AT406664B - Fluggerät - Google Patents

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AT406664B AT193898A AT193898A AT406664B AT 406664 B AT406664 B AT 406664B AT 193898 A AT193898 A AT 193898A AT 193898 A AT193898 A AT 193898A AT 406664 B AT406664 B AT 406664B
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Description


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   Die Erfindung betrifft ein Fluggerät, insbesondere einen Hängegleiter mit einem flexiblen Flügel und einem vorzugsweise unter diesem angeordneten Pilotenplatz, von dem aus das Fluggerät steuerbar ist
Derartige Fluggeräte bzw   Hängegleiter (Rogollo-Flugel)   kommen bereits seit längerem zum Einsatz   üblicherweise   erstreckt sich von einer profilierten starren Flügelnase aus ein Flügel aus flexiblem Material nach hinten, der über Seile mit einem Rohrgestänge des Hängegleiters verspannt ist Das Steuern bzw Lenken eines solchen Fluggerätes bzw. Hängegleiters erfolgt durch Gewichtsverlagerung des Piloten, der unter dem Flügel hängt
Die US 5, 252, 068 A beschreibt einen Hängegleiter mit flugzeugähnlichen Flügeln, deren Querruder über Servomotoren verstellbar sind.

   Die WO 88/06550   A 1   zeigt einen Hängegleiter, bei dem an der Oberfläche ausstellbar Klappen vorgesehen sind, die im ausgestellten Zustand über die übrige Fläche des Flügels vorstehen und damit ein Lenken ermöglichen Die Klappen sind wie die Ruder der US 5, 252, 068 A gelenkig gelagert. Ebenso zeigt die FR 2 535 285 A1 bel einem Hängegleiter ruderähnliche gelenkig gelagerte Klappen. Derartige gelenkig gelagerte Klappen bzw Ruder sind jedoch konstruktiv relativ aufwendig und behindern die rasche   Zusammenlegbarkeit   des   Hängegleiter.   



   Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine verbesserte Steuerung für ein Fluggerät, insbesondere einen Hängegleiter der eingangs genannten Gattung zu schaffen   Erfindungsgemäss   wird dies dadurch erreicht, dass die Hinterkante des flexiblen Flügels mittels einer von dort zum   Pilotenplatz führenden Übertragungseinrichtung   bereichsweise anhebbar und/oder absenkbar ist. 



   Mittels der   erfindungsgemässen   Übertragungseinrichtung, welche - wie im folgenden noch beschrieben werden wird - Steuerselle und/oder Steuergestange umfassen kann, ist es dem Piloten vom Pilotenplatz aus möglich, die Hinterkante des flexiblen Flügels bereichsweise (insbesondere links oder rechts der Längsmittelebene des Fluggerätes) anzuheben bzw abzusenken und damit einen lenkenden Rudereffekt zu erzielen. Anders als bei Flugzeugen üblich, brauchen die Ruder aber nicht aus gesonderten Bauteilen, die gelenkig gelagert sind, ausgebildet sein. Vielmehr reicht es aus, den flexiblen Flügel durch die Übertragungseinrichtung (Steuerseile und/oder Steuergestänge) zu deformieren" bzw. zu verwinden, um den gewünschten lenkenden Rudereffekt zu erzielen. 



   Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Verstärkung der Hinterkante des Flügels durch mindestens ein versteifendes längliches Element, insbesondere einen Stab. Dieser Stab trägt einerseits zur Stabilität der Hinterkante des Fluggerätes und damit zur Verbesserung der Flugeigenschaften bei und kann andererseits als Angriffspunkt für die steuernde Übertragungseinrichtung dienen. 



   Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung näher erläutert. 



   Die Fig 1 zeigt in einer schematischen perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemassen Fluggerätes, die Fig. 2a, 2b und 2c zeigen in einer schematischen Vorderansicht verschiedene Flug- bzw
Lenkzustände dieses Fluggerätes, die Fig. 3a und 3b zeigen altemative Führungen der Übertragungseinrichtung in zwei verschiedenen Flugzuständen ohne Turm, bei denen die Übertragungseinrichtung unterhalb des Flügels zum Pilotenplatz geführt ist, die Fig. 4 und 5 zeigen weitere   Ausführungsbeispiele   ohne Turm, bei denen die Übertragungseinrichtung unterhalb des Flügels zum Pilotenplatz geführt ist, die Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Übertragungseinnchtung im Flügel geführt ist, wobei das dabei zum Einsatz kommende Gestänge in Fig.

   7 im Detail vergrössert dargestellt ist, die Fig 8 zeigt nochmals schematisch die Seilführung über einen oberhalb des Flügels liegenden Umlenkpunkt zum Fuss des Piloten, die Fig. 9,10, 11 und 12 zeigen Möglichkeiten der Steuerung mittels der Hände des Piloten, die Fig. 13 zeigt eine   Steuerungsmöglichkeit   durch Korperverlagerung 

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Der in Fig 1 dargestellte Hängegleiter weist einen allgemein mit 1 bezeichneten   Flugel   aus flexiblem Material auf, der sich von einer von einem Gestänge gestützten   Flügelnase 1 a   nach hinten erstreckt.

   Das tragende Gestänge des Hangegleiters umfasst noch einen nach oben aufstehenden Turm 2, sowie einen dreieckigen Steuerbügel 3 für den Piloten Zwischen diesen Elementen vorhandene Seilverspannungen gehören nicht zum Gegenstand der Erfindung und sind daher der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt
Erfindungsgemäss ist eine aus   Steuerseilen   4 bestehende Übertragungseinrichtung vorgesehen, mittels derer vom allgemein mit 5 bezeichneten Pilotenplatz unterhalb des Flügels aus die Hinterkanten   1 b   des   Flügels   bereichsweise anhebbar sind, um das Fluggerät zu lenken bzw.

   die übliche Lenkung durch Gewichtsverlagerung zu unterstützen
Die   Steuerseile   4 greifen an dem in Fig 1 fett eingezeichneten Stegen 6 an der Hinterkante 1b des Flügels 1 an Diese Stäbe können beispielsweise in das textile flexible Material des Flügels an der Hinterkante eingenäht sein. Sie erstrecken sich jeweils links und rechts längs der Mittelebene des Flügels nur über den in Fig 1 ersichtlichen Teil der Lange der Hinterkante   1b.   



   Die   Steuerseile   4 sind über Umlenkrollen 7 gefuhrt, von denen zwei oben am Turm 2 angeordnet sind Durch Ziehen an den Schlaufen 8 kann der Pilot die linke bzw rechte Hinterkante des Fluggerätes nach oben bewegen und somit eine Lenkung bewirken. 



   Das Lenken bzw Geradeausfliegen ist in den Fig 2a, 2b und 2c dargestellt Die Fig 2a zeigt das Fluggerät im Geradeausflug, die beiden   Steuerseile   4 sind unbetätigt, die beiden Flugelhalften links und rechts der Mittelebene liegen   symmetnsch   Durch Ziehen an dem in Fig 2b rechten Steuerseil 4 wird die Hinterkante   1 b   des   Flugels   bzw der dort angeordnete Stab 6 nach oben gezogen, wodurch ein Rudereffekt entsteht und das Fluggerät lenkt.

   Die Fig 2c zeigt den Flug in eine entgegengesetzte Kurve Bei dem in den Fig 3a und 3b dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Hängegleiter ohne einen nach oben vorstehenden Turm, die als Übertragungseinrichtung vorgesehenen   Steuerseile   4 sind nach unten geführt und zwar über Umlenkrollen 7 am Steuerbügel 3 für den Piloten. 



   Die Flg 3a zeigt den Geradeausflug, die Fig 3b das Fliegen in eine Kurve, wobei die in Fig 3b rechte Hinterkante durch Ziehen am rechten Bügel 8 durch den Piloten nach unten gezogen wird. 



   Die Fig 4 zeigt einen Hängegleiter, wie er in den Fig 3a und 3b dargestellt ist, in einer perspektivischen Ansicht, wobei ersichtlich ist, dass die Steuerselle 4 über Umlenkrollen 7 am Steuerbügel 3 gefuhrt sind. In Fig. 5 ist eine Alternative dargestellt, bei dem das Steuerseil 4 nicht nur über eine Umlenkrolle 7 am Steuerbügel 3 geführt ist, sondern über eine zusätzliche Rolle 7', die beispielsweise an einer nicht näher dargestellten unteren Seitenverspannung fur den Flügel angeordnet sein kann. Über diese Umlenkrolle   7'kann   das   Steuerseil   4 in einem grösseren Winkel auf den Stab 6 geführt werden und damit die Hinterkante   1 b   des Fluggerätes effektiver nach unten ziehen und/oder entlang der vorhandenen Seitenverspannung geführt werden. 



   Die Fig. 6 und 7 zeigen, dass man die Umlenkeinrichtung grossteils in den Flügel selbst integrieren kann Dazu ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine am Gestänge 9 schwenkbar gelagerte Stange 10 vorgesehen, die einen ersten Hebel 11 und einen zweiten Hebel 12 in drehfester Verbindung aufweist Am ersten Hebel 11 greift das   Steuerseil   4 an, das zum Pilotenplatz führt und am Ende einen Steuerbügel oder eine Steuerschleife aufweist. Der zweite Hebel 12 greift direkt oder indirekt an der Stange 6 an. Wenn man über den Steuerbügel 8 am Seil 4 zieht, verschwenkt die Stange 10 im Gegenuhrzeigersinn und nimmt dabei den Hebel 12 mit nach oben Dadurch bewegt sich die Hinterkante 1 b im Bereich der Stange 6 ebenfalls nach oben (Pfeil 13), womit der gewünschte Ruder- und Lenkeffekt eintritt. 



   Die Fig. 8 zeigt nochmals schematisch einen unter dem Hängegleiter sitzenden Piloten 14, der seine Hände auf dem Steuerbügel 3 hält Die Schlaufen bzw. Steuerschleifen 8 am Ende der   Steuerseile   4 sind mit den Füssen des Piloten verbunden, er kann damit die   Querruder"durch   Heben der Hinterkante 1 b des Flugeis bewegen Darüber hinaus ist auch noch eine   Höhenruderfunktion   möglich, in Ergänzung oder altemativ zum Steuerbügel
Die Fig. 9 bis 13 zeigen alternative Einrichtungen, über die der Pilot die   Steuerseile   4 betätigen kann :

  
Bei dem in   Flg.   9 dargestellten   Ausführungsbeispiel   befinden sich am   Steuerbügel   3 drehbar gelagerte Griffe 15, die so ausgebildet sind, dass sich deren Drehbewegung in eine Zugbewegung auf das Steuerseil 4 überträgt 

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Bei dem in Fig 10 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Griffe 16 verschiebbar gelagert, um direkt einen Zug auf das Steuerseil 4 ausüben zu können. 



   Bei dem in Fig 11 dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich am Steuerbügel 3 um Achsen 17 schwenkbar gelagerte Hebel 18, an denen die Steuerseile 4 befestigt sind. Durch Verschwenken dieser Steuerhebel kann der gewünschte Lenkeffekt über die   Steuerseile   erzielt werden
Bei dem in Fig 12 dargestellten Ausführungsbeispiel sind für den sitzenden Piloten 14 an einem doppelt ausgeführten   Steuerbügel   13 bzw. an dessen Längsstangen 19 ebenfalls verschiebbare bzw. verkippbare Steuerhebel 20 vorgesehen, die unmittelbar oder über Umlenkmechanismen auf die Steuerseile 4 wirken. 



   Bei dem in Fig 13 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Lenkung dadurch, dass die   Steuerseile   4 am Körper des Piloten festgemacht sind, womit automatisch eine Lenkung durch Körperverlagerung eintritt Das Befestigen der   Steuerseile   4 am Piloten kann beispielsweise am Sitzgurtzeug 21 erfolgen   Patentansprüche :      1 Fluggerät,   insbesondere Hängegleiter, mit einem flexiblen Flügel und einem vorzugsweise unter diesem angeordneten Pilotenplatz, von dem aus das Fluggerät steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterkante (1b) des flexiblen Flügels (1) mittels einer von dort zum Pilotenplatz (5) führenden Übertragungseinrichtung   (4 ;   10,11, 12) bereichsweise anhebbar undloder absenkbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Fluggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (4 ; 10,11, 12) zumindest zwei Steuerseile (4) umfasst, über die vorzugsweise symmetrisch links und rechts der Längsmittelebene des Fluggerätes liegende Bereiche der Hinterkante (1b) des Flügels (1) unabhängig voneinander nach oben bzw unten ziehbar sind 3 Fluggerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerseile (4) jeweils über einen oberhalb oder unterhalb der Flügelebene liegenden Umlenkpunkt und von dort- gegebenenfalls nach Aufteilung in mehrere Seilteile - zur Hinterkante (1b) des Flügels (1) führen.
    4 Fluggerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkpunkte von Umlenkrollen (7) definiert wurden.
    5 Fluggerät nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkpunkte bzw Umlenkrollen (7) an einem zentral über dem Flügel (1) hochragenden Turm (2) oder einem unter dem Flügel angeordneten Steuerbügel (3) des Piloten (14) angeordnet sind 6. Fluggerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (4,10, 11,12) pilotenseitig hand-oderfussbetätigbare Steuer- elemente (8,15, 16,17, 20), beispielsweise Schlaufen Bügel oder Steuerknüppel, aufweist.
    7 Fluggerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (4 ; 10, 11, 12) zumindest teilweise im Inneren des Flügels (1) geführt ist 8. Fluggerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (4 ;
    10, 11,12) zumindest abschnittsweise von einem Gestänge (10, 11, 12) ausgebildet ist 9 Fluggerät, insbesondere Hängegleiter, mit einem flexiblen Flügel und einem vorzugsweise unter diesem angeordneten Pilotenplatz, von dem aus das Fluggerät steuerbar ist, insbesondere nach einem der Anspruche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Hinterkanten (1 b) des Flügels (1) zumindest ein mit diesem verbundenes versteifendes längliches Element (6) angeordnet ist, das sich im wesentlichen quer zur Flugrichtung über einen Teil der Länge der Hinterkante (1 b) im wesentlichen entlang dieser erstreckt. <Desc/Clms Page number 4>
    10 Fluggerät, nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als versteifende Elemente links und rechts der Längsmittelebene des Fluggeräts jeweils zumindest ein gesonderter Stab (6) im wesentlichen entlang der Hinterkante (1b) des Flügels (1) angeordnet ist, weicher vorzugsweise sowohl zur Langsmittelebene als auch zum seitlichen Flügelende einen Abstand aufweist.
    11. Fluggerät nach einem der Ansprüche 1 und 8 und einem der Anspruche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (4 ; 10,11, 12) im wesentlichen an den entlang der Hinterkante (1b) des Flugels (1) geführten versteifenden länglichen Elemente (6) angreift
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2535285A1 (fr) * 1982-10-29 1984-05-04 Sellenet Pierre Dispositif de couplage d'un ancrage flottant a des gouvernes aerodynamiques sur les planeurs ultra-legers
WO1988006550A1 (fr) * 1987-03-03 1988-09-07 Josef Kecur Dispositif de direction d'ailes-delta
US5252068A (en) * 1991-12-31 1993-10-12 Flight Dynamics, Incorporated Weight-shift flight control transducer and computer controlled flight simulator, hang gliders and ultralight aircraft utilizing the same

Patent Citations (3)

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