AT402408B - Verfahren zur maischekühlung im läuterbottich - Google Patents

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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 gepumpt. 



  Nach entsprechender Läuterrast wird die Vorderwürze abgeläutert, was bei Temperaturen von knapp unter   100. C   wegen der nledngen Viskosität wesentlich rascher als bei ca.   75.   verläuft. 



   Weil es aber beim Maischekochen trotz vorangegangener Verzuckerung zu einer   Verklelsterung   von Stärkeresten kommt, ist eine zusätzliche Verzuckerung nötig, wofür die Diastaselösung bestimmt ist, mit der nun das erste Anschwänzen im Läuterbottich erfolgt. 



   Durch die noch hohe Temperatur der Maische wird nun ein beträchtlicher Teil der Diastase zerstört, und man sollte deswegen vor Aufbringen der Diastaselösung die Maische im Läuterbottich abkühlen. 



   Die einfachste Form besteht darin, den Läuterbottich vakuumfest zu bauen und bis zu einem der gewünschten Maischetemperatur entsprechenden Vakuum und dementsprechenden Siedepunkt des Wassers Wasser aus der im Läuterbottich lagernden Maische bzw. Trebern zu verdampfen. 



   Folgende Verfahrensvarianten werden dazu vorgeschlagen :
1) Bei einem vakuumdichten Läuterbottich wird bei offenem Abzug vor und/oder nach der Maischeeinla- gerung soviel Dampf in den Läuterbottich eingeblasen, dass der Luftpartialdruck in dem Luft-Dampf-
Gemisch mindestens so weit abklingt wie dem erforderlichen Wassersiedepunkt und damit der ge- wünschten Maischetemperatur entspricht. Diese Bedingungen müssen auch während des Vorderwürze- 
 EMI1.2 
 des Abzuges des Läuterbottichs aufrecht erhalten werden. Anschliessend erfolgt durch Beginn der
Kondensation des Dampfes über der Maische, die Vakuumverdampfung aus der Maische bzw. den
Trebern und dadurch deren   Abkühlung   bis zu deren gewünschter Temperatur. 



   2) Im Sinne des Vorschlages nach Punkt 1 kann man natürlich auch den Luftpartialdruck, in diesem Fall zweckmässig vor der Maischeeinlagerung, auch durch eine Vakuumpumpe erreichen, wobei natürlich der
Abzug des vakuumdichten Läuterbottichs geschlossen zu sein hat und dann durch Einblasen von Dampf den Umgebungsdruck wieder herstellen, wobei natürlich auch hier wieder im Sinne obigen Vorschlages durch weitere Dampfeinblasung der gewünschte Luftpartialdruck des Dampf-Luft-Gemisches aufrecht erhalten werden muss. 



   3) Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die komplette Verdampfung durch Einsatz einer dement- sprechend grossen Vakuumpumpe, im Prinzip wie diese bei der sogenannten Brüden-Kompression eingesetzt werden, durchzuführen, bis eben das gewünschte Vakuum und die dementsprechende
Abkühlung der Maische bzw. Trebern erreicht ist. 



   4) Kondensation des Vakuumdampfes in dafür geeigneten Kondensatoren ist Stand der Technik. Für einen Läuterbottich gibt es allerdings eine zusätzliche Möglichkeit, indem man die Läuterbottichhaube durch Kühlung an der Aussenseite als Vakuumdampfkondensator verwendet. 



   5) Um die Würzekonzentration in der Maische bzw. in den Trebern aufrecht zu erhalten, kann es unter
Umständen zweckmässig sein, das Kondensat aus der Vakuumverdampfung der Maische bzw. der
Trebern im Läuterbottich wieder zuzuleiten. 



   6) Selbstverständlich hält man das Vakuum durch eine Regelung unter Kontrolle, um eine Unterschrei- tung des gewünschten Wassersiedepunktes bzw. der gewünschten Maischetemperatur zu verhindern. 



   Selbstverständlich wird auch nach Erreichen der gewünschten   Maisch- bzw.   Trebertemperatur das
Vakuum im Läuterbottich durch Einströmenlassen von Luft wieder aufgehoben und der Abläutervorgang fortgesetzt. 



   Im Detail würde ein derartiges Verfahren folgendermassen ablaufen : Geschrotetes Malz wird bei einer Mischtemperatur von 50'eingemischt und anschliessend auf 63* erwärmt, bei dieser Temperatur wird ein sogenannter Diastaseauszug entnommen, weiters wird auf   70.   erwärmt und dabei die Verzuckerung abgewartet. Ist die sogenannte Jodnormalität erreicht, wird zum Kochen erhitzt. Nach ca. 30 Minuten intensiver Kochung wird die Maische in den Läuterbottich gepumpt, und dieser wird vor dein Überpumpen der Maische, wie beschrieben, durch Einblasen von Dampf auf einen Luftpartialdruck von   z. B.   270 mbar gebracht. Nach Abschluss des Maischeüberpumpens erfolgt das Abläutern der sogenannten Vorderwürze, was bei Temperaturen um   100. ungefähr doppelt   so schnell wie üblich verläuft.

   Ist dies erledigt, wird im Läuterbottich durch Kondensation des Dampfes eine Abkühlung der Trebern auf ca.   73. erreicht.   Nun wird der normale Luftdruck wieder hergestellt, es wird der Diastaseauszug aufgebracht und es kommt zur Nachverzuckerung der verkleisterten Stärkereste. Der nunmehr folgende Abläutervorgang bringt die Diastase auch in die geringfügig Kleister enthaltende Würze in der Sudpfanne und verzuckert auch diese Reste. Der weitere Ablauf der Abläuterung und Extraktion erfolgt wie üblich.

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Maischekühlung Im Läuterbottich, dadurch gekennzeichnet, dass in einem vakuumdich- ten Läuterbottich mittels Vakuumdampfkondensation und/oder Absaugung unter entsprechendem Vaku- um solange Wasser aus der Maische oder den Trebern ausgedampft wird, bis die gewünschte Wassersiedetemperatur und damit dieser entsprechend die gewünschte Maische- bzw. Trebertempera- tur erreicht ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem vakuumdichten Läuterbottich bel offenem Abzug vor und/oder nach der Maischeeinlagerung oder während dieser so viel Dampf in den Läuterbottich eingeblasen wird, dass der Luftpartialdruck in dem Luft-Dampf-Gemisch mindestens so welt absinkt wie dem erforderlichen Wassersiedepunkt und damit der gewünschten Maischetempe- ratur entspncht, wobei diese Bedingung auch während des Vorderwürzeabläuterns bei möglicher teilweiser Dampfkondensation und allfälligem Falschlufteintntt bis zum Verschluss des Läuterbottichab- zuges aufrecht erhalten wird und anschliessend durch Kondensation des Dampfes die Vakuumverdamp- fung aus der Maische bzw. den Trebern und dadurch deren Abkühlung bis zur gewünschten Tempera- tur erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem vakuumdichten Läuterbot- tich das nötige Vakuum entsprechend dem Luftpartialdruck nach Anspruch 2 durch Einsatz einer Vakuumpumpe vor der Maischeeinlagerung erfolgt und nach Erreichung des erforderlichen Vakuums durch Dampfeinblasung der nötige Dampfdruck entsprechend dem äusseren Luftdruck wieder herge- stellt wird und weiter wie in Anspruch 1 und 2 beschrieben verfahren wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Läuterbottichhaube durch Kühlung an der Aussenseite als Vakuumdampfkondensator verwendet.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1,2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Vakuumdampfkon- densat der eingelagerten Maische bzw. den Trebern wieder zuführt.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein regelbares Vakuumventil bel Unterschreitung des gewünschten Wassersiedepunktes bzw. der gewünschten Mai- schetemperatur Luft in den Läuterbottich eingelassen wird.
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