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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden von Einzelstühlen zu einer Stuhlreihe mit unterhalb der Sitzfläche der Stühle seitlich ausschwenkbar gelagerten, paarweise zusammenwirkenden Verbindungslaschen, von denen eine einen Verbindungshaken und die jeweils andere eine Rastausnehmung für den Verbindungshaken bilden.
Um Einzelstühle zu einer Stuhlreihe zu verbinden, ist es bekannt, an einem seitlichen, die vorderen und hinteren Stuhlbeine verbindenden Gestellrohr unterhalb der Sitzfläche der Stühle Lagerbacken für bügelförmige Verbindungslaschen anzuschrauben, die aus einer unter die Sitzfläche eingeschwenkten Ruhestellung in eine Verbindungsstellung ausgeschwenkt werden können, in der sie mit der Verbindungslasche des benachbarten Stuhls verhakt werden können Zu diesem Zweck bildet der Drahtbügel der einen Verbindungslasche eine Aufnahmeöse für das hakenartig abgewinkelte Ende des Drahtbügels der anderen Verbindungslasche, so dass nach dem Einhaken des Verbindungshakens der einen Verbindungslasche in die Aufnahmeöse der anderen Verbindungslasche zwischen den benachbarten Stühlen eine zugfeste Verbindung erreicht wird,
die allerdings zusätzlich durch einen Riegel gesichert werden muss, der auf der die Öse bildenden Verbindungslasche verschiebbar gelagert ist und das in die Öse eingreifende, hakenartig abgewinkelte Ende der anderen Verbindungslasche untergreift, um ein ungewolltes Lösen ver Verhakung zu vermeiden Diese Konstruktion verlangt für die Sicherung des Hakeneingriffs eine zusätzliche Massnahme, nämlich die Riegelverstellung. Ausserdem kann ein Einzelstuhl aus einer Stuhlreihe missbräuchlich herausgenommen werden, weil ja lediglich die Verriegelung der Hakenverbindung durch ein Verschieben des Riegels geöffnet werden muss.
Um Möbelstücke miteinander verbinden zu können, ist es ausserdem bekannt (DE 27 58 442 B2), auf benachbarte Füsse der zu verbindenden Möbel Verbindungslaschen mit ringförmigen Aufnahmen für die Möbelfüsse aufzustecken, wobei die eine Lasche eine Aufnahmehülse für die andere Lasche bildet Da der hülsenförmige Laschenteil und die in diese Hülse einführbare Lasche mit Durchtrittslöchern für wenigstens einen Sicherungsbolzen versehen sind, können die Laschen nach einem Ineinanderstecken in unterschiedlichen Verschiebelagen durch einen die Sicherungsbolzen aufweisenden Stecker gesichert werden. Solche Laschenverbindungen eignen sich kaum zum Verbinden von Einzelstühlen, weil die Füsse der Einzelstühle ohne Schwierigkeiten aus den ringförmigen Aufnahmen der Laschen herausgehoben werden können.
Ausserdem bedarf es zur Sicherung der Verbindung eines Steckers, der gesondert gehandhabt werden muss
Schliesslich ist es zum Verbinden von Einzelstühlen bekannt (DE 28 07 953 A1), an einer Seite des Stuhles eine im wesentlichen vertikal verlaufende, hinterschnittene Aufnahmenut und an der gegenüberliegenden Seite ein entsprechendes schwalbenschwanzförmiges Führungsstück anzuordnen, das in die Aufnahmenut eines benachbarten Stuhles einführbar ist. Nachteilig bei dieser bekannten Konstruktion ist, dass die Stühle ohne weiteres aus den Aufnahmenuten des benachbarten Stuhles ausgehoben werden können.
Ausserdem bedingen die Aufnahmenuten mit den schwalbenschwanzförmigen Führungsstücken eine Stuhlkonstruktion, bei der diese Konstruktionsteile seitlich befestigt werden können, was nicht nur Einschränkungen hinsichtlich der Anwendung, sondern auch hinsichtlich des möglichen Abstandes zwischen zwei nebeneinandergereihten Stühlen mit sich bringt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Verbinden von Einzelstühlen zu einer Stuhlreihe der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass eine starre, zugfeste Verbindung zwischen den Einzelstühlen erreicht wird, ohne die Verriegelung von Hand aus gesondert vornehmen zu müssen. Ausserdem soll eine missbräuchliche Stuhlentfemung aus einer Stuhlreihe verhindert werden
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass eine der beiden zusammenwirkenden Verbindungslaschen eine stirnseitig offene, in Laschenlängsrichtung verlaufende, hinterschnittene Führungsnut für die andere Verbindungslasche aufweist und dass der Verbindungshaken an einer federnden Zunge der einen Verbindungslasche vorgesehen ist und schnappverschlussartig in die Rastausnehmung in der anderen Verbindungslasche eingreift.
Da die eine Verbindungslasche eine stirnseitig offene, in Laschenlängsrichtung verlaufende, hinterschnittene Führungsnut für die andere Verbindungslasche bildet, sind die paarweise zusammenwirkenden Verbindungslaschen entsprechend ineinander zu stecken, bis der Verbindungshaken an der federnden Zunge der einen Verbindungslasche in die Rastausnehmung der anderen Verbindungslasche federnd einrastet. Damit ist die Verschiebebewegung der einen Verbindungslasche in der Nut der anderen Verbindungslasche gesperrt.
Ausserdem wird wegen der Führung der einen Verbindungslasche in der hinterschnittenen Führungsnut der anderen Ver- bindungslasche ein Abheben der beiden Verbindungslaschen voneinander unterbunden, so dass
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die Laschenverbindung erst gelöst werden kann, wenn der Verbindungshaken entgegen der Federkraft der ihn tragenden Zunge aus der Rastausnehmung ausgehoben wird, um die beiden Verbindungslaschen auseinanderziehen zu können. Da ein Auseinanderziehen der Verbindungslaschen eine Abstandsvergrösserung benachbarter Stühle einer Stuhlreihe bedingt, ist ein Herauslösen eines Einzelstuhles aus einer Stuhlreihe nur mit einem seitlichen Verschieben aller Stühle zumindest auf einer Seite des herauszulösenden Stuhls erforderlich, womit ein Missbrauch insbesondere durch Stuhlbenützer wirksam unterbunden wird.
Wegen der vergleichsweise grossen, von der Rastverhakung unabhängigen Führungslänge der einen Verbindungslasche in der Führungsnut der anderen Verbindungslasche ergibt sich ausserdem eine hohe Biegesteifigkeit für die mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung aus Einzelstühlen zusammengesetzten Stuhlreihe.
Wie bereits ausgeführt wurde, ist zum Lösen der Hakenverbindung zwischen zusammenwirkenden Verbindungslaschen ein Ausbiegen der den Verbindungshaken tragenden Zunge erforderlich. Um dieses Entriegeln der Rastverbindung einfach zu gestalten, kann der Verbindungshaken aus einem auf der federnden Zunge vorgesehenen Betätigungsansatz bestehen, der durch eine die Rastausnehmung bildenden Durchtrittsöffnung der anliegenden Verbindungslasche ragt Es braucht daher lediglich der Betätigungsansatz von der der federnden Zunge gegenüberliegenden Seite durch die Durchtrittsöffnung der Rastausnehmung von Hand aus hindurchgedrückt zu werden, um die Verriegelung zu lösen.
Obwohl die Verbindungslaschen in herkömmlicher Weise schwenkbar in Lagerbakken gelagert werden können, ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn die Verbindungslaschen ein quer zur Laschenlängsrichtung umfangsseitig offenes Lagerauge zum federnden Aufstecken auf ein Gestellrohr eines Stuhles bilden. In diesem Fall ist lediglich das umfangsseitig offene Lagerauge quer zum Gestellrohr auf dieses aufzudrücken, bis die Schenkel des Lagerauges das Gestellrohr federnd umfassen. Da die umfangsseitige Öffnung des Lagerauges quer zur Laschenlängsrichtung ausgerichtet ist, ergibt sich trotz der einfachen Montage eine zugfeste Halterung der Verbindungslaschen an den Gestellrohren.
Weist das Lagerauge einen radial einspringenden, mit Rastausnehmungen im Gestellrohr zusammenwirkenden Rastansatz auf, so kann zusätzlich in einfacher Weise sowohl die eingeschwenkte Ruhestellung als auch die ausgeschwenkte Verbindungsstellung der Verbindungslasche festgelegt werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig 1 zwei über eine erfindungsgemässe Vorrichtung verbundene Einzelstühle einer Stuhlreihe in einer zum Teil aufgerissenen, schematischen Vorderansicht,
Fig 2 diese Vorrichtung in der Verbindungsstellung der beiden Verbindungslaschen in einer teilweise aufgerissenen Seitenansicht in einem grösseren Massstab,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäss der Fig. 2 und
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3 in einem grösseren Massstab.
Gemäss der Fig. 1 werden zwei Einzelstühle 1 uber Verbindungslaschen 2 und 3 miteinander zugfest verbunden, die unterhalb der Sitzfläche 4 auf einem Gestellrohr 5 gelagert sind, das die vorderen und hinteren Stuhlbeine 6 verbindet Zur Lagerung der Verbindungslaschen 2 und 3 auf den Gestellrohren 5 bilden die Verbindungslaschen 2 und 3 quer zur Laschenlängsrichtung umfangsseitig offene Lageraugen 7, die quer auf die Gestellrohre 5 aufgesteckt werden und diese mit ihren freien Schenkeln 8 fedemd umschliessen, wie dies insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann.
Um die unter die Sitzfläche eingeschwenkte Ruhestellung, die für die Verbindungslasche 3 in der Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist, und die in vollen Linien gezeichnete, ausgeschwenkte Verbindungsstellung der Verbindungslaschen 2 und 3 festzulegen, ist einer der Schenkel 8 mit einem einspringenden Rastansatz 9 versehen, der mit entsprechenden Rastausnehmungen 10 im Gestellrohr 5 zusammenwirkt.
Wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, bildet die eine Verbindungslasche 3 eine in Laschenlängsrichtung verlaufende, stirnseitig offene, hinterschnittene Führungsnut 11 für die andere Verbindungslasche 2, wobei sich für die Verbindungslasche 2 gemäss der Fig 4 eine Schwalbenschwanzführung ergibt.
Im Boden der Führungsnut 11 ist eine federnde Zunge 12 ausgeformt, die einen gegen die andere Verbindungslasche 2 vorstehenden Verbindungshaken 13 in Form eines Betätigungsansatzes 14 trägt, der mit einer Rastausnehmung 15 in Form einer Durchtrittsöffnung in der Verbindungslasche 2 zusammenwirkt Wird nämlich die Verbindungslasche 2 in die stimseitig offene Führungsnut 11 der Verbindungslasche 3
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eingeschoben, so lenkt das vordere Anlaufende 16 der Führungslasche 2 die Zunge 12 mit dem Betätigungsansatz 14 soweit aus, dass die Verbindungslasche 2 in die Führungsnut 11 eingeschoben werden kann, bis der Betätigungsansatz 14 in die Rastausnehmung 15 einrastet, wie dies in den Fig. 2 bis 4 dargestellt ist.
In dieser Stellung sind die beiden Verbindungslaschen 2 und 3 miteinander zug- und druckfest verriegelt und können auch aufgrund der Schwalbenschwanzführung nicht voneinander abgehoben werden. Es zeigt sich somit, dass nach einem Ineinanderstecken der Verbindungslaschen 2 und 3 eine steife, zug- und druckfeste Verbindung zwischen den Einzelstühlen 1 erreicht wird, die nur dann gelöst werden kann, wenn einerseits die Verriegelung gelöst und anderseits die Stühle auseinanderbewegt werden. Zu diesem Zweck ist zunächst der Betätigungsansatz 14 von der der Zunge 12 abgekehrten Seite der Verbindungslasche 2 her durch die Rastausnehmung 15 durchzudrücken, bis der durch den Betätigungsansatz 14 gebildete Verbindungshaken 13 die Verbindungslasche 2 zum Ausziehen aus der Führungsnut 11freigibt.
Es können somit einfache Konstruktionsbedingungen, die eine vorteilhafte Fertigung der Verbindungslaschen aus Kunststoff erlauben, mit einer einfachen Handhabung verbunden werden.
Patentansprüche :
1. Vorrichtung zum Verbinden von Einzelstühlen zu einer Stuhlreihe mit unterhalb der
Sitzfläche der Stühle seitlich ausschwenkbar gelagerten, paarweise zusammenwirkenden
Verbindungslaschen, von denen eine einen Verbindungshaken und die jeweils andere eine
Rastausnehmung für den Verbindungshaken bilden, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden zusammenwirkenden Verbindungslaschen (2, 3) eine stirnseitig offene, in
Laschenlängsrichtung verlaufende, hinterschnittene Führungsnut (11) für die andere
Verbindungslasche (2) aufweist und dass der Verbindungshaken (13) an einer federnden
Zunge (12) der einen Verbindungslasche (3) vorgesehen ist und schnappverschlussartig in die Rastausnehmung (15) in der anderen Verbindungslasche (2) eingreift.