<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungsvorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Für Fuhrunternehmen, Versorgungsunternehmen, Kommunen usw. besteht die Notwendigkeit, vorhandene Lastkraftwagen möglichst rationell so einzusetzen, dass möglichst eine vollständige Auslastung des vorhandenen Fuhrparks gewährleistet ist. Dies ist vielfach nicht möglich, da unter- schiedliche Aufgaben auch unterschiedliche Aufbaue, nämlich z. B. Abroll-, Absetz- oder Drei- seitenkipper, Betonmischer, Salzstreugerät usw. erfordern, so dass die Einsatzmöglichkeit eines mit einem bestimmten Aufbau versehenen Lastkraftwagens oftmals begrenzt ist.
Um hier Abhilfe zu schaffen, wurden bereits sogenannte Wechselsysteme vorgeschlagen, die es ermöglichen, auf einem Lastkraftwagen bzw. auf dem Hauptrahmen dieses Lastkraftwagens unterschiedliche Wechselgeräte bzw. Wechselaufbauten zu befestigen, und zwar dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst. Hierdurch wird eine höhere Flexibilität erreicht, die es dem Dispo- nenten dann auch ermöglicht, mit einer geringen Anzahl von Lastkraftwagen eine breite Palette von Anforderungen abzudecken.
Bekannte Wechselsysteme bzw deren Verriegelungssysteme, die des jeweilige Wechselgerät bzw. dessen Hilfsrahmen mit dem Hauptrahmen des Lastkraftwagens verbinden, haben erhebliche Nachteile. Diese bestehen u. a. in einer relativ aufwendigen Konstruktion sowie u. a. auch darin, dass sowohl für das Verriegeln des Hilfsrahmens mit dem Hauptrahmen als auch für das Lösen dieser Verriegelung eine Gleitbewegung des Hilfsrahmens auf den Hauptrahmen in der Rahmenebene erforderlich ist, was insbesondere bei einem hohen Gewicht des Wechselgerätes erhebliche Reibungskräfte und einen erheblichen Verschleiss an den Rahmen bedeutet.
Bekannt ist eine Verriegelungsvorrichtung der gattungsbildenden Art (DE 40 27 586 A1) für die lösbare Befestigung eines Hilfsrahmens eines Wechselgerätes am Hauptrahmen eine Lastkraft- wagens. Die am Hilfsrahmen des Aufbaus vorgesehenen Verriegelungselemente sind Zapfen, die über die Ebene der Unterseite des Aufbaus vorstehen und ein kegelförmig ausgebildetes Ende aufweisen. Die am Hauptrahmen vorgesehenen Verriegelungselemente bilden Öffnungen, die in ihrem oberen Teil zum Einführen der Zapfen sich kegelförmig erweitern. An den Verriegelungs- elementen am Hauptrahmen sind Hebel vorgesehen, die beim Schwenken ein Verriegelungsstück derart betätigen, dass dieses in die von einer Umfangsnut gebildete Hinterschneidung des jewei- ligen Zapfens eingreift und diesen Zapfen in der Öffnung des am Hauptrahmen vorgesehenen Verriegelungselementes verriegelt.
Auch dieses bekannte Verriegelungssystem hat den Nachteil, dass eine wirklich starre, formschlüssige Verbindung zwischen dem Hauptrahmen und dem Hilfs- rahmen nicht zustande kommt.
Bekannt ist weiterhin ein Verriegelungssystem (CH 671 193 A5), bei dem die am Hauptrahmen vorgesehenen ersten Verriegelungselemente sich leicht kegelstumpfartig nach oben verjüngende Zapfen und die an der Unterseite des Hilfsrahmens des Wechselaufbaus vorgesehenen Verriege- lungselemente kegelförmig sich erweiternde Öffnungen aufweisen, so dass nach dem Aufsetzen des Wechselaufbaus auf den Hauptrahmen über die in die kegelförmigen Öffnungen der Verrie- gelungselemente am Hilfsrahmen eingreifenden kegelförmigen Zapfen eine starre, formschlüssige Verbindung zwischen dem Hauptrahmen und dem Hilfsrahmen besteht. Nachteilig bei dieser bekannten Ausbildung ist aber, dass die Vernegelungsstücke Steckbolzen sind, die im verriegeln- den Zustand Löcher in den Verriegelungselementen durchgreifen und von Hand gesichert werden müssen.
Das Durchschieben der Verrieglungsbolzen ist umständlich und aufwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verriegelungsvorrichtung für ein solches System aufzu- zeigen, welche die vorgenannten Nachteile vermeidet. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Verrie- gelungsvorrichtung entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.
Die besonderen Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass bei einer einfachen, robusten und auch unter rauhen Einsatzbedingungen zuverlässig arbeitenden Konstruktion eine absolut form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Hauptrahmen und dem Hilfsrahmen des jeweiligen Wechselgerätes erreicht wird, und zwar durch vertikales Absenken des Hilfsrahmens auf den
Hauptrahmen und damit ohne eine Gleitbewegung zwischen dem Hilfsrahmen und Hauptrahmen in der Rahmenebene.
Durch die formschlüssige Verbindung wird insbesondere auch erreicht, dass Hauptrahmen und
Hilfsrahmen aus statischen und dynamischen Gesichtspunkten eine Einheit, d. h. eine gemeinsame
Rahmenanordnung bilden, welche besonders stabil ist und zur Aufnahme hoher statischer und
<Desc/Clms Page number 2>
dynamischer Kräfte geeignet ist. Durch die starre und formschlüssige Verbindung wird insbeson- dere auch erreicht, dass keine zusätzlichen, verstärkenden Rahmenelemente erforderlich sind.
Weiterhin kann in sehr vielen Anwendungen der Hilfsrahmen niedrig gehalten werden, da dieser zusammen mit dem Hauptrahmen eine einheitliche Rahmenanordnung bildet, welche auch in bestimmten Anwendungen bzw Einsätzen auftretende höhere Belastungen aufnimmt, wie dies beispielsweise bei als Wechselgerät ausgebildeten Kränen usw. der Fall ist. Durch den Wegfall von zusätzlichen, versteifenden Rahmenelementen sowie durch die Möglichkeit, insbesondere den Hilfsrahmen niedrig auszubilden ergeben sich eine Erhöhung des Ladegewichtes sowie insbeson- dere auch eine Vergrösserung der Aufbauhöhe.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht weiterhin auch darin, dass die weiteren Verriege- lungseinheiten und damit das Verriegelungssystem insgesamt mit hoher Tragkraft ausgebildet werden können, durch das System also auch eine hohe Sicherheit gewährleistet ist.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungsfiguren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht den Hauptrahmen eines Lastkraft- wagens sowie den über die erfindungsgemässe Vernegelungsvorrichtung mit dem Hauptrahmen verbundenen Hilfsrahmen eines Wechselaufbaues;
Fig. 2 in vereinfachter Darstellung eine Draufsicht auf den Hauptrahmen des Lastkraftwagens;
Fig. 3 in vergrösserter Darstellung einen Schnitt entsprechend der LinieI -1 der Fig. 2 ;
Fig. 4 einen Schnitt entsprechend der Linie 11- 11 der Fig. 2;
Fig. 4 und 5 im Längsschnitt sowie in Draufsicht das Gehäuse des am Hauptrahmen vorge- sehenen Verriegelungselementes;
Fig. 6 in Einzeldarstellung und im Schnitt den Kegeleinsatz des Verriegelungselementes der Fig. 4 und 5;
Fig. 7 und 8 den Verriegelungsschieber des Verriegelungselementes der Fig. 4 - 6 in Drauf- sicht sowie in einem Schnitt entsprechend der Linie 111-111 der Fig. 7;
Fig. 9 und 10 den am Hilfsrahmen befestigten Kegelzapfen in zwei um 90 um die Zapfen- achse gedrehten Ansichten.
In den Figuren ist 1 der Hauptrahmen eines ansonsten nicht näher dargestellten Lastkraft- wagens, auf welchem Hauptrahmen in an sich bekannter Weise unterschiedlichen Einsätzen des Lastkraftwagens entsprechend unterschiedliche Wechselaufbauten befestigt werden können.
Diese weisen in üblicher Weise den Hilfsrahmen 2 auf, der in Grösse und Höhe dem jeweiligen Wechselaufbau und den bei Verwendung dieses Wechselaufbaues auftretenden Kräften entspre- chend ausgebildet ist.
Um eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Hauptrahmen 1 und dem auf diesem Hauptrahmen aufliegenden Hilfsrahmen 2 zu erreichen, ist eine Verriegelungsvorrichtung vorge- sehen, welche im wesentlichen aus den am Hauptrahmen 1 befestigten Verriegelungselementen 3 und den am Hilfsrahmen 2 befestigten Kegelzapfen 4 besteht. Die Verriegelungselemente 3 und Kegelzapfen 4 bilden jeweils eine Verriegelungseinheit und sind derart angeordnet, dass bei am Hauptrahmen 1 befestigtem Hilfsrahmen 2, d. h. bei auf dem Lastkraftwagen befestigtem Wechsel- aufbau jeweils ein Kegelzapfen 4 von oben her in ein Verriegelungselement 3 eingreift und in diesem Verriegelungselement formschlüssig verriegelt ist, wie dies im einzelnen noch beschrieben wird.
Im einzelnen sind die Verriegelungselemente 3 an den beiden beidseitig von der Fahrzeug- längsmittelachse L und spiegelsymmetrisch zu dieser angeordneten, den Hauptrahmen 1 bilden- den und jeweils ein C-Profil aufweisenden Längsträgern 5 und 6 befestigt, und zwar jeweils an der der Längsmittelachse L abgewandten vertikalen Aussenfläche dieser Längsträger 5, die mit der offenen Profilseite der Längsmittelachse zugewandt sind.
An jedem Längsträger 5 sind die Verriegelungselemente 3 in vorgegebenen Abständen in
Fahrzeuglängsrichtung verteilt vorgesehen, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform in der Weise, dass jedem Verriegelungselement 3 an dem einen Längsträger 5 in Richtung quer zur Längsmittelachse L ein Verriegelungselement 3 an dem anderen Längsträger 6 gegenüberliegt.
In gleicher Weise sind die Kegelzapfen 4 am Hilfsrahmen 2, d. h. an den aneinander abge- wandten, aussen liegenden Längsseiten der diesen Hilfsrahmen bildenden Längsträger mit ihrem oberen Ende derart befestigt, dass die Kegelzapfen 4, die mit ihrer Achse in vertikaler Richtung und
<Desc/Clms Page number 3>
senkrecht zur Längsachse des Hilfsrahmens 2 und damit bei am Hauptrahmen 1 befestigtem Hilfsrahmen 2 senkrecht zur Fahrzeuglängsmittelachse gerichtet sind, den gleichen Achsabstand aufweisen wie die Verriegelungselemente 3.
Die Kegelzapfen 4 sind mit ihrem oberen Ende jeweils an einer Konsole 7 befestigt, die an der aussenliegenden Seite des Hilfsrahmens 2 angeschweisst ist und beispielsweise aus einer horizontalen Platte 8, über deren Unterseite der betreffende Kegelzapfen 4 wegsteht, und aus zwei dreieckförmigen, in vertikaler Richtung angeordneten Stütz- blechen 9 besteht, die jeweils mit der Platte 8 sowie auch mit dem Hilfsrahmen 2 verschweisst sind.
Jedes Verriegelungselement 3 besteht aus einem Gehäuse 10, welches sich bei der dargestell- ten Ausführungsform aus zwei fest miteinander verbundenen Gehäuseteilen 11und 12 zusammen- setzt. Der in den Figuren untere Gehäuseteil 11 ist von einem Rechteckhohlprofil aus Stahl gebildet. In der Mitte besitzt der untere Gehäuseteil 11an den die grössere Querschnittsseite des Rechteckprofils bildenden Ober- und Unterseiten jeweils eine Bohrung oder Öffnung 13 bzw. 14, die achsgleich angeordnet sind und den gleichen Durchmesser aufweisen. Auf der die Öffnung 13 aufweisenden Oberseite des unteren Gehäuseteils 11 ist der von einer rechteckförmigen Platte gebildete obere Gehäuseteil 12 in geeigneter Weise, beispielsweise durch Anschweissen, befestigt.
Im oberen Gehäuseteil 12 ist eine durchgehende Öffnung 15 vorgesehen, die achsgleich mit den Öffnungen 13 und 14 des unteren Gehäuseteils 11 liegt, allerdings einen im Vergleich zu diesen Öffnungen 13 und 14 wesentlich grösseren Durchmesser besitzt, so dass sich an der Oberseite des Gehäuses 10 eine von den Öffnungen 13 und 15 gebildete Ausnehmung mit einem Absatz ergibt.
In die Öffnung 15 des oberen Gehäuseteils 12 ist ein ringartiger Kegeleinsatz 16 eingesetzt und dort durch Klemmsitz gehalten, wobei der Kegeleinsatz eine kreiszylinderförmige Umfangs- fläche und eine sich von der Oberseite zur Unterseite kegelstumpfartig verengende Öffnung 17 besitzt. Im Bereich dieser Öffnung ist der Kegeleinsatz 16 mit einem Einsatz oder mit einer Beschichtung 18 aus einem hochbelastbaren, verschleissfesten Kunststoff versehen. Der Durch- messer der Öffnung 17 an der Unterseite des Kegeleinsatzes 16 ist gleich oder im wesentlichen gleich dem Durchmesser der Öffnungen 13 und 14 des unteren Gehäuseteils 11.
An der Oberseite und der Unterseite des unteren Gehäuseteils 11 sind ausserhalb der Öffnungen 13 und 14 jeweils zwei durchgehende Bohrungen 19 bzw. 20 (Bohrung 19 in der die Öffnung 13 aufweisenden Oberseite und Bohrungen 20 in der die Öffnung 14 aufweisenden Unter- seite) vorgesehen, und zwar derart, dass jede Bohrung 19 mit ihrer parallel zur Achse der Öffnun- gen 13 und 14 liegenden Achse achsgleich bzw. deckungsgleich mit einer Bohrung 20 liegt. Mit Hilfe von durch die Bohrungen 19 und 20 hindurchgeführten Stösseln kann der durch Klemmsitz im oberen Gehäuseteil 12 gehaltene Kegeleinsatz 16 im Bedarfsfall entfernt bzw. ausgetauscht werden.
Der Kegeleinsatz 16 ist in den oberen Gehäuseteil 12 so eingesetzt, dass sich die kegelstumpf- förmige Öffnung 17 ausgehend vom unteren Gehäuseteil 11 nach oben hin erweitert.
Das Gehäuse 10 jedes Verriegelungselementes 3 ist beidendig zwischen zwei jeweils in verti- kalen Ebenen, d. h. in Ebenen senkrecht zur Fahrzeuglängsmittelachse L angeordneten Platten 22 durch Anschweissen befestigt, und zwar derart, dass die Längsachse 1 des im unteren Gehäuseteil 11 gebildeten Kanals 21 senkrecht zu diesen Platten 22 liegt, wobei die die Öffnungen 13 und 14 aufweisenden Seiten des unteren Gehäuseteils 11 in horizontalen Ebenen angeordnet sind und der Gehäuseteil 12 oben und der Gehäuseteil 11 unten liegt. Die Platten 22 sind Bestandteil einer Konsole 23, die Teil des jeweiligen Verriegelungselementes 3 ist und mit der dieses Verriegelungs- element an dem Hauptrahmen 1 bzw. dessen Längsträgern 5,6, befestigt ist.
Bei der dargestellten Ausführungsform weist jede Konsole 23 zusätzlich zu den Platten 22 noch eine diese Platten zu einem U-Profil verbindende und flächig gegen die betreffende Seite der Längsträger 5,6 des Hauptrahmens 1 anliegende Platte 24 auf. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Konsole 23 aus einer Länge eines U-Profils herzustellen, dessen Schenkel dann die Platten 22 und dessen Joch- abschnitt die Platte 24 bildet. Die Konsole 23 ist am Hauptrahmen 1 bzw. dessen Längsträgern 5,6 angeschweisst.
Jede Platte 22 besitzt eine rechteckförmige Öffnung 25, die achsgleich mit der Längsachse 1 des Kanals 21 des unteren Gehäuseteils 11 angeordnet ist und mit ihren längeren Seiten parallel zu den längeren Querschnittseiten des Kanals 21 und dementsprechend auch mit ihren kürzeren Seiten parallel zu den kürzeren Querschnittseiten des Kanals 21 liegt. Die Öffnung 25 besitzt aber zumindest in vertikaler Richtung einen etwas kleineren Querschnitt als der Kanal 21, so dass sich
<Desc/Clms Page number 4>
am Übergang zwischen dem Kanal 21 und der jeweiligen Öffnung 25 ein Absatz ergibt.
Jedes Verriegelungselement besitzt weiterhin einen Verriegelungsschieber 26, der aus einem rechteckförmigen Flachmaterial hergestellt ist und einen Querschnitt aufweist, der gleich oder geringfügig kleiner ist als der Querschnitt der Öffnungen 25. Der Verriegelungsschieber 26 reicht durch die Öffnungen 25 und den Kanal 21 hindurch und steht beidendig über die dem Gehäuse 10 abgewandte Seite jeder Platte 22 mit einem Endabschnitt 26' von ausreichender Länge vor. Die Führungsflächen für den Verriegelungsschieber 26 sind hauptsächlich im Inneren des Gehäuses 10 bzw. im dortigen Kanal 21 gebildet.
Zur Reduzierung des Verschleisses sind dort Platten 27 aus verschleissfestem Kunststoff eingelegt, die durch die vorgenannten am Übergang zwischen dem Kanal 21 und den Öffnungen 25 gebildeten Absätzen im Kanal 21 gehalten sind und jeweils zwischen der Oberseite des Verriegelungsschiebers 26 und der darüberliegenden Oberseite des unteren Gehäuseteils 11 sowie zwischen der Unterseite des Verriegelungsschiebers 26 und der Unterseite des unteren Gehäuseteils 11 angeordnet sind.
Die Platten 27 besitzen jeweils eine Öffnung 28, die achsgleich mit der benachbarten Öffnung 13 bzw. 14 angeordnet ist und auch den gleichen Durchmesser wie diese Öffnungen aufweist
Im mittleren Bereich besitzt der Verriegelungsschieber 26 eine von der Oberseite zur Unter- seite durchgehend ausgebildete schlüssellochartige Öffnung 29, und zwar mit einem Abschnitt 29', der im wesentlichen kreisförmig ausgebildet ist, der einen Durchmesser besitzt, der zumindest in Achsrichtung des Schiebers 26 grösser ist als der Durchmesser der Öffnungen 13 und 14 und sonst dem Durchmesser dieser Öffnungen entspricht, und der in einem langgestreckten Abschnitt 29" übergeht, der sich in Längsrichtung des Verriegelungsschiebers 26 erstreckt und eine Breite besitzt, die wesentlich kleiner ist als der Durchmesser der Öffnungen 13 und 14.
Die schlüssel- lochartige Öffnung 29 mit ihren Abschnitten 29' und 29" ist symmetrisch zur Längsachse des Verriegelungsschiebers 26 ausgebildet, und zwar insbesondere auch derart, dass die Längser- streckung des langgestreckten Abschnittes 29" achsgleich mit der Längsachse des Verriegelungs- schiebers 26 liegt.
An der dem Kegeleinsatz 16 abgewandten Unterseite 26' ist der Verriegelungsschieber 26 mit einer die schlüssellochartige Öffnung 29 umgebenden Keil- bzw. Schrägfläche 30 versehen, die in einer Ebene liegt, welche mit der Oberseite 26" des Verriegelungsschiebers 26 einen spitzen Winkel a, d.h. einen Winkel a von etwa 10 einschliesst, der sich in einer Richtung öffnet, in welcher sich auch der langgestreckte Abschnitt 29" vom kreisförmigem Abschnitt 29' weg erstreckt.
Die einzelnen Verriegelungselemente 3 sind so am Hauptrahmen 1 bzw. an dem jeweiligen Längsträger 5 bzw. 6 befestigt, dass nicht nur das jeweilige Gehäuse 10 mit dem oberen Gehäuse- teil 12 oben liegend angeordnet ist und die Achsen der Öffnungen 13 - 15, 17 senkrecht zur hori- zontalen Rahmenebene des Hauptrahmens 1 angeordnet sind, sondern auch die Längsachse 1 jedes Kanals 21 in der Ebene des Hauptrahmens parallel zu dem benachbarten Abschnitt des Längsträgers 5 bzw. 6 liegt.
Die Verriegelungsschieber 26 der an jedem Längsträger 5 bzw. 6 vorgesehenen Verriege- lungselemente 3 sind über Zug- bzw. Schubstangen 31 miteinander verbunden, die an den über die Platten 22 hinausragenden Endabschnitten 26' der Verriegelungsschieber 26 angelenkt sind.
Der zum Heck des Lastkraftwagens weisende Endabschnitt 26' des diesem Heck benachbarten Verriegelungsschiebers 26 ist jeweils über eine Schubstange 32 mit einem Stellglied 33 verbun- den, welches bei der dargestellten Ausführungsform von einem doppelt wirkenden Hydraulik- Zylinder gebildet ist und mit welchem jeweils die Verriegelungsschieber 26 sämtlicher an einer Seite des Hauptrahmens 1 vorgesehener Verriegelungselemente 3 in Längsrichtung 1 des jeweili- gen Kanals 21 gemeinsam zwischen einer freigebenden Stellung, in der der jeweilige kreisförmige Abschnitt 29' der schlüssellochartigen Öffnung 29 deckungsgleich mit den Öffnungen 13 und 14 liegt und einer verriegelnden Stellung bewegbar sind, in der der jeweilige ianggestreckte Abschnitt 29" im Bereich der Öffnungen 13 und 14 angeordnet ist.
Durch an den Schubstangen 31 und 32 vorgesehene Stellglieder kann die effektive Länge dieser Schubstange eingestellt werden, um die jeweiligen Verriegelungsschieber 26 exakt zu justieren oder um diese Verstellschieber nachzu- stellen. Die Stellglieder 33 auf beiden Seiten des Hauptrahmens 1 sind gemeinsam und gleich- sinnig ansteuerbar.
Die Kegelzapfen 4 bestehen entsprechend den Figuren 9 und 10 jeweils aus einem oberen Zapfenabschnitt 4', der eine kreiszylinderförmige Aussenfläche aufweist und mit seinem oberen
<Desc/Clms Page number 5>
Ende an der Platte 8 der zugehörigen Konsole 7 beispielsweise durch Anschweissen befestigt ist.
An das untere Ende des oberen Zapfenabschnittes 4' schliesst ein sich nach unten hin verjüngender kegelstumpfförmiger mittlerer Zapfenabschnitt 4" an, der in einen unteren, ebenfalls im wesentlichen kreiszylinderförmigen Zapfenabschnitt 4":" übergeht, dessen Aussendurchmesser kleiner ist als der Aussendurchmesser des oberen Zapfenabschnittes 4'. Sämtliche Zapfenab- schnitte 4' - 4'" sind achsgleich angeordnet. Im Zapfenabschnitt 4'" sind beidseitig von der Zapfen- achse ZA des Kegelzapfens 4 zwei Nuten 34 eingebracht, und zwar derart, dass jede Nut 34 eine ebene Bodenfläche 35 bildet und die beiden Bodenflächen 35 parallel zueinander sowie auch parallel zu einer Ebene und in gleichem Abstand von dieser Ebene angeordnet sind, die die vertikale Achse ZA einschliesst.
Die Nuten 34 besitzen weiterhin jeweils eine obere Begrenzungs- fläche 36 und eine untere Begrenzungsfläche 37, von denen die beiden oberen Begrenzungs- flächen 36 in einer gemeinsamen Ebene senkrecht zur Achse ZA liegen und die unteren Begren- zungsflächen 37 in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, die mit der gemeinsamen Ebene der Begrenzungsflächen 36 den Winkel a einschliesst, den die Schrägfläche 30 mit der Oberseite 26" des jeweiligen Verriegelungsschiebers 26 bildet.
Die Kegelzapfen 4 sind so am Hilfsrahmen 2 befestigt, dass bei am Hauptrahmen 1 verriegel- tem Hilfsrahmen 2, d. h. bei in die Verriegelungselemente 3 eingreifenden Verriegelungszapfen 4 jeder Verriegelungszapfen 4 mit seinem kegelstumpfförmigen mittleren Abschnitt 4" mit Passsitz in der Öffnung 17 des Kegeleinsatzes 16 eines Verriegelungselementes 3 sitzt und mit dem mittleren Abschnitt 4" die Öffnungen 13 und 14 durchgreift, und zwar derart, dass die Achse ZA die Längs- achse 1 senkrecht schneidet, die Längsachse 1 in der parallel zu den Bodenflächen 35 verlaufen- den und die Achse ZA einschliessende Ebene angeordnet ist und darüber hinaus die Ebene der Begrenzungsflächen 37 der Nuten 34 parallel zu der Ebene der Schrägfläche 30 liegt, und zwar derart,
dass bei im verriegelnden Zustand befindlichem Verriegelungsschieber 26 die Begrenzungs- fläche 37 gegen die Keil- bzw. Schrägfläche 30 anliegt und über diese Keilfläche und insbesondere über den in der Öffnung 17 angeordneten mittleren Abschnitt 4" des Kegelzapfens 4 eine form- schlüssige Verriegelung zwischen dem jeweiligen Kegelzapfen 4 und dem zugehörigen Verriege- lungselement 3 erreicht ist. Bevorzugt besitzt der kegelförmige mittlere Abschnitt 4" einen Kegel- winkel, der gleich dem Kegelwinkel der Öffnung 17 ist, wobei der Durchmesser des mittleren Abschnittes 4" aber bevorzugt etwas grösser ist als der jeweilige Durchmesser der Öffnung 17.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Verriegelungselemente 3 so angeordnet, dass deren Verriegelungsschieber 26 jeweils durch Ziehen, d. h. durch Einwirken einer Zugkraft auf die Zugstangen 31 und 32 in die verriegelnde Stellung bewegt werden, d. h. die Verriegelungsschieber 26 sind so angeordnet, dass die langgestreckten Abschnitte 29" der Öffnung 29 jeweils zur Vorder- seite des Lastkraftwagens weisen, sich also auch der zwischen der Schrägfläche 30 und der Oberseite 26" des Verriegelungsschiebers gebildete Winkel a zur Vorderseite des Lastkraftwagens öffnet.
Die Stellglieder 33 sind vom Fahrerhaus des Lastkraftwagens aus betätigbar. Um ein unge- wünschtes Entriegeln zu vermeiden, ist an jeder Seite des Hilfsrahmens 1 an einem Verriegelungs- element 3 eine Arretierung vorgesehen, die im wesentlichen von einem Steckbolzen 38 gebildet ist, der bei in der verriegelnden Stellung befindlichen Verriegelungsschiebern 26 eine Öffnung 39 in einem der Verriegelungsschieber 26 sowie zugleich auch Öffnungen 40 in Armen 41 durchgreift, die an dem betreffenden Verriegelungselement 3 vorgesehen sind.
Am Hauptrahmen 1 sind weiterhin plattenförmige Einweiser 42 vorgesehen, die beim Absen- ken des Hilfsrahmens 2 auf den Hauptrahmen 1 zunächst grob die beiden Rahmen relativ zueinan- der ausrichten. Zum Anheben und Absenken des Hilfsrahmens 2 bzw. des Wechselaufbaues vom Lastkraftwagen bzw. auf den Lastkraftwagen sind am Hauptrahmen 1 weiterhin noch hydraulische Hubzylinder 43 vorgesehen.
Das vorbeschriebene Verriegelungssystem ermöglicht folgende Arbeitsweise :
Zum Anbringen und Befestigen eines Wechselaufbaus auf den Lastkraftwagen fährt dieser rückwärts unter den in üblicher Weise auf Stützfüssen stehende Wechselaufbau. Der Fahrer stoppt den Lastkraftwagen, sobald ein Anschlagbolzen am Einweiser andockt. Durch Betätigen der Hubzylinder 43 wird nun der Wechselaufbau angehoben, so dass die Stützhülsen abgenommen werden können.
Anschliessend erfolgt ein Absenken des Wechselaufbaues und dessen Hilfs- rahmen auf den Lastkraftwagen bzw. den Hauptrahmen 1 in vertikaler Richtung, wobei die vorhan-
<Desc/Clms Page number 6>
denen Einweiser 42, die eine Gleit- und Führungsfläche für den Hilfsrahmen 2 bilden, gewähr- leisten, dass beim weiteren Absenken die Kegelzapfen 4 jeweils in ein sich im nicht verriegelnden Zustand befindliches Verriegelungselement 3 eingeführt werden, wobei durch die Kegelöffnungen 17 eine Justierung zwischen dem Hauptrahmen 1 und dem Hilfsrahmen 2 erfolgt. Am Ende der Absetzbewegung sitzt jeder mittleren Kegelabschnitt 4" der Kegelzapfen 4 formschlüssig in einer Kegelöffnung 17. Nun werden über die Stellglieder 33 sämtliche Verriegelungsschieber 26 in die verriegelnde Stellung bewegt.
Nach erfolgter Verriegelung durch die Verriegelungsschieber 26 werden die Verriegelungs- elementes 3 an den beiden Seiten des Hauptrahmens 1 noch durch die beiden Steckbolzen 38 in der verriegelnden Stellung gesichert, so dass auch eine ungewollte Betätigung der Stellglieder 33 nicht zu einer Entriegelung führt.
Die beschriebene Verriegelungsvorrichtung besitzt eine einfache und robuste Konstruktion, die auch unter rauhen Betriebsbedingungen zuverlässig arbeitet und ein Höchstmass an Sicherheit gewährleistet. Die hohe Sicherheit ist insbesondere auch dadurch bedingt, dass über die Kegel- zapfen 4 und die Kegeleinsätze 16 eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Hauptrahmen 1 und dem Hilfsrahmen 2 geschaffen ist, die insbesondere auch dazu führt, dass die beiden Rahmen 1 und 2 durch ihre formschlüssige Verbindung sich zu einem gemeinsamen Rahmenelement zur Aufnahme statischer und dynamischer Belastungen ergänzen. Durch die formschlüssige Verbin- dung wird weiterhin auch erreicht, dass zusätzliche, den Hauptrahmen 1 oder Hilfsrahmen 2 verstei- fende Rahmenteile nicht notwendig sind.
Hierdurch ergibt sich nicht nur eine Vereinfachung in konstruktiver Hinsicht, sondern insbesondere auch eine Reduzierung des Leergewichtes des Last- kraftwagens und damit umgekehrt eine Erhöhung des Zuladegewichts, was insbesondere für einen rationellen Betrieb des Lastkraftwagens von grosser Bedeutung ist.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Verbinden und Lösen des Wechselaufbaues mit dem Lastkraftwagen bzw. von dem Lastkraftwagen durch vertikales Absenken bzw. Anheben erfolgt, hier also insbesondere auch keine Gleitbewegungen zwischen dem Hilfsrahmen 2 und dem Hauptrahmen 1 in Fahrzeuglängsrichtung notwendig sind, die (Gleitbewegungen) bei einem mög- lichen hohen Gewicht des Wechselaufbaus erhebliche Kräfte erforderlich machen. Bei der beschriebenen Verriegelungsvorrichtung sind für die Bewegung der Verriegelungsschieber relativ kleine Kräfte ausreichend.
Durch die Kunststoffbeschichtung 18 des Kegeleinsatzes 16 sowie durch die plattenförmigen Kunststoffeinsätze 27 im Kanal 21 des Gehäuses 10 ist weiterhin eine metallische Berührung zwischen sich bewegenden Teilen verhindert, wobei insbesondere die Kunststoffbeschichtungen 18 zugleich auch dämpfend zwischen den Verriegelungselementen 3 und den Kegelzapfen 4 wirken.
Die hohe Festigkeit und damit Sicherheit der Verriegelungselemente 3 ist u. a. weiterhin dadurch gewährleistet, dass die Verriegelungsschieber 26 geschlossene schlüssellochartige Öffnungen 29 aufweisen und darüber hinaus auch jeweils beidendig über die Platten 22 vorstehen, so dass selbst bei einem Bruch der Verbindung zwischen einem Gehäuse 10 und einer benach- barten Platte 22 die sichere Verbindung über das betreffende Verriegelungselement 3 weiterhin gewährleistet ist.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.