 51 d zwischen einer mit dem türseitigen Scharnierteil 13c, 13d und dem Verbindungsteil 10c, 10d in Eingriff stehenden Lage und einer nur mit einem dieser Teile in Eingriff stehenden Lage verlagerbar ist. Im Falle der Fig. 9 bis 11 stützt sich die Rastfeder 51c unten ab und drückt das Exzenterglied 18c nach oben in die Stellung, in der der Exzenterfortsatz 46c in das Langloch 47c des türseitigen Scharnierteils eingreift. Die Rastfeder 51c weist im dargestellten Falle eine schraubenförmige Gestalt auf und ist in einer Sackbohrung im Exzenterglied 18c gelagert.
Ein unterer Anschlagbund 61 des Exzentergliedes 18c liegt von unten her an einer feststehenden Fläche des Verbindungsteils 10c an. Bei der Montage wird die erhöhte Verbindungsteilpartie 22c von der offenen Umfangsseite 20c her unter die Oberwand 48c des türseitigen Scharnierteils gesteckt. Hierbei drückt die Stirnseite der Oberwand 48c den Exzenterfortsatz 46c zum Aufnahmeraum 16c hin nach unten, bis der Exzenterfortsatz zum Querloch 47c gelangt und in dieses einrastet. Zum Lösen der Verrastung drückt man in axialer Richtung 32c gegen die Stirnseite des von aussen her zugänglichen Exzenterfortsatzes 46c.
Bei der Variante gemäss Fig. 12 ist die Anordnung umgekehrt, da hier der Exzenterfortsatz 47d an der Unterseite des Verbindungsteils 10d angeordnet ist und in montierter Lage in das quer verlaufende Langloch 47d der Bodenwand 25d des türseitigen Scharnierteils eingreift. Bei der Montage läuft der Exzenterfortsatz 46d gegen eine der offenen Umfangsseite 20d zugewandte Schrägfläche an der Bodenwand 25d, so dass der Exzenterfortsatz und mit diesem das Exzenterglied 18d nach oben gedrückt wird, bis der Exzenterfortsatz in das Langloch 47d einrasten kann Die Rastfeder 51d ist wieder eine Schraubenfeder, die sich einerseits, im dargestellten Falle unten, an einem Ringvorsprung 62 des Exzentergliedes 18d und andererseits am Verbindungsteil 10d abstützt. Sie erstreckt sich in einer von unten eingebrachten Sackbohrung des Verbindungsteils 10d um das Exzenterglied 18d herum.
Will man die Verrastung lösen, muss das Exzenterglied 18d in Richtung von der Bodenwand 25d weg bewegt werden. Dies kann beispielsweise durch ein nach oben Ziehen des Exzenterglieds 18d erfolgen, wobei hierzu im dargestellten Falle eine von der Oberseite des Exzenterglieds 18d her in dieses eingebrachte Gewindebohrung 63 vorhanden ist, in die sich ein Werkzeug zum nach oben Ziehen einschrauben lässt.
Nun wird noch auf eine bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 6 bis 8 und den Fig. 9 bis
11 verwirklichte Massnahme eingegangen, bei der die Rastfeder 51 b, 51 c noch zu einem weiteren Zwecke verwendet wird:
Diese beiden Scharniere weisen eine federnde Zuhaltung des türseitigen Scharnierteils in der Schliessstellung auf Hierzu steht an der Oberseite des Verbindungsteils 10b, 10c im Bereich des Anlenkschenkels 12b, 12c ein Verriegelungsvorsprung 64b, 64c vor, der in der Schliessstellung des Scharniers mit dem wandseitigen Scharnierteil 4b, 4c federnd in Eingriff gelangt. Hierzu ist bei den
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Ausführungsbeispielen am. Anlageschenkel 6b, 6c des wandseitigen Scharnierteils eine entsprechende Rastvertiefung 65b, 65c vorhanden.
Die an sich das Verbindungsteil 10b, 10c am türseitigen Scharnierteil verrastende Rastfeder 51 b, 51c dient nun gleichzeitig dazu, den Verriegelungsvorsprung 64b, 64c in seine vorstehende Lage, wie gezeichnet, zu drücken, so dass sie gleichzeitig das federnde Zuhalten des Scharniers in der Schliessstellung bewirkt Hierzu stützt sich die Rastfeder 51b, 51c am Verriegelungsvorsprung 64b, 64c bzw. an einem mit diesem verbundenen Teil ab und belastet den Verriegelungsvorsprung in die vorstehende Lage. Bei beiden Ausführungsbeispielen ist der Verriegelungsvorsprung 64b, 64c am Ende eine sich im Verbindungstetl 10b, 10c erstreckenden Hebels 66b, 66c angeordnet, der um eine Schwenkachse 67b, 67c schwenkbar ist.
Bei dem Scharnier nach den Fig. 6 bis 8 ist der Hebel 66b ein einarmiger Hebel, wobei sich die U-förmig gebogene Rastfeder 51b mit ihren Federschenkeln 58,59 beiderseits des Hebels 66b erstreckt, sich dabei auf der Schwenkachse 67b abstützt und dann mit seinem U-Quersteg 68 den Hebel 66b untergreift. Die Rastfeder 51b liegt also auf der Schwenkachse 67b auf und ist sowohl zum Verstellglied 18b als auch zum Hebel 66b hin elastisch nach unten gebogen, so dass das Verstellglied 18d und der Verriegelungsvorsprung 64b federnd nach oben gedrückt werden. Bei der Variante gemäss den Fig. 9 bis 11handelt es sich um einen zweiarmigen Hebel 66c, dessen dem Verriegelungsvorsprung 64c entgegengesetzter Hebelarm die Rastfeder 51c untergreift, so dass sich die Rastfeder 51 c auf diesem Hebelarm abstützt.
Abschliessend wird noch darauf hingewiesen, dass bei sämtlichen Ausführungsbeispielen die vorhandene Verstellung stufenlos erfolgt, so dass die Möbelfuge exakt eingestellt werden kann.
Hierzu ist kein Verrücken des betreffenden Scharnierteils mit der Hand erforderlich. Das Verstellen erfolgt lediglich durch eine Drehbewegung.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Einachsiges Möbelscharnier zum Befestigen einer Möbeltüre an einer Möbelwand, das ein an der Türinnenseite zu befestigendes türseitiges Scharnierteil, insbesondere mit einer in die Türe einzulassenden Topfpartie, und ein die Scharnierachse aufweisendes wandseiti- ges Scharnierteil enthält, wobei das türseitige Scharnierteil einen zum wandseitigen Schar- nierteil hin offenen Aufnahmeraum aufweist und das wandseitige Scharnierteil ein an der
Scharnierachse angelenktes Verbindungsteil enthält, das bei an der Türe befestigtem tür- seitigen Scharnierteil und an der Möbelwand befestigtem wandseitigen Scharnierteil in den
Aufnahmeraum einsetzbar und beim Einsetzen mittels einer federnd verrastenden Rastein- richtung am türseitigen Scharnierteil, insbesondere lösbar, verrastbar ist,
und wobei der
Abstand zwischen dem türseitigen Scharnierteil und der Scharnierachse in in der Tür- ebene rechtwinkelig zur Scharnierachse verlaufender Verstellrichtung verstellbar ist, da- durch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (10, 10a, 10b, 10c, 10d) bei wirksamer
Rasteinrichtung mittels eines einerseits am türseitigen Scharnierteil (13,13a, 13b, 13c,
13d) und andererseits am Verbindungsteil (10,10a, 10b, 10c, 10d) angreifenden Verstell- glieds (18,18a, 18b, 18c, 18d) in Verstellrichtung (17) verstellbar und dabei an der den
Aufnahmeraum (16,16a, 16b, 16c, 16d) begrenzenden Wandung des türseitigen Schar- nierteils (13, 13a, 13b, 13c, 13d) geführt ist, wobei das Verstellglied ein von aussen her betätigbares Drehglied ist, dessen Drehbewegung in die Verstellbewegung des Verbin- dungsteils (10, 10a, 10b, 10d, 10d) umgesetzt wird.