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Die Erfindung bezieht sich auf ein vorgefertigtes Wandelement aus gesägten, parallel aneinandergereihten und miteinander verbundenen Holzbohlen.
Um Wandelemente aus Holzbohlen aufzubauen, ist es üblich, die in Längsrichtung des Wandelementes verlaufenden Holzbohlen blockwandartig übereinanderzulegen und beispielsweise über Nuten und Federn miteinander zu verbinden (EP 0 671 518 A2). Entlang der Stirnseiten der Holzbohlen sind pfostenartige Rahmenteile vorgesehen, die ebenfalls über Nuten und Federn an die Holzbohlen angeschlossen sind, die zusätzlich mit den Bohlen verschraubt werden, um entsprechende Wandelemente zu erhalten. Nachteilig bei diesen Wandelementen ist vor allem, dass sie vergleichsweise aufwendig zu bearbeitende Holzbohlen benötigen. Dazu kommt, dass das feuchtigkeits-und temperaturbedingte Arbeiten der Holzbohlen quer zur Faserrichtung in Richtung der Höhe des Wandelementes konstruktiv berücksichtigt werden muss.
Um bei Blockwänden aus im wesentlichen unbearbeiteten Holzstämme ein gegenseitiges Verdrehen der Stämme um stirnseitige Befestigungsbügel zu verhindern, ist es ausserdem bekannt (AU 71 140/81 A), im Mittenbereich der Stämme eine über die Wandhöhe durchgehende Bohrung vorzusehen, um die einzelnen Stämme gegeneinander durch Dübel abzustützen, die nach jeder Auflage eines neuen Holzstammes eingesetzt werden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Wandelement der eingangs geschilderten Art mit einfachen konstruktiven Mitteln so auszugestalten, dass es mit geringem Konstruktionsaufwand aus sägerauhen Holzbohlen vorgefertigt werden kann, ohne aufwendige Verbindungen zwischen den parallel aneinandergereihten Holzbohlen vorsehen zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die sich über die Höhe des Wandelementes erstreckenden, flächig aneinandergepressten Holzbohlen über eine Fuss- und eine Kopfschwelle durch Hartholzdübel miteinander verbunden sind, die in stirnseitige Sacklochbohrungen der Holzbohlen und in mit diesen Sacklochbohrungen fluchtenden Durchtrittsbohrungen der Fussund der Kopfschwelle eingreifen.
Die sich über die Höhe des Wandelementes erstreckenden Holzbohlen bringen zunächst vorteilhafte statische Eigenschaften für das Wandelement mit sich, ohne dass es aufwendiger Massnahmen zur Berücksichtigung des Schwindverhaltens der Holzbohlen bedarf. Da die Holzbohlen flächig aneinandergepresst werden und über eine Fuss- und eine Kopfschwelle miteinander verbunden sind, wobei Bewegungen der Holzbohlen in Längsrichtung der Fuss- und der Kopfschwelle durch stirnseitige Hartholzdübel unterbunden werden, ergibt sich für das feuchtigkeits- und temperaturbedingte Arbeiten der Holzbohlen in Längsrichtung des Wandelementes eine wirksame Sperre, so dass das Wandelement sowohl der Höhe als auch der Länge nach ein nur vergleichsweise geringes Schwindverhalten aufweist.
Der zu diesem Zweck eingesetzte konstruktive Aufwand wird durch die Hartholzdübel bestimmt, die nicht nur die Fertigung des Wandelementes vereinfachen, sondern auch den Einsatz metallischer Verbindungsmittel entbehrlich machen. Es werden folglich Wandelemente aus Massivholz erhalten, die vorteilhafte bauphysikalische und wärmedämmende Eigenschaften mit sich bringen.
Die sich über die Höhe des Wandelementes erstreckenden, parallel aneinandergereihten Holzbohlen lassen ausserdem eine an unterschiedliche Verhältnisse angepasste Länge des Wandelementes zu, weil ja lediglich die Fuss- und die Kopfschwelle an die Wandelementlänge anzupassen sind, während die Holzbohlen eine beschränkte, der Wandelementhöhe entsprechende Länge aufweisen, was nicht nur ein vielfältiges Einsatzgebiet ermöglicht, sondern auch eine gute Rohstoffausnützung ermöglicht.
Um ein gegenseitiges Versetzen der einzelnen Holzbohlen quer zum Wandelement auszuschliessen, können die Holzbohlen wenigstens eine gemeinsame, zur Fuss- bzw. Kopfschwelle parallele Durchgangsbohrung zur Aufnahme eines Rundholzzapfens aufweisen, der für einen entsprechenden Formschluss der Holzbohlen quer zum Wandelement sorgt.
Um eine Überlastung der Fuss- und der Kopfschwelle durch die Dübelkräfte zu vermeiden, muss für einen ausreichenden Abstand der Dübel voneinander gesorgt werden. Zu diesem Zweck empfiehlt sich die Massnahme, dass die Holzbohlen auf jeder Stirnseite lediglich einen Hartholzdübei aufweisen und dass die Hartholzdübel in der Fuss- und der Kopfschwelle abwechselnd auf einander bezüglich einer Mittelebene des Wandelementes gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind.
Durch diese einfachen Vorkehrungen kann der in Längsrichtung der beiden Schwellen wirksame Abstand der auf zwei Reihen aufgeteilten Hartholzdübel der doppelten Breite der Holzbohlen entsprechen.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemässes vorgefertigtes Wandelement ausschnittsweise in einer verein- fachten Ansicht,
Fig. 2 dieses Wandelement in einer zum Teil aufgerissenen Stimansicht und
Fig. 3 das Wandelement ausschnittsweise in einer Draufsicht.
Das Wandelement gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist aus einzelnen, im Querschnitt rechteckigen, gesägten Holzbohlen 1 aufgebaut, die flächig aneinandergepresst zwischen einer Fussschwelle 2 und einer Kopfschwelle 3 gehalten werden, und zwar mit Hilfe von Hartholzdübeln 4, die in stirnseitige Sacklochbohrungen 5 der Holzbohlen 1 eingreifen und durch Durchgangsbohrungen 6 in der Fussschwelle 2 und der Kopfschwelle 3 eingeschlagen werden.
Wie der Fig. 3 entnommen werden kann, ist die Dübelanordnung so getroffen, dass die einzelnen Hartholzdübel 4 abwechselnd auf einander bezüglich einer Mittelebene 7 des Wandelementes gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind, so dass bezüglich der Längsrichtung der halben Fuss- bzw. Kopfschwelle 2 bzw. 3 die Hartholzdabei 4 lediglich in jede zweite Holzbohle 1 eingreifen und daher einen Abstand entsprechend der doppelten Breite der Holzbohlen 1 aufweisen.
Zur Herstellung eines solchen Wandelementes werden zunächst die Holzbohlen 1 in einer der späteren Länge des Wandelementes entsprechenden Anzahl aneinandergereiht und unter äusserer Druckanwendung gegeneinandergepresst, bevor die stirnseitigen Sacklochbohrungen 5 gemeinsam
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Bohrungen 5,6 eingeschlagen werden. Die unter der Vorspannung der Holzbohlen 1 hergestellte
Dübelverbindung zwischen den Holzbohlen 1 und den Fuss- und Kopfschwellen 2,3 bringt eine weitgehende Sperrung des Wandelementes gegenüber einem temperatur-oder feuchtigkeitsbe- dingten Schwinden in Längsrichtung des Wandelementes. Der Höhe nach ist das Schwindver- halten wegen der Faserausrichtung der Holzbohlen 1 in dieser Richtung von vornherein beschränkt.
Soll nun zusätzlich ein gegenseitiges Versetzen der Holzbohlen 1 quer zur Mittelebene 7 des
Wandelementes verhindert werden, so kann vorzugsweise unter einer äusseren Vorspannung der
Holzbohlen 1 das Wandelement der Länge nach durchbohrt werden, so dass die Holzbohlen 1 eine gemeinsame Durchgangsbohrung 8 bilden, in die ein Rundholzzapfen 9 formschlüssig eingesetzt werden kann.
Die Verbindung der sich über die Höhe des Wandelementes erstreckenden Holzbohlen 1 über eine Fuss- und eine Kopfschwelle 2,3 mit Hilfe von Hartholzdübeln 4 und gegebenenfalls über den
Rundholzzapfen 9 erlaubt den Aufbau eines einfachen Wandelementes aus lediglich gesägten
Holzbohlen ohne zusätzliche Verbindungsmittel, wobei sich gute statische Eigenschaften mit vorteilhaften bauphysikalischen und wärmedämmenden Eigenschaften verbinden lassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorgefertigtes Wandelement aus gesägten, parallel aneinandergereihten und miteinander verbundenen Holzbohlen, dadurch gekennzeichnet, dass die sich über die Höhe des Wand- elementes erstreckenden, flächig aneinandergepressten Holzbohlen (1) über eine Fuss- und eine Kopfschwelle (2,3) durch Hartholzdübel (4) miteinander verbunden sind, die in stirn- seitige Sacklochbohrungen (5) der Holzbohlen (1) und in mit diesen Sacklochbohrungen (5) fluchtenden Durchtrittsbohrungen (6) der Fuss- und der Kopfschwelle (2,3) eingreifen.