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Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Herstellen von Band, insbesondere zum Herstellen eines Stahlbandes, umfassend ein Anzahl von N, vorzugsweise zwei, Stranggiesseinrichtungen jeweils zum Giessen eines Warmbandes, eine jeder Stranggiesseinrichtung zugeordnete Haspeleinrichtung und mindestens eine Bandbehandlungseinrichtung, insbesondere eine Warmband-Walzeinrichtung, wobei die Haspeleinrichtung von einer der Stranggiesseinrichtung zugeordneten Aufwickelposition in eine der Bandbehandlungseinrichtung zugeordnete Abwickelposition und retour bewegbar und sowohl zum Auf- als auch zum Abwickeln des Warmbandes ausgebildet ist.
Beim Herstellen von Band wird das Band im zu einem Bund gehaspelten Zustand einer Bandbehandlungseinrichtung zugeführt, unter Abwickeln in der Bandbehandlungseinrichtung behandelt und anschliessend wieder zu einem Bund gehaspelt Hierfür ist es bekannt, das Band vom Haspeldorn, auf den es bei einer vorgeordneten Bandbehandlungseinrichtung oder bei einer vorgeordneten Bandgiessanlage gehaspelt wurde, abzuziehen und dann entweder auf einen der weiteren Bandbehandlungseinrichtung zugeordneten Haspeldorn aufzuschieben oder dornlos, d. h.
im vom Haspeldorn abgezogenen Zustand abzuwickeln und in der weiteren Bandbehandlungseinrichtung zu behandeln Hierbei kann es jedoch leicht zu einer Beschädigung des Bandes kommen, insbesondere, wenn das Band sehr dünn ist, beispielsweise Dicken zwischen 1 bis 8 mm aufweist Die Gefahr einer Beschädigung des Bandes ist insbesondere dann sehr gross, wenn das Band mit sehr grosser Geschwindigkeit abgewickelt werden muss, wie es z. B bei Walzvorgängen üblich ist
Beim Stranggiessen eines Bandes, z. B. gemäss der EP- 0 321 733 A1 beim vertikalen Zweiwalzen-Bandgiessverfahren, ist durch das technisch limitierte Maximum der Wärmeübertragung beim Erstarren die Bandgiessgeschwindigkeit limitiert : sie liegt zwischen 15 und 150 m/min bei Banddicken zwischen 1, 5 und 5 mm.
Damit ergibt sich eine limitierte maximale Produktivität einer solchen Anlage zwischen etwa 0, 5 und 1, 5 t/min und Meter Bandbreite, bei üblichen Produktionsbreiten von ca. 1, 3 m also ca 400000 t/y. Durch jüngste Untersuchungen wurde festgestellt, dass fur eine hinreichend gute Qualität des Endproduktes eine Warmwalzreduktion zwischen 5 und 50 % benötigt wird Warmwalzen in Linie ("in-line-Verfahren") mit der Bandgiessanlage bedeutet, dass die Warmwalzreduktion mit der vom Giessprozess bestimmten Bandeinlaufgeschwindigkeit (15 bis 150 m/min) stattfinden muss. Bei so niedrigen Walzeinzugsgeschwindigkeiten ist aber die Qualität und Stabilität des Walzvorgangs mehrfach gefährdet.
Die Arbeitswalzen benötigen sehr grosse Kuhlwassermengen und die thermische Stabilität sowie die Standzeit und insbesondere Langzeitoberflächenintegrität der Arbeitswalzen ist nicht gesichert.
Planheit bzw Profileinstellung sind deutlich erschwert und bei höheren Reduktionsgraden kaum beherrschbar.
'Die Eigenschaften und Qualität des produzierten Warmbandes hängen u a. von güteabhängig einzustellenden Endwickeltemperaturen ab. Deshalb sind bei den fix vorgegebenen
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Die Hauptschwäche eines solchen in-line-Verfahrens z B gemäss EP- 0 760 397 A 1 liegt, wie schon erwähnt, in der limitierten Produktivität, die insbesondere beim ZweiwalzenBandgiessverfahren besonders niedrig ist, da hierbei das produzierte Band durch die Erstarrung zweier symmetrischer Schalen an den beiden Giesswalzen zwischen Meniskus und Giessspalt und durch Zusammendrücken der beiden Schalen am Gusswalzspalt, dem sogenannten Kissing Point, entsteht Es ergibt sich hierbei eine im Vergleich zu anderen Stranggiessverfahren nur sehr kurze Erstarrungslänge, meist kleiner als etwa 0, 6 m.
Zur Erhöhung der Produktivität wurde bereits vorgeschlagen, ein Band an zwei Stranggiesseinrichtungen zu giessen, an jeder der Stranggiesseinrichtungen zu haspeln und die gehaspelten Bunde zwischenzuspeichern und über eine Fördereinrichtung, wie einen Rollgang einem Conti-Warmwalzwerk zuzuführen (vgl. DE- 37 14432 A1) Ähnliche Verfahren sind aus der WO 93/00179, der DE- 43 44 094 C und der JP- 62-187505 A bekannt. Nachteilig ist bei diesen bekannten Verfahren, dass der gesamte Verfahrweg und gegebenenfalls das Zwischenlager für die Bunde von einer Ofenhaut bedeckt sein muss, um Wärmeverluste zu vermeiden Hierdurch ergeben
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sich neben einem grossen Heizvolumen auch grosse Verluste, insbesondere beim Ein- und Ausfahren eines Bundes in und aus einem von der Ofenhaut überspannten Raum.
Wollte man gemass dem Stand der Technik die zur Walzeinrichtung verbrachten Bunde auf einen Haspeldorn aufschieben, so ergibt sich die Schwierigkeit, dass die Bunde nur von einer Seite auf den Haspeldorn aufgeschoben werden können, da der Haspeldorn an einem seiner Enden gelagert sein muss. Hierdurch ergibt sich für die von einer der beiden Seiten angelieferten Bunde ein umständlicher Weg. Zudem ist auch eine Vielzahl von bewegten Teilen zum Manipulieren der Bunde notwendig. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass innerhalb des von der Ofenhaut überspannten Raumes eine Bandaufnahme und eine Fahreinrichtung vorhanden sein müssen, welche bewegten Teile nicht nur der Hitze der Bunde, sondern auch der Hitze von gegebenenfalls vorhandenen Heizeinrichtungen ausgesetzt sind.
Aus der WO-94 29042 ist eine Anlage bekannt, bei der für jeweils eine Stranggiesseinrichtung mindestens zwei Haspeleinrichtungen zum Aufwickeln von kontinuierlich vergossenen Dünnbrammen oder Bändern vorgesehen sind, wobei die Haspeleinrichtungen in eine Abwickelposition verschiebbar bzw. verfahrbar sind und die Abwickelposition einer Walzlinie zugeordnet ist Die Bunde müssen bei dieser Anlage nicht vom Haspeldorn abgezogen werden. Im Falle von zwei Stranggiesseinrichtungen sind gemäss der WO-A-94 29042 vier Haspeleinrichtungen vorgesehen, so dass die Anlage insgesamt sehr aufwendig konstruiert ist.
Aus der EP-0 647 485 A1 ist eine ähnliche Anlage bekannt, wobei jedoch die Haspeleinrichtungen in eine Abwickelposition verschwenkbar sind.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der Nachteile und Schwierigkeiten der bekannten Anlagen und stellt sich die Aufgabe, eine Anlage der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit der es möglich ist, den Abwickelvorgang ohne Beeinträchtigung vorzunehmen, wenn der Aufwickelvorgang an einer anderen Stelle bzw. in einer anderen Position erfolgt als der Abwickelvorgang, d h wenn die Herstellung des Bandes oder eine Bandbehandlungseinrichtung, die einer nachfolgenden Bandbehandlungseinrichtung vorgeordnet ist, nicht fluchtend zu der nachgeordneten Bandbehandlungseinrichtung angeordnet ist. Insbesondere soll es möglich sein, ein Band auch mit sehr grosser Geschwindigkeit abzuwickeln, u zw. selbst dann, wenn es sehr dünn ist.
Weiters soll dies mit einem Minimum an apparativem Aufwand erzielt werden
Insbesondere stellt sich die Erfindung auch die Aufgabe, eine Anlage der eingangs beschriebenen Art mit mindestens zwei Stranggiesseinrichtungen jeweils zum Giessen eines Warmbandes, mindestens einer Warmband-Trenneinrichtung, einer jeder Stranggiesseinrichtung zugeordneten Haspeleinrichtung und mindestens einer Warmband-Walzeinrichtung dahingehend weiterzubilden, dass Wärmeverluste möglichst vermieden werden, dass, falls ein Aufheizen zum Warmhalten der Bunde erforderlich ist, das Heizvolumen so gering wie möglich bemessen werden kann, dass auch geringe Banddicken einwandfrei abgewickelt werden können und dass insgesamt die Anlage wenig störanfällig ist und nur geringe Investitionskosten verursacht.
Diese Aufgabe wird bei einer oben beschriebenen Anlage dadurch gelöst, dass . mindestens eine Bandbehandlungseinrichtung weniger vorgesehen ist als
Stranggiesseinrichtungen, und . jeder Stranggiesseinrichtung mindestens zwei Haspeleinrichtungen zuordbar sind, wobei jedoch 'die Anzahl der Haspeleinrichtungen insgesamt höchstens 2N-1 beträgt.
Mit der erfindungsgemässen Anlage ist es möglich, das Band zwischen zwei nicht fluchtenden Anlagenteilen optimal zu führen, und es ist nicht notwendig, das zu einem Bund gewickelte Band von einem Haspeldorn abzuziehen und auf einen anderen wieder aufzuschieben, was in der Regel mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist. Auch erubrigt es sich, ein dornloses Abwickeln vorzunehmen Erfindungsgemäss kann daher auch sehr dünnes Band mit maximaler Geschwindigkeit einer Bandbehandlungseinrichtung zugeführt werden, u zw. dann, wenn diese Bandbehandlungseinrichtung einer vorhergehenden Anlage, in der das Band zu einem Bund aufgehaspelt wird, nicht fluchtend angeordnet ist. Dies wird mit minimalem apparativen Aufwand erzielt.
Von besonderem Vorteil ist die erfindungsgemässe Anlage für Stranggiesseinrichtungen, die von Zweiwalzen-Bandgiesseinrichtungen gebildet sind.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind mindestens zwei Stranggiesseinrichtungen
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nebeneinander mit zueinander parallelen Giesslinien angeordnet, und ist jede der Haspeleinrichtungen von der Giesslinie in eine Walzlinie der Warmband-Walzeinrichtung und retour verbringbar
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Stranggiesseinrichtungen übereinander mit zueinander parallelen Giesslinien angeordnet sind, und jede der Haspeleinrichtungen von der Giesslinie in eine Walzlinie der Warmband-Walzeinrichtung und retour verbringbar ist.
Vorzugsweise sind jeder Stranggiesseinrichtung zwei Haspeleinrichtungen zugeordnet, die entweder in Giessrichtung gesehen hintereinander angeordnet sind oder in Giessrichtung gesehen höhenmässig übereinander liegen
Zweckmässig ist die Walzlinie zwischen zwei etwa parallel zueinander angeordneten Giesslinien vorgesehen, so dass sich fur die den Stranggiesseinrichtungen zugeordneten Haspeleinrichtungen etwa gleich lange Wege zwischen der Walzlinie und den Giesslinien ergeben.
Es ist von Vorteil, wenn die Haspeleinrichtungen mitsamt wärmeisolierenden Umhausungen von der Giesslinie zur Walzlinie und umgekehrt verbringbar sind.
Für knapp benachbart angeordnete Giess- und Walzlinien ist eine bevorzugte Ausführungsform dadurch gekennzeichnet, dass die beiden einer Stranggiesseinrichtung zugeordneten Haspeleinrichtungen in einem gemeinsamen, sich von der Giesslinie zur Walzlinie erstreckenden Gehäuse untergebracht sind und die Haspeldorne dieser Haspeleinrichtungen von der Giesslinie zur Walzlinie und retour verbringbar sind.
Ein Verfahren zum Herstellen von gewalztem Band, insbesondere eines Stahlbandes, durch Stranggiessen jeweils eines Warmbandes an jeweils einer von N Stranggiesseinrichtungen, wobei mindestens zwei Stranggiesseinrichtungen vorgesehen werden, Aufwickeln des Warmbandes mit jeweils einer jeder Stranggiesseinrichtung zugeordneten Haspeleinrichtung und Abtrennen des aufgewickelten Warmbandes nach Erreichen einer bestimmten Warmbandmenge, sowie nachfolgendes Walzen des aufgewickelten Warmbandes an einer Warmband-Walzeinrichtung, ist dadurch gekennzeichnet, dass höchstens 2N-1 Haspeleinrichtungen vorgesehen werden und das gegossene Warmband jeweils einer Stranggiesseinrichtung alternierend an zwei verschiedenen Haspeleinrichtungen aufgewickelt wird und für den Walzvorgang von einer der Haspeleinrichtungen abgewickelt wird,
wobei von jeder der Haspeleinrichtungen nach Aufwickeln eines Warmbandes das Warmband abgewickelt und direkt von der Haspeleinrichtung nach deren Verbringen zur Warmband-Walzeinrichtung warmgewalzt wird.
Eine abgeänderte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass den Haspeleinrichtungen Treibrollenpaare zugeordnet sind, die jeweils von einer Banderfassungs-Position nahe der zugeordneten Haspeleinrichtung gemeinsam mit dem durch das Treibrollenpaar erfassten Bandanfangsbereich zu einer Weitergabe-Position nahe der Warmband-Walzeinrichtung bringbar, vorzugsweise schwenkbar sind. Bei dieser Variante braucht der Haspeldorn selbst nicht zur Warmband-Walzeinrichtung verbringbar sein ; es genügt vielmehr, wenn lediglich ein Teil der Haspeleinrichtung, nämlich das dieser Haspeleinrichtung zugeordnete Treibrollenpaar, bewegbar ist.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung in schematischer Darstellung veranschaulicht sind, beschrieben, wobei Fig. 1 eine Anlage nach einer ersten Ausfuhrungsform in Seitenansicht und Fig. 2 in Draufsicht (jeweils teilweise im Schnitt) zeigen. In den Fig 3 und 4 ist in zu den Fig. 1 und 2 analoger Darstellung eine weitere Ausführungsform gezeigt. Fig. 5 zeigt eine Haspeleinrichtung nach einer bevorzugten Ausführungsform in Seitenansicht. Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen weitere Haspeleinrichtungen in zu Fig. 5 analoger Darstellung, Fig. 8 zeigt einen Grundriss der Einrichtung nach Fig. 7. Fig 9 zeigt eine weitere erfindungsgemässe Anlagenvariation. Die Fig. 10 und 11 veranschaulichen eine abgeänderte Variante der Erfindung in zu den Fig. 3 und 4 analoger Darstellung.
Gemäss der in den Fig 1 und 2 dargestellten Ausführungsform sind zwei nebeneinander liegende Stranggiesseinrichtungen 1,2 vorgesehen, deren Giesslinien 3,4 etwa parallel zueinander liegen Die Stranggiesseinrichtungen 1,2 sind als Zweiwalzen-Bandgiesseinrichtungen 5 ausgebildet und dienen jeweils zum Giessen eines dünnen Bandes 6, das über eine der Übersichtlichkeit wegen nur in Fig. 1 schematisch dargestellte Bandführung 7 von den beiden Giesswalzen 5', 5" abgezogen wird. Als Stranggiesseinrichtung kann auch eine herkömmliche Stranggiesseinrichtung mit
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gehörende Abwickelposition B verschwenkbar Diese Abwickelposition B Ist in den Fig 3 und 4 mit stnchpunktierten Linien veranschaulicht.
Im übrigen tragen die einzelnen Anlagenteile dieselben Bezugszeichen wie die korrespondierenden Anlagenteile der in den Fig 1 und 2 dargestellten Anlagenvariante. Das Verschwenken der Haspeleinrichtungen 9 und 10 kann mittels Schwenkarmen oder auch mit Hilfe von Führungsschienen etc verwirklicht werden.
Gemäss der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind zwei Haspeldome 21,22 zweier Haspeleinrichtungen 9, 10 zum jeweils voneinander unabhängigen Auf- und Abwickeln eines Warmbandes 6 in einem gemeinsamen Gehäuse 23 untergebracht. Die Haspeldome 21,22 liegen vertikal ubereinander und sind durch eine Mittelwand 24 des Gehäuses 23, die sich in der Symmetrieebene zwischen den Haspeldomen 21,22 befindet, getrennt Jeder der Haspeldorne 21, 22 ist in Richtung einer Bandeinlauföffnung 25 des Gehäuses 23 mittels einer nicht näher dargestellten Verstelleinrichtung (z.
B. mittels Druckmittelzylinder oder Zahnstangen etc.) bewegbar, u. zw. zwecks Erfassens des aufzuwickelnden Anfanges des Warmbandes 6 mittels einer am Haspeldom 21 bzw. 22 vorgesehenen Bandaufnahmeeinrichtung. Diese Stellung ist für den Haspeldom 21 in Fig 5 mit strichlierten Linien und für den Haspeldorn 22 mit vollen Linien dargestellt
Sowohl an der Bandeintrittsöffnung 25 als auch an einer Bandaustrittsöffnung 26 des Gehäuses 23 sind jeweils Treibrollenpaare 27 und 28 vorgesehen, die das Warmband 6 erfassen und weiterfördern
Zum Erfassen des Bandendes eines Warmbandes 6 dient ein Bundöffner 29, der zu Beginn des Abwickelns gegen den Bund 30 anstellbar ist und das Bandende zur Bandaustrittsöffnung 26 leitet,
wobei das Bandende entlang des Bundöffners 29 und entlang der parallel zum Bundöffner 29 angeordneten Wandteile 31, die vorzugsweise mit einer Heizeinrichtung 32 ausgestattet sind, des Gehäuses 23 geführt wird. Zum sicheren Führen des Bandes 6 dienen noch Andrückrollen 33, die drehbar, jedoch gegenüber dem Gehäuse 23 ortsfest gelagert sind. Es wäre jedoch auch denkbar, die Andrückrollen 33 gegenüber dem Gehäuse 23 federnd abzustützen oder auch beweglich anzuordnen, beispielsweise um eine Andrückrolle in einem Zeitraum, in dem sie nicht in Funktion tritt, aus dem Innenraum der Haspeleinrichtung zurückzuziehen und hitzegeschützt anzuordnen Die Andrückrollen 33 verhindern auch ein Aufspringen des fertig gewickelten Bundes 30.
Zum Anstellen des Bundöffners 29 gegen den Bund 30 ist dessen gegen den Bund 30 gerichtetes Ende in Richtung des Doppelpfeiles 34 verschiebbar, beispielsweise mittels einer hydraulischen oder mechanischen Stelleinrichtung
Wesentlich ! st, dass die Haspeldorne 21,22 in Richtung ihrer Achsen 35 beweglich sind, u. zw. können sie unabhängig voneinander aus der Giess) unie 3 bzw 4 in die Walzlinie 14 bzw. umgekehrt von der Walzlinie 14 in die Giesslinie 3 bzw. 4 bewegt werden, wofür nicht näher dargestellte Antriebsmittel, wie Elektromotoren oder Druckmittelzylinder, die ausserhalb des Gehäuses 23 angeordnet sind, dienen Um diese axiale Beweglichkeit ohne Temperaturverlust für das gewickelte Warmband 6 zu ermöglichen, erstreckt sich das Gehäuse 23 der Haspeleinrichtung von der Giesslinie 3 bzw 4 bis zur Walzlinie 14.
Der Bundöffner 29, die Bandaustrittsöffnung 26 und die dort angeordneten Treibrolle sind nur in der Walzlinie 14 angeordnet Vorteilhaft sind die Andrückrollen 33 ebenfalls axial bewegbar, u. zw. gleichzeitig mit den Haspeldornen 21,22, um ein Aufspringen eines Bundes 30 während dessen Verbringen in die Walzlinie 14 zu vermeiden.
Gemäss den Fig 6 und 7 sind die beiden Haspeleinrichtungen 9 und 10, die hinsichtlich des verbringbaren Haspeldoms 21,22 ähnlich ausgestaltet sind wie die in Fig. 5 dargestellte Variante, mit jeweils eigenen wärmeisolierten Gehäusen 12 versehen, die entlang der Schienen 16 von der Aufwickelposition A in eine Abwickelposition B verfahrbar sind, ähnlich, wie dies in den Fig. 1 und 2 veranschaulicht ist Zum Verbringen der Haspeldorne 21,22 dienen gemäss Fig. 6 geradlinige Führungen 36, entlang der die mit Gleitsteinen 37 versehenen Haspeldorne 21,22 mittels eines Druckmittelzylinders 38 verschiebbar sind.
Zwischen dem Niveau der Giesslinien 3 bzw. 4 und dem Niveau der Walzlinie 14 ist ein Höhenunterschied H vorhanden. Dadurch, dass die Walzlinie 14 um den Höhenunterschied H tiefer angeordnet ist, lässt sich das Band 6 von der unteren Haspeleinrichtung zu Abwickelbeginn leichter erfassen und abwickeln.
Gemäss Fig 7 sind die Haspeldome 21, 22 an Schwenkarmen 39 angeordnet, die als
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Winkelhebel ausgebildet sind und die mittels eines Druckmittelzylinders 40 betätigbar sind. Die in den Fig 6 und 7 dargestellte Variante hat besondere Vorteile, zumal nur eine sehr kleine Umhausung 12 erforderlich ist, die den Bund unmittelbar, u. zw. eng anliegend umgibt, wodurch Wärmeverluste besonders gering gehalten werden können
In Fig. 7 ist weiters ein höhenmässig zwischen den übereinander angeordneten Haspeleinrichtungen 9,10 liegender Rollgang 7'vorgesehen, der es ermöglicht, das Band 6 zwischen den Haspelöfen 9,10 durchlaufen zu lassen und an einer dahinterliegenden weiteren Haspeleinrichtung zu haspeln, z B. im Notfall.
Der Antrieb der Haspeldorne erfolgt z. B. über Ketten 41. Zum Verfahren der Haspeleinrichtungen 9,10 ist eine Triebstockverzahnung 42 vorgesehen. Die Führungen 18 können wie dargestellt von Rollenbahnen, Führungsplatten oder, wie mit strichpunktierten Linien angedeutet, von Bandförderem 43 gebildet sein.
In Fig. 9 ist eine Anlagenvariante dargestellt, gemäss der eine einzige Stranggiesseinrichtung 1 vorgesehen ist, in der ein Band 6 gegossen wird, das mittels Haspeleinrichtungen 9, 10, die vertikal übereinander liegend vorgesehen sind, haspelbar ist. Die Warmband-Walzeinrichtung 13 ist bei dieser Anlagenkonfiguration mit ihrer Walzlinie 14 etwa im rechten Winkel zur Giesslinie 3 ausgerichtet. In diesem Fall sind die Haspeleinrichtungen 9 bzw. 10 um eine vertikale Schwenkachse 44 um 900 verschwenkbar, wodurch die Haspeleinrichtungen 9 und 10 einmal fluchtend zur Giesslinie 3 der Stranggiesseinrichtung 1 und einmal fluchtend zur Walzlinie 14 der Warmband-Walzeinrichtung 13 angeordnet werden können. Die fluchtend zur Walzlinie 14 dargestellte Position der Haspeleinrichtungen 9 bzw. 10 ist in Fig. 9 mit strichpunktierten Linien veranschaulicht.
Wie aus Fig 10 ersichtlich ist, sind zwei der Haspeleinrichtungen 9 und 10 knapp benachbart oberhalb und unterhalb der höhenmässig mittig zwischen den Giesslinien 3 und 4 vorgesehenen Walzlinie 14 der Warmband-Walzeinrichtung 13 angeordnet, und zwei der Haspeleinrichtungen 9 und 10 haben zwangsweise eine Lage in grösserer Entfernung von der Walzlinie 14. Den beiden Haspeleinrichtungen 9 und 10, die von der Walzlinie weiter entfernt sind, sind Treibrollenpaare 17 zugeordnet. Diese Treibrollenpaare 17 sind von einer Banderfassungs-Position C nahe der zugeordneten Haspeleinrichtung 9 bzw. 10 in eine fluchtend zur Walzlinie 14 der WarmbandWalzeinrichtung 13 ausgerichtete Weitergabe-Position D bewegbar und retour bewegbar, u. zw. vorzugsweise schwenkbar, wie dies durch die Kreisbogenlinien 45 veranschaulicht ist.
Die gemäss Fig. 10 näher zur Walzlinie 14 der Warmband-Walzeinrichtung 13 angeordneten Haspeleinrichtungen 9 und 10 bedürfen keiner solcher Treibrollenpaare, da hier einfache Führungen, z. B. Rollenbahnen oder Gleitbahnen oder Bandförderer genügen, um das Band 6 sicher zur Warmband-Walzeinrichtung 13 zu fördern.
Mit den örtlich bewegbaren Treibrollenpaaren 17 können die Bandanfangsbereiche in der Banderfassungsposition C erfasst werden und gleichzeitig mit dem Abwickeln eines Bandes 6 in die Ebene der Walzlinie 14 gebracht werden.
Die örtlich bewegbaren Treibrollenpaare 17 können auch dann bei Haspeleinrichtungen vorgesehen werden, wenn diese zwischen zwei Bandbehandlungseinrichtungen vorgesehen sind, also unabhängig von Stranggiesseinrichtungen.
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