AT405117B - Temperaturbegrenzer mit sensorelektrode - Google Patents
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Description
AT 405 117 B
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Begrenzung der Temperatur von Gas-Kochfeldern, deren Beheizungsraum von einem elektrisch leitenden Brennergehäuse begrenzt ist, umfassend einen aus Rohr mit innenliegendem Stab gebildeten Temperaturfühler und einen damit verbundenen Schaltkopf, welcher zumindest einen vom Temperaturfühler betätigbaren Kontakt trägt.
Kochfelder sind häufig aus einer als Aufstellfläche für Kochgefäße dienenden Glaskeramikplatte (Ceranplatte) mit darunterliegendem Beheizungsraum gebildet. Solche Kochfelder können auf verschiedene Weisen beheizt werden, beispielsweise können elektrische Heizwiderstände, Halogenleuchten, Gas od. dgl. angegeben werden. Bei jeder Beheizungsvariante kann eine Überhitzung des Ceranfeldes zu seiner Zerstörung führen, weshalb eine solche Überhitzung vermieden werden muß. Hiefür werden üblicherweise die eingangs beschriebenen Vorrichtungen verwendet. Wenn ihr Temperaturfühler eine für das Ceranfeld zu hohe Temperatur erfaßt, betätigt er die im Schaltkopf angeordneten Kontakte, welches Betätigen eine Verminderung bzw. ein Stoppen der Gaszufuhr bewirkt.
Wenn das Kochfeld gasbeheizt wird, ist es notwendig, neben dem erwähnten Temperaturbegrenzer auch eine Einrichtung vorzusehen, mit welcher überprüft werden kann, ob innerhalb einer bestimmten Zeit nach Öffnung der Gaszufuhrleitung eine Entzündung des Gases erfolgt ist. Sofern innerhalb der vorbestimmten Zeit das Gas nicht entzündet werden konnte, muß die Gaszufuhr unterbrochen werden. Die mißglückte Entzündung wird dem Benutzer des Kochfeldes durch entsprechende Signaleinrichtungen angezeigt, will er das Kochfeld weiterhin in Betrieb nehmen, muß er einen erneuten Zündversuch unternehmen.
Bisher wurde die Einrichtung zur Entzündungs-Überprüfung durch eine sich in den Brennraum hineinerstreckende, beabstandet zum Brennergehäuse gehaltene und im Durchtrittsbereich durch das Brennergehäuse elektrisch dem gegenüber isoliert gehaltene Elektrode gebildet, die außerhalb des Beheizungsraumes über eine Strommeßeinrichtung mit dem Brennergehäuse verbunden war.
Eine Gasflamme ionisiert die Atmosphäre des Beheizungsraumes, was eine Potentialdifferenz zwischen der Elektrode und dem Brennergehäuse erzeugt, welche einen geringfügigen (etwa im Bereich von 5 bis 10uA liegenden) Ausgleichstrom über die Strommeßeinrichtung treibt. Kann ein solcher Strom gemessen werden, ist die Entzündung als erfolgreich zu bewerten und die Gaszufuhr kann aufrecht erhalten werden. Wird hingegen kein Strom erfaßt, ist der Zündversuch erfolglos geblieben, die Gaszufuhr muß unterbrochen und ein entsprechendes Signal gesetzt werden.
Die Elektrode dieser Überprüfungs-Einrichtung lag bisher als vom Temperaturbegrenzer separat ausgeführtes Bauteil vor. Damit ergab sich die Notwendigkeit, die Wandung des Beheizungsraumes, also das Brennergehäuse einerseits für den Temperaturbegrenzer und andererseits für die Elektrode zu durchbrechen; weiters müssen beim Zusammenbau des Kochfeldes die beiden separaten Baugruppen gesondert eingebaut werden. Zusammenfassend ist diese Konstruktionsweise relativ umständlich und zeitaufwendig.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art in der Weise weiterzubilden, daß die erwähnten Nachteile vermieden sind und eine besonders einfache Montierbarkeit von Temperaturbegrenzer und Elektrode gegeben ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine zumindest abschnittsweise im Beheizungsraum verlaufende, am Temperaturfühler und/oder Schaltkopf festgelegte Elektrode vorgesehen ist, die mit dem ersten Anschluß einer Strommeßeinrichtung verbindbar ist, deren zweiter Anschluß mit dem Brennergehäuse verbunden ist.
Durch die Verbindung der Elektrode mit dem Temperaturbegrenzer ist sie gemeinsam mit diesem in einer gemeinsamen Durchbrechung des Brennergehäuses montierbar, eine im bisherigen Stand der Technik vorgesehene separate Durchbrechung für die Elektrode der Einrichtung zur Entzündungs-Überprüfung kann somit entfallen.
Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsweise der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Elektrode an einem hohlzylindrischen Isolator festgelegt ist, welcher in seinem Inneren den Ausdehnungsstab teilweise aufnimmt, an seinem ersten Ende am Schaltkopf aufgestützt ist und an seinem zweiten Ende das Temperaturfühler-Rohr stützt.
Damit werden die geometrischen Abmessungen der Begrenzungsvorrichtung kaum verändert, dennoch aber eine besonders gute elektrische Isolierung der Elektrode gegenüber dem in der Regel aus elektrisch leitendem Material gefertigten Stab des Temperaturfühlers erreicht.
Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, daß die Elektrode als Hohlzylinder ausgebildet ist, weil sie dadurch den Stab oder obigen Isolator umgebend angeordnet werden kann und dabei lediglich gegen Verschiebungen entlang der Längsachsen von Stab bzw. Isolator gesichert werden muß. Weiters weist sie in dieser Ausgestaltung bereits bei relativ geringer Längserstreckung eine zur Ausbildung eines ausreichend hohen lonisationsstromes notwendige Oberfläche auf. 2
AT 405 117 B
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kann sein, daß die Elektrode bereichsweise von einem vorzugsweise hohlzylindrischen Isolator umschlossen ist.
Damit ist eine ausreichende Isolierung gegen das Brennergehäuse sichergestellt.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Elektrode durch den Stab des Temperaturfühlers gebildet ist.
Damit braucht überhaupt kein zusätzliches Bauteil am Temperaturfühler oder am Schaltkopf festgelegt werden, lediglich innerhalb des Schaltkopfes, wo ein Ende des Stabes zugänglich ist, muß dieser mit einer elektrischen Zuleitung für die Strommeßeinrichtung versehen werden.
Nach einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Elektrode mit dem ersten Anschluß einer Hochspannungsquelle verbindbar ist, deren zweiter Anschluß mit dem Brennergehäuse verbunden ist.
Damit kann die ansich als Sensorelektrode einer Einrichtung zur Überwachung der ordnungsgemäßen Entzündung vorgesehene Elektrode in Zusammenwirkung mit dem Brennergehäuse die Funktion der Gasentzündung übernehmen, sodaß die Funktionen sämtlicher der drei für den Betrieb eines Gaskochfel-des notwendigen Einrichtungen Temperaturbegrenzung, Entzündung und Überwachung der Entzündung von einer einzigen Baugruppe wahrgenommen werden. Besonders bevorzugt ist es dabei, als Elektrode den Stab des Temperaturfühlers zu verwenden.
In diesem Zusammenhang kann weiters vorgesehen sein, daß am Brennergehäuse eine metallische Zunge festgelegt ist, deren Abstand zur Elektrode geringer ist als der kürzeste Abstand des Brennergehäuses selbst bzw. als die kürzesten Abstände sämtlicher mit dem Brennergehäuse in Verbindung stehender Metallteile zur Elektrode.
Mit einer solchen Zunge kann die von der Hochspannung zu durchschlagende Gasstrecke in Lage und Richtung definiert und damit für ein gutes Zündergebnis angepaßt werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in den beigeschlossenen Zeichnungen dargesteilten bevorzugten Ausführungsformen näher beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestattetes Kochfeld im Grundriß;
Fig.2a,b Schnitte entlang der Linie l-l durch ein Kochfeld gemäß Fig. 1 mit jeweils anderen Möglichkeiten der Gasverteilung;
Fig.3 eine erste Ausführungsform der Erfindung im Grundriß;
Fig.4 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichung im Schnitt;
Fig.5 eine dritte Ausführungsform der Erfindung in der Darstellung nach Fig.2a,b und
Fig.6 die Ausführungsform nach Fig.5 in derselben Darstellung, ergänzt um eine Beschaltung der
Elektrode, die sie sowohl als Zünd- als auch als Sensorelektrode verwendbar macht.
Ein gasbeheiztes Kochfeld weist wie in den Fig. 1 u. 2 ersichtlich, ein elektrisch leitendes Brennergehäuse 1 und eine Platte 2 aus Metall, Glaskeramik (Ceran) od. dgl. auf, deren Oberfläche 3 die Kochfläche bildet. Im zwischen der Platte 2 und dem Brennergehäuse 1 ausgebildeten Beheizungsraum 4 sind Düsen 5 zur Zuführung von Brenngas und dessen Verteilung auf den gesamten Beheizungsraum 4 angeordnet. Wie in den Fig.2b, 5 und 6 dargesteilt, kann die Brenngaszuführung auch über eine einzige Zuleitung 13 und die Brenngasverteilung über eine Verteilungseinrichtung, welche an der Innenwandung des Brennergehäuses 1 festgelegt ist, erfolgen.
Die Verteilungseinrichtung kann beispielsweise aus einer mit kleinen Bohrungen 14' versehenen Platte 14 (Fig.2b) oder aus einem Vlies 18, das von einer mit großen Durchbrechungen 20 versehenen Stützplatte 19 gehalten wird (Fig.5), gebildet sein.
Weiters ist innerhalb des Beheizungsraumes 4 eine Vorrichtung zur Begrenzung der Temperatur vorgesehen. Wie im Detail in Fig.4 dargestellt, umfaßt diese Vorrichtung einen Temperaturfühler 6, der aus einem Rohr 7 mit einem innenliegenden Stab 8 gebildet ist. Am dem Schaltkopf 9 abgewandten Ende ist der Stab 8 das Rohr 7 überragend ausgebildet und mit einem Anschlag 17 wie aufgeschraubte Mutter, aufgeschweißte Hülse od. dgl. versehen.
Am schaltkopfseitigen Ende überragt der Stab 8 das Rohr 7 ebenfalls und ist mittels einer Schraubenfeder 48 in Richtung Schaltkopf 9 vorgespannt. Dadurch kommt der Stab 8 mit dem Anschlag 17 am Rohr 7 zur Anlage.
Der Stab 8 ist aus einem Material, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient höher ist als der des Rohrmateriales, sodaß durch die Längsdehnung des Stabes 8 bei Temperaturerhöhung über einen Schaltknebel 49 und ein elektrisch isolierendes Betätigungsteil ein Kontakt 10 betätigt wird. Durch die Betätigung dieses Kontaktes 10 wird beim Erreichen einer vorgebbaren Maximaltemperatur die Heizleistung reduziert, im Fall der gasbeheizten Kochplatte die Drosselung der Gaszufuhr veranlaßt.
Neben einer derartigen Vorrichtung zur Temperaturbegrenzung ist für den Betrieb eines gasbeheizten Kochfeldes eine Einrichtung notwendig, mit der überprüft werden kann, ob innerhalb einer bestimmten Zeit 3
AT 405 117 B nach Öffnung der Gaszufuhrleitung eine Entzündung des Gases erfolgt ist. Wie eingangs bereits erwähnt, umfaSt eine derartige Einrichtung eine zumindest abschnittsweise im Beheizungsraum 4 angeordnete Elektrode 12, die außerhalb des Brennergehäuses 1 über eine Strommeßeinrichtung 22 mit dem Brennergehäuse 1 verbindbar ist.
Erfindungsgemäß ist diese Elektrode 12 an der Vorrichtung zur Temperaturbegrenzung, genauer gesagt an deren Temperaturfühler 6 und/oder an deren Schaltkopf 9 festgelegt. Die Elektrode 12 ist mit dem ersten Anschluß einer Strommeßeinrichtung 22 verbindbar, was in den Zeichnungen durch den Schalter 16 symbolisiert wurde, und das Brennergehäuse 1 ist mit dem zweiten Anschluß dieser Strommeßeinrichtung 22 (Masse) verbunden.
Im einfachsten, in den Fig.2a,b dargestellten Fall ist die Elektrode 12 streifenförmig ausgebildet und am Rohr 7 des Temperaturfühlers 6 festgelegt. Um sicherzustellen, daß die bei brennendem Gas durch die Beheizungsraumatmosphären-Ionisation hervorgerufene Potentialdifferenz zwischen Elektrode 12 und Brennergehäuse 1 nicht im Durchtrittsbereich der Elektrode 12 durch das Brennergehäuse 1 kurzgeschlossen wird, ist die Elektrode 12 zumindest in diesem Durchtrittsbereich von einem Isolator 35 umgeben (vgl. Fig.2a).
Außer am Temperaturfühler 6 kann die Elektrode 12 auch am Schaltkopf 9 festgelegt sein, so wie dies in Fig.3 dargestellt ist. Der Nachteil dieser Lösung besteht aber darin, daß entweder zwei separate Durchbrechungen für Temperaturfühler 6 und Elektrode 12 oder eine gemeinsame, aber entsprechend große Durchbrechung im Brennergehäuse 1 vorgesehen werden muß.
Eine besonders bevorzugte Ausbildung/Festlegung der Elektrode 12 zeigt Fig.4. Hier ist ein hohlzylindrischer Isolator 36 vorgesehen, welcher in seinem Inneren den Stab 8 teilweise aufnimmt, an seinem ersten Ende über den Stützbock 52 am Schaltkopf 9 aufgestützt ist und an seinem zweiten Ende das Temperaturfühler-Rohr 7 stützt. An der Außenmantelfläche dieses Isolators 36 ist die Elektrode 12 festgelegt.
Die Elektrode 12 kann wie oben streifenförmig sein, wird bevorzugt jedoch als Hohlzylinder ausgebildet, welche hohlzylindrische Elektrodenausbildung auch bei Festlegung der Elektrode 12 am Stab 8 vorgesehen sein kann.
Die Elektrode weist dadurch eine relativ große Oberfläche bei geringer Längserstreckung auf, was zur Ausbildung einer ausreichend hohen Potentialdifferenz zwischen ihr und dem Brennergehäuse 1 führt. Weiters ist bei hohlzylindrischer Ausführung eine besonders einfache Festlegung am Isolator 36 bzw. am Rohr 7 möglich: Der Innendurchmesser der Elektrode 12 wird so geringfügig größer als der Außendurchmesser von Rohr 7 bzw. Isolator 36 ausgebildet, daß sich zwischen Elektrode 12 und Rohr 7 bzw. Isolator 36 ein fester Sitz ergibt.
Gemäß der Ausführungsform nach Fig.5 wird der Stab 8 des Temperaturfühlers 6 als Elektrode 12 verwendet. Dazu darf sich der Temperaturfühler 6 nicht über den gesamten Durchmesser des Beheizungsraums 4 erstrecken und mit seinem dem Schaltkopf 9 abgewandten Ende außerhalb des Brennergehäuses 1 liegen, so wie dies bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen der Fall war, sondern muß innerhalb des Beheizungsraumes 4 enden. Das dem Schaltkopf 9 abgewandte Ende des Stabes 8 ist -wie im Zusammenhang mit Fig.4 bereits beschrieben- das Rohr 7 überragend ausgebildet und liegt damit unisoliert im Beheizungsraum 4. Um eine ausreichend hohe Potentialdifferenz zwischen Stab 8 und Brennergehäuse 1, die zu einer für die Strommeßeinrichtung 22 erfaßbaren Höhe des Ausgleichstromes führt, zu erhalten, ist der Stab 8 über den Anschlag 17 stark verlängert ausgebildet. Würde die zur Erreichung einer ausreichend hohen Potentialdifferenz zwischen Stab 8 und Brennergehäuse 1 notwendige Stablänge dazu führen, daß die Stabspitze am Brennergehäuse 1 zur Anlage kommt, kann in Verhinderung dessen der unisoliert im Beheizungsraum 4 liegende Stababschnitt verformt werden, beispielsweise entlang einer mäanderförmigen Bahn gebogen werden, oder wie in Fig.6 dargestellt, einfach um 180' geknickt werden.
Neben einer Vorrichtung zur Temperaturbegrenzung und einer Einrichtung zur Überprüfung der Entzündung des Gases muß bei gasbeheizten Kochfeldern eine Einrichtung zur Entzündung des Brenngases vorhanden sein. Eine solche Einrichtung ist nach bisher bekanntem Stand der Technik beispielsweise durch einen mit einer Spannungsquelle verbindbaren und damit auf zur Gasentzündung ausreichenden Oberflächentemperaturen aufheizbaren Widerstand oder durch eine Zündkerze umfassend zwei, eine Engsteile zwischen sich ausbildende und mit einer Hochspannungsquelle verbindbare und damit Lichtbögen zwischen sich ausbildende Elektroden gebildet.
Beide Ausführungsformen lagen bisher als vom Temperaturbegrenzer separate Baugruppen vor, es mußte daher für sie eine eigene Durchbrechung im Brennergehäuse vorgesehen werden und sie mußte beim Zusammenbau des Kochfeldes gesondert von den anderen Baugruppen Temperaturbegrenzer und Elektrode 12 in diese Durchbrechung eingesetzt werden. 4
AT 405 117 B
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Elektrode 12 mit dem ersten Anschluß einer Hochspannungsquelle 15 verbindbar ist, deren zweiter Anschluß mit dem Brennergehäuse 1 verbunden ist. Die Elektrode 12 übernimmt damit neben der bisher behandelten Funktion der Elektrode einer Einrichtung zur Überprüfung der Gasentzündung auch die Funktion der Gasentzündung. Elektrode 12 und Brennergehäuse 1 wirken nämlich als Funkenstrecke, in der sich bei Verbindung der Elektrode 12 mit der Hochspannungsquelle 15 Lichtbögen, die zur Entzündung des im Beheizungsraum 4 befindlichen Gases geeignet sind, bilden.
Die Lichtbögen bilden sich stets zwischen der Elektrode 12 und dem zu ihr am kürzest beabstandet liegenden, mit dem Brennergehäuse 1 verbundenen Metallteil. Dieser Metallteil wird die Gasverteilungseinrichtung, also Platte 14 oder Vlies 18 sein, sofern diese Teile aus elektrisch leitendem Material gefertigt sind. Ist eine Gasverteilungseinrichtung nicht vorhanden (Fig.2a) oder ist die vorhandene Gasverteilungseinrichtung aus elektrisch isolierendem Material gefertigt, bilden sich die Lichtbögen direkt zwischen der Elektrode 12 und dem Brennergehäuse 1 durch eine Durchbrechung der Gasverteilungseinrichtung hindurchverlaufend bzw. diese durchschlagend.
Als der Elektrode 12 am nächsten liegender Metallteil kann aber in sämtlichen Ausführungsformen so wie in Fig.5 explizit dargestellt auch eine am Brennergehäuse 1 festgelegte metallische Zunge 21 vorgesehen sein, deren Abstand zur Elektrode 12 geringer ist als der kürzeste Abstand des Brennergehäuses 1 selbst bzw. als die kürzesten Abstände sämtlicher mit dem Brennergehäuse 1 in Verbindung stehender Metallteile zur Elektrode 12.
Bei Verwendung der Elektrode 12 sowohl als Sensorelektrode als auch als Zündelektrode kann sie in jeder der beschriebenen Ausführungsformen vorliegen, wobei aber bedacht werden muß, daß die Elektrode 12 gegen die übrigen metallischen Bauteile der Vorrichtung zur Temperaturbegrenzung sowie gegen das metallische Brennergehäuse 1 im Durchtrittsbereich ausreichend isoliert ist, um ein Durchschlagen der Hochspannung auf diese metallischen Bauteile zu vermeiden.
Die in den Fig.2a,b dargestellte Ausbildung der Elektrode 12 ist somit nur möglich, wenn einerseits das Rohr 7 eine ausreichende elektrische Isolierung des Stabes 8 darstellt und wenn andererseits der die Elektrode 12 im Durchtrittsbereich durch das Brennergehäuse 1 umgebende Isolator 35 eine ausreichende Isolierung gegen das Brennergehäuse 1 darstellt.
Wie in Fig.2b dargestellt kann der Isolator 35 dabei auch über diesen Durchtrittsbereich hinausverlängert werden, wodurch die Funkenbildung entsprechend in Richtung Beheizungsraummitte verschoben wird.
Die Anforderungen nach ausreichender Isolierung der Elektrode 12 gegen Stab 8 und Brennergehäuse 1 im Durchtrittsbereich erfüllt insbesondere die in Fig.4 dargestellte Ausbildungs-/Anordnungsweise der Elektrode 12:
Der hohlzylindrischer Isolator 36, welcher in seinem Inneren den Stab 8 teilweise aufnimmt, an seinem ersten Ende über den Stützbock 52 am Schaltkopf 9 aufgestützt ist und an seinem zweiten Ende das Temperaturfühler-Rohr 7 stützt, stellt eine hinreichende Isolierung des Stabes 8 dar. Die Elektrode 12 ist an der Außenmanteifläche dieses Isolators 36 festgelegt und die Elektrode 12 umschließend ist ein Isolator 35 vorgesehen, der bei Ausbildung der Elektrode 12 als Hohlzylinder ebenfalls hohlzylindrisch ist und die Isolierung gegen das Brennergehäuse 1 sicherstellt. Die durch den Isolator 35 hindurchgeführte und mit der Hochspannungsquelle 15 verbindbare Zuleitung 41 zur Elektrode 12 ist über Isolationskörper 46, 47 ebenfalls angemessen isoliert, um Überschläge zu vermeiden.
Besonders bevorzugt ist es, bei eben erläuterter Doppelverwendung der Elektrode 12, diese durch den Stab 8 zu bilden. Die über das schattkopfseitige Ende des Stabes 8 eingekoppelte Hochspannung führt damit zu zwischen dem Stabende und dem nächstgelegenen, mit dem Brennergehäuse 1 in Verbindung stehenden Metallteil ausgebildeten Lichtbögen. Dieses Metallteil ist, wie weiter obenstehend bereits erläutert, in Fig.5 eine an das Brennergehäuse 1 angeformte Metallzunge 21. Zu beachten ist bei dieser Ausführungsform insbesondere, daß zwischen dem schaltkopfseitigen Ende des Stabes 8 und den Schaltkontakten 10 eine ausreichende, Überschläge vom Stab 8 auf die Kontakte 10 verhindernde Isolierung vorgesehen ist.
In Fig.6 ist schließlich die Ansteuerung einer sowohl Zünd- als auch Sensorfunktion übernehmenden Elektrode 12, die durch den Stab 8 gebildet ist, dargesteltt.
Eine Steuerschaltung 23 hat bei Inbetriebnahme des Kochfeldes zunächst den Stab 8 mit der Hochspannungsquelle 15 zu verbinden und unmittelbar nach Erzeugung eines bzw. einer vorgebbaren Anzahl von Lichtbögen den Stab 8 mit der Strommeßeinrichtung 22 zu verbinden. Die Strommeßeinrichtung 22 kann auf ein in der Gaszufuhrleitung angeordnetes Ventil einwirken, um die Gaszufuhr bei mißlungenem Zündversuch zu stoppen.
Wie bereits erwähnt ist die Doppelverwendung der Elektrode 12 auch bei allen anderen Elektrodenausgestaltungsweisen möglich, dazu müßte auch dort die in Fig. 6 dargestellte und eben beschriebene Steuerschaltung 23 vorgesehen sein. 5
Claims (7)
- AT 405 117 B Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Begrenzung der Temperatur von Gas-Kochfeldern, deren Beheizungsraum (4) von einem elektrisch leitenden Brennergehäuse (1) begrenzt ist, umfassend einen aus Rohr (7) mit innenliegendem Stab (8) gebildeten Temperaturfühler (6) und einen damit verbundenen Schaltkopf (9), welcher zumindest einen vom Temperaturfühler betätigbaren Kontakt (10) trägt, gekennzeichnet durch eine zumindest abschnittsweise im Beheizungsraum (4) verlaufende, am Temperaturfühler (6) und/oder Schaltkopf (9) testgelegte Elektrode (12), die mit dem ersten Anschluß einer Strommeßeinrichtung (22) verbindbar ist, deren zweiter Anschluß mit dem Brennergehäuse (1) verbunden ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (12) an einem hohlzylindrischen Isolator (36) festgelegt ist, welcher in seinem Inneren den Ausdehnungsstab (8) teilweise aufnimmt, an seinem ersten Ende am Schaltkopf (9) aufgestützt ist und an seinem zweiten Ende das Temperaturfühler-Rohr (7) stützt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (12) als Hohlzylinder ausgebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (12) bereichsweise von einem vorzugsweise hohlzylindrischen Isolator (35) umschlossen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (12) durch den Stab (8) des Temperaturfühlers (6) gebildet ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (12) mit dem ersten Anschluß einer Hochspannungsquelle (15) verbindbar ist, deren zweiter Anschluß mit dem Brennergehäuse (1) verbunden ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Brennergehäuse (1) eine metallische Zunge (21) festgelegt ist, deren Abstand zur Elektrode (12) geringer ist als der kürzeste Abstand des Brennergehäuses (1) selbst bzw. als die kürzesten Abstände sämtlicher mit dem Brennergehäuse (1) in Verbindung stehender Metallteile zur Elektrode (12). Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 6
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