AT399671B - Gerät zum reinigen von schlauchartigen leitungen, insbesondere von feuerwehrschläuchen - Google Patents
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Description
ΑΤ 399 671 Β
Oie Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Außenreinigung von Feuerwehrschläuchen.
Geräte für solche Zwecke sind bekannt Eine einfache notdürftige Einrichtung besteht aus einem langen, trogartigen, mit Wasser gefüllten Gefäß, in dem die Feuerwehrschläuche eingelegt werden, um sie dann mit einer Bürste zu reinigen. Mit dieser Einrichtung ist das Reinigen der verschmutzten Feuerwehrschläuche mühsam und zeitaufwendig und es tritt zudem Schmutzwasser in das Innere des Feuerwehrschlauches.
Eine andere, etwas komfortablere Wascheinrichtung weist ein unterteiltes Becken auf. Das eine Becken ist wieder trogartig ausgebiidet und mit Wasser gefüllt. In dieses werden die verschmutzten Feuerwehr-schiäuche eingelegt, um eventuell mit einem Waschmittel den eingetrockneten Schmutz aufzuweichen. Das zweite daran angeschlossene Becken weist zwei paarweise angeordnete und mittels eines Kurbel-Getriebemechanismus verbundene Walzen auf. Um die Feuerwehrschläuche zu reinigen, werden sie dann nacheinander mit Hilfe des Förder-Walzenpaares durch das mit Wasser besprühte und gegenüber dem Förder-Walzenpaar schneller drehende, mit Borsten versehene Walzenpaar gezogen. Mit dieser Einrichtung wird jedoch das Kupplungsstück selbst bzw. das unmittelbar daran anschließende Schlauchstück nicht abgebürstet und die Borsten tragen nicht unwesentlich zum Verschleiß des Schlauchgewebes bei. Vor allem aber sind diese Geräte sehr teuer.
In diesem Zusammenhang sind auch noch andere bekanntgewordene Reinigungsgeräte zu erwähnen. So zeigt beispielsweise die GB-OS 2 210 132 ein Reinigungsgerät für den industriellen Einsatz, mit welchem Werkstücke, die einem Bearbeitungsprozeß unterworfen sind, gereinigt werden. In einem im wesentlichen allseitig geschlossenen Behälter ist ein Reinigungsbad enthalten, ferner eine Halterung für die Aufnahme des zu reinigenden Werkstückes, wobei diese Halterung mit einem motorischen Antrieb verbunden ist, über welchen die Halterung bewegt werden kann, ln diesem Behälter sind ferner noch zwei horizontale Reihen gegeneinander gerichtete Spritzdüsen vorgesehen. Mit der motorisch angetriebenen Halterung für die Aufnahme des Werkstückes wird dieses in das Reinigungsbad eingetaucht bzw. den Strahlen der Spritzdüsen ausgesetzt und/oder gegenüber diesen bewegt.
Die DE-OS 30 13 781 zeigt und beschreibt eine Waschstraße für oben offene Kästen, Tröge, Körbe oder dgl., deren Seiten- und Bodenwände jeweils Durchbrüche aufweisen. Diese Waschstraße weist eine tunnelartig ausgebildete Waschstation und eine Trockenstation auf, sowie eine Fördereinrichtung für den Transport der zu reinigenden Kästen, Tröge, Körbe oder dgl.. In der Waschstation sind Spritzdüsen angeordnet, und zwar in der Weise, daß die in der Waschstation befindlichen Gegenstände von oben, von unten und von den beiden Seiten her mit einer Wasch- und Spülflüssigkeit abgespritzt werden. In der Trockenstation ist ein Luftgebläse vorgesehen. Die lichte Durchgangshöhe des Waschtunnels bzw. des Trockentunnels ist so bemessen, daß dabei mehrere Kästen, Tröge oder Körbe übereinandergestapelt gleichzeitig hindurchbewegt werden können.
Schlußendlich ist noch der Gegenstand der DE-OS 33 29 489 zu erwähnen. Auch hier wird eine äußerst aufwendige Waschstraße gezeigt und beschrieben, die für den industriellen Einsatz vorgesehen ist. Es handelt sich hier um eine Waschstraße für mehrfach verwendbare Behälter, bspw. für Milchflaschen.
Alle diese vorbekannten Einrichtungen erfüllen ohne Zweifel die ihnen zugedachte Aufgabe, sie sind jedoch für den hier vorgesehenen Einsatzzweck wegen ihres aufwendigen Aufbaues nicht geeignet, vor allem auch deswegen nicht, da sie auf die besondere Form des zu reinigenden Gegenstandes keine Rücksicht nehmen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, ein Gerät zur Außenreinigung von Feuerwehrschläuchen zu schaffen, das vor allem mit geringem Aufwand herstellbar und damit billig ist und mit dem dennoch die Feuerwehrschläuche gründlich gereinigt werden können. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem Gehäuse mit Abstand voneinander mindestens zwei gegeneinander gerichtete, übereinanderliegende, an eine Versorgungsleitung anschließbare Düsen vorgesehen sind und das vorzugsweise kastenartig ausgebildete und nach unten hin wenigstens zum Teil offene Gehäuse an zwei einander gegenüberliegenden Gehäusewänden einander gegenüberliegende Öffnungen aufweist, deren Querschnitt um ein geringeres Maß größer ist als die Querschnittsabmessungen der an Feuerwehrschläuchen vorgesehenen Kupplungsstücke und an derem unterem Rand rinnenartige, nach oben offene Auflagen angebracht sind, wobei die Auflagen einen im wesentlichen ebenen Rinnenboden aufweisen, dessen Breite etwa der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches entspricht und eine die beiden Öffnungen verbindende Gerade die Verbindungslinie der Düsen im Mittelbereich kreuzt und die Düsen mit einem drallerzeugenden Leitapparat ausgestattet sind und ferner der Abstand der Düsen so bemessen ist, daß der Durchmesser des von den Düsen erzeugten Kegelstrahles im Bereich der die Öffnungen verbindenden Geraden etwa der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches entspricht. Dieses einfache Gerät kann an ein an sich bekanntes, im Handel erhältliches Hochdruckgerät abgeschlossen werden. Die unterschiedlich stark verschmutzten Schläuche kommen dabei nicht mit dem Schmutzwasser in Berührung. 2
AT 399 671 B
Di© Geschwindigkeit, mit der ein Feuerwehrschlauch durch das Waschgerät gezogen werden kann, hängt vom jeweiligen Verschmutzungsgrad des Feuerwehrschlauches bzw. vom Druck und Durchfluß des aus den Düsen austretenden Wasserstrahles ab. Die rinnenartigen Auflagen weisen einen im wesentlichen ebenen Rinnenboden auf, dessen Breite etwa der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches entspricht Weisen die rinnenartigen Auflagen zudem endseitig Abrundungen auf, so wird der Feuerwehrschlauch gewebeschonend dem Waschgerät zugeführt und durchsetzt dieses geradlinig.
Die rinnenartigen Auflagen erstrecken sich entweder von den Öffnungen aus in das Innere des Gehäuses, oder aber, sie können außerhalb des Gehäuses vorgesehen sein, dadurch kann das Gehäuse sehr materialsparend erzeugt werden, oder aber, die rinnenartigen Auflagen sind zum Teil in, zum Teil außen am Gehäuse. In allen Fällen haben sie die Aufgabe, den Schlauch zu stützen und zu führen bis unmittelbar in jenen Bereich, in dem der Hochdruckstrahl auf den Schlauch trifft. Die Gehäuseöffnungen selbst sind so bemessen, daß die an den Schlauchenden vorgesehenen Kupplungsstücke durchgezogen werden können.
Damit das mit hoher Geschwindigkeit auf den flachgedrückten Feuerwehrschlauch auftreffende Wasser nicht aus den Öffnungen des Gehäuses herausspritzt ist vorgesehen, daß die Öffnungen mit elastisch verformbaren Spritzschutzlappen ausgestattet sind. Wenn zudem die rinnenartigen Auflagen eine gegen die Mitte des Gehäuses gerichtete flache Neigung aufweisen ist sichergestellt, daß das Spritzwasser auf alle Fälle in das Innere des Gehäuses abgeleitet wird.
Das anfallende Schmutzwasser wird auf einfache Weise aus dem Gehäuse abgeführt werden, da dieses eine unten liegende Öffnung aufweist und das Gerät auf einem Ständer oder über einem Abflußkanal aufgestellt werden kann.
Um die Erfindung zu veranschaulichen, werden zwei Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt Rg. 1, 2, 3 ein erfindungsgemäßes Gerät in Grund-, geschnittenem Auf- und geschnittenem Kreuzriß; Rg. 4 ein aufgeschnittenes Gerät mit außen liegenden rinnenartigen Auflagen.
Wie die Figuren 1, 2 und 3 zeigen, sind in einem kastenartigen Gehäuse 1, das als Blechkonstruktion ausgebildet ist, vertikal übereinanderliegend zwei gegeneinader gerichtete Düsen 3 vorgesehen, die über eine Versorgungsleitung 2 mit einem Hochdruckreinigungsgerät verbindbar sind. Solche Hochdruckreinigungsgeräte werden im Handel angeboten. Diese Düsen 3 besitzen einen hier nicht näher beschriebenen, jedoch bekannten Dralleinsatz, der den aus den Düsen austretenden Strahl kegelförmig gestaltet und ihn rotieren läßt. In zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Gehäuses 1 sind Öffnungen 4 ausgespart, wobei diese Öffnungen 4 so angeordnet sind, daß eine sie verbindende Gerade die Verbindungslinie der Düsen 3 etwa im Mittelbereich kreuzt. Diese Öffnungen 4 sind so bemessen, daß die an den Enden der Feuerwehrschläuche befindlichen Kupplungen durchgezogen werden können. Am unteren Rand dieser Öffnungen 4 schließen gegen das Innere des Gehäuses 1 gerichtete rinnenartige Auflagen 5 an, wobei diese rinnenartigen Auflagen 5 einen im wesentlichen ebenen Rinnenboden aufweisen, dessen Breite etwa der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches 13 entspricht Die inneren Stirnseiten dieser Auflagen sind voneinander distanziert. Zweckmäßigerweise besitzen diese rinnenartigen Auflagen eine gegen die Mitte des Gehäuses 1 gerichtete geringe Neigung.
Der Abstand der Düsen 3 ist so bemessen, daß der Durchmesser des von den Düsen 3 erzeugten Kegelstrahles im Bereich der die Öffnungen 4 verbindenden Gerade etwa der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches 13 entspricht. Dies veranschaulichen die Rg. 1 bis 3 sehr deutlich. Um das genannte Maß sind auch die Stirnseiten der in das Innere des Gehäuses ragenden Auflagen 5 voneinander distanziert (Rg. 3). Nach unten hin ist das Gehäuse offen.
Die Handhabung dieses Gerätes ergibt sich aus seinem konstruktiven Aufbau, sie sei jedoch der Vollständigkeit halber kurz dargestellt: An die Versorgungsleitung 2 wird ein Hochdruckreinigungsgerät angeschlossen, das evtl, mit einer Beimischeinrichtung für Reinigungsmittel und/oder mit einem Heißwasserbereiter ausgestattet ist, der beim Einsatz verschmutzte Feuerwehrschlauch wird nun durch die eine Öffnung 4 eingeschoben und durch das Gehäuse durchgezogen, wobei der Schlauch durch die Auflagen 5 im Gehäuse unterstützt ist, und nur dort sozusagen frei liegt, wo er von den kegeligen Wasserstrahlen getroffen wird. Das verschmutzte Wasser kann nach unten abfließen, da das Gehäuse nach unten hin offen ist.
Die Ausführungsform des Gerätes nach Rg. 4 unterscheidet sich von dem oben Besprochenen dadurch, daß hier die rinnenartigen Auflagen 5 an der Außenseite des Gehäuses angeordnet sind. Spritzschutzlappen 8 verschließen zum Teil die Öffnungen 4. Diese außenseitige Anordnung der Auflagerin-nen 5 ermöglicht es, das Gehäuse 1 materialsparend zu gestalten. Dies macht Rg. 4 anschaulich. 3
Claims (7)
- AT 399 671 B Patentansprüche 1. Gerät zur Außenreinigung von Feuerwehrschläuchen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Gehäuse (1) mit Abstand voneinander mindestens zwei gegeneinander gerichtete, übereinanderliegende, an eine Versorgungsleitung (2) anschließbare Düsen (3) vorgesehen sind und das vorzugsweise kastenartig ausgebildete und nach unten hin wenigstens zum Teil offene Gehäuse (1) an zwei einander gegenüberliegenden Gehäusewänden einander gegenüberliegende Öffnungen (4) aufweist, deren Querschnitt um ein geringeres Maß größer ist als die Querschnittsabmessungen der an Feuerwehrschläuchen (13) vorgesehenen Kupplungsstücke und an derem unterem Rand rinnenartige, nach oben offene Auflagen (5) angebracht sind, wobei die Auflagen (5) einen im wesentlichen ebenen Rinnenboden aufweisen, dessen Breite etwa der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches (13) entspricht und eine die beiden Öffnungen (4) verbindende Gerade die Verbindungslinie der Düsen (3) im Mittelbereich kreuzt und die Düsen (3) mit einem drallerzeugenden Leitapparat ausgestattet sind und ferner der Abstand der Düsen (3) so bemessen ist, daß der Durchmesser des von den Düsen (3) erzeugten Kegelstrahles im Bereich der die Öffnungen (4) verbindenden Geraden etwa der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches (13) entspricht.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rinnenartigen Auflagen (5) sich von den Öffnungen (4) aus in das Innere des Gehäuses (1) erstrecken.
- 3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rinnenartigen Auflagen (5) sich von den Öffnungen (4) aus nach außen erstrecken, also von der Wand des Gehäuses (1) nach außen abstehen.
- 4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die rinnenartigen Auflagen (5) an den Öffnungen (4) sowohl an der Außen- wie auch an der Innenseite der Wand des Gehäuses (1) vorgesehen sind.
- 5. Gerät nach einem der Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß die rinnenartigen Auflagen (5) eine gegen die Mitte des Gehäuses (1) gerichtete geringe Neigung aufweisen.
- 6. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Öffnungen (4) einen elastisch verformbaren Spritzschutz tragen.
- 7. Gerät nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet daß bei den in das Innere des Gehäuses (1) ragenden rinrienartigen Auflagen (5) die einander zugewandten Stirnkanten voneinander distanziert and, wobei der Abstand der Stirnkanten zumindest der Breite eines flachgedrückten Feuerwehrschlauches entspricht. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 4
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| AT220290A AT399671B (de) | 1990-11-02 | 1990-11-02 | Gerät zum reinigen von schlauchartigen leitungen, insbesondere von feuerwehrschläuchen |
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| ATA220290A ATA220290A (de) | 1994-11-15 |
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1990
- 1990-11-02 AT AT220290A patent/AT399671B/de not_active IP Right Cessation
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