AT40572B - Klaviatur für Tasteninstrumente. - Google Patents

Klaviatur für Tasteninstrumente.

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AT40572B
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Frederick Clutsam
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Frederick Clutsam
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Description


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   Die Erfindung betrifft   Tasteninstrumente,   wie Klaviere, Orgeln u. dgl. und bezweckt, eine Tastenanordnung zu treffen, bei welcher die Tasten bequemer unter den   Fingern   des Spielenden liegen, als dies bei den bisherigen Tastenbrettern der Fall ist und besonders die notwendige seitliche Bewegung des Handgelenkes zu vermindern. 



   Bei einem Tastenbrett gemäss vorliegender Erfindung werden die Köpfe der weissen Tasten und speziell die nahe dem mittleren Teile des Tastenbrettes von grösserer Länge als der normalen gemacht, um genügend Raum für die Finger zu schaffen, besonders wenn mit gekreuzten Händen gespielt wird. Diese zusätzliche Länge der weissen Tasten kann über das ganze Tastenbrett erstreckt werden, aber sie ist besonders für die beiden mittleren Oktaven von Bedeutung. Ausser dieser zusätzlichen Länge der weissen Tastenköpfe wird das Tastenbrett vorteilhafterweise so ausgebildet, dass die vorderen Ränder der schwarzen und der weissen Tasten   gekrümmt   sind, wodurch die Enden des Tastenbrettes besser in den   Bereich der Hände gebracht werden.

   Gekrümmte     Tastenbrctter an   sich sind bereits früher vorgeschlagen worden, aber sie gewähren nicht die nach vorliegender Erfindung erreichte   Bequemlichkeit,   besonders in der Mitte des Tastenbrettes. 



  Im besonderen wird ein   gekrümmtes   Tastenbrett nach der Erfindung so ausgebildet, dass die durch die Ränder der weissen und   schwarzenTasten gebildete Kontur den nachstehend beschriebenen   Kurven entspricht, welche die Tasten in eine äusserst vorteilhafte Stellung bringen. 



   Fig. 1 zeigt ein gerades Tastenbrett, bei welchem die   Kupfp der weissen Tasten   nahe dem mittleren Teile von übernormaler Länge sind.   Fig. : 1 ist   ein Schema, bei welchem die Hände in verschiedenen natürlichen Stellungen gezeigt sind, um die Notwendigkeit einer grösseren Lange der weissen Tastenköpfe zu veranschaulichen. Fig. 3 ist ein gekrümmtes Tastenbrett, bei welchem 
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 anschaulich die grosse Bequemlichkeit für die Hände. Fig. 8 zeigt im Grundriss ein Tastenbrett, das für eine Orgel mit drei Tastenbrettern geeignet ist. 
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   Angenommen, dass der Raum zwischen den Linien g, g1 des Tastenbrettes G (Fig. 3) die   Länge einer weissen Taste darstellt und dass schwarze Tasten von der normalen relativen Länge vorgesehen sind, dann kann offenbar die Hand, wenn sie gegen die Mitte des Tastenbrettes bewegt   wird, nicht in ihrer natürlichen Lage eingestellt werden, ohne die schwarzen Tasten zu berühren. 



   Eine solche Berührung würde nicht allein bei einem in bekannter Weise mit im Bogen angeordneten Tasten, sondern auch bei einem gewöhnlichen Tastenbrett mit in gerader Linie angeordneten
Tasten eintreten. Es ist leicht ersichtlich, dass die weissen Tasten in der Mitte eines gewöhnlichen
Tastenbrettes nicht genügend Platz   fiir   die Grundlinie der Hand bieten. Der kleine Finger kommt hier mit einer schwarzen Taste in Eingriff und es muss infolgedessen bei dem gewöhnlichen Tasten- brett eine seitliche Bewegung des Gelenkes oder ein sehr unangenehmes Biegen der Finger eintreten. 
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 zurück, so dass ein zusätzlicher Platz für die weissen Tasten geschaffen wird. 



   Bei einem Tastenbrett mit in gerader Linie verlaufenden Tastenkanten und verlängerten   weissen   Tasten könnte jedoch der Fall eintreten, dass die vorderen Kanten der schwarzen Tasten ausser bequemem Bereich der Finger fielen, wenn das Ende des Daumens auf der Kante einer weissen Taste liegt. 



     Dans prote   Tastenbrett G (Fig. 2) veranschaulicht den Nachteil eines   Tastenbrettea   mit in gerader Linie verlaufenden Tastenkanten, wenn der Spielende nahe vor dem Tastenbrett   sitzt. dite   Linie E veranschaulicht die geraden Kanten der   weissen Tasten und   es ist ersichtlich, 
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   gekrümmten   Umrissen und Tasten von normaler Lange angeordnet, dann bieten die gehobenen schwarzen Tasten der seitlichen Ausdehnung der Finger ein Hindernis, und es ist nicht genügend Platz vorhanden, so dass die Finger durchgebogen werden müssen oder eine grosse seitliche Gelenkbewegung eintreten muss. 



   Fig.   1 kann als   ein Kompromis betrachtet werden, bei welchem in dem mittleren Teil für 
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Eine gute Regel zur Konstruktion eines gekrümmten Tastenbrettes ist die, die   Krümmung   der Kanten der   schwarzen   und   weissen     Tasten an   zu machen, dass die Kurven eine Fläche um.   schliessen,   welche etwa 18 in der Mitte eines geraden Tastenbrettes liegende Tasten umfasst, welche in Fig. 4 von den unterbrochenen Linien eingeschlossen werden. Dies kann bei Verwendung konzentrischer Krümmungen erhalten werden. Fig. 4 zeigt beispielsweise zwei konzentrische Bögen M, M1 und M2, M3, wobei die Kurve   M2, M3   mit einem Radius von 173 cm gezogen ist.

   Die durch punktierte Linien eingeschlossene rechteckige Fläche ist hierbei diejenige, welche durch die mittleren 18 Tasten auf einem gewöhnlichen geraden Tastenbrett eingenommen werden und es ist ersichtlich, dass diese Fläche innerhalb der Kurven liegt. 



   Fig. 5 zeigt wie ein nach diesem Grundsatz mit konzentrischen Kurven entworfenes Tasten brett hinsichtlich der Krümmung Grenzen besitzt. Die Kurve Mi   M6   ist mit einem Radius von 91% cm beschrieben und es ist ersichtlich, dass, um wieder, wie zuvor, die Fläche   m     einzuschliessen,   die Kurve   JM',     M1,   welche der   Krümmung   der vorderen Kante der schwarzen Tasten entspricht. in merklich vergrössertem Abstand von der Kurve M4, MI liegen muss. Eine derartige Konstruktion würde eine unverhältnismässig grosse Länge der weissen Tasten und deshalb eine grosse Schwierigkeit bedingen, die schwarzen Tasten zu erreichen.

   Ferner würde eine derartige Kurve die Enden des Tastenbrettes zuweit herum und in die Nähe der Körperlinie bringen. 
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 von 173 cm beschrieben, und die äussere Kurve   M"*,     M",   d. i. die Kurve für die Vorderkante der schwarzen Tasten, ist nicht konzentrisch, obwohl ihre Mitte auf derselben Linie F liegt, welche   durch die Mitte des Tastenbrettes und des Körpers des Spielenden geht. Es ist ersichtlich, dass die Kurve M8, M flacher ist als die Kurve MIO, M".   



   Das Diagramm der Fig. 7 veranschaulicht eine Kurvenform für das Tastenbrett, welche in der Praxis eine grosse Bequemlichkeit beim Spielen ergibt. 



   Die allgemeinen Gesichtspunkte, welche dieser Kurvengebung unterliegen, sind dieselben, wie bei den vorhergehenden Beispielen. Die Kurven bilden jedoch nicht alle Teile von Kreisen, welche im Punkte von der Mittellinie F geschlagen sind. Die Abmessungen sind annähernd folgende :
Die Kurve   M,   M13, welche die Krümmungslinie der vorderen Kanten der weissen Tasten bildet, ist mit einem Radius von ungefähr 173 cm um einen Punkt auf der Mittellinie F geschlagen. Die Kurve   jtf,     MI5 an   der linken Seite des Instrumentes ist mit einem Radius von etwa 108 cm um einen Mittelpunkt geschlagen, welcher an der linken Seite der Linie F 10   ciyb   von dieser abliegt. 



  Die Kurve M16,   M"an   der rechten Seite des Instrumentes ist in ähnlicher Weise um einen Mittel- 
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 einander verbunden. Ebenso, wie vorher beschrieben, wird die Fläche   Ht   für die   weissen   Tasten in der Mitte des Tastenbrettes wieder zwischen den Kurven   eingeschlossen ulld   es ist leicht ersichtlich, dass bei dieser Anordnung wieder eine grosse Bequemlichkeit beim Spielen geschaffen wird. Es ist dies an den Stellungen der Hand Cl ersichtlich, welche in Fig. 5 und 6 in ihrer natürlichen Lage gezeichnet ist. Die Grundlinie D der Hände in der Mitte des Tastenbrettes wird dabei vollkommen von der Fläche m eingeschlossen, welche für die weissen Tastenköpfe geschaffen ist. 



   Bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen sind die   Krümmungen,   welche den   natürlichen   Bahnen der Hände möglichst folgen sollen, Teile von Kreisen, jedoch ist leicht   er-   sichtlich, dass diese Krümmungen auch Teile von Ellipsen bilden können. 



   Beim Entwerfen der Tasten eines gekrümmten Tastenbrettes ist selbstverständlich eine gewisse Freiheit gestattet, die wirklichen Kurven sollen jedoch den theoretischen möglichst nahe kommen. 



   Bei Orgeln und dgl. mit mehreren in verschiedenem Abstand von dem Spielenden liegenden 
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Fig. 8 zeigt eine derartige Ausbildung für eine Orgel mit drei   Tnstenbrettern   ; geeignete Kurven sind die folgenden :
Für die vordere Kurve N, NI des hinteren Tastenbrettes wird ein Radius von 132 cm und für dieselbe Kurve N2, N3 des mitteleren Tastenbrettes ein Radius von 162¸ cm genommen, während für die vordere Kurve N4, N5 des vorderen Tastenbrettes ein Radius von   203 cm   genommen wird. Die Konturen der schwarzen Tasten werden derart gewählt, dass sie die grösste Bequemlichkeit für die Hände auf den weissen Tasten bei den verschiedenen Abständen   ermöglichen   wobei die Flächen m, welche etwa die mittleren 16 Tasten darstellen, wieder von den Kurven eingeschlossen werden müssen. 



   Die schematisch   dargestellten Tastenbretter können   auch   bogenförmig   erhöht werden. 



  Vorteilhaft wird dabei das oberste Tastenbrett in der Mitte mehr erhöht als das mittlere, und   daa   mittlere mehr als das unterste Brett, denn je höher die Lage für die   Bände ist, umsomehr   

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 oberen Tastenbrett grösser wird als die in dem mittleren und in dem mittleren grösser als in dem unteren Tastenbrett. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Klaviatur für Tasteninstrumente, dadurch gekennzeichnet, dass die Köpfe der weissen Tasten von ungleicher   Länge sind, zu   dem Zwecke, ein leichteres Betätigen derselben zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. 2. Klaviatur mit im Bogen angeordneten Tasten nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Krümmungslinie für die weissen Tasten flacher verläuft, als die für die Vorderkante der schwarzen rasten.
    3l Mehrfachklaviatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung- linien der nach hinten aufeinanderfolgenden Einzelklaviaturen ihrem grösseren Abstande von der spielenden Person entsprechend verschieden gekrümmt sind.
AT40572D 1907-12-28 1907-12-28 Klaviatur für Tasteninstrumente. AT40572B (de)

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