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Die Erfindung bezieht sich auf einen Nassrasierapparat gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein derartiger Nassrasierapparat ist bereits bekannt und in der US-PS 2 871 560 beschrieben. Dieser Apparat, der aus einem einziger Element besteht, hat den Nachteil, dass der Rasierklinge zwei rechteckige Fenster zugeordnet sind, die in der Auflagefläche für die Rasierklinge bzw. in der Abdeckfläche ausgespart sind. Da die Klinge länger als die Länge der Fenster ist, kann nur ein Teil der Länge der Klinge für die Rasur herangezogen werden.
Einen ähnlichen Nassrasierapparat zeigt die US-PS 2 699 602, der jedoch im Gegensatz zu der zuerst behandelten Ausführung vorzugsweise aus Aluminiumblech mit einer Wandstärke von 0, 008 bis 0, o1o Zoll hergestellt wird. Bei diesem Rasierapparat ist die Rasierklinge an ihrer Unterseite mit einem wasserbeständigen Kleber an der Auflagefläche angeklebt. Eine Verletzung des Benützers durch die Kanten dar Rasierklinge ist hier nicht ausgeschlossen.
Der Nassrasierapparat gemäss der GB-PS 2 260 927 ist vorzugsweise aus Karton hergestellt und besteht aus einem einzigen Element, das an seiner Rückseite eine Rasierklinge üblicher Art trägt. Vor der Benützung ist die Klinge mit einem plastischen Film überzogen, der vor der Benützung entfernt wird. Sobald der Apparat entlang der Kerbe im Endteil des Apparates gefaltet wird, ragt die Schneide über die Kerbe vor, und der Apparat kann benützt werden.
Alle diese Ausführungen von Rasierapparaten haben den Nachteil, dass entweder die Schneidkante der Kinge zum Teil abgedeckt ist, oder dass eine Verletzung des Benützers durch die Enden der Schneidkante der Klinge möglich ist.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, diese Nachteile zu beseitigen und einen Rasierapparat zu schaffen, bei dem die voll wirksame Schneide gegen eine Verletzung des Be-nützers gesichert ist.
Ausgehend von einem Nassrasierapparat der eingangs umrissenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Klinge, die teilweise mit einer Hülle aus Papier versehen ist, von einer in der Draufsicht U-förmigen Schutzeinrichtung aus Papier an drei Seiten umgeben ist.
Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Hülle der Klinge in ihrer Längsrichtung mit einer Reihe von Löchern versehen ist. Durch diese Massnahme wird das Aufkleben der Klinge auf der Auflagefläche des Griffteiles erleichtert.
Für die Ausgestaltung des Griffteiles des Apparates bieten sich drei Ausführungsformen an. Gemäss der ersten Ausführungsform nach Anspruch 3 besteht der Griffteil aus zwei Elementen, nämlich aus einen etwa rechteckigen Hauptteil und aus einen an dessen Unterseite angeklebten, angenähert trapezförmigen Zusatzteil, dessen Länge etwa der Hälfte des Hauptteiles entspricht. Durch diese Ausgestaltung wird die Stabilität des Apparates erhöht, da die Biegebeanspruchung des Griffteiles auf zwei Elemente aufgeteilt ist, von denen das eine Element zweimal verwendet wird.
Die Merkmale des Anspruches 4 erleichtern den Zusammenbau des Apparates, sobald der Zusatzteil an den Hauptteil angeklebt ist.
Der Gegenstand des Anspruches 5 hat den Vorteil, dass durch ihn der Griffteil sich auch in Querrichtung erstreckt und dadurch zur Versteifung des Griffteiles beiträgt.
Die Massnahme des Anspruches 6 hat den Vorteil, dass der Apparat in der zusammengestellten Lage zuverlässig festgehalten wird.
Die zweite Ausführungsform gemäss Anspruch 7 geht von einem Nassrasierapparat aus, wie er in der eingangs behandelten US-PS 2 871560 beschrieben ist, nämlich von einem Apparat, bei dem dem Griffteil aus einem einzigen Element besteht, das vier in seiner Längsrichtung verlaufende Kerben sowie mehrere in Querrichtung angeordnete Kerben aufweist. Bei der bekannten Ausführung kann es vorkommen, dass sich beim Gebrauch die beiden aufeinander geklebten Wände des Griffteiles voneinander lösen.
Um dies zu verhindern, sieht die Erfindung vor, dass der Griffteil im Bereich der ersten Kerbe mit einen Schlitz versehen ist, der in Richtung der Kerbe verläuft und zum Durchstecken der an die letzte Kerbe angeschlossenen Lasche dient.
Die Massnahme des Anspruches 8 hat den Vorteil, dass im zusammengebauten Zustand des Apparates dessen Stabilität erhöht wird.
Die dritte Ausführungsform gemäss Anspruch 9 geht von einem Nassrasierapparat aus, wie er in der gleichfalls schon behandelten US-PS 2 699 602 beschrieben ist, nämlich von einem Apparat, bei dem der Griffteil aus einem einzigen Element besteht, das mindestens drei Abschnitte umfasst, die durch in Querrichtung verlaufende Kerben voneinander getrennt sind und von denen der erste Abschnitt mit zwei in
Längsrichtung des Elementes verlaufenden gekrümmten Kerben versehen ist. Diese Ausführung hat den
Nachteil, dass die Auflagefläche für die Rasierklinge mit einer ebenen Stützfläche an der Hauptfläche des
Griffteiles abgestützt war und daher leicht knicken konnte.
Um dies zu verhindern und um die Stabilität des Apparates zu erhöhen, sieht die Erfindung gemäss
Anspruch 9 vor, dass auch der zweite Abschnitt mit ziel in Längsrichtung des Elementes verlaufenden
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gekrümmten Kerben versehen ist und dass die in Richtung des Elementes verlaufenden Kerben des letzten Abschnittes geradlinig verlaufen.
Schliesslich bringt der Gegenstand des Anspruches 10 den Vorteil mit sich, dass durch den von zwei gewölbten Flächen gebildeten Griffteil die Auflagefläche für die Rasierklinge besonders gut abgestützt ist.
In der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsformen von erfindungsgemässen Rasierapparaten rein schematisch dargestellt. Fig. 1 ist ein Schaubild von einer ersten Ausführungsform vor dem Zusammenbau, wobei die einzelnen Teile des Rasierapparates in auseinandergezogener Lage dargestellt sind. Fig. 2 ist gleichfalls ein Schaubild einer zweiten Ausführungsform vor dem Zusammenbau, wobei die einzelnen Teile wiederum in auseinandergezogener Lage wiedergegeben sind. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das dritte Ausführungsbeispiel und Fig. 4 gibt ein Schaubild dieses Ausführungsbeispieles beim Zusammenbau wieder. Dabei sind die einzelnen Teile des Rasierapparates in auseinandergezogener Lage dargestellt. Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch die Rasierklinge mit der Hülle grösserem Massstab, und Fig.
6 eine Seitenansicht der Klinge und der Hülle.
Der Nassrasierapparat gemäss Fig. 1 ist aus Papier mit einer Dicke von 0, 3 mm hergestellt. Er besteht aus zwei Elementen, wobei das eine Element ein im wesentlichen rechteckiger Hauptteil 10 und das andere ein angenähert trapezförmiger Zusatzteil 30 ist, dessen Länge etwa der halben Länge des Hauptteiles 10 entspricht. Der Hauptteil 10 besitzt vier in Querrichtung verlaufende Kerben 11 bis 14. Zwischen den Kerben 11 und 12 ist ein in Längsrichtung des Hauptteils 10 sich erstreckendes Langloch 15 angeordnet. Im Bereich 20 zwischen den Kerben 13 und 14, der zur Auflage der Rasierklinge 1 dient, sind vier elliptische Löcher 16 - 19 ausgespart, welche dem Durchtritt von Wasser und Rasierschaum dienen.
Im trapezförmigen Zusatzteil 30 befinden sich zwei nach aussen gekrümmte Kerben 31 und 32, die im Abstand von der Wandmitte der kürzeren Seitenwand ausgehen und die sich etwa in der Mitte der gegenüberliegenden längeren Seitenwand treffen. Der Raum 30a zwischen den beiden Kerben 31,32 ist mit Klebstoff bestrichen und wird beim Zusammenbau des Rasierapparates mit der Unterseite des Hauptteiles 10 in Kontakt gebracht. Mit 33 und 34 sind Schlitze bezeichnet, die an der längeren Seitenwand des Zusatzteiles 30 angeordnet sind und parallel zum Hauptteil 10 verlaufen.
Über dem Hauptteil 10 befindet sich die mit einer Hülle 1a versehene Rasierklinge 1, welche von einer in Draufsicht U-förmigen Schutzeinrichtung 2 aus Papier mit einer Stärke von etwa 1 mm an drei Seiten umgeben ist. Die Unterseiten von Rasierklinge 1 und Schutzeinrichtung 2 sind vor dem Zusammenbau mit Klebstoff bestrichen.
Sobald beim Zusammenbau des Rasierapparates der Klebstoff im Raum 30a sowie der Klebstoff an der Rasierklinge 1 und der Schutzeinrichtung 2 an dem Hauptteil 10 erhärtet ist, werden die beiden Flügel 30b und 30c des Zusatzteiles 30 um die beiden Kerben 31,32 nach unten geschwenkt. Im Anschluss daran wird die die Kerben 11 und 12 tragende Hälfte des Hauptteiles 10 um die Kerbe 13 verschwenkt, bis die freien Enden des Zusatzteiles 30, also der zwischen den Schlitzen 33 und 34 liegende Bereich, durch das Langloch 15 ragen. Damit ist der Zusammenbau bereits beendet.
Das in Fig. 2 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel eines Nassrasierapparates zeichnet sich dadurch aus, dass sein Griffteil 40 aus einem einzigen Element besteht, welches aus Papier mit einer Stärke von 0, 3 mm hergestellt ist. Dieser Griffteil 40 weist vier in seiner Längsrichtung verlaufende Kerben 41 bis 44, sowie mehrere in Querrichtung angeordnete Kerben 45,46 und 47 auf. Im Bereich der ersten, in Längsrichtung verlaufenden Kerbe 41 ist der Griffteil 40 mit einem Schlitz 41 a versehen, der in Richtung der Kerbe 41 verläuft und beim Zusammenbau zum Durchschieben einer Lasche 48 dient.
An die Kerbe 45 schliesst sich die Auflagefläche 49 für die Rasierklinge 1 an, welche mit einer Reihe von elliptischen Löchern 50 - 53 versehen ist und auf der sowohl die Rasierklinge 1 als auch die Schutzeinrichtung 2 aufgeklebt werden. Der vor der Kerbe 46 bzw. 47 liegende Bereich 46a des Griffteiles 40 ist zungenförmig verjüngt und wird beim Zusammenbau des Rasierapparates in Langlöcher 54 und 55 eingeschoben, die im Griffteil 40 zwischen den Kerben 41 und 42 ausgespart sind.
Beim Zusammenbau werden zunächst die Rasierklinge 1 und die Schutzeinrichtung 2 auf die Auflagefläche 49 mit den elliptischen Löchern 50 - 53 aufgeklebt. Im Anschluss daran werden die Kerben 41 - 44 gefaltet, und die Lasche 48 wird in den Schlitz 41 a eingeschoben. Danach wird die vor der Kerbe 46 liegende zungenförmige Verjüngung 46a in die Langlöcher 54 und 55 des Griffteiles 40 eingeschoben.
Damit ist auch beim zweiten Ausführungsbeispiel der Zusammenbau beendet, und der Rasierapparat kann verwendet werden.
Auch beim dritten, in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Griffteil von einen einzigen langgestreckten Element 60 gebildet, das aus Papier mit einer Starke von 0, 3 mm hergestellt ist und das durch mehrere in Querrichtung verlaufende Kerben 61 - 66 in einzelne Abschnitte 75, 78, 79 unterteilt ist. Dabei tragen diese Abschnitte 75 und 78 in Längsrichtung verlaufende Kerben 67,68, 69 und 70, die einen gekrümmten Verlauf aufweisen. Im Gegensatz dazu ist der Verlauf der Kerben 71 und 72 im
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Abschnitt 79 geradlinig.
Der Abschnitt zwischen den Kerben 63 und 64 dient als Auflagefläche 73 für die mit einer Hülle 1a versehene Rasierklinge 1 bzw. für deren Schutzeinrichtung 2. Mit 74 ist eine Lasche am einen Ende des Elementes 60 bezeichnet, die zum Ankleben des Abschnittes 75 an die Auflagefläche 73 dient. Im Abschnitt 75 ist zwischen den beiden Kerben 67 und 68 ein Langloch 76 angeordnet, in das beim Zusammenbau der zungenförmige Abschnitt 79 mit seinem Ende eingeführt wird.
Beim Zusammenbau des Rasierapparates gemäss den Fig. 3 und 4 werden zunächst die Klinge 1 und die Schutzeinrichtung 2 auf der Auflagefläche 73 aufgeklebt. Im Abschluss daran werden die Abschnitte 75 und 78 um die Kerbe 62 verschwenkt und die Lasche 74 wird an der Unterseite der Auflagefläche 73 aufgeklebt. Danach werden die beiden Seitenteile 75a und 75b des Abschnittes 75 um die Kerben 67 und 68 nach oben geklappt. Im Anschluss daran werden die beiden Seitenteile 78a und 78b dem Abschnittes 78 um die Kerben 69 und 70 nach unten geschwenkt. Dabei findet durch das Durchbiegen der Flächen eine räumliche Verformung der Seitenteile 75a, 75b, 78a und 78b statt. Schliesslich werden noch die beiden Seitenteile 79a und 79b des Abschnittes 79 um die Kerben 71 und 72 geklappt und dem um die Kerbe 66 umgebogene zungenförmige Abschnitt 79 wird zum Teil durch das Langloch 76 geschoben.
Der Griffteil besitzt nunmehr eine in Seitenansicht etwa lanzettförmige Gestalt.
Wie aus Fig. 6 hervorgeht, ist die Hülle 1 a der Rasierklinge 1 in ihrer Längsrichtung mit einer Reihe von Löchern 1 b versehen, durch welche die Klebeverbindung mit der Auflagefläche 20,49, 73 verbessert werden soll.
Die Erfindung ist nicht an die in der Zeichnung dargestellten und im vorstehenden beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen derselben möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise sollen auch Ausführungsformen unter den Schutz der Erfindung fallen, bei denen der Griffteil mit Reklameaufschriften versehen ist.