AT398109B - Vorrichtung und verfahren zum schutz von schliesszylindern - Google Patents
Vorrichtung und verfahren zum schutz von schliesszylindern Download PDFInfo
- Publication number
- AT398109B AT398109B AT12989A AT12989A AT398109B AT 398109 B AT398109 B AT 398109B AT 12989 A AT12989 A AT 12989A AT 12989 A AT12989 A AT 12989A AT 398109 B AT398109 B AT 398109B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- resistance
- cylinder
- pulling
- pull
- web
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims 14
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 2
- 238000003780 insertion Methods 0.000 claims 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 claims 2
- 238000007630 basic procedure Methods 0.000 claims 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000002996 emotional effect Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 description 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 1
- 238000010008 shearing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B9/00—Lock casings or latch-mechanism casings ; Fastening locks or fasteners or parts thereof to the wing
- E05B9/08—Fastening locks or fasteners or parts thereof, e.g. the casings of latch-bolt locks or cylinder locks to the wing
- E05B9/084—Fastening of lock cylinders, plugs or cores
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
AT 398 109 B
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Schutz eines Schliesszylinders gegen Angriffe durch Zugkräfte in achsialer Richtung gemäss den entsprechenden unabhängigen Patentansprüchen.
Schliesszylinder haben die Aufgabe, die zugehörigen Schlüssel zu decodieren und bei Uebereinstim-mung von Schlüssel- und Zylindercode eine Schlossöffnungsdrehung zuzulassen. Praktisch alle Schliesszylinder basieren auf der Freigabe und Blockierung einer oder mehrerer Scher- oder Trennlinien, wofür eine Anzahl mehrteilige Zuhaltungsstifte gleichzeitig in Schliess- oder Öffnungs-Position gebracht werden. Die Öffnungsdrehung, die bspw. mit Hilfe des Schlüssels durchgeführt wird, wird vom Zylinderkern auf den Mitnehmer übertragen, welcher schliesslich den Schlossriegel in Bewegung setzt. Der Zylinderkern, der seinerseits drehbar in einem Zylindergehäuse liegt, wird dort gegen ein Herausziehen in achsialer Richtung gesichert bspw. durch einen Flansch, der an seinem innen liegenden Ende am Kern angeformt ist. Das Zylindergehäuse ist seinerseits bspw. durch eine Absetzung im vorderen Teil der Aussenhülse gegen Herausziehen gesichert und die Aussenhülse ist ihrerseits mit dem Zylindersteg verbunden, welcher letztlich im Schloss festgeschraubt ist. Eine solche Längszugsicherung zwischen den drehbaren und fixen Teilen hat bezüglich Zugfestigkeit ähnliche Eigenschaften wie eine Kette, das heisst, sie ist so stark wie ihr schwächstes Glied.
Durch die beschriebene Längszugsicherung erhält der Schliesszylinder einen Ziehwiderstand, der beim unrechtmässigen Öffnen des Schlosses durch achsiales Herausziehen des Schliesszylinders überwunden werden muss.
Da sich das gewaltsame, achsiale Herausziehen des Schliesszylinders als schnelle, beinahe lautlose und wenig aufwendige Methode zum gewaltsamen Öffnen eines Schlosses erweist, stellt sich die Erfindung die Aufgabe, eine Vorrichtung und ein Verfahren .aufzuzeigen, mit denen der Ziehwiderstand eines Schliesszylinders verstärkt wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Vorrichtung und das Verfahren, wie sie in den Ansprüche definiert sind.
Die Erfindung basiert auf der Idee, die heute bekannten, bereits oben beschriebenen Massnahmen zur Ziehsicherung von Schliesszylindern, die wie erwähnt eine Kette von einzelnen Ziehwiderständen darstellen, zu verstärken durch einen einstückig gestalteten Ziehschutzkörper, der parallel zu den bestehenden Widerständen wirkt. Dieser Ziehschutzkörper ist also ein Bauteil, der bspw. gleichzeitig Zylinderkern, Zylindergehäuse und den Steg, auf dem das Zylindergehäuse befestigt ist, gleichsam wirkverbindend ergreift.
Wie solch ein Ziehschutzkörper aussieht und funktioniert, wird anhand einer Ausführungsform anschliessend diskutiert. Diese eine Ausführungsform kann, bei Kenntnis des erfinderischen Gedankens, entsprechend variiert werden. Eine solche Variante wird ebenfalls dargestellt. Die Figuren zeigen:
Fig. 1A und 1B in schematischer Darstellung einen Schliesszylinder mit Umgebung zur Illustration der einzelnen Ziehwiderstände bzw. deren Fugen- oder Scherlinien (Fig. 1A) und in einmontierter Umgebung, bspw. auf eine Stützplatte, wie sie in Figur 5 gezeigt ist, aufgestützt, wobei der Ziehschutz aus dieser Umgebung nur durch die Stulpschraube realisiert ist (Fig. 1B);
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Darstellung von Figur 1 entlang einer Linie ll-ll mit eingezeichneter Wirkungszone für einen Ziehschutz:
Fig. 3 in räumlicher Darstellung die in Figur 2 eingezeichnete Wirkungszone für einen
Ziehschutz;
Fig. 4 eine beispielsweise Ausgestaltung eines Ziehschutzkörpers.
Fig. 5 eine Abstützplatte für einen Ziehschutzkörper gemäss Figur 4.
Fig. 6 in seitlicher Sicht einen positionierten Ziehschutzkörper, der die Ziehwiderstände zwischen Steg bzw. Zylindergehäuse und Abstützplatte, sowie, je nach Einstichtiefe, auch zwischen Zylindergehäuse und Rotor verstärken kann.
Fig. 7 zeigt wie mit einem Ziehschutzkörper der beschriebenen Art, an einem Schliesszylin der mit den Gehäusestiften im Steg angeordnet, ein erhöhter Ziehschutz und zusätzlich mit einer Mehrzahl von Abstützplatten (bspw. gemäss Fig. 5) der Zylinder zur Schlossumgebung plaziert werden kann.
Figuren 1A und 1B zeigen einen Schliesszylinder mit bekannten Elementen zur Ziehsicherung und einem erfindungsgemässen Ziehschutzkörper P zur Verstärkung des Ziehwiderstandes. Die bekannten Elemente sind: erstens zwischen Zylinderkern 1 und Gehäuse 2 ein am Zylinderkern angeformter Flansch 5 und eine entsprechende Nut, zweitens eine nicht dargestellte Befestigung zwischen Zylindergehäuse 2 und Steg 3, bspw. Schrauben oder einstückige Fertigung, und drittens eine Befestigung zwischen Steg 3 und Zylinderumgebung 4, die in der Regel das Schloss ist, bspw. eine Stulpschraube 25, die den Steg 3 quer 2
AT 398 109 B durchdringt.
Wird nun zum gewaltsamen Aufbrechen des Schlosses eine passende Schraube in den Schlüsselkanal eingedreht und in einem sich auf die Umgebung des Schliesszylinders abstützenden Spannmechanismus befestigt, wird die vom Spannmechanismus auf die Schraube ausgeübte Zugkraft vom Zylinder 1 auf das Gehäuse 2, von diesem auf den Steg 3 und dann auf die Umgebung 4 übertragen, wobei die oben beschriebenen Befestigungsmittel die drei Übertragungsstellen A, B, C, bzw. die drei Ziehwiderstände darstellen.
Die Grössen der einzelnen Ziehwiderstände A, B und C sind gegeben durch die Scherkraft, die aufgewendet werden muss um den Flansch 5 abzuscheren, durch die Scherkraft die aufgewendet werden muss um bspw. eine Schraube abzuscheren und durch die Scherkraft die aufgewendet werden muss um die Stuipschraube 25 abzuscheren. Der Ziehwiderstand der gesamten Anordnung ist gleich wie die kleinste dieser Scherkräfte.
Der in der Figur 1A ebenfalls sichtbare, erfindungsgemässe Ziehschutzkörper P und seine Wirkung, durch die die Ziehwiderstände A, B und/oder C erfindungsgemäss verstärkt werden sollen, werden nun anhand der folgenden Figuren detailliert beschrieben.
Figur 2 zeigt im Querschnitt entlang der Linie ll-ll von Figur 1A die drei Hauptteile 1, 2 und 3 mit den Übertragungsstellen A, B, C, die in einer Angriffszone P für den Ziehschutz eingezeichnet sind. Zusätzlich sind Zuhaltungsstifte 7 eingezeichnet, welche als Verbindungsglied zum Schlüssel wirken.
Fasst man nun die Angriffszone P als ein einstückiges Material auf, das in eine Einfräsung entsprechend dieser Angriffszone so in den Zylinder einragt, dass alle drei Teile 1, 2 und 3 durch eine einzige Wirkverbindung betroffen sind (wie in Figur 3 dargestellt), so entsteht eine Verankerung gegen Längszug, die nicht wie die bekannten Ziehschutzelemente in Serie wirkt, sondern parallel. Die Zugkraft wird vom Zylinderkern über das Zylindergehäuse direkt auf den Steg übertragen.
Nun muss nicht, wie in Figur 3 gezeigt, der Ziehschutzkörper P an allen Übertragungsstellen (A, B, C) den gleichen Scherwiderstand aufweisen. Angenommen die Widerstände sind, mit dimensionslosen Werten bezeichnet, folgendermassen verteilt, A=5, B = 2, C = 1, so kann der Widerstand des Ziehschutzes P(abc) als f(ABC) folgendermassen aussehen: a = l, b=4, c=5, das heisst, der Ziehwiderstand zwischen 1 und 4 beträgt nun generell 6, gegenüber vormals 1 (schwächstes Glied), das ist eine sechsfache Verstärkung. Wird auf a = 1 als Massnahme verzichtet, weil man A = 5 (also eine fünffache Verstärkung) als ausreichend betrachtet, so bleibt b = 3 und c=4, was generell einen Ziehwiderstand von 5 ergibt, gegenüber vormals 1. Den Ziehschutzkörper P mit den verschiedenen Werten abc erhält man bspw. durch Formgebung bei gleichem Material. Möglich wäre auch eine gleichbleibende Form bei Anwendung von verschiedenen Materialien, was jedoch wesentlich aufwendiger wäre.
Figur 2 zeigt auch, dass je nach Schliessystemen und -konstruktionen auch Zuhaltungseinlagebalken 30 mittels des Ziehschutzkörpers an der Stelle 31 festgehalten werden können und diese somit auch gegen das Ausreissen gesichert sind. Der Ziehschutzkörper kann auch als Nocken am Zylindergehäuse angegossen werden oder in dieser Funktion als Flansch ausgebildet (angeformt) werden. In diesem Fall wird der Parallelwiderstand nicht nachträglich in einen Schliesszylinder eingefügt oder an einen Schliesszylinder angebracht, sondern schon bei der Konstruktion eines Schliesszylinders gestaltlich miteinbezogen.
Figur 4 zeigt eine beispielsweise Formgebung eines Ziehschutzkörpers P, der als Ziehwiderstand in Richtung z, siehe auch Figur 1, die diskutierten Anforderung erfüllen kann. Die nach vorne zeigende Fläche entspricht derjenigen, wie sie in Figur 2 durch den Pfeil in Richtung P dargestellt ist. Die seitlichen Flächen 10,11,12 stehen senkrecht zur Zylinderlängsachse, in Figur 2 zeigen sie also gegen den Betrachter. Wie in den Figuren 2 und 3 dargestellt, wird der Ziehschutz P in eine adäquat geformte Ausnehmung im Steg, Zylindergehäuse und ggf. Zylinderkern eingesetzt. Die Fläche 10 im Abschnitt c=5 (gemäss Figur 4) ragt ungefähr zur Hälfte aus dem Steg 3. Zugkräfte in Längsrichtung können so bspw. über eine Kulisse, die über den Zylinder geschoben wird, abgefangen werden. Ein Beispiel ist in Figur 5 abgebildet. Eine dem Ziehschutzkörper gemäss Figur 4 entsprechende Ausnehmung in einem Schliesszylinder ist hier nicht dargestellt. Es ist klar, dass mit Kenntnis der erfinderischen Idee, beliebige Formgebungen von Ziehschutzkörpern mit den entsprechenden Platzverhältnissen im und am Schliesszylinder (Ausnehmungen), wie auch, wie schon oben gesagt, gestaltliche Massnahmen bei Neukonstruktionen leicht vorgesehen werden können.
Die Fläche 11 im Abschnitt b=2 ist im Bereich der Übertragungsstelle B zwischen Steg 3 und Zylindergehäuse 2 angeordnet. Sie fängt Zugkräfte dann ab, wenn bspw. ein Ziehschutz realisiert werden soll, bei welchem auf einen Einstich in den Rotor verzichtet wird. Zum Beispiel wenn die Kompensation der vorhandenen Widerstände auf einen Ziehwiderstand von 4 als ausreichend erachtet wird. Dann würde sich nämlich mit c=4, b=1 und a=0 ein Ziehwiderstand ergeben, der nicht in den Bereich der Scherlinie A zwischen Zylinderkem und Zylindergehäuse hineinreicht. Damit ist allerdings, das muss man sich klar sein, die Widerstandskette nicht von einem Ende zum andern, sondern nur zu einem Teil durch den Ziehschutz 3
AT 398 109 B überbrückt, Soll also a grösser als Null sein, muss der obere Teil des Ziehschutzkörpers P über die Scherlinie hinaus in den Zylinderkern hineinragen, in welchen dann eine Umfangsnut (Einstich im Rotor) eingefräst ist, zur Aufnahme dieses Teils. Der zugehörige Schlüssel weist an der Schmalseite ebenfalls eine Einfräsung auf, welche im wesentlichen der Umfangsnut, d.h., dem Einstich im Rotor entspricht.
Dieser Teil des Ziehschutzkörpers weist noch den folgenden Zusatznutzen auf: Im Normalbetrieb des Zylinders, das heisst also bei eingestecktem Schlüssel, wird die Manipuiationskraft in der Regel durch die Zuhaltungsstifte abgefangen. Diese Kraft kann nun über einen gewissen Drehwinkel auf den Ziehschutzkörper übertragen werden. Der Drehwinkel der Entlastung hängt von der Form dieses Teiles des Ziehschutzkörpers ab. Ferner kann der Einschnitt an den Schlüsselschmalseiten als zusätzliche Kodierung aufgefasst werden. In der Regel wird diese Massnahme schon am Rohling ausgeführt.
Der gemäss Figur 4 in beispielsweiser Formgebung ausgestaltete Ziehschutzkörper, würde bei einem Ziehangriff im Bereich a auf Zug belastet und die Zugkräfte direkt auf die Fläche 10 im Bereich c überleiten. Die flankierenden Widerstände sui generis, wie der Flansch 5, die Schrauben zwischen Steg und Zylinder, sowie die Stulpschraube (als schwächstes Glied der Kette) unterstützen den Ziehwiderstand, der, dank der Massnahme gemäss Erfindung nun von Anfang bis Ende gleich hoch, nämlich gleich 6 ist.
Figur 5 zeigt eine Abstützplatte, die eine Öffnung entsprechend dem Zylinderprofil aufweist. Die Figuren 6 und 7 die Lage dieser in Bezug zur Umgebung des Zylinders. An den Stellen 10' ist die Zone angegeben, in welcher sich die Fläche 10 des Ziehschutzkörpers P gemäss Figur 4 abstützen kann. An diese Stelle ist auch das eine Ende der Widerstandskette ABC, an welche Stelle die Angriffskräfte bei einem Ziehangriff am Zylinderkern übertragen werden. Je nach Ausführungsform des Ziehschutzkörpers P (bspw. ein Teilbereich des Scherwiderstandes c wird bündig zum Steg 3 und der Restbereich überstehend zum Steg 3 ausgeführt) kann die Abstützplatte über den Schliesszylinder und zugleich über den Teilbereich gesteckt werden, wobei der Ziehschutzkörper im Schliesszylinder fixiert wird. Diese Art eines Formschlusses zwischen Abstützplatte, Ziehschutzkörper und Schliesszylinder (siehe auch Figur 6) erübrigt bspw. die Verwendung einer oder mehrerer Befestigungsschrauben und damit auch das Anbringen von Schraubeniö-chem, die entweder störend oder schwächend sein können. Was besonders dazukommt, der entsprechend ausgestaltete Ziehschutzkörper kann problemlos bei allen Systemen mit Zuhaltungsfunktion via Steg Zylinder, das heisst, in Schliesszylindern, in welchen die Gehäusestifte im Steg (hier ist der Steg in das Gehäuse integriert) angeordnet sind, eingesetzt werden, wie dies in Figur 7 abgebildet ist.
Zur Übertragung von Zugkräften in die Umgebung des Schliesszylinders, sind spezielle Formgebungen vorteilhaft. So können Stützflächen, wie beispielsweise die Fläche 11, statt senkrecht schräg zur Zylinderachse angeordnet sein, um eine Keilwirkung zu erzielen. Ferner können Ziehschutzkörper beidseitig am Schliesszylinder angeordnet werden. Zur Befestigung eines Ziehschutzkörpers am Schliesszylinder reicht eine Schraube, die durch ein Loch im Ziehschutzkörper in den Steg 3 eingeschraubt werden kann. Zur Befestigung von zwei Ziehschutzkörpern empfiehlt sich eine durch ein durchgehendes Loch im Steg durch diesen hindurchlangende Schraube, welche in ein Gewinde im anderen Ziehschutzkörper eingeschraubt werden kann.
Figur 6 zeigt in seitlicher Ansicht einen in eine Türe montierten Schliesszylinder mit Schlüssel 35 (in der Tat sind es zwei Zylinder, ein innerer 1' und ein äusserer 1) an welchem ein Ziehschutzkörper der diskutierten Art angeordnet ist. Ein Schutzbeschlag 36 mit durchgehenden Schrauben 37 schützt Angriffsstellen im Schloss, bis an das Profil des Zylinders. Dieser selber ist von dieser Schutzmassnahme, zumindest frontseitig, nicht betroffen. Hinter dem Schuztbeschlag stützt sich die Abstützplatte 20 ab und auf die Abstützplatte 20 stutzt sich der Ziehschutzkörper P mit der Fläche 10 ab. Dies ist die Übertragungsstelle C. Ebenfalls eingezeichnet ist die Übertragungsstelle B. Nicht dargestellt ist eine allfällige Übertraguns-stelle A
Denkt man sich nun den eingesteckten und verriegelten Schlüssel 35 als Ziehelement (natürlich wird auf der freien Wildbahn nicht der passende Schlüssel verwendet), so ist der Abstützpunkt einer zum Ziehen verwendeten Spannvorrichtung der Schutzbeschlag 36. Die Zugkraft wird direkt auf den Ziehschutzkörper P übertragen, welcher die Kraft via die Abstützplatte 20 auf die hintere Seite des Schutzbeschlages überträgt. Rein gefühlsmässig erkennt man hier nun, dass die Angriffskräfte gegenüber einem Zylinder ohne Ziehschutzkörper sozusagen "kurzgeschlossen" sind.
Je nachdem, in welcher Läge zur Zylinderlänge der Ziehschutzkörper angeordnet ist, ist es nötig, zwischen der Fläche 10 des Ziehschutzkörpers P und bspw. der hinteren Seite des Schutzbeschlages eine Lücke zu überbrücken. Dies kann durch die Hintereinanderreihung von mehreren Abstützplatten 201, 202, 203, 204, 20n (wie Figur 7 dies zeigt) gelöst werden. Natürlich ist es auch möglich, eine Abstützplatte der erforderlichen Dicke zu verwenden oder den Ziehschutzkörper an der passenden Stelle in Bezug zur Zylinderlänge anzubringen. 4
Claims (10)
- AT 398 109 B Figur 7 zeigt ausserdem sehr schön die Möglichkeit, die Abstützplatte zur Fixierung des Ziehschutzkörpers P am Schliesszyiinder zu verwenden. Die Fläche 10 ist in Bezug auf den Steg 3 überstehend und die Partie p' zur Stegoberfläche bündig. Wird nun die Abstützplatte 20 gemäss Figur 5 über den Zylinder gesteckt und an der Fläche 10 des Ziehschutzkörpers P in Anschlag gebracht, so ist der Ziehschutzkörper ohne ein weiteres Befestigungsmittel im Formschluss fixiert und es werden keine Schrauben benötigt, welche beim gezeigten Zylinderschloss gemäss Figur 7 wegen den im Steg angeordneten Zuhaltungen stören würden. Es ist klar, dass an Stelle einer Abstützplatte 20 eine andere Zylinderumgebung dieselbe Funktion ausüben kann. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die Übertragungsstelle C, Steg/Umgebung, den entsprechenden Ziehwiderstand aufweist. Das aus dieser Ausführungsvariante hervorgehende Verfahren zur Verbesserung des Ziehwiderstandes eines Schliesszylinders, weist folgendes grundlegendes Vorgehen auf: dass an mindestens zwei Übertragungsstellen (A,B,C) zwischen Zylinderkern und Zylindergehäuse, zwischen Zylindergehäuse und Steg, zwischen Steg und Schliesszylinderumgebung zum vorhandenen Ziehwiderstand des Schliesszylinders ein zusätzlicher Scherwiderstand (P) so angeordnet wird, dass an allen verstärkten Übertragungsstellen (A,B,C) ein im wesentlichen gleich grosser Scherwiderstand entsteht. Die Übertragungsstellen mit geringerem Ziehwiderstand können durch einen entsprechend geformten Ziehschutzkörper auch so verstärkt werden, dass der Gesamtwiderstand jeder Übertragungsstelle mindestens dem ursprünglich grössten Ziehwiderstand entspricht. Die Übertragungsstellen A,B,C eines Schliesszylinders können durch einen Ziehschutzkörper auch so verstärkt werden, dass der Ziehwiderstand jeder Übertragungssteile erhöht wird. Ferner können alle Übertragungsstellen einen im wesentlichen gleich hohen Ziehwiderstand aufweisen, der höher ist, als der grösste Ziehwiderstand des unverstärkten Schliesszylinders. Patentansprüche 1. Vorrichtung an einem Schließzylinder zur Verstärkung des Ziehwiderstandes gegen einen Zugangriff in Richtung der Längsachse des Schließzylinders, gekennzeichnet durch mindestens einen einstückigen Ziehschutzkörper (P), der in eine zugehörige Ausnehmung im Schließzylinder eingreift und mindestens über zwei Trennstellen (A, B, C) zwischen Zylinderkern (1), Zylindergehäuse (2), Steg (3) oder Schloß (4) reicht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehschutzkörper (P) nach Einsetzen in die Ausnehmung im Schlreßzylinder an jeder Trennstelle (A, B, C) über die der Ziehschutzkörper (P) reicht, einen zum vorhandenen Scherkraftwiderstand des Schließzylinders an dieser Trennstelle zusätzlichen Scherkraftwiderstand ausübt, sodaß an allen Trennsteilen (A, B, C) ein im wesentlichen gleich großer Scherwiderstand gegeben ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehschutzkörper (P) nach Einsetzen in die Vertiefung im Schließzylinder an jeder Trennstelle (A, B, C) über die der Ziehschutzkörper (P) reicht, ein zum vorhandenen Scherkraftwiderstand des Schließzylinders an dieser Trennstelle zusätzlichen Scherkraftwiderstand ausübt, sodaß an jeder Trennstelle (A, B, C) ein im wesentlichen gleich großer Scherwiderstand gegeben ist, der größer ist als der Zieh- und Ausreißwiderstand an einer der Trennstellen ohne den Ziehschutzkörper (P).
- 4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehschutzkörper (P) eine sich in der Längsrichtung erstreckende stufenförmige Aufstockung aufweist, deren Stirnflächen (10, 11, 12) senkrecht zur Zylinderlängsachse stehen und den Scherwiderstand ausüben.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ziehschutzkörper (P) eine Abstützplatte (20) zugeordnet ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützplatte (20) eine Öffnung aufweist, die der Außenkontur des Schließzylinders entspricht, sodaß der Ziehschutzkörper (P) bei aufgesteckter Abstützplatte (20) im lösbaren Formschluß in seiner Ausnehmung fixiert ist.
- 7. Verfahren zur Verbesserung des Zieh- oder Ausreißwiderstandes eines Schiießzylinders nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens zwei Trennstellen 5 AT 398 109 B (A, B, C) zwischen Zylinderkern und Zylindergehäuse, zwischen Zylindergehäuse und Steg, zwischen Steg und Schließzylinderumgebung zum vorhandenen Zieh- oder Ausreißwiderstand des Schließzyiin-ders ein zusätzlicher Scherwiderstand vorgesehen wird, so daß an allen verstärkten Trennstellen (A, B, C) ein im wesentlichen gleich großer Schwerwiderstand gegeben ist. 5
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennstellen mit geringerem Ziehoder Ausreißwiderstand als die Trennstelle mit dem größten Zieh- oder Ausreißwiderstand des Schließzylinders durch einen zusätzlichen Scherwiderstand so ergänzt werden, daß der Gesamtziehwiderstand jeder Trennsteile mindestens diesem größten Zieh- oder Ausreißwiderstand entspricht. 10
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß alle Trennstellen (A, B, C) eines Schließzylinders durch zusätzliche Schewiderstände so ergänzt werden, daß jede Trennstelle einen größeren Gesamtwidrstand aufweist.
- 10. Verfahren nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Trennstellen einen im wesentlichen gleich hohen Zieh- oder Ausreißwiderstand aufweist, der für jede Trennstelle größer ist als der größte Zieh- oder Ausreißwiderstand des Schließzylinders ohne zusätzlichen Scherwiderstand. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 20 25 30 35 40 45 50 6 55
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH70688A CH676022A5 (de) | 1988-02-25 | 1988-02-25 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA12989A ATA12989A (de) | 1994-01-15 |
| AT398109B true AT398109B (de) | 1994-09-26 |
Family
ID=4193272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT12989A AT398109B (de) | 1988-02-25 | 1989-01-24 | Vorrichtung und verfahren zum schutz von schliesszylindern |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT398109B (de) |
| CH (1) | CH676022A5 (de) |
| DE (1) | DE3902054C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29708138U1 (de) * | 1997-05-06 | 1998-09-24 | Niemann, Hans Dieter, 50169 Kerpen | Profilschließzylinder |
| GB0302717D0 (en) * | 2003-02-06 | 2003-03-12 | Fullard Donald M | Improvements in cylinder locks |
| DE102014217240A1 (de) * | 2014-08-28 | 2016-03-03 | Bks Gmbh | Doppelschließzylinder |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2594876A1 (fr) * | 1986-02-26 | 1987-08-28 | Vachette Sa | Dispositif de blocage, en particulier dispositif anti-vol, pour actionneur de serrure ou serrure electrique, notamment pour serrure de porte d'un vehicule automobile, et serrure equipee d'un tel dispositif |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8023871U1 (de) * | 1980-09-08 | 1980-12-11 | Hoppe Gmbh & Co Kg, 3570 Stadtallendorf | Tuerbeschlag |
| DE8710534U1 (de) * | 1987-07-31 | 1987-11-12 | BKS GmbH, 5620 Velbert | Profilschließzylinder mit Axialsicherung |
-
1988
- 1988-02-25 CH CH70688A patent/CH676022A5/de not_active IP Right Cessation
-
1989
- 1989-01-24 AT AT12989A patent/AT398109B/de not_active IP Right Cessation
- 1989-01-25 DE DE19893902054 patent/DE3902054C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2594876A1 (fr) * | 1986-02-26 | 1987-08-28 | Vachette Sa | Dispositif de blocage, en particulier dispositif anti-vol, pour actionneur de serrure ou serrure electrique, notamment pour serrure de porte d'un vehicule automobile, et serrure equipee d'un tel dispositif |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA12989A (de) | 1994-01-15 |
| DE3902054A1 (de) | 1989-09-07 |
| CH676022A5 (de) | 1990-11-30 |
| DE3902054C2 (de) | 1994-01-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0670401A1 (de) | Schlüssel und Einbau-Doppelzylinder für ein Sicherheitsschloss | |
| EP0281519B1 (de) | Vorrichtung zum Befestigen eines Drehschliesszylinders | |
| EP1252408B1 (de) | Drehschliesszylinder für ein sicherheitsschloss | |
| EP0792981B1 (de) | Einbau-Doppelschliesszylinder für ein Sicherheitsschloss | |
| AT398109B (de) | Vorrichtung und verfahren zum schutz von schliesszylindern | |
| DE3508613A1 (de) | Schloss, insbesondere mit durch muenzeinwurf freizugebender schliessfunktion | |
| DE2210717C3 (de) | Einteiliges Gehäuse eines Doppelprofilzylinderschlosses | |
| EP0585735B1 (de) | Schlosssicherung für Sicherheitsschliess-Zylinder | |
| DE29506488U1 (de) | Sicherungsvorrichtung für Schließeinrichtungen | |
| DE9403985U1 (de) | Türriegel | |
| EP0495361B1 (de) | Beschlag für mit Einsteckschlössern und Profil-schliesszylindern ausgerüstete Türen | |
| EP1493889B1 (de) | Schliessplatte | |
| EP0896116A1 (de) | Schliesszylinder mit Hartmetalleinsatz | |
| EP0330803B1 (de) | Drehschliesszylinder für ein Sicherheitsschloss | |
| CH674542A5 (en) | Security lock cylinder - has core with rear end flange inserted from rear and front covering head | |
| DE3889266T2 (de) | Verstärkter Plastikschlüsselschaft. | |
| DE202015102900U1 (de) | Türbeschlag | |
| DE2548139A1 (de) | Profil-doppelzylinderschloss | |
| DE102019128244A1 (de) | Anordnung mit einem Rahmen und einem mit Hilfe von Bändern an dem Rahmen angebrachten Flügel | |
| DE29714260U1 (de) | Schließleistenanordnung für Türen | |
| DE3729986C2 (de) | Schutzvorrichtung für Zylinderschlösser | |
| DE102009057389A1 (de) | Schraube | |
| EP0430185A2 (de) | Griff-Dorn-Befestigungseinrichtung für die Betätigung eines Blattes, eines Tores oder dergleichen | |
| DE9412427U1 (de) | Einrichtung zur Befestigung eines Beschlagteils an einer eine Schloßtasche aufweisenden Tür o.dgl. | |
| DE29805170U1 (de) | Türschild |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| EFA | Change in the company name | ||
| ELJ | Ceased due to non-payment of the annual fee |