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Die Erfindung betnfft ein Verfahren zum Zubereiten eines Kaffeegetränkes durch Rotationsextraktion, bel dem das In einer Zentrifugen-Aufnahmekammer eingebrachte und verdichtete Kaffeemehl durch Zufuhr von heissem Brühwasser bei gleichzeitiger Rotation der Aufnahmekammer extrahiert und das Kaffeegetränk aus den Durchtnttsöffnungen der Aufnahmekammer in einen Sammelbehälter überführt wird.
Im Gegensatz zu den Tropf-, Dlrekt- oder Intervallbrühverfahren werden zur Herstellung von Filterkaffee durch Rotationsextraktion Kaffeegetränke mit einer Geschmacksnchtung von Espressogetränken erhalten.
Hierbei wird in der Regel das Brühwasser mit einer Temperatur von 90 bis 100'C auf das Kaffeemehl während einer ununterbrochenen Rotation der Extraktionstrommei bzw. der Zentrifugen-Aufnahmekammer aufgegeben. So erhält man ein Espressogetränk mit einem hohen Extrakt, einer stabilen Crema und einer ausgezeichneten Sensorik. Die dabei eingesetzten Kaffeesorten sind durch die Vorbehandlung geschmacklich auf die Geschmacksrichtung "Espresso" eingestellt.
Der Vorteil derartiger Rotationsextraktionsverfahren zur Herstellung von Espressokaffee ist In erster Linie die schnelle Herstellung eines Kaffeegetränkes, die sich bei den sonst üblichen Tropf- Direkt- oder Intervallbrühverfahren nicht erzielen lässt.
Bislang war es jedoch nicht möglich, mit üblichem Kaffeemehl durch Rotationsextraktion In kurzer Zelt ein Kaffeegetränk zu erhalten, welches hinsichtlich Sensonk und Ausbeute den Produkten entsprach, die nach dem bislang bekannten und langwierigen Brühverfahren erhalten wurden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Zubereiten eines Kaffeegetränkes vorzuschlagen, mit welchem man Innerhalb kurzer Zeit nach dem Rotationsextraktionsverfahren ein Kaffeegetränk In einer Qualität erhält, welches eine nach dem Überbrühverfahren ähnliche Sensorik und mit leichter, sich sehr schnell auflösenden Crema ergibt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird daher ein Verfahren zur Zubereitung eines Kaffeegetränkes gemäss Oberbegnff des Patentanspruchs vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man a) das etwa 90 bis 100'C heisse Brühwasser In einer Menge, die bei 50 bis 80 Vol% der mit Kaffeemehl beschickten Aufnahmekammer entspncht, bei voller Rotation im Verlauf von 3 bis 6 Sekunden aufbnngt. um das Kaffeemehl für die Extraktion vorzubereiten, b) anschliessend eine Stillstandszeit von 30 bis 60 Sekunden vorsieht, worauf c) dann das für die vorgesehene Menge an Kaffeemehl erforderliche Brühwasser von 90 bis 100'bel voller Rotation der Aufnahmekammer zugesetzt wird.
Es ist bei dem erfindungsgemässen Verfahren wesentlich, dass eine geringe Menge Brühwasser vorab bei voller Rotation innerhalb eines kurzen Zeitraumes von 3 bis 6 Sekunden zugeführt wird, um eine hinreichende Benetzung des In der Zentnfugen-Aufnahmekammer befindlichen Kaffeemehl zu ermöglichen. Die hier vorab eingesetzte Menge an Brühwasser ist so genng, dass keine Extraktion erfolgt ; sie ist jedoch volumenmässig so bemessen, dass das Kaffeemehl entsprechend seiner Korn- oder Mahigrösse angefeuchtet bzw. für die spätere eigentliche Extraktion vorbereitet wird.
Neben der vorgegebenen zur Anfeuchtung benötigten Menge des Brühwassers von 50 bis 80 Vol% der mit Kaffeemehl beschickten Aufnahmekammer ist die anschliessende Stillstandszeit von 30 bis 60 Sekunden von erheblicher Bedeutung, da innerhalb dieses Zeitraumes die gewünschte Aufschliessung des Kaffeemehts für die spätere Rotationsextraktion erfolgt.
Durch die anschliessende Zugabe des für die vorgegebene Menge an Kaffeemehl erforderlichen Brühwassers mit einer Temperatur von 90 bis 100'C bei voller Rotation der Aufnahmekammer wird dann ein Kaffeegetränk erhalten, welches in seiner Qualität ausgehend von einem nicht auf Espresso eingestellten Kaffeemehl die volle Sensonk eines üblichen Brühkaffees zeigt und eine schnell auflösende Crema hat.
Ausführungsbeispiel : Es wurden 8 g Kaffeemehl der Sorte"Beste Bohne"von Tch bo. das mittelfein gemahlen war, In die Rotationstrommel einer Picco-Espressomaschine der Firma Tchibo eingebracht. Anschliessend wurde der Deckel der Rotationstrommel geschlossen. In den Wassertank der Espressomaschine wurden ca. 130 ml kaltes Wasser eingefüllt und danach die Rotationstrommel auf die Antriebswelle gesteckt. Nach dem Schliessen des Deckels wurde die Espressomaschine zum Erwärmen des Wassers eingeschaltet. Eine Lampe an der Espressomaschine zeigte durch Aufleuchten den Heizvorgang an. Nach dem Erlöschen der Lampe hatte das Brühwasser die gewünschte Temperatur von etwa 90 bis 100 * C. Danach wurde die Espressomaschine eingeschaltet und nach etwa 4 Sekunden wieder aL"ehaltet.
Dabe'flössen e'n paar Milliliter Kaffeegetränk In eine unter den Auslass gestellte Tasse. Nach n Abschalten liess man etwa 40 Sekunden verstreichen und erst dann wurde die Espressomaschine wieder eingeschaltet, um die Rotationstrommel in Drehung zu versetzen und das Kaffeegetränk in die Tasse abzugeben. Das so erhaltene Kaffeegetränk, das mit einem nicht auf Espresso eingestellten Kaffeemehl hergestellt worden 1St. entsprach
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hinsichtlich Sensorik und Ausbeute einem Kaffeegetränk, das sonst nur mit einem länderdauernden Brühverfahren erhalten werden konnte.
Patentansprüche 1. Verfahren zum Zubereiten eines Kaffeegetränkes durch Rotationsextraktion, bei dem das in einer
Zentrifugen-Aufnahmekammer eingebrachte und verdichtete Kaffeemehl durch Zufuhr von heissem
Brühwasser bei gleichzeitiger Rotation der Aufnahmekammer extrahiert und das Kaffeegetränk aus den
Durchtrittsöffnungen der Aufnahmekammer in einen Sammelbehälter überführt wird, dadurch gekenn- zeichnet, dass a) das etwa 90 bis 100. C heisse Brühwasser in einer Menge, die 50 bis 80 Vol% der mit
Kaffeemehl beschickten Aufnahmekammer entspricht, bei voller Rotation im Verlaufe von 3 bis 6
Sekunden aufgebracht wird, um das Kaffeemehl für die Extraktion vorzubereiten, b) anschliessend eine Stillstandzeit von 30 bis 60 Sekunden vorgesehen wird, worauf c)
danach das für die vorgegebene Menge an Kaffeemehl erforderliche Brühwasser von 90 bis 100. bei voller Rotation der Aufnahmekammer zugesetzt wird.
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