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Die Erfindung betrifft eine Schiebetüre für einen Eisenbahn-Personenwaggon, welche an dessen
Stirnwand angeordnet ist, mit zwei gegeneinander verschiebbaren Türblattern, welche an ihrer horizontalen
Ober- bzw. Unterseite in je einer parallel zum Fussboden angeordneten Führung laufen, wobei die Führung insbesondere am Türrahmen befestigt ist und einerseits an den einander zugewendeten vertikalen Seiten der beiden Türblätter Dichtungen angebracht sind bzw. andererseits zwischen Türrahmen und Türblättern zumindest eine, insbesondere aufblasbare, Dichtung vorgesehen ist, und die Türblätter mittels einer
Schliesseinrichtung in der geschlossenen Stellung arretierbar sind. Schiebetüren, die an End- bzw.
Stirnsei- ten eines Eisenbahnwaggons angeordnet sind, insbesondere bei Verwendung des Waggons als Anfangs- oder Endwaggon eines Zuges, sind hohen Druck- und Sogbeanspruchungen ausgesetzt. Diese Beanspru- chungen bei sich begegnenden Zügen sind besonders hoch, und es können dabei Undichtheiten zwischen
Türrahmen und Türblatt auftreten.
Bei einer hohen Anzahl von Schwenkschiebetüren, die in der Regel an den in Fahrtrichtung orientierten
Seitenwanden von Eisenbahnwaggons angeordnet sind, sind verschiedene Schliesseinrichtungen bekannt geworden, welche die Türen am Ende ihrer Schwenkbewegung in Geschlossenstellung halten sollen. Bei
Sogbeanspruchung führt dies jedoch in der Regel dazu, dass auf Grund der Arbeitsfläche des Hakens die
Türe nicht nur von der eine Abdichtung des Waggons bewirkende Stellung, sondern auch in Richtung
Offenstellung der Türe gedrückt wird.
In der AT-B-209. 739 und der DE-A-21 40 793 werden Schwenkschiebetüren beschrieben, die zu Beginn ihrer Öffnungsbewegung aus einer Stellung, in welcher sie üblicherweise mit der Kontur des Eisenbahnwag- gons bündig abschliessen, herausgeschwenkt werden müssen. Der Schliessmechanismus für derartige
Schwenkschiebetüren sieht vor, dass die Türe in Geschlossenstellung gegen den inneren Rahmen gehalten wird. Hiezu ist ein starrer oder beweglicher Schlicsshaken am Wagenkasten vorgesehen, welcher mit einem
Bolzen od. dgl. der Türe kooperiert. Zusätzlich zu dieser Schliess- und Öffeneinrichtung sind jedoch weder
Haken noch Aufnehmer an der Türe vorgesehen.
In der EP-A-0 312 450 wird ebenfalls eine Schwenkschiebetüre beschrieben, bei welcher Anschläge vorgesehen sind, die eine Querbewegung des Türblattes nicht nur während der Öffenbewegung, sondern auch in der Geschlossenstellung erlauben müssen, da sonst eine Beweglichkeit der Türe zwischen den
Anschlägen nicht gegeben wäre. Weiters stellen diese Anschläge ebenfalls einen Teil des Öffen- und
Schliessmechanismus dar, da die Türen ohne derartige Anschläge auf Grund des erforderlichen Spieles einer Rolle der Türe in der Schiene am Wagenkasten andauernd Vibrationen unterliegen würde.
In der US-A-3, 456, 389 wird eine Schwenkschiebetüre beschrieben, wobei eine Fixierung dieser mit zwei
Haken dargestellt ist. Diese Fixierung ist jedoch in der Offenstellung und nicht in der Geschlossenstellung der Türe. Weiters sind keine zusätzlichen Schliesseinrichtungen vorgesehen.
Aus dem Beitrag von P. FABEL et al., ZEV-GLASERS ANNALEN, Band 112, Nr. 1, Januar 1988, Seiten
33 - 35 wird eine druckertüchtigte Stirnwandtüre bekannt, welche als Schiebeture ausgebildet ist. Diese
Schiebetüre weist aufblasbare Dichtungen auf, so dass sie auch bei einem ersten und letzten Waggon eines . Zuges zum Einsatz kommen kann. Als Absicherung des Durchganges ist ein Türvorleger vorgesehen. Von diesem Stand der Technik geht die vorliegende Erfindung aus.
Der vorliegenden Erfindung ist zur Aufgabe gestellt, eine Schiebetüre für Eisenbahnwaggons zu schaffen, die sowohl der hohen Druck- als auch Sogbeanspruchung, wie sie beispielsweise durch sich begegnende Züge, insbesondere in Tunnels, Rechnung tragen kann und die erlaubt, eine Dichtheit der
Schiebetüren selbst bei hohen Beanspruchungen, wie sie bei zwei Zügen, die einander mit jeweiliger
Geschwindigkeit von 160 km/h, also einer Relativgeschwindigkeit von 320 km/h begegnen, sicherzustellen.
Eine derartige Einrichtung soll, um betriebssicher zu sein, möglich einfach ausgebildet werden und keine zusätzlichen Betätigungsmechanismen erforderlich machen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass an jedem der beiden Türblätter Haken starr befestigt sind, welche bei geschlossener Türe in auf dem Türrahmen starr befestigte Aufnehmer eingreifen.
Durch die zusätzliche Fangeinrichtung mit Haken und Aufnehmer kann sichergestellt werden, dass eine
Durchbiegung zueinander bewegbarer Schiebetüren in Geschlossenstellung verhindert bzw. besonders gering gehalten werden kann. Dadurch, dass keine zusätzlichen Betätigungseinrichtungen für die Aufnehmer bzw. Haken vorgesehen sind, ist eine selbsttätige Fixierung der Türen quer zu ihrer Bewegungsrichtung in
Geschlossenbewegung erreichbar, wobei mit aufblasbaren Dichtungen im Türrahmen die Türen zusätzlich gegen die Bewegung in Öffnungsrichtung fixiert werden können.
Ist die starre Verbindung zwischen Haken und Türblatt bzw. Aufnehmer und Türrahmen eine lösbare
Verbindung, insbesondere eine Schraubenverbindung, so kann eine besonders exakte Positionierung derselben mit möglichst geringen Toleranzen gewährleistet sein.
Sind die Haken und/oder Aufnehmer starr, insbesondere einstückig, ausgebildet, so ist eine besonders einfache, betriebssichere Konstruktion gewährleistet, die gleichzeitig eine hohe Betriebssicherheit ermög-
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licht.
Weisen die Haken und/oder Aufnehmer zumindest eine Fläche auf, die mit der Bewegungsrichtung einen spitzen Winkel einschliesst, dessen Scheitel zum anderen Türblatt weist, so ist eine Ausbildung der Schiebetüre gegeben, bei welcher eine besonders geringe Toleranz zwischen Türen und Türrahmen in Geschlossenstellung der Türblätter vorliegt.
Sind die Haken der Türblätter mittels der aufblasbaren Dichtung gegen eine Fläche der Aufnehmer drückbar, so kann zusätzlich zur Abdichtung der Türblätter gegenüber dem Rahmen eine mechanische Stabilisierung der Türblätter in Geschlossenstellung erreicht werden.
Weist jedes Türblatt an der dem anderen Türblatt abgewendeten vertikalen Seite zumindest drei Haken und an der horizontalen Seite zumindest einen Haken auf, so kann mit geringsten Mitteln eine Stabilisierung der Türe gegen Durchbiegung sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung erreicht werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert,
Es zeigen :
Fig. 1 eine Gesamtansicht einer erfindungsgemässen Schiebetüre mit zwei Türblättern in der Ansicht vom
Inneren eines Waggons aus,
Fig. 2 einen Haken mit Aufnehmer an der linken Seite eines Türblattes im Schnitt entlang der Linie 11-11 der Fig. 1 und
Fig. 3 einen Haken mit Aufnehmer im oberen Bereich eines Türblattes im Schnitt entlang der Linie 111-111 der Fig. 1.
Die Türblätter 3,4 sind an Türwagen 5 befestigt. Diese Türwagen 5 laufen in einer horizontalen Führung 6, die am Türrahmen 2 angeordnet ist. An der Unterkante der Türblätter 3,4 sind Leisten 8 befestigt, die in einer Führung, u. zw. einer Schiene 7, im nicht dargestellten Wagenboden laufen. Eine aufblasbare Dichtung 20 ist zwischen Türrahmen 2 und Türblättern 3,4 angeordnet. Im geschlossenen Zustand ist zwischen den benachbarten Türkanten der Türblätter 3,4 jeweils an diesen befestigte Dichtungen 11,12 einander berührend angeordnet. An den vertikalen Seiten des Türrahmens 2 und an den angrenzenden Seiten der Türblätter 3, 4 sind die Haken 15 und Aufnehmer 16, die Fangteile, befestigt, wobei die Haken 15 an den Türblättern 3,4 und die konsolenförmigen Aufnehmer 16 am Türrahmen 2 angeordnet sind.
An der horizontalen Oberseite sind ebenfalls Fangteile 18,19, und zwar Haken und Aufnehmer, angeordnet, die eine zusätzliche Einspannung der Türblätter 3,4 bewirken.
Wie in Fig. 2 im vergrösserten Massstab dargestellt, ist der Haken 15 mittels Schrauben 21 am Türblatt 3 und der konsolenförmige Aufnehmer 16 am Türrahmen 2 gleichfalls mit Schrauben 22 befestigt. Die aufblasbare Dichtung 20 ist in einem Profil des Türrahmens 2 angeordnet. Die miteinander kooperierenden Flächen 25,26 der Fangteile 15,16 haben einen geringen keilförmigen Anzug zueinander. Dieser dient dazu, um bauförmige Ungleichheiten besser auszugleichen und das Ineinandergleiten der beiden Fangteile u. zw. des Hakens 15 und des Aufnehmers 16 zu erleichtern.
In Fig. 3 ist eine Anordnung der Fangteile 18,19 im horizontalen Bereich zwischen Türrahmen 2 und Türblatt 3 dargestellt. Die miteinander kooperierenden Flächen 25,26 weisen normal zur Türöffnungsrichtung a (Fig. 2) stehende vertikale Nuten auf. Diese dienen zur zusätzlichen Sicherung der Türe 3,4 gegen ungewolltes Öffnen. Durch das Aufblasen der Dichtung 20 werden die Türblätter 3,4 vom Türrahmen 2 weggedrückt und die kooperierenden Flächen 25,26 aufeinander gepresst. Dadurch kommen die Flächen in Anlage.