AT401748B - Vorrichtung für die herstellung von plattenartigen gegenständen mit einer oberflächenbeschichtung und einer plattenrandumleimung - Google Patents
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Description
AT 401 748 B
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von plattenartigen Gegenständen mit einem den Plattenrand rahmenartig umgebenden Anleimer, oder dergl. Beschichtung, unter Verwendung einer Presse mit zwei Preßflächen für das Aufpressen einer Furnierschicht oder dergl. auf die Plattenoberfläche.
Platten aus Holz oder auch aus anderen Werkstoffen, deren Oberfläche mit einem Furnier oder dergl. beschichtet wird, erhalten meistens auch noch an ihrer Randfläche eine Beleimung mit einer Beschichtung in Form eines Anleimers, Umleimers oder Furnierstreifens. Die Herstellung von Platten mit einer Oberflächenbeschichtung und einer Umrandung mit einem Anleimer erfolgt bisher in der Weise, daß die Platte zunächst mit dem Anleimer versehen wird, der in der Höhe etwas größer bemessen wird als die Dicke der Platte, da beim Anpressen des Anleimers gegen die Randfläche der Platte in einer gesonderten Presse, bis der Leim gehärtet ist, die Höhenlage des Anleimers gegenüber der Platte nicht völlig präzise eingerichtet werden kann. Danach wird der Anleimer in einem weiteren Arbeitsgang an den über die Plattenoberflächen vorstehenden Rändern, die auch mit der Oberflächenbeschichtung der Platte beschichtet werden sollen, passend gefräst und geschliffen, bis die Anleimerränder bündig mit den Plattenoberflächen abschließen. Hiernach wird mit einem dritten Arbeitsgang in einer anderen Presse die Oberflächenbeschichtung auf die Plattenoberflächen gepreßt und aufgeleimt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die mehreren Arbeitsgänge und verschiedenen Pressen für die vorgenannte gebräuchliche Herstellungsweise zu vermeiden und einen Weg zu finden, der es ermöglicht, das Aufbringen einer Oberfächenbeschichtung und das Beieimen mit einem Anleimer oder dergleichen zur gleichen Zeit in nur einem Arbeitsgang und mit nur einer Presse vorzunehmen.
Ausgehend von einer üblichen, zum Aufpressen einer Furnierschicht oder dergl. auf eine Plattenoberfläche dienenden Presse mit einer oberen und einer unteren Preßfläche löst die Erfindung die Aufgabe durch eine Vorrichtung, die aus einer zwischen den beiden Preßflächen neben den Anleimer des herzustellenden Gegenstandes einlegbaren und in der Preßrichtung auf mindestens die Höhe des plattenartigen Gegenstandes zusammendrückbaren leistenförmigen Druckschiene besteht, die zwischen einer oberen und einer unteren Druckplatte einen Spreizkörper enthält, der sich aus mehreren in Schienenlängsrichtung verlaufenden und im Querschnitt etwa trapezförmigen Leisten zusammensetzt, die mit schrägen Gleitflächen aneinanderliegen, und der beim Verkleinern seiner Ausgangshöhe durch Zusammendrücken der beiden Druckplatten gegen die Kraft eines die beiden Druckplatten und den Spreizkörper umgebenden, elastisch aufweitbaren Schlauchelementes in seiner Breite vergrößerbar und an den Schienenlängsrändern über die Druckplatten herausdrückbar ist, wobei die Leisten aus einem an den Druckplatten gleitfähigen Werkstoff bestehen und das Schlauchelement aus einem gummielastisch dehnfähigen und auf den Preßflächen rutschfesten Material besteht. Beispielsweise können die Druckplatten aus Aluminium und die Leisten aus einem Kunststoff bestehen, der auf den Aluminiumdruckplatten eine möglichst niedrige Gleitreibung hat und der für eine Anwendung der Druckschiene in einer beheizten Presse für Heißleimung auch genügend temperaturbeständig ist. Die Schlauchelemente, die ein über die gesamte Länge der Druckschiene reichendes Schlauchstück oder auch mehrere über das Paket aus den beiden Druckplatten und dem Spreizkörper übergezogene Schlauchstücke sein können, können zum Beispiel aus Gummi bestehen, das beim Einklemmen der Druckschiene zwischen den beiden Preßflächen ein seitliches Verrutschen der Druckschiene an der oberen und unteren Preßfläche verhindert. Die Querschnittshöhe der im Querschnitt trapezförmigen Leisten wird so bemessen, daß die Höhe der nicht zusammengedrückten Druckschiene größer ist als die Dicke des plattenartigen Gegenstandes, für dessen Herstellung die Druckschiene dimensioniert ist, und daß die Druckschiene von den beiden Preßflächen wenigstens so weit zusammengedrückt werden kann, bis sich die Preßflächen mit dem zum Furnieren oder dergl. erforderlichen Preßdruck auf die Oberflächen des plattenartigen Gegenstandes aufsetzen. Für eine Anwendung bei plattenartigen Gegenständen mit einer größeren Plattendicke kann die Ausgangshöhe der Druckschiene zum Beispiel mit einfachen rutschfesten Distanzplättchen oder durch mehrere aufeinandergelegte Druckschienen vergrößert werden und kann zwischen der Druckschiene und dem gegen den plattenartigen Gegenstand anzudrückenden Anleimer ein zusätzliches leistenförmiges Druckstück angewendet werden, dessen Höhe der Anleimer-höhe angepaßt ist. Die Druckschiene kann in beliebiger Länge hergestellt sein, die nicht der Länge des mit einer Beschichtung zu beleimenden Randes des plattenartigen Gegenstandes zu entsprechen braucht. Es können auch mehrere kürzere Druckschienen an einem längeren Rand eines plattenartigen Gegenstandes angewendet werden. Die Druckschiene braucht bei geöffneter Presse nur an den Plattenrand mit dem anzudrückenden Anleimer angelegt zu werden. Beim Schließen der Presse und Zusammendrücken der Druckschiene wird der Spreizkörper der Druckschiene in der Höhe verringert und dadurch zwangsweise in der Breite gegen die Kraft der Schlauchelemente vergrößert. Der Spreizkörper kann sich zwischen den beiden Druckplatten der Druckschiene aufgrund der geringen Gleitreibung zwischen Spreizkörper und Druckplatten quer zur Längsrichtung der Druckschiene verschieben. Die Schlauchelemente verhindern, daß die Druckschiene insgesamt auf den beiden Preßflächen verrutscht. Der dem herzustellenden plattenartigen 2
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Gegenstand zugewendete Rand des Spreizkörpers kann durch Berührung mit dem Gegenstand bzw. dem anzudrückenden Anleimer nur begrenzt seitlich aus der Druckschiene heraustreten, so daß der gegenüberliegende andere Rand des Spreizkörpers in stärkerem Ausmaß seitlich ausweichen muß und also auch eine wesentlich stärkere zurückdrückende Gegenkraft der Schlauchelemente erzeugt. Diese zurückdrückende Gegenkraft verschiebt den gesamten Spreizkörper zwischen den Druckplatten der Druckschiene in Richtung gegen den Anleimer des plattenartigen Gegenstandes, wodurch der Anleimer von dem Spreizkörper unmittelbar oder mittelbar mit hoher, ausreichender Kraft gegen den Rand des plattenartigen Gegenstandes angedrückt wird. Gleichzeitig findet das Aufpressen der Oberflächenfurnierung auf den Gegenstand mittels der Preßflächen statt. Da die Höhe des mit dem plattenartigen Gegenstand zu verleimenden Anleimers von vornherein genau zur Dicke des Gegenstandes passend hergestellt ist, entfällt auch der bisherige Arbeitsgang des Beifräsens und des Beischleifens der Anleimerhöhe. Es werden also zwei bisherige Arbeitsgänge eingespart und die gesonderte bisherige teure Presse für das Beieimen des Plattenrandes mit einem Anleimer, Umleimer oder dergleichen entbehrlich gemacht.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung respektive Druckschiene ist auch anwendbar zum Andrücken von Plattenrandumleimungen an bogenförmige Plattenränder, wobei die Druckleisten direkt in einzelnen Berührungspunkten gegenn die bogenförmige Plattenrandumleimung drücken können, wenn die Plattenrandum-leimung zum Beispiel ein in sich schon ausreichend biegesteifer Anleimer ist, oder mittelbar über ein zur Plattenrandumleimung passend bogenförmiges, zusätzliches leistenförmiges Druckstück gegen die Plattenrandumleimung drücken können, wenn diese zum Beispiel ein dünner Folienstreifen ist. Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Druckschiene auch in einer zum Furnieren oder dergl. dienenden Presse angewendet werden, wenn ein plattenartiger Gegenstand keine Oberflächenbeschichtung, sondern nur am Rand einen Anleimer oder dergl. erhalten soll. Weiterhin ist die erfindungsgemäße Druckschiene nicht nur anwendbar, um Gegenstände in Plattenform mit einer Plattenrandumleimung zu versehen, sondern mit großem Vorteil auch anwendbar, um zwischen zwei Preßflächen einer Presse beispielsweise für eine Blockverleimung oder zu einem herzustellenden eckigen oder bogenförmigen Rahmen aneinandergelegte Leisten oder dergleichen in einfacher Weise an ihren miteinander zu verleimenden Berührungsflächen zusammenzudrücken, wobei gleichzeitig die Leistenstücke von den Preßflächen selber präzise gegen ein Verschieben in Richtung senkrecht zu den Preßflächen fixiert werden. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich also zwischen zwei Preßflächen beliebige Verleimungsverbindungen in der Pressenebene zusammendrücken, für die man bisher komplizierte Werkzeuge benötigte, wie zum Beispiel Spanntische mit mehreren, für die unterschiedlichen Winkel und Formen der herzustellenden Verleimungsverbindungen verstellbaren hydraulischen Druckzylindem.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Figur 1 die Vorrichtung im Querschnitt und in perspektivischer Darstellung vor dem Preßvorgang,
Figur 2 einen Querschnitt der Vorrichtung im zusammengedrückten Zustand bei geschlossener Presse.
Die Figur 1 zeigt einen auf der unteren Preßfläche 1 einer gebräuchlichen Furnierpresse liegenden plattenförmigen Gegenstand 2, auf dessen beide Oberflächen mittels der Presse aufzuleimende Furnierschichten 3 bzw. 4 aufgepreßt werden und an dessen Randfläche hierbei gleichzeitig mit der in der Furnierpresse anwendbaren erfindungsgemäßen Vorrichtung ein leistenförmiger Anleimer 5 zur Verleimung mit dem Plattengegenstand 2 angedrückt wird. Der Anleimer 5, der üblicherweise auch von den beiden Furnierschichten 3 und 4 überdeckt wird, wird von Anfang an in der Höhe genau auf die Dicke des Plattengegenstandes 2 passend zugeschnitten und kann während des Andrückens gegen den Plattengegenstand mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung sich nicht zwischen den beiden Preßflächen 1 und 6 der geschlossenen Furnierpresse in der Höhenrichtung verschieben. Zweckmäßigerweise drückt die erfindungsgemäße Vorrichtung mittelbar über ein zwischengelegtes zusätzliches leistenartiges Druckstück 7 gegen den Anleimer 5, was den Vorteil hat, daß dann nur dieses einfache Druckstück jeweils der Höhe und auch der Außenkontur des angewendeten Anleimers zu entsprechen braucht. Die neben dem Plattenrand bzw. Anleimer nur lose auf die untere Preßfläche 1 aufzulegende erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einer insgesamt mit der Ziffer 8 bezeichneten leistenförmigen Druckschiene, die im Ausgangszustand eine Höhe hat, die größer ist als die Dicke des Plattengegenstandes 2 (Figur 1), die in der Preßrichtung wenigstens bis auf die Dicke des Plattengegenstandes 2 zusammendrückbar ist (Figur 2). Die Druckschiene 8 enthält eine obere und eine untere stabile Druckplatte 9 bzw. 10 zum Beispiel aus Aluminium. Zwischen den beiden Druckplatten 9, 10 enthält die Druckschiene einen allgemein mit der Ziffer 11 bezeichneten Spreizkörper, der sich aus mehreren in Längsrichtung der Druckschiene verlaufenden, im Querschnitt wesentlichen trapezförmigen Leisten 12 zusammensetzt, die an schrägen Gleitflächen aneinanderliegen. Die Leisten 12 bestehen beispielsweise aus einem Kunststoff mit guter Gleitfähigkeit auf den Druckplatten 9 und 10 und mit einer für eine Heißleimung genügenden Temperaturfestigkeit. Das Paket aus den beiden 3
Claims (2)
- AT 401 748 B Druckplatten 9 und 10 und dem dazwischenliegenden Spreizkörper 11 ist von einem Schlauchelement 13 umgeben, das aus einem Werkstoff mit gummielastisch dehnfähiger Eigenschaft und mit einer ein Verrutschen der Druckschiene 8 auf den beiden Preßflächen 1 und 6 verhindernden Eigenschaft besteht. Beispielsweise eignet sich dafür besonders Gummi. Die Leisten 12 sind untereinander an mehreren Stellen in Längsrichtung der Druckschiene 8 durch ein Verbindungselement 14 zusammengehalten, das durch Bohrungen 15 in den Leisten 12 verläuft, die so angebracht sind, daß das Verbindungselement 14, im Zusammenwirken mit den Bohrungen 15 die Auseinanderschiebbarkeit der Leisten 12 in Höhenrichtung begrenzt, damit bei der in Figur 1 dargestellten Ausgangshöhe des Spreizkörpers 11 die Leisten 12 mit ihren schrägen Gleitflächen in Berührung bleiben. Für die benötigte Längenveränderbarkeit kann das Verbindungselement 14 zum Beispiel aus einer Gummischnur bestehen, die an ihren Enden an den beiden äußeren Leisten 12 des Spreizkörpers 11 befestigt ist. Beim Schließen der Presse wird der Spreizkörper 11 in der Höhe zusammengedrückt und dadurch zwangsläufig in der Breite vergrößert (Figur 2). Die seitliche Ausweichung der dem Anleimer 5 benachbarten Spreizkörperleiste 12 ist durch deren Berührung mit dem Anleimer begrenzt, so daß die Zusammendrückung des Spreizkörpers in der Höhe die an der anderen Seite der Druckschiene 8 liegende Spreizkörperleiste 12 zu einem verstärkten seitlichen Heraustreten aus der Druckschiene zwingt, wie die Figur 2 veranschaulicht. Die hierdurch auf diese außen liegende Spreizkörperleiste einwirkende, stark zunehmende Kraft des Schlauchelementes 13 trachtet danach, den Spreizkörper 11 insgesamt zwischen den beiden Druckplatten 9 und 10 in Richtung zu dem Plattengegenstand 2 hin zu verschieben und bewirkt dadurch das Anpressen des Anleimers 5 gegen die Randfläche des Plattengegenstandes 2. Das Material des Schlauchelementes 13 verhindert hierbei, daß die zwischen den beiden Preßflächen 1 und 6 eingeklemmte Druckschiene 8 vom Rand des Plattengegenstandes 2 wegrutscht. Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Herstellen von plattenartigen Gegenständen mit einem den Plattenrand rahmenartig umgebenden Anleimer, oder dergleichen Beschichtung, unter Verwendung einer Presse mit zwei Preßflächen für das Aufpressen einer Furnierschicht oder dergl. auf die Plattenoberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus einer zwischen den beiden Preßflächen (1, 6) neben den Anleimer des herzustellenden Gegenstandes (2) einlegbaren und in der Preßrichtung auf mindestens die Höhe des plattenartigen Gegenstandes zusammendrückbaren leistenförmigen Druckschiene (8) besteht, die zwischen einer oberen und einer unteren Druckplatte (9 bzw. 10) einen Spreizkörper (11) enthält, der sich aus mehreren in Schienenlängsrichtung verlaufenden und im Querschnitt etwa trapezförmigen Leisten (12) zusammensetzt, die mit schrägen Gleitflächen aneinanderliegen, und der beim Verkleinern seiner Ausgangshöhe durch Zusammendrücken der beiden Druckplatten (9,10) gegen die Kraft eines die beiden Druckplatten und den Spreizkörper umgebenden, elastisch aufweitbaren Schlauchelementes (13) in seiner Breite vergrößerbar und an den Schienenlängsrändern über die Druckplatten herausdrückbar ist, wobei die Leisten (12) aus einem an den Druckplatten (9, 10) gleitfähigen Werkstoff bestehen und das Schlauchelement (13) aus einem gummielastisch dehnfähigen und auf den Preßflächen (1, 6) rutschfesten Material besteht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten (12) untereinander durch Verbindungselemente (14) zusammengehalten sind, die eine Höhenverschiebbarkeit der Leisten gegeneinander so begrenzen, daß in der Ausgangshöhe des Spreizkörpers (11) die Leisten (12) mit ihren schrägen Gleitflächen noch in Berührung bleiben. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 4
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